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Es begann mit Blut.

Womit wird es enden?
von

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#oo ғяüнℓιиg.

Du riechst es. Du kannst es sehen. An deiner Kleidung. An deinen Händen. Überall. An der Wand. Überall. Du siehst es. An deinen Händen. Du kannst es riechen. Es ist da. Auf dem Boden. Überall. An deinen Händen. Wohin du auch siehst. Überall. Du siehst es. Es riecht nach

 Blut.
 

Misaki Kojima starrte zweifelnd auf ihren Kalender.

Da stand es. In das Kästchen, das das heutige Datum anzeigte, war das Wort 'Frühlingsanfang' gedruckt. Misaki hob die Augenbrauen und sah zum Fenster. Draußen sah es definitiv mehr nach Winter aus. Die Bäume waren noch immer kahl, der Himmel mit einer gleichmäßigen weißen Wolkenschicht bedeckt.

'Den Frühlingsanfang hätte ich mir anders vorgestellt', dachte sie ein wenig missmutig, wandte sich von dem Wandkalender ab und verließ ihr Zimmer.

Draußen auf dem Gang herrschte schon reger Betrieb. Es war sieben Uhr morgens, was bedeutete, dass die meisten Bewohner des Jugendheimes, in dem Misa lebte, auf dem Weg zum Essensraum waren. Dort würden sie hastig ihr Frühstück hinunterschlingen, damit sie rechtzeitig den Schulbus erwischten.

Jeder machte es so. Misa war da keine Ausnahme.

Manchmal fragte sie sich, ob das anders gewesen wäre, wenn ihre Eltern noch gelebt hätten. Vielleicht würde ihre Mutter hübsch den Tisch decken und sie mit einem liebevollen 'Guten Morgen' um halb sieben wecken, sodass immer genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück blieb. Vielleicht würde sie sogar ein belegtes Brot und einen Apfel für die Schule einpacken und für ihre Tochter bereitlegen.

Misaki nahm an, dass es solche Eltern gab. Sie war sich aber nicht sicher, ob auch ihre zu dieser Sorte gezählt hatten.

Zum Vergleich stellten sich nur ihre beiden besten Freunde zur Verfügung – von denen einer der Sohn des reichsten Mannes der Stadt war, in einer riesigen Villa am Stadtrand lebte und jeden Tag mehr als genug Geld für die Schulcaféteria mitbekam; während der andere selten überhaupt zu Hause schlief, weil er sich mit seinen Eltern nicht verstand.

Jener zweite – Kouki war sein Name – hatte sogar einige Wochen im selben Jugendwohnheim wie Misaki gewohnt, war aber letztendlich doch wieder zu seinen Eltern gezogen, nachdem seine Mutter ihn unter Tränen darum gebeten hatte.

Wahrscheinlich war sie sogar der Typ Mutter, der eventuell Schulbrote für das einzige Kind schmieren würde. Allerdings hatte sie einfach das Pech, den aufmüpfigsten und unduldsamsten Zeitgenossen des aktuellen Jahrhunderts zum Sohn zu haben.

Das war freilich übertrieben und Misa musste grinsen, weil sie wusste, dass viele ihn tatsächlich so sahen – und es ihm schlichtweg egal war. Sie kam gut mit ihm klar (obwohl sie anfangs auch ihre Probleme mit ihm gehabt hatte) und sie wusste, dass sein Charakter nicht nur aus dem Arschloch-Teil bestand, den er der Allgemeinheit zu präsentieren pflegte.

Yohan – das war der reiche Bengel mit der Villa – war da anders. Auch er konnte fies sein; besonders gegenüber Kouki. Aber er hatte diese Seite von sich wesentlich besser im Griff. Die Leute mochten ihn im Großen und Ganzen, was aber wohl in manchen Fällen auch schlichtweg an seinem Vermögen liegen konnte. Zum Glück wusste Yohan die habsüchtigen von den ehrlichen Leuten zu unterscheiden.

Jemand stieß Misaki an. "Musst du nicht los?"

Ihr Kopf zuckte hoch und sie sah ein Mädchen an, das ein paar Jahre jünger war als sie. Die beiden spielten manchmal unten im Aufenthaltsraum zusammen PlayStation.

"Was... wie spät ist es denn?", fragte Misa zerstreut und sah auf ihren Teller. Sie war so in Gedanken über ihre beiden besten Freunde vertieft gewesen, dass sie ganz die Zeit – und das Essen – vergessen hatte.

"Halb acht", sagte das Mädchen.

Misa stand hastig auf und stieß sich schmerzhaft das Knie an der Tischkante. "Wa-?!"

Sie zischte leise, rieb sich das Knie und fluchte fast unhörbar auf Italienisch, als sie ihren Teller zu dem dreckigen Geschirr stellte.

"Danke", rief sie dem Mädchen noch zu. "Ich muss los. Ciao."

Weitere italienische Flüche waren zu hören, als Misa die Treppe hinauflief, ihre Tasche aus ihrem Zimmer holte und wieder hinablief.

Sie hatte ein Auslandsjahr in Italien verbracht, sprach die Landessprache seitdem fast fließend und hatte sich angewöhnt, sie zu benutzen, wenn sie sich aufregte.

Wie jetzt. Der Schulbus war natürlich schon weg. Sie würde den Linienbus nehmen müssen, der allerdings genau vier Minuten nach Schulbeginn ankam. Na gut. Besser als eine ganze Stunde zu spät zu kommen.

Kaum war sie ein paar Sekunden draußen, musste Misa feststellen, dass es kalt war. "Frühlingsanfang!", murrte sie vor sich hin und schlang die Arme um ihren Oberkörper, während sie zur Bushaltestelle trabte. "Col cavolo!"

Nein, der Frühling hatte wohl noch nicht angefangen.

Dafür sollte heute erneut etwas beginnen, was vor vielen Jahren seinen Anfang nahm. Und damals begann es mit

 Blut.

#o1 υиєяωαятєтєѕ ωιє∂єяѕєнєи.

Misa war – und das hätte sie sich eigentlich denken können – nicht die Einzige, die den Linienbus nahm und damit ein wenig zu spät kam.

Als sie in den Bus einstieg und nach hinten durchging, konnte sie in der letzten Reihe einen blonden Haarschopf ausmachen. Den und dazu ein markantes, grinsendes Gesicht samt Unterlippenpiercing.

Kouki. Der eine von Misas beiden besten Freunden saß ganz hinten in der letzten Reihe, den Arm um die Schultern eines hübschen, zierlichen Mädchens gelegt, und just in diesem Moment küsste er sie auf den Mund.

Misas Schritte wurden langsamer, ihr Lächeln gefror. Sie spürte einen Stich. Eifersucht. Eifersucht? Nein. Sie schüttelte den Kopf. Schon vor langem hatte Misaki entschieden, weder mit Kouki noch mit Yohan jemals über Freundschaft hinausgehen zu wollen, denn damit würde sie den jeweils anderen verlieren. Sie liebte beide wie Brüder. Aber nicht mehr. Niemals mehr.

Sie zwang sich, weiterzugehen, zu lächeln und sich nichts anmerken zu lassen. Koukis neue Freundin trug einen Minirock, ein knappes Top, darüber eine ebenso knappe Jeansjacke und, wie es schien, keinen BH. Schlampe, dachte Misa und biss sich auf die Unterlippe.

"Morgen", begrüßte sie Kouki, der prompt von der so leicht bekleideten Blondine abließ und sich Misa zuwandte.

Sein Grinsen wirkte ein wenig schief. "Morgen. Bus verpasst?", fragte er und nahm seine Tasche vom Sitz neben sich, damit Misa sich setzen konnte.

Die Blondine warf Misa nur ein schwaches Lächeln zu, ehe sie mangels Aufmerksamkeit an Koukis Ärmel zu zupfen begann.

"So ist es." Misa versuchte, das andere Mädchen einfach zu ignorieren. Es war das erste Mal, dass sie eine der Freundinnen Koukis persönlich traf. Er war in Sachen Beziehungen so launenhaft, dass es sich nicht gelohnt hätte, sie seinen Freunden oder gar seiner Familie vorzustellen.

Kouki hob die Augenbrauen und sah Misa prüfend an. "Was hast du?"

Sie blinzelte überrascht. "Was? Nichts. Na ja, das Wetter nervt mich. Und die Tatsache, dass ich den Bus verpasst habe." Zumindest glaubte sie, dass das es war, was sie störte. Sie lächelte matt. "Nichts, woran du etwas ändern könntest."

"Hm." Er zuckte nur mit den Schultern und wandte sich wieder seiner Freundin zu, die inzwischen dazu übergegangen war, mit der Hand unter seinem Sweatshirt seine Brust zu streicheln.

Misa zog die Augenbrauen zusammen und sah aus dem Fenster. Sie gönnte es ihm ja, aber zusehen musste sie doch trotzdem nicht.
 

Nachdem Kouki sich zwanzig Minuten später auf dem Schulhof von seiner Freundin verabschiedet hatte, musste Misa sein Handgelenk packen und ihn hinter sich herschleifen, damit er sich beeilte.

"Wenn wir schnell genug sind, kommen wir vor dem Lehrer im Klassenraum an", erklärte sie ihm über ihre Schulter.

"Mir doch egal", murrte Kouki hinter ihr.

Misa lächelte und sagte nichts, während sie ihn weiterzog.

Auf dem Schulhof befanden sich noch einige Schüler, was bedeutete, dass es gerade eben erst zum Unterricht geklingelt haben musste. Dennoch, um kein Risiko einzugehen, beschleunigte Misa ihr Tempo noch und zerrte Kouki förmlich ins Schulgebäude.

Auf dem Gang, der zu ihrem Klassenraum führte, konnte sie in einigen Metern Entfernung Yohan sehen. "Yohan!", rief sie fröhlich und ignorierte Koukis genervtes Stöhnen.

Yohan blieb stehen und drehte sich um. Erst jetzt fiel Misa das kurzhaarige Mädchen neben ihm auf, mit dem er sich bis gerade eben noch unterhalten hatte. Auch sie blieb stehen und sah sich um.

Misa ließ die Hand, mit der sie Yohan gewunken hatte, langsam sinken und betrachtete das Mädchen beim Näherkommen.

Wenn das jetzt Yohans neue Freundin ist, fühl ich mich verarscht, dachte Misa stirnrunzelnd. Doch irgendetwas in dem Gesicht des Mädchen weckte Erinnerungen in ihr. Sie kannte es. Doch woher nur?

Die Verwirrtheit schien ihr ins Gesicht geschrieben zu stehen, denn Yohan und das Mädchen neben ihm lächelten amüsiert.

"Guten Morgen", begrüßte sie das Mädchen und hob die Hand. Ihr Blick wirkte neugierig. "Misa, richtig?"

"Wer's'n das?" Kouki tauchte hinter Misa auf und sah ihr über die Schulter.

Wieder lächelte das Mädchen amüsiert. "So sehr hab ich mich nun auch nicht verändert."

Yohan beschloss, die Sache aufzuklären. "Das", verkündete er und verwies mit einer offenen Handfläche auf das Mädchen, "ist meine Schwester, Kyo Anderson."

Es dauerte etwa zweieinhalb Sekunden, bis bei Misa der Groschen fiel. "Kyo!", rief sie überrascht aus und umarmte Yohans Schwester, die kurz verwirrt über so viel Enthusiasmus schien.

"Ja... die bin ich", lachte sie und erwiderte die Umarmung. "Schön, dass du dich doch erinnerst."

"Hat nur etwas gedauert", sagte Misa schuldbewusst und ließ sie los.

Kyo winkte ab. "Kein Problem."

"Könnte mir mal jemand erklären, was hier los ist?", fragte Kouki ungeduldig und sah von Misa zu Kyo zu Yohan. Offensichtlich erinnerte er sich nicht an Kyo Anderson.

"Du erinnerst dich wirklich nicht, oder?", fragte Misa ungläubig.

"Wundert mich nicht", murmelte Yohan. "Er ist ja sonst auch nicht besonders helle..." Koukis Todesblick schien einfach an ihm abzuprallen.

Misa seufzte lächelnd und erhob gerade das Wort, um Kouki die Situation zu erklären, als der Lehrer plötzlich hinter ihnen auftauchte und eine Aura der Boshaftigkeit mit sich brachte.

"Was macht ihr noch auf dem Gang?", zischte er übellaunig wie immer. Die kleine Gruppe Jugendlicher zuckte zusammen.

"Wir wollten gerade reingehen", erklärte Misa in freundlichem Ton und schob die anderen vor sich her, während sie dem Lehrer ein aufgesetztes Lächeln zuwarf. Er mochte sie, weil sie mit Abstand die Beste in seinem Fach, Mathematik, war.

"Nun gut." Während er ihnen folgte, wurden die Augen des Mannes schmal, als er Kyo erblickte. "... Und wer ist das?"

"Kyo Anderson", stellte sich Yohans Schwester vor, indem sie sich zu ihm umdrehte. Sie allerdings machte sich kaum die Mühe, zu lächeln. "Ich werde ab heute an Ihrem Unterricht teilnehmen."

Der Mann hob die Augenbrauen. "Anderson?" Sein Blick huschte zu Yohan hinüber. So viel er auch für Misa übrig hatte, so wenig konnte er ihre Freunde leiden. "Sind Sie beide verwandt?"

"Nee, verheiratet", erwiderte Kyo augenverdrehend.

Misa schritt ein, bevor die Situation eskalieren konnte, indem sie sich vor Kyo schob und das Gespräch für sie übernahm. "Kyo ist Yohans Schwester. Sie hat bis jetzt ein Sportinternat in den Bergen besucht." Sie sah sich zögernd nach Kyo und Yohan um, denn sie war sich gar nicht so sicher, mit ihren Informationen auf dem neuesten Stand zu sein, aber die beiden nickten zustimmend. Hinter ihnen begannen ihre Mitschüler allmählich, neugierig durch die Tür des Klassenzimmers auf den Gang zu lugen.

"Sie hat früher mit uns die Grundschule besucht und ist jetzt zurückgekehrt", schloss Misa. Neben ihr schien Kouki ein Licht aufzugehen.

Wieder wurden die Augen des Lehrers schmal. "Ja... ich erinnere mich. Ist in der dritten Klasse mit diesem Jungen aus der vierten in das Schulgebäude eingebrochen und hat sämtliche Stühle und Tische aus dem Lehrerzimmer auf dem Schuldach aufgestellt."

Misa hatte alle Mühe, ein Lächeln zu unterdrücken. Ihr war bewusst, dass Kyo hinter ihr breit grinste. "Ja, das ist Kyo."

#o2 αυғтяιтт ∂єѕ кσнαι.

Der Schultag zog sich träge dahin und das Einzige, das Misa zumindest ein wenig von dem üblichen Stress bezüglich Hausaufgaben und Klausuren ablenkte, war die unerwartete Rückkehr ihrer Kindergartenfreundin.

Mama und Papa Anderson hatten Kyo nach einigen Vorfällen (ähnlich dem mit den Möbeln auf dem Schuldach) auf ein Sportinternat geschickt, wo sie ihre überschüssige Energie 'sinnvoll nutzen' sollte. Zudem waren die Andersons wohl ganz froh, ihre Tochter außer Reichweite ihres damaligen besten Freundes zu wissen, der wohl noch mehr Unfug im Sinn hatte als Kyo. Der Name dieses Jungen war Izaya Orihara.

Izaya war in Misas, Koukis und Yohans Parallelklasse gewesen. Kyo war ein Jahr jünger als Yohan und damit eine Stufe unter ihnen. Misa hatte nie sicher sagen können, ob sie und Kyo so etwas wie Freunde gewesen waren – sicher, sie hatten sich gut verstanden, aber Kyo hatte stets die Gesellschaft Izayas vorgezogen und die Aktionen der beiden waren Misa manches Mal nicht ganz geheuer gewesen. Wie damals, als sie in das Haus einer alten Dame eingebrochen waren, die vor Kurzem verstorben war. Kyo und Izaya waren nur neugierig gewesen, abenteuerlustig, wenn man so will, aber nicht besonders intelligent. Sie hatten nicht bedacht, dass das Fenster, durch das sie reinkamen, zu hoch war, um auch wieder hinauszukletttern. Die beiden Kinder hatten geschlagene sechzehn Stunden im Spätherbst in dem nicht mehr beheizten Haus verbracht, ehe man sie auf ihr Rufen hin gefunden und befreit hatte. Yohan hatte Misa erzählt, Kyo habe danach einen ganzen Monat lang Hausarrest bekommen.

Kurz darauf waren Misas Eltern gestorben, sie wohnte einige Tage bei Bekannten, bis sie schließlich und endgültig in einem Heim am Rande der Stadt aufgenommen wurde. Yohan hatte versucht, seine Eltern zu überreden, Misa zu adoptieren, aber diese Leute hatten ja schon kaum Zeit für ihre eigenen Kinder. Dauernd auf Geschäftsreise, dauernd am Arbeiten. Eigentlich kein Wunder, dass Kyo so geworden war.

Von dem Abend, an dem Misas Eltern gestorben waren, wusste sie nicht mehr viel. Später hatte man ihr erzählt, es sei ein Raubüberfall gewesen. In den eigenen Wänden, wohlgemerkt. Die kleine verschreckte Misa hatte ihre erschlagenen, blutüberstömten Eltern am Boden des Esszimmers gefunden und hatte so laut geschrien, dass man es draußen auf der Straße hören konnte. Nachbarn waren herbeigeeilt, dann kamen Krankenwagen und Polizei, Misa befand sich im Schockzustand. Sie redete wochenlang mit keiner Menschenseele.

Rückblickend konnte Misa nur sagen, dass sie froh war, Yohan und Kouki in dieser schweren Zeit an ihrer Seite gehabt zu haben. Sie blieben bei ihr, machten Witze, bemühten sich sogar ausnahmsweise, einander nicht an die Gurgel zu gehen – nur ihr zuliebe.

Ihr erstes Wort nach dieser langen Periode des Schweigens war "Danke" gewesen. Es sagte alles. Und alles war gut.
 

"Wirklich? Izayas Bruder?" Kyo sah Misa erstaunt an.

Der Unterricht war vorbei. Misa, Kyo, Kouki und Yohan waren auf dem Weg zur Bushaltestelle und Kyo hatte gerade erfahren, dass Misa Fran Orihara Mathe-Nachhilfe gab. Fran war ein gleichmütiger, vorlauter Junge, der drei Jahre jünger war als Misa, sie aber trotzdem nicht ernst nahm. Der Nachhilfeunterricht mit ihm machte ihr Spaß, auch wenn sie befürchtete, dass er ihr mehr Bauchschmerzen durch Lachen einbrachte als sie ihm gute Noten. Er war nämlich nicht nur frech, sondern auch noch faul.

Misa wollte Kyo gerade erzählen, wie sie nur durch Zufall erfahren hatte, dass Kyos bester Freund aus Kindertagen und ihr Nachhilfeschüler Brüder waren, als hinter ihnen jemand die Stimme erhob.

"Lästerst du über mich, Misa-senpai?"

Die Mädchen drehten sich gleichzeitig um. Kouki und Yohan trugen Röcke.

Nicht.

Einige Schritte hinter ihnen stand ein gelangweilt aussehender Junge, die Hände in den Hosentaschen vergraben, den Rucksack lässig über eine Schulter geworfen. Er sah aus, als hätte er eben den ganzen Unterricht hindurch geschlafen.

"Fran? Bist du das wirklich?" Kyo blinzelte erstaunt.

Misa lächelte und winkte ab. "Das würd ich niemals tun, Fran, du bist doch mein Lieblingsschüler."

Frans Blick wirkte abwesend. "Ich bin dein einziger Schüler", korrigierte er Misa und legte den Kopf ein wenig schief. "Da hast du keine andere Wahl, als mich am meisten zu mögen." Jetzt wandte er sich an Kyo. "Kommt drauf an, wer fragt."

Während Misa nur matt über Frans übliche Kaltschnäuzigkeit lächeln konnte, hob Kyo eine Augenbraue. "Meine Güte, warst du schon immer so frech?"

Fran nickte ernst. "Allerdings."

Kyo nahm das mal so hin und wechselte das Thema. "Sag mal, wohnt dein Bruder noch bei euch oder habt ihr ihn inzwischen rausgeworfen, so wie man es mit mir gemacht hat?" Sie lachte kurz auf, aber für Misa klang es nicht ganz echt. Es klang verbittert.

Aber vielleicht bildete sie sich das auch nur ein.

Nun wirkte Fran kaum merklich aufmerksamer. "Wer, sagtest du, bist du?"

"Och, komm schon..." Kyo seufzte gespielt beleidigt und kratzte sich am Hinterkopf. "Ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch, der freiwillig mit deinem Bruder Zeit verbracht hat." Da hatte sie recht. Izaya hatte eine manipulative Art an sich, die den meisten Leuten eher unsympathisch war. Kyo schien jedoch dagegen immun gewesen zu sein.

"Karo. ... Kobu? Nein." Fran wiegte den Kopf von der einen auf die andere Seite, während er sich an ihren Namen zu erinnern versuchte. "Kato? Blauer Wombat? Kino? Karen? Kari? Nee... Ku... Kumbaja?"

"Okay, jetzt wird's lächerlich", warf Kouki leicht genervt ein, während Kyo zu Fran ging und ihm eine Kopfnuss verpasste.

"Kyo, verdammt! Ich heiße Kyo! K-Y-O!"

Fran, das Gesicht trotz der Schmerzen immer noch ausdruckslos, schlug sich mit der rechten Faust in die linke Handfläche. "Klo!"

"Falsch!" Kyo trat nach Fran, der geschickt auswich.

"Aaalso", unterbrach Yohan die beiden, bevor das Ganze ausarten konnte. "Könntet ihr das mal schnell zuende bereden, damit wir den Bus noch kriegen? Fran muss ja, soweit ich weiß, jetzt in die andere Richtung."

"Stimmt", sagte Fran. "Ich bin dann weg. Ciao-"

"Nichts da." Kyo hielt ihn hinten am Kragen fest, während er stur versuchte, weiterzugehen. "Fran, jetzt mal ehrlich. Wohnt Izaya noch bei euch oder nicht?"

"Ja doch", erwiderte der Jüngere in einem Ton, als hätte er diese Antwort schon fünfmal wiederholen müssen. "Wir wohnen immer noch alle im selben Haus."

"Wunderbar." Kyo schien zufrieden. "Geht doch." Sie ließ Fran los, der sich noch kurz umdrehte, seinen Kragen richtete und dann die Hand zum Abschied hob, wobei er vor allem Misa und Kouki zunickte.

"Bis später."

Als er sich abgewandt hatte, drehte sich Misa zu Kouki um. "'Bis später'? Habt ihr euch verabredet?"

"Das nicht." Kouki zuckte mit den Schultern. "Aber früher oder später laufen wir uns immer über den Weg, weil wir beide die meiste Zeit draußen rumhängen. Und so groß ist unsere Stadt ja nicht."

Misa nickte. "Stimmt auch wieder."

Sie wandte sich an Kyo, die mittlerweile damit beschäftigt war, eine Sms zu schreiben.

"Wem schreibst du?"

Kyo drückte auf 'Senden', blickte auf und steckte das Handy wieder in die Tasche. "Hm? Ach, nur 'nem Freund, den ich über's Internet kenne."

"Da fällt mir ein – wir sollten unsere Handynummern austauschen!" Misa zog ihres hervor und hob die Tastensperre auf, als sie ein wohlbekanntes Motorengeräusch vernahm.

"Uuund da fährt unser Bus", verkündete Kouki trocken, indem er verdrießlich zur etwa fünfhundert Meter entfernten Haltestelle blickte, an der sich jetzt Massen von Schülern in den Bus quetschten.

Misa blickte zuerst entsetzt, dann bedauernd. "Dannazione."

Yohan seufzte, während der Bus wieder anfuhr. "Okay, Leute. Ich ruf unseren Chauffeur an. Aber das sollte nicht zur Gewohnheit werden." Er sah Misa mit einem spielerisch strengen Blick an und hob das Handy ans Ohr.

#o3 ιиιzισ.

Papa?

Mama?
 

Was passiert hier?

(aufhören)

Was ist los?
 

Was (hör auf)

Warum

Nein. (Aufhören)
 

Nein

(Aufhören!) Nein

NEIN NEIN (AUFHÖREN) NEIN NEIN NEIN NEIN (HÖR AUF!) NEIN NEIN NEIN
 

Das Telefon klingelte und mit einem Schlag war Misa hellwach. Sie blinzelte, um das letzte Bild ihres Alptraumes aus dem Kopf zu bekommen. Blutspritzer an einer Wand. Es war immer derselbe Traum. Es war immer dasselbe Blut.

Aber nie konnte sie sich an Einzelheiten erinnern.

Es war, als wollten die Erinnerungen mit aller Macht in ihr Bewusstsein dringen, aber irgendetwas drängte sie immer wieder zurück. Eine Art Schutzmechanismus, vermutete Misa. Ihr Gehirn war wohl der Meinung, die Erinnerungen seien zu traumatisch für sie. Dabei hätte sie vieles dafür gegeben, einen Hinweis auf den Mörder ihrer Eltern zu finden.
 

NEIN NEIN (lass mich) NEIN NEIN NEINNEINNEIN (nicht) NEINNEIN (alleine) NEIN
 

Wahrscheinlich würde sie nie erfahren, was genau an diesem Abend geschehen war.

Das Telefon klingelte immer noch. Misa richtete sich auf dem Bett auf und sah auf die Uhr. Es war halb zehn – abends, der Dunkelheit hinter ihrem Fenster nach zu schließen. Wann war sie ins Bett gegangen?

"Ja, hier Misa...", nuschelte sie schließlich ins Telefon.

"Habe ich dich etwa geweckt?", erklang die amüsierte Stimme Yohans aus dem Hörer. Misa kratzte sich verschlafen am Hinterkopf.

"Kann man so sagen."
 

(alleine) NEIN (lass mich nicht)
 

Yohan schien es gar nicht in den Sinn zu kommen, sich zu entschuldigen. "Kannst ja gleich weiterschlafen. Ich wollte dich eigentlich nur eben was fragen, was mir spontan in den Sinn kam..." Er räusperte sich und Misa hatte den Eindruck, dass er seine kleine Ansprache vorher geübt hatte.

Sie lächelte ein wenig und gähnte. "Und zwar?"

"Hättest du Lust, die Ferien in unserem Landhaus zu verbringen?"

Misa überlegte einen Moment, ehe ihr einfiel, wovon er redete. "Ach, du meinst die alte Villa auf eurer Privatinsel im Pazifik?"

"Korrekt."

Wieder zögerte Misa. "Also eigentlich hatte mein Cousin mich in den Ferien besuchen wollen...", setzte sie vorsichtig an. Misas Cousin war der Einzige in ihrer Familie, mit dem sie nach dem Tod ihrer Eltern noch regelmäßigen Kontakt gehabt hatte. Er war zwei Jahre älter und war wie eine Mischung aus Vater und Bruder für sie.

Yohan schien gerade etwas sagen zu wollen, als Misa schon fortfuhr. "Aber er kann ja auch einfach mitkommen, oder nicht? Wenn Kyo mitkommt, können wir ja eigentlich auch mal Fran und vielleicht dessen Bruder fragen. Und Kouki ja sowieso. Oh, das wird bestimmt lustig."

Die vier Sekunden, in denen Yohan schwieg, gaben ihr Gelegenheit, tief durchzuatmen und sich im Stillen bei ihm zu entschuldigen. Sie vermied es mit Absicht, mit ihm alleine Ferien auf einer einsamen Insel zu machen. Nicht, dass sie Angst vor ihm hätte (obwohl er manchmal tatsächlich bedenkliche Sachen tat und sagte), aber sie hätte das Gefühl, Kouki zu hintergehen, wenn sie es tat.

Abgesehen davon glaubte sie tatsächlich, dass es mit mehr Leuten mehr Spaß machen würde.

"Können wir machen", sagte Yohan schließlich und es klang sehr platt. "Lass uns die Einzelheiten dann mit den anderen zusammen absprechen, okay, Kleines?"

"Alles klar, Schatz", erwiderte sie grinsend. Es war nur Spaß. Nur Spaß.

"Dann lass ich dich jetzt weiterschlafen. Gute Nacht."

"Danke, dir auch."

Misa legte auf, nachdem Yohan die Verbindung beendet hatte.

Mi spiace, dachte sie, ohne es wirklich zu wollen.

Sie ging zur Toilettte und legte sich wieder ins Bett. Immer, wenn sie diese Alpträume hatte, fühlte sie sich danach ausgelaugt. Sie vermutete, dass sie sich dann im Schlaf ziemlich viel bewegte, um sich schlug, vielleicht sogar sprach. Wenn sie jedoch tatsächlich laut wurde, hatte sie bisher zumindest keiner der anderen darauf aufmerksam gemacht. Sie hatte zwar ein eigenes Zimmer, aber die Wände in diesem Haus waren so dünn, dass die Bewohner der Zimmer links und rechts von ihr ihr Telefongespräch locker hätten belauschen können, wenn sie gewollt hätten.

Aber hier im Heim kümmerte man sich kaum darum, was der andere tat. Jeder lebte für sich, versuchte irgendwie, sein eigenes Leben zu meistern.

Misa gähnte und drehte sich auf die Seite. Aus dem Zimmer links war gedämpftes Gelächter zu hören. Draußen lief jemand über den Gang. Die Geräusche schienen sich immer weiter und weiter zu entfernen, bis Misa in einen tiefen, traumlosen Schlaf fiel.
 

Nächster Tag, ähnliche Szenerie wie am Morgen zuvor. Misa trödelte ein wenig, versank beim Essen in Gedanken, sah auf die Uhr, schreckte auf und lief mit ihrer Tasche zur Bushaltestelle, diesmal ohne irgendwo zu stolpern, aber dennoch fluchend.

Der Schulbus war auch diesmal schon weg. Als sie wenige Minuten später in den Linienbus einstieg, war Misa der festen Überzeugung, jetzt auch noch wieder Kouki dabei zusehen zu müssen, wie er mit seiner Schlampe, äh, Freundin rummachte.

Zumindest das war allerdings nicht der Fall. Kouki saß alleine in der letzten Reihe und schien mit verschränkten Armen zu dösen. Misa lächelte ein wenig, setzte sich neben ihn und beobachtete einige Sekunden lang sein friedlich schlafendes Gesicht, ehe sie ihn anstupste.

"Guten Morgen", sagte sie leise und sah zu, wie er hochschreckte und sie überrascht ansah.

"Oh. Morgen." Er gähnte. "Wieder verpasst?"

"Jep." Misa war heute wesentlich besser gelaunt, aber das schien Kouki nicht weiter aufzufallen. Er war schon wieder dabei, sich in eine gemütliche Schlafposition zu begeben, diesmal an Misas Schulter gelehnt. Sie ließ ihn gewähren.

Nach einigen stillen Sekunden konnte Misa nicht mehr an sich halten. Mit betont gleichmütiger Stimme fragte sie: "Ist wohl gestern länger geworden mit deiner Freundin, was?"

"Hm?" Kouki machte sich nicht mal die Mühe, die Augen zu öffnen, während er mit ihr sprach. "Nee, die meldet sich ja nicht mehr." Es klang nicht so, als würde er das bedauern. "Ich hab gestern noch ziemlich lange mit Fran rumgehangen... Deine Freundin, diese Kyo, ist wohl gestern noch bei denen aufgetaucht und hat sich mit Frans Bruder getroffen."

"Mit Izaya?" Misa legte den Kopf schief. Izaya war in ihrer Parallelklasse. Soweit sie wusste, hatte er keine richtigen Freunde, aber viele Verehrerinnen oder Anhänger, die gerne so sein wollten wie er. Generell schienen die Mädchen aus ihrer Stufe allesamt entweder auf Izaya, Kouki oder Yohan zu stehen. Das war auch ein Grund, weshalb Misa eigentlich keine weiblichen Freunde hatte. Sie waren eifersüchtig.

Misa fragte sich immer noch, was Kyo an Izaya fand. Aber das war ihre Sache. Viele konnten ja auch nicht nachvollziehen, warum sie so gerne Zeit mit Kouki verbrachte.

"Fran sagte, die beiden hätten die letzten Jahre kaum Kontakt gehabt und da war wohl einiges an Aufholbedarf." Koukis Stimme klang, als würde er gleich mitten im Satz wieder einschlafen.

"Weißt du, wenn du so viel Zeit mit Fran verbringst, könntet ihr zwei euch mal zusammen hinsetzen und Mathe lernen. Ihr habt das nämlich alle beide dringend nötig", schlug Misa grinsend vor.

Koukis Blick hätte sarkastischer nicht sein können, als er die Augen öffnete, den Kopf hob und sie ansah. "Ja, klar doch."

Misa lachte. "Ach, warum denn nicht?"

Kouki verdrehte die Augen, als der Bus hielt und Yohan und Kyo einstiegen. Yohans Blick wurde augenblicklich finster, als er Kouki und Misa so nah beieinander sah, während Kyo einfach nur lächelnd die Hand hob, während sie zu ihnen nach hinten durchgingen.

"Wie schön, dass wir anscheinend alle unfähig sind, einfach fünf Minuten früher das Haus zu verlassen", stellte Kyo fest, während sie sich auf den freien Sitz gegenüber Misa fallen ließ.

Misa wollte gerade etwas erwidern, als Kouki Yohan ansprach (natürlich ohne irgendwelche Anstalten zu machen, von Misa wegzurücken). "Der Linienbus? Ist die Stretchlimousine etwa gerade in der Reparatur?"

Yohan ließ sich davon gar nicht beeindrucken. "Ich dachte, ich beglücke das gemeine Volk mal damit, dass ich eine Fahrkarte kaufe."

Kouki verzog das Gesicht und legte einen Arm um Misa. Ab und zu (okay, eher relativ oft) kam es vor, dass Yohan in Diskussionen mit Kouki seine finanzielle Überlegenheit erwähnte – beziehungsweise sie Kouki unter die Nase rieb. Darauf war es schwer, etwas zu erwidern, denn selbst wenn Kouki darauf hinwies, war für ein verwöhnter Bengel Yohan doch sei, bestätigte er damit dennoch nur dessen Vorteil.

Also blieb Kouki nichts anderes übrig, als mit anderen Dingen aufzutrumpfen; wie jetzt gerade, wo er Misa wesentlich näher sein konnte als Yohan, dessen Blick ihm einen grausamen und qualvollen Tod wünschte.

Kyo sah zwischen den beiden hin und her, hob die Augenbrauen und sah Misa an. Diese fing ihren Blick auf und zuckte nur mit den Schultern, als wollte sie sagen: 'Mach dir keine Gedanken, das ist normal.' Denn genau das war es auch.

Als Misa die Spannung zwischen den beiden Jungs lästig zu finden begann, nahm sie langsam Koukis Arm von ihrer Schultern, ignorierte dessen entrüsteten Blick und schnitt ein Thema an, von dem sie hoffte, dass es die Lage ein wenig entspannen würde, auch wenn ihr bewusst war, dass es Yohan nicht so ganz passte.

"Hast du eigentlich in den Ferien schon was vor?", fragte sie Kouki und konnte aus den Augenwinkeln sehen, wie Yohans Augenbrauen sich zusammenzogen.

Kouki sah sie seinerseits fragend an. "Nö, wieso?"

"Yohan und ich hatten überlegt" – sie warf Yohan einen kurzen Blick zu – "dass wir alle die Ferien in dem alten Landhaus der Andersons verbringen könnten."

"Wer ist denn 'wir alle'?", fragte Kouki ein wenig misstrauisch.

"Na ja. Du, ich, Yohan, Kyo..."

"Bin dabei", warf Kyo ein, während sie anscheinend schon wieder dabei war, eine Sms zu schreiben.

"... Fran, Izaya und mein Cousin Shizuo", schloss Misa.

"Izaya?", fragte Kyo im selben Moment, als Kouki "Fran?" sagte. Beide schienen erfreut über den Vorschlag.

Misa zuckte mit den Schultern und lächelte. "Je mehr, desto lustiger. Oder?"

Kyo nickte. "Richtig."

Währenddessen versuchte Kouki wieder, möglichst cool zu sein. "Joah... könnte gehen. Wir teilen uns dann ein Bett, oder, Süße?"

Augenblicklich spürte Misa, wie ihr Gesicht warm wurde. "Ich glaube nicht, dass deine Freundin das lustig finden würde."

"Ach..." Kouki winkte ab. "Vergiss sie."

Aber das war schwer. Vor allem bei dem, worüber die nächsten Tage alle in der Stadt reden würden.

#o4 αяgωσни gєgєи νєятяαυєи.

Am nächsten Tag schien es zunächst nur wenigen aufzufallen. Kouki selbst bemerkte es wohl, machte sich aber keine Gedanken darum. Misa schnappte Gerüchte auf dem Schulhof auf, tat sie aber als eben dies ab – Gerüchte. Ihre anderen Freunde bekamen von der Sache anscheinend gar nichts mit.

Wie auch – die Schule war groß und noch war es nicht offiziell. Niemand machte sich wirklich Sorgen. Jugendliche sind eben launisch und manchmal unberechenbar.

Shizuo und Fran hatten zugesagt, die bald beginnenden Ferien auf der Privatinsel der Andersons zu verbringen. Und Izaya, nachdem Kyo ihn gefragt hatte, ebenfalls.

Die Planung ihres Urlaubs nahm Misa so sehr ein, dass sie sich erst zwei Tage später wieder mit dem Gerücht, das nun keines mehr war, konfrontiert sah.

Auf einmal gab es kein anderes Gesprächsthema mehr, auf einmal machte sich jeder zunächst Sorgen, dann Gedanken. Und dann begannen erneut die Gerüchte, die Beschuldigungen.

Und im Mittelpunkt dessen stand Kouki, der allseits gemiedene Kouki, der sich einen Dreck darum zu scheren schien.

Aber dennoch war es Fakt – es war seine Freundin, die spurlos verschwunden war.

Zuletzt hatte man sie gesehen, wie sie am späten Nachmittag das Schulgelände verlassen hatte. Irgendwo auf dem Schulweg musste ihr dann etwas zugestoßen sein, denn zu Hause kam sie niemals an.

Zuerst hatten ihre Eltern gedacht, sie sei ohne Bescheid zu sagen zu einer Freundin oder einem Jungen gegangen, um dort zu übernachten. Das hatte sie wohl schon häufiger getan. Aber als sie sich auch am nächsten Tag nicht meldete und man feststellen musste, dass ihr Mobiltelefon ausgeschaltet war, gerieten die Eltern allmählich in Panik und alarmierten die Polizei.

Die groß angelegte Suchaktion blieb erfolglos.

Und da Kouki als ihr derzeitiger Freund so wenig Interesse zeigte, und weil er den Polizisten ohnehin schon wegen diverser kleinkrimineller Delikte bekannt war, zählte er schnell zum Kreis der Verdächtigen. (Dieser Kreis bestand zuweilen nur aus ihm.)

Blöderweise konnte Kouki ihnen nicht einmal ein einwandtfreies Alibi liefern. Misa hatte er ja am nächsten Tag erzählt, seine Freundin würde sich nicht mehr bei ihm melden und er habe mit Fran 'rumgehangen'. Bevor er allerdings Fran getroffen hatte, war er einige Stunden lang alleine durch die Stadt gestreift, was natürlich niemand durchgehend bezeugen konnte.
 

"Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, wie jemand überhaupt auf die Idee kommen könnte, dich zu verdächtigen", sagte Misa entrüstet und planschte etwas heftiger als gewollt mit ihren Füßen im Wasser herum, sodass es zu allen Seiten spritzte.

Sie saß am Rand des riesigen Indoor-Swimmingpools der Andersons, trug einen knappen Bikini und war sich der anzüglichen Blicke Yohans und Koukis durchaus bewusst. Sie beschwerte sich allerdings nicht darüber, denn das gab ihr das Recht, ihre beiden besten Freunde ebenfalls ausgiebig zu begutachten.

Bei diesem Gedanken warf sie einen Blick zu Kouki hinüber, der es sich auf dem Bauch liegend auf einer Luftmatratze gemütlich gemacht hatte und sie schief grinsend ansah, und zu Yohan, der einen Eimer voll kalten Wassers in Händen hielt und sich von hinten an Kouki heranschlich. Gleich würde es laut werden. Und zwar in vier...

"Das liegt nur daran, dass du so sehr auf mich stehst, dass du geblendet bist", erwiderte Kouki verschmitzt.

Drei...

"Womit ich nicht sagen will, dass ich es war", fügte er nachdrücklich hinzu, als Misa ihn mit gehobenen Augenbrauen ansah.

Zwei...

Misa lächelte. "Natürlich nicht."

Eins.

Mit breitem Grinsen leerte Yohan den Eimer über Koukis Rücken und Kopf aus, der sich mit einem Aufschrei seitlich von der Matratze warf, um zumindest in etwas wärmeres Wasser zu gelangen. Yohan schien fast an seinem Lachen zu ersticken, als Kouki wieder an die Oberfläche kam.

"DU – VERDAMMTER – WICHSER!"

Als Antwort spritzte ihm Yohan noch mehr Wasser ins Gesicht. Koukis Blick wurde mörderisch. Er stürzte sich auf Yohan und versuchte offenbar, ihn zu ertränken.

Misa seufzte und sah sich um, als sie die Tür ins Schloss fallen hörte. Hinter ihr standen Kyo, Izaya und Fran, allesamt in Badehosen, nur Kyo trug dazu noch ein Bikini-Oberteil.

"Ihr habt Spaß, was?", fragte Kyo und setzte sich zu Misa an den Rand des Pools.

Misa lächelte matt. "Zumindest so lange, bis einer draufgeht."

Im Hintergrund trugen Yohan und Kouki immer noch einen Kampf auf Leben und Tod aus, während Fran mit ausdruckslosem Gesicht die Wasserrutsche hinunter rutschte und Izaya es sich in einer Hängematte gemütlich machte.

"Hätten wir euch lieber alleine lassen sollen?", fragte Kyo etwas leiser.

"Was? Warum?", erwiderte Misa, dämpfte aber ebenfalls die Stimme.

"Na ja..." Kyo sah mit bedeutsamem Blick von Yohan, der irgendwoher eine Wasserspritzpistole hatte und Kouki jetzt damit attackierte, über Kouki, der versuchte, Yohan den Eimer über den Kopf zu ziehen, zurück zu Misa, deren Gesicht jetzt unangenehm warm wurde. "Also, dass die beiden was von dir wollen, ist ja wohl offensichtlich."

Misa schüttelte hektisch den Kopf, immer noch leicht rot im Gesicht. "Nein, so ein Quatsch. Wir drei sind nur Freunde, wirklich."

Kyos wissendes Lächeln sagte alles. "Schon klar. So wie Izaya und ich, wir sind auch nur Freunde."

Misas Augen weiteten sich. "Seid ihr etwa zusammen?"

"Nein, natürlich nicht." Kyo zuckte lächelnd mit den Schultern und warf einen Blick auf Izaya, der sie mit einem süffisanten Blick beobachtete, als wüsste er ganz genau, wovon die beiden redeten. "Wie gesagt, nur Freunde. Aber es ist dieser 'nur Freunde'-Modus, aus dem schnell mehr werden kann. Wahrscheinlich willst du dich einfach nicht entscheiden, was?"

"Ä-Ähm, also... ich..." Misa schluckte. Im Hintergrund stand ein triumphierender Kouki, während Yohan, offenbar mit dem Eimer KO geschlagen, langsam unterging.

"Schon okay, es geht mich auch eigentlich nichts an", sagte Kyo. "Aber wenn du willst, können wir jederzeit darü- AAAH!"

Mit einem Platschen fiel Kyo vornüber ins Wasser. Hinter ihr stand ein gleichgültig dreinblickender Fran, die Hand ausgestreckt. Er hatte sie gerade ins Wasser geschubst. "Das war lustig", stellte er ohne mit der Wimper zu zucken fest.

Kyo tauchte wieder auf und spritzte Wasser in Frans Richtung. "Du Giftzwerg!"

Der Begriff brachte Misa zum Lachen und sogar Fran lächelte leicht. "Bitte was?"

"Ach..." Kyo schnaubte verächtlich, drehte sich um und schwamm zu ihrem untergehenden Bruder, um ihn vor dem Ertrinken zu retten.

Fran setzte sich derweil auf ihren Platz und sah abwesend zu, wie sie Yohan an Land zog und Reanimationsmaßnahmen startete. (Bedeutet: Sie schlug ihm immer wieder mit der Faust auf die Brust, in der Hoffnung, dass er das geschluckte Wasser irgendwann aushustete.) Kouki lud währenddessen die Wasserpistole nach.

"Ich traue es ihm auch nicht zu", sagte Fran unvermittelt.

Misa wusste sofort, wovon er redete. "Er hätte ja auch überhaupt keinen Grund dafür", sagte sie bedrückt. "Ich sage ja gar nicht, dass er ein Unschuldslamm ist, keineswegs, aber... so etwas passt nicht zu ihm. Außerdem – hast du dieses Mädchen mal gesehen? Entschuldige bitte, aber bei dem Outfit braucht sie sich wirklich nicht zu wundern, wenn sie entführt und vergewaltigt wird!"

Sobald die Worte raus waren, taten sie Misa schon wieder leid. Niemand hatte so etwas verdient. Nicht einmal so ein Flittchen... Zumindest sagte das die Stimme der Vernunft in ihrem Kopf.

"Entführt, vergewaltigt und ermordet", ergänzte eine Stimme hinter Fran. Misa beugte sich ein wenig nach vorne und sah, wie sich Izaya neben seinem Bruder niederließ.

Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen. Normalerweise wäre sie empört gewesen, weil Izaya sie belauscht hatte, aber die Bedeutung seiner Worte war gravierender als das.

"Sagtest du gerade... ermordet?"

Izaya nickte langsam und beobachtete abwesend Kyo, die ihrem Bruder in die Seite trat, damit er endlich wieder zu Bewusstsein kam – was offensichtlich funktionierte. Yohan sprang auf und fing an, sich mit Kyo über ihre fragwürdige Hilfe zu streiten.

"Ja, ermordet. Ich habe so meine Quellen, weißt du." Er lächelte selig. "Jedenfalls wurde die Leiche des armen Mädchen vor ein paar Stunden gefunden. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis dein Freund zu einem weiteren Verhör bestellt wird."

Misas Blick war starr. Ermordet. Ucciso. Bis zu diesem Punkt hatte Misa sich noch immer an die Hoffnung klammern können, dass das Mädchen einfach von zu Hause weggelaufen war. Aber wenn Izaya nicht log und man sie tatsächlich getötet hatte...

Sie sah zu Kouki, der mit der Wasserspritzpistole auf Yohan zielte, der mit dem Rücken zu ihm stand und weiterhin mit Kyo diskutierte. Kouki drückte ab, der Wasserstrahl traf Yohan zielgenau am Hinterkopf. Ermordet.

Misa schüttelte den Kopf. Kouki hat damit nichts zu tun, sagte sie sich energisch. Er würde so etwas nicht machen.

Yohan drehte sich um und machte Jadg auf Kouki, der ihm noch eine volle Ladung Wasser ins Gesicht spritzte, ehe er zu seinen Klamotten lief, da sein Mobiltelefon zu klingeln begonnen hatte.

Triefnass stand er da, das Handy in der einen Hand, die Wasserspritzpistole in der anderen.

"Ja, hallo?"

Sein Blick verfinsterte sich augenblicklich. "Mh-hm. Alles klar." Er legte auf und griff nach einem Handtuch. "Ich muss los", erklärte er den anderen. "Die wollen mich noch mal verhören."

In diesem Moment war Misa klar, dass Izaya nicht gelogen hatte.

#o5 єιи єιиzιgєѕ мαℓ.

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

#o6 уσнαиѕ тяιυмρн.

Misa saß auf ihrem Bett und starrte die gegenüberliegende Wand an.

Nach der Sache in der Umkleidekabine hatten sie sich wortlos angezogen und ehe Yohan das jetzt unangenehme Thema zur Sprache bringen konnte, war Misa mit einem flüchtigen 'Ciao' aus dem Gebäude gestürmt.

Und jetzt saß sie da und bereute was sie getan hatte.

Nicht nur dass sie sich ihr erstes Mal vollkommen anders vorgestellt hatte – sie konnte auch nicht einschätzen, inwiefern das ihre Beziehung veränderte. So weiterzumachen wie bisher schien ihr unmöglich.

"Warum hab ich das nur getan?", murmelte sie leise und massierte sich die Schläfen, um besser nachdenken zu können. "Per tutti i diavoli, was hab ich mir dabei gedacht?!"

Sie hätte sich selbst ohrfeigen können.

Noch einige Stunden, wie es ihr vorkam, saß sie dort im immer dunkler werdenden Zimmer, ehe sie eine Entscheidung traf. Sie wollte nicht, dass es anders wurde. Sie wollte Kouki nicht verlieren. Und Yohan schon gar nicht.

Sie griff zum Telefon, wählte seine Nummer zur Hälfte und legte auf. Ganz ruhig, sagte sie sich. Ihr seid beste Freunde. Ihr könnt über alles reden. Wieder wählte sie. Und wieder legte sie auf. "Cazzo", zischte sie leise.

Schließlich, nach einigem Zögern, wählte sie ein drittes Mal, schaffte die Nummer ganz und wartete sogar das Freizeichen ab. Als es klickte, als jemand abhob, hätte sie beinahe wieder aufgelegt.

"Anderson."

"Ähm... Kyo?"

"Oh. Hi, Misa!"

Misa atmete tief durch. Kyo war am Apparat. Noch konnte sie der Konfrontation mit Yohan ausweichen.

"Hi. Also, ich..."

"Möchtest du mit Yohan sprechen?" Kyos Stimme klang amüsiert.

Nein!, dachte Misa panisch, schluckte und sagte mit zittriger Stimme: "Du hast es erraten."

"Er sagte schon, dass du dich wohl im Laufe des Abends melden würdest", merkte Kyo an. "Ist irgendetwas passiert?"

Kurz überlegte Misa, ob sie Kyo alles erzählen sollte. Es wäre gut, mit jemandem zu reden... aber sie glaubte, je mehr Leute davon wussten, desto komplizierter würde es werden. "Nein... nichts Besonderes."

"Ach, okay? Moment." Eine Art Rascheln war zu hören, als Kyo das Telefon von sich hielt, um ihren Bruder zu rufen. "YOHAAAN! TELEFON!"

Entfernt war Yohans Stimme zu hören. "Stell sie zu meinem Apparat durch."

"Woher willst du wissen, dass es Misa ist?", fragte Kyo, immer noch rufend.

Yohans Antwort konnte Misa nicht ganz verstehen, aber es klang nach: 'Halt endlich deine Klappe und stell sie durch.'

"Ich werd dich jetzt durchstellen", sagte Kyo zu Misa. Sie klang verärgert. "Bis morgen in der Schule dann."

"Ja, bis dann", erwiderte Misa und schon ertönte wieder das Freizeichen.

Misa fand es unerträglich. Es schien ungewöhnlich lange zu dauern, ehe Yohan ranging.

"Ja?"

"Hey, ich bin's", begrüßte ihn Misa mit belegter Stimme.

"Hab ich mir gedacht", antwortete Yohan knapp. "Wie geht's dir?"

Sie wunderte sich ein wenig über die Frage. Ihm musste doch klar sein, warum sie anrief. "Ganz okay...", sagte sie schließlich tonlos. "Dir?"

"Ebenso. Ich nehme an, du rufst wegen heute Nachmittag an?" Yohans Ton klang fast schon geschäftlich.

Misa zuckte zusammen, als hätte er ihr mit seinen Worten Schmerzen zugefügt. "Ja, natürlich. Ich meine..." Sie räusperte sich. "Ich kann die Sache nicht einfach so kommentarlos hinnehmen."

Yohan seufzte. "Das hab ich mir gedacht."

Wäre es ihm lieber gewesen, es einfach totzuschweigen?, fragte sie sich im Stillen und zog die Augenbrauen zusammen. Hat er sich denn nicht gefragt, wie es weitergehen soll?

Sie beschloss, ihn einfach danach zu fragen.

"Du wirst dir doch auch... Gedanken gemacht haben, oder?", fragte sie zaghaft. "Ich meine über uns."

"Na ja, schon." Sein Ton klang gelassen. "Aber so wie ich dich kenne, willst du keine feste Beziehung mit mir."

Schweigen. Diesen Frontalangriff musste Misa erst einmal verdauen. "Es ist nicht so, dass ich-"

"Ist schon okay, Misa. Ich weiß, Kouki-"

"Nein, Yohan, hör mir zu", sagte sie energisch. "Ich liebe dich, okay? Ich liebe dich wie einen Bruder. Das heute war ein... Ausrutscher. Ich möchte ihn nicht vergessen, aber auch nicht wiederholen. Capisce?"

Sie hatte es ihm eigentlich schonender beibringen wollen, aber er hatte sie mit der Erwähnung Koukis in die Enge getrieben. Die Befürchtung, man könne sie zwingen, sich zwischen den beiden zu entscheiden, war stets präsent.

"Ja... Darauf war ich vorbereitet." Yohan klang gefasst. Er schien das nicht weiter schlimm zu finden.

"Dann ist alles beim Alten?", fragte Misa ein wenig verunsichert. "Wir sind immer noch beste Freunde? Ich will nicht, dass du mir böse bist..."

"Bin ich nicht", erwiderte er und es klang ehrlich. "Aber bereuen tu ich die Sache auch nicht." Das Grinsen auf seinem Gesicht war förmlich herauszuhören und Misa wurde ein wenig rot. Ihr fiel etwas ein.

"Ach und Yohan? Es wäre nett, wenn das unter uns bleibt. Okay?"

Misa brauchte keine Namen zu nennen. Yohan wusste auch so, dass sie vor allem anderen nicht wollte, dass Kouki es erfuhr.

"In Ordnung", sagte Yohan und damit schien das Thema für ihn abgeschlossen.
 

Als sie einige Minuten später auflegten, umspielte ein triumphierendes Lächeln Yohans Lippen. Es war nicht schlimm, dass sie sich jetzt noch nicht für ihn entscheiden wollte. Zurzeit beflügelte ihn nur ein Gedanke: Ich war der Erste.

In diesem Moment realisierte er amüsiert, dass er doch manchmal genau so ein Arschloch sein konnte wie ein gewisser Kouki.

Aber immerhin wurde er nicht verdächtigt, ein Mädchen umgebracht zu haben.

#o7 ғℓαѕнвα¢к.

Die Anklage, die drauf und dran gewesen war, Koukis Lebenslauf vollends zu verunstalten, wurde kurzerhand fallen gelassen, als klar wurde, dass keinerlei Beweise gegen ihn vorlagen.

Der allseitige Argwohn blieb, doch die Polizei musste ihn in Ruhe lassen – zumindest bis er das nächste Mal eine Schlägerei anzettelte oder ein Auto stahl oder einem Beamten ins Gesicht spuckte.

Yohan und Misa schafften es tatsächlich, ihren alltäglichen Umgang beizubehalten und alles war in Ordnung.

Die Wochen zogen sich dahin, bis endlich die Osterferien begannen.

Es war der erste Tag der Ferien und Misa stand mit Kyo am Bahnhof und wartete auf ihren Cousin.

"Hoffentlich bleibt das Wetter so", murmelte Misa und sah zum Himmel. Er war strahlend blau, die Sonne schien und es war angenehm warm.

Kyo nickte. "Wäre gut. Wobei es zu dieser Jahreszeit oft stürmisch werden kann auf der Insel... Aber das macht den Aufenthalt in der Villa nur gemütlicher", fügte sie aufmunternd hinzu, als sie Misas unglückliches Gesicht sah.

Der Zug fuhr ein, bevor Kyo noch mehr sagen konnte, um Misa die Laune zu verderben.

"Da ist er", rief Misa aufgeregt, als sich die Türen öffneten und die Fahrgäste nacheinander ausstiegen. "Shizuo!"

Der gutaussehende blonde junge Mann nahm seine Sonnenbrille ab und sah sich zu Misa um, als sie ihn auch schon freudig umarmte.

"Hey...", begrüßte er sie mit ruhiger, tiefer Stimme und erwiderte die Umarmung.

Kyo folgte Misa schlendernd und mit hinter dem Kopf verschränkten Armen.

"Darf ich vorstellen? Das ist Kyo, eine sehr gute Freundin von mir", erklärte Misa strahlend. "Kyo, das ist Shizuo. Der beste Cousin der Welt."

Shizuo und Kyo nickten einander zu und reichten sich flüchtig die Hände. Während Shizuo seine Sonnenbrille wieder aufsetzte, schien Kyo zu bemerken, wie attraktiv er war. Ihr Gesicht bekam einen Hauch Rosa. Misa nahm es grinsend zur Kenntnis und sagte nichts dazu. Diese Wirkung hatte Shizuo auf die meisten Frauen.

"Also dann... gehen wir?", fragte Misa munter und führte Shizuo mit Kyo zum Bahnhofsausgang. "Die anderen warten bestimmt schon auf uns."
 

'Die anderen', das waren Yohan, Kouki, Fran und Izaya, warteten tatsächlich bereits ungeduldig an der andersonschen Stretchlimousine, die sie nach kurzer Vorstellung Shizuos in der Runde zum Flughafen brachte, wo die sieben den Privatjet von Papa Anderson bestiegen.

"Meine Güte, das ist ja riesig hier drinnen", stellte Misa begeistert fest, als sie sich in einem der gemütlichen Sitzsessel niederließ. Zu ihrer rechten befand sich ein Fenster, durch das sie die Landebahn sehen konnte. Sie würden in wenigen Sekunden losfliegen.

"Du hast noch nicht unsere Yacht gesehen", warf Kyo lächelnd ein und ließ sich auf den Sitz gegenüber fallen. "Die ist riesig."

"Schon mal was von Bescheidenheit gehört?", fragte Fran von einem Sitz auf der anderen Seite am Fenster aus.

Kyo nahm eine Weintraube aus der Schale, die vor ihr auf einem eleganten Tisch stand und warf sie Fran an den Kopf.

"Mit Essen spielt man nicht", bemerkte er, ignorierte die Traube, die gegen seinen Kopf prallte, ansonsten völlig und sah gelangweilt aus dem Fenster.

Während sich Kouki noch vorne an der Bar alles ansah (eigentlich staunte er über die Auswahl an Alkohol, aber das wollte er nicht zugeben), nutzte Yohan die Gelegenheit, sich den Platz neben Misa zu sichern.

"Auf geht's", sagte er und konnte sich ein überhebliches Grinsen nicht verkneifen, während sich Kouki mit einem kurzen verärgerten Blick zu ihnen Fran gegenüber setzte und Izaya neben Kyo und Shizuo neben Izaya Platz nahm. Shizuo schien es vollkommen egal zu sein, neben wem er saß. Noch.

"Was meinst du, wie viele davon bekommst du in den Mund?", fragte Izaya und sah Kyo herausfordernd an.

Kyo ging sofort darauf ein. "Mehr als du auf jeden Fall!"

Izaya lächelte beinahe mitleidig. "Glaubst du also, ja?"

Daraufhin beugte sich Kyo ein wenig mehr zu Izaya, um ihm besser in die Augen sehen zu können. "Ich weiß es."

"Na gut." Izaya zuckte mit den Schultern und zog die Schüssel heran. "Lass es uns herausfinden."

Misa sah den beiden entgeistert zu, wie sie sich immer mehr und mehr Weintrauben in den Mund schoben, bis ihren Wangen ganz rund waren. Sie war so fasziniert davon, wie kindisch sie waren, dass sie gar nicht bemerkte, wie das Flugzeug abhob.

Nach einiger Zeit begannen Fran und Kouki Karten zu spielen. Shizuo warf immer wieder genervte Blicke zu Izaya und Kyo, bis er schließlich genervt seufzte und zu Kouki und Fran hinüberging. "Kann ich noch mit einsteigen?" fragte er in einem Tonfall, als wäre ihm die Antwort vollkommen egal.

"Kommt drauf an. Kannst du pokern?" Kouki warf ihm einen forschenden Blick zu.

Shizuo nickte nur und Kouki grinste. "Alles klar. Bist dabei."

"Unentschieden!", brachte Kyo plötzlich mühsam hervor, während sie zu kauen begann. "Die Weintrauben sind alle."

"Na ja..." Izaya schluckte seine Weintrauben hinunter und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Wir wissen ja, wer gewonnen hätte..."

Kyo hob die Augenbrauen. "Jaah, das wissen wir."

Es war klar, dass jeder der beiden sich selbst meinte. Aber keiner sprach es aus. Stattdessen griff sich Kyo kurzerhand eine Zeitschrift, blätterte darin herum und es dauerte nicht lange, bis sie sich mit Izaya über die abgebildeten Promis lustig machte.

Yohan begann, mit seinem Mobiltelefon im Internet zu surfen.

Misa sah sich um. Es erinnerte sie an früher. An ihre Kindergartenzeit. An die Zeit, in der noch alles in Ordnung war.
 

Damals hatte sie sich nicht gut mit Kouki verstanden. Er hatte sich die meiste Zeit mit anderen Kindern abgegeben. Viele von denen hatten inzwischen die Schule geschmissen, saßen im Gefängnis oder hingen auf der Straße herum und vertickten Drogen.

Wann immer er in ihrer Nähe gewesen war, hatte sie Angst gehabt. Er war einer jener Jungen gewesen, die Mädchen an den Haaren zogen und in Pfützen voll Matsch schubsten und ihnen ihr Spielzeug klauten. Und Misa war sein Lieblingsopfer gewesen. Die arme kleine Misa, ein wenig zurückhaltend, nicht sehr auffällig. Sie petzte nicht, wenn er wieder mal eines ihrer gemalten Bilder zerriss. Und sie weinte nicht, wenn er ihre Schuhe aus dem Fenster warf. Sie ging einfach hinaus und holte sie wieder. Jedes Mal.

Aber sonst, wenn viele Leute anwesend waren, hatte er einfach nur in einer Ecke gesessen und mit den anderen schwer erziehbaren Kindern sein eigenes Ding gemacht.

Kyo und Izaya hatten wie jetzt abgesondert von den anderen gesessen und sich gegenseitig unterhalten. Als Misa sie so ansah, dachte sie, dass die beiden sich wirklich kaum verändert hatten.

Und dann waren da sie und Yohan. Seit dem ersten Tag war Yohan ihr Freund gewesen. Er war niemals grob zu ihr, schmierte sie niemals absichtlich beim Fingerfarbenmalen voll. Zu jener Zeit war er das genaue Gegenteil von Kouki gewesen.

Einmal, an einem heißen Sommertag, war es zur Eskalation gekommen. Misa hatte alleine im Flur vor den Gruppenraum gesessen und sich ihre Sandalen angezogen – oder es zumindest versucht. Die kleine Misa hatte immer Probleme mit Sandalenverschlüssen gehabt.

Sie hob gerade den Kopf, um sich nach einem Erwachsenen umzusehen, der ihre helfen konnte, da sah sie ihn.

Kouki stand vor ihr, breit grinsend und einen mit Wasser gefüllten Ballon in der rechten Hand haltend.

Misas Augen weiteten sich vor Schreck. Das Kleid ist neu!, war ihr erster panischer Gedanke. Mama wird traurig sein, wenn das neue Kleid gleich am ersten Tag dreckig wird!

Dass Wasser trocknete und normalerweise keinen Dreck hinterließ, kam ihr gar nicht in den Sinn. Die wachsende Panik ließ keinen klaren Gedanken mehr zu.

"N-Nein", wimmerte Misa und hob abwehrend die Hände.

Koukis grausames Grinsen wurde breiter. "Oh, hat Misa-Baby Angst?", fragte er höhnisch und warf die Wasserbombe lässig immer ein paar Zentimeter hoch und fing sie wieder auf. "Wird Misa-Baby jetzt auch noch zur Heulsuse?"

Misas Kehle brannte. Nein!, dachte sie und kniff die Augen zusammen. Nicht weinen, Misa. Du darfst vor ihm nicht weinen.

Sie starrte ihn unverwandt an und hoffte, dass die Tränen, die sie deutlich in ihren Augen spüren konnte, nicht die Wangen hinunterlaufen würden. "Lass mich in Ruhe", murmelte sie, richtete sich auf und ging einen Schritt rückwärts.

"Bleib stehen", befahl Kouki und trat einen Schritt näher heran. "Oder du kriegst sie ins Gesicht!" Er holte aus und zielte schon auf Misas Kopf, als Yohan den Gang betrat.

"Hey!" Kaum hatte er die Situation erfasst, lief er auf Kouki zu und schlug ihm den Ballon aus der Hand. Er landete einen Meter weiter hinten auf dem Boden, wo er platzte und Wasser zu allen Seiten verteilte. Der Saum von Misas neuem Kleid bekam auch etwas ab, aber das war nicht weiter schlimm.

"Was soll das, Blödmann?!", fuhr Kouki ihn an und schubste Yohan, sodass er mit dem Rücken gegen die Garderobe stieß.

"Lass Misa einfach in Ruhe!", zischte Yohan und schubste Kouki zurück.

Misa erinnerte sich noch, dass Kouki eine Faust gehoben hatte und Yohan vor Wut und Schmerz geschrien hatte. Der Rest verschwamm. Sie hatte um Hilfe gerufen, damit jemand die beiden auseinander brachte. Zum Glück kam just in dem Moment ein Erzieher vorbei, der die Jungs voneinander trennte. Yohan kam mit einem sprichtwörtlichen blauen Auge davon, während Kouki mehrere Bisswunden am linken Arm vorzuweisen hatte. Ja, Yohan hatte ihn gebissen. Nachdem er sich auf Kouki geworfen hatte, war das einfacher als sich noch mal aufzurichten und mit der Faust auszuholen.

Kouki wurde am nächsten Tag gezwungen, sich bei Misa zu entschuldigen und sich mit Yohan zu vertragen. Das mit dem Vertragen wurde allerdings nie was, weil sich beide Jungs strikt weigerten. Vielleicht konnten sie sich deshalb nie richtig anfreunden.

Misa jedenfalls nahm die Entschuldigung an und schlug Kouki vor, noch einmal von vorne zu beginnen. Vielleicht konnten sie ja doch noch Freunde werden.

Es dauerte allerdings Monate, bis Kouki und Misa sich tatsächlich anfreundeten. Es war ein langwieriger und schwieriger Prozess, der jedoch am Ende erfolgreich war.
 

Yohan sah zu Misa hinunter. Der Flug dauerte bereits eineinhalb Stunden und Misa war mit dem Kopf an seiner Schulter eingeschlafen.

Die süffisaten Blicke, mit denen er Koukis Stirnrunzeln erwiderte, versuchte er nicht einmal mehr zu verstecken. So, wie es jetzt war, war es richtig. Misa gehörte zu ihm. Er war der Erste gewesen, der sich damals mit ihr angefreundet hatte und er war der Erste, der mit ihr geschlafen hatte. Niemand sonst hatte ein Anrecht auf sie. Und erst recht nicht Kouki.

Blöd nur, dass Misa das offenbar nicht so sah.

Im Flugzeug war es inzwischen ein wenig ruhiger geworden. Fran, Kouki und Shizuo pokerten immer noch, sprachen jedoch kaum dabei. Kyo hatte sich zu ihnen gesetzt und beobachtete gespannt das Spiel.

Izaya hatte sich währenddessen quer über seinen und Kyos Sitz gelegt und las eine Zeitschrift. Als er bemerkte, dass Yohan ihn ansah, warf er ihm ein wissendes Lächeln zu und las dann weiter. Yohan hob die Augenbrauen. Komischer Typ.

Misa räkelte sich ein wenig und kuschelte sich an Yohans Arm, was ihm ein Lächeln entlockte. Er strich ihr abwesend über das dunkle Haar, als die etwas murmelte.

"Stupida puttana... é colpa propria tua. Avresti dovuto lasciarlo in pace..."

Yohan hob die Augenbrauen. Er verstand kein Wort. Izaya warf den beiden über seine Zeitschrift hinweg einen interessierten Blick zu, sagte aber nichts. Yohan achtete nicht weiter auf ihn, vermutete aber, dass er lauschte. Er wusste nicht, ob Izaya Italienisch verstand, hatte aber auch keine Lust, nachzufragen.

"Non abbandonarmi..." Ihre Stimme wurde wieder undeutlicher. "Non... di nuovo..."

Was immer Misa da auch murmelte, es schien nichts Angenehmes zu sein. Sie kniff die Augen zusammen und hielt sich an Yohans Arm fest, als hätte sie Angst, er könne ihn plötzlich wegziehen.

"... Misa?", fragte er sanft und strich ihr wieder über den Kopf. "Misa, bist du wach?"

Sie reagierte nicht. Er öffnete gerade den Mund, um es erneut zu versuchen, als er Fran plötzlich sprechen hörte.

"Ist das ein Vogel?"

"Nein, ein Flugzeug, oder?", mutmaßte Kouki. Yohan und Misa, von den Stimmen wach geworden, sahen zu dem Tisch hinüber, als dem Kouki, Fran, Shizuo und Kyo saßen und aus dem Fenster blickten. Misa rieb sich verschlafen die Augen. Mit einem Seitenblick stellte Yohan fest, dass sie wie immer wirkte. Nicht verstört oder traurig. Obwohl sie so geklungen hatte.

"Nein, das ist..." Kyos Stimme klang ganz aufgeregt. "Das ist Superman!"

"Hey, du hast recht", stellte Fran überrascht fest und hob die Hand, um Superman, der draußen vor dem Fenster vorbeiflog, zu winken.

Kouki, Kyo und Shizuo (dieser allerdings mit ausdruckslosem Gesicht) taten es ihm gleich. Misa und Yohan sahen ihnen zu, bis Superman wieder verschwunden war und sie sich wieder ihrem Spiel zuwandten.

"Ist... alles okay?", fragte Yohan an Misa gewandt.

Sie sah ihn überrascht an. "Ja, schon. Wieso?"

"Du hast im Schlaf geredet."

"Echt?" Sie lächelte schief. "Und, was hab ich gesagt?"

Wieder sah Izaya über seine Zeitschrift hinweg zu ihnen und musterte Misa unbemerkt.

Yohan zuckte die Achseln. "Keine Ahnung, du hast Italienisch geredet."

"Oh." Misa lachte zaghaft. "Dann werde ich wohl geflucht haben."

"Schon möglich."

Damit ließ Misa das Thema auf sich beruhen und nahm einen Schluck Wasser. Sie musste Yohan ja nicht erzählen, dass die Träume von ihrer Kindergartenzeit in Alpträume vom Tod ihrer Eltern übergegangen waren. Obwohl er diesmal eine neue Wendung bekommen hatte. Das viele Blut klebte jetzt nicht nur an Boden, Decke, Wänden und Möbeln in der Küche. Jetzt befand es sich auch auf Laub, an Baumstämmen und Ästen.

Und es war nicht dasselbe Blut.

#o8 мιѕα υи∂ ∂єя яєѕт ∂єя ωєℓт...

Als der Flug vorüber war und unsere lustigen Protagonisten das Flugzeug verließen und die kleine Landebahn betraten, schlug ihnen sofort ein lauer Wind entgegen.

"Ist aber ganz schön frisch hier", stellte Misa bibbernd fest und schlang die Arme um ihren Oberkörper. Wie auf Kommando zog Shizuo seine Jacke aus und legte sie Misa wortlos um die Schultern. Kouki und Yohan sahen ihn bestürzt an. Eigentlich ärgerten sie sich nur, dass sie nicht vor ihm auf die Idee gekommen waren.

Kyo, der die Blicke der beiden auffielen, kicherte leise.

"Also los. Gehen wir", flötete sie und ging, ihre Tasche über die Schulter werfend, auf dem schmalen Weg voraus zu einem riesigen Gebäude, das hinter einer kleinen Baumgruppe aufragte.

Als Misa es das erste Mal erblickte, fühlte sie sich unwillkürlich an die Dracula-Filme erinnert.

Es war ein großes, klobiges Gebäude mit kleinen Türmchen und einer übergroßen hölzernen Eingangstür.

Inzwischen war es schon später Nachmittag, es wurde allmählich dunkel und dem Wind und den Wolken nach zu urteilen würde es bald ein Gewitter geben.

Hätte Misa an böse Omen geglaubt, wäre sie vielleicht besser auf das vorbereitet gewesen, was noch kommen sollte.

"Fühlt euch ganz wie zu Hause", sagte Yohan, als er Minuten später die große Tür aufstieß und mit seinen Freunden das Haus betrat. "Unser Personal hat hier alles geputzt und die Vorräte aufgefüllt, aber wir sind für die kommenden zwei Wochen ganz auf uns gestellt."

"Heißt das, wir müssen... kochen?", fragte Misa unglücklich. Es war nicht so, dass sie gar nicht kochen konnte, aber es war etwas anderes, für sich oder für seinen Freundeskreis ein Mahl zuzubereiten.

Yohan lächelte nachsichtig. "Die meisten Speisen sind schon vor unserem Koch vorbereitet worden, viele sind eingefroren und wir müssen sie nur warm machen."

"Der hat ziemlich rumgejammert, weil das Essen ja frisch sooo viel besser schmeckt", warf Kyo amüsiert ein. "Er hat zwar recht damit, aber... es ist wirklich nicht nötig, dass das Personal hier auch noch rumwuselt."

Mit diesen Worten überholte sie Misa und Yohan und betrat als Erste die Treppe, die in den ersten Stock führte.

"Hier befinden sich die Gästezimmer", erklärte sie. Kyo hatte offenbar Spaß an ihrer Fremdenführer-Beschäftigung. "Das Zimmer gleich rechts ist meins, das gegenüber Yohans. Ganz hinten ist das unserer Eltern. Auf die dazwischen könnt ihr euch aufteilen, wie ihr lustig seid. "

Nach kurzem Hin und Her legten sie die Zimmer schließlich folgendermaßen fest: Auf der linken Seite kam nach Yohans Zimmer Misas, dann Koukis und dahinter Frans. Auf der rechten schlief in dem Raum hinter Kyos Zimmer Izaya und dahinter Shizuo.

"Alles klar", sagte Kyo und tippte schon wieder auf ihrem Mobiltelefon herum. "Dann können wir ja erst einmal unsere Taschen in unsere Zimmer bringen, uns kurz einrichten und dann treffen wir uns unten im Wohnzimmer wieder, ja?"

Die anderen nickten und betraten ihre Zimmer. Man konnte Misa beeindruckt pfeifen hören, als sie ihren Raum betrat. "Hier ist ja auch alles so riesig!"

Kyo lachte auf und schickte die Sms ab, während sie ihr Zimmer betrat. Eine Sekunde später meinte sie, weiter hinten, bei Shizuo, einen Sms-Ton zu hören, als er gerade durch seine Tür ging. Sie hielt in der Bewegung inne und starrte verwirrt zu ihm, doch er ging weiter und sie konnte nicht mehr sehen, ob es wirklich sein Handy gewesen war und er jetzt eine Sms las.

Kyo zuckte mit den Schultern und ging in ihr Zimmer. Zufall.
 

Wie sich herausstellte, war das Wohnzimmer im Landhaus der Andersons von ähnlichen überdimensionalen Ausmaßen wie alles andere.

Es war in traditionellem Stil gehalten, mit einem aufwendig verschnörkelten Teppich, einem großen Kamin, eleganten und sicherlich teuren Sesseln und Sofas, Bücherregalen aus Ebenholz – und einem etwa zwei Meter breiten Flachbildfernseher mit Dolby-Surround-System.

Sie machten es sich dort gemütlich und sahen zunächst einen Horrorfilm; The Ring (um die Tradition aufrecht zu erhalten). Anschließend hörten sie Musik, spielten Karten und redeten über alles Mögliche. Es war mitten in der ersten Runde Skat, als Kouki aufstand, die Hausbar suchte, sie fand, ein paar Flaschen Alkohol holte und damit offiziell das Besäufnis einläutete.

"Du hättest erst fragen sollen, ob du die Flaschen und Gläser überhaupt nehmen darfst", wies ihn Misa mit Blick zu Yohan und Kyo zurecht. Yohan aber winkte ab und Kyo sagte: "Ist schon okay."

Misa fand es trotzdem nicht richtig. Aber das hing wohl damit zusammen, dass sie Alkohol im Allgemeinen ablehnte.

Womit sie die Einzige war. Alle anderen – sogar Kyo, was Misa nicht gedacht hätte – tranken ihr eines oder anderes Glas und wurden mit der Zeit immer... nun ja, lustiger.

Es dauerte nicht lange, bis Misa sich fehl am Platz fühlte. Manchmal überkam sie dieses Gefühl einfach. Es hatte nicht einmal unbedingt etwas damit zu tun, dass die anderen getrunken hatten und sie nicht.

In solchen Situationen war es, als gebe es nur zwei Parteien in der Gesellschaft. Sie, also Misa, und den Rest der Welt. Die anderen waren eine grobe Masse, die gemeinsam lachte und redete und sich verstand, und Misa war einfach kein Teil davon.

Es konnte daran liegen, dass sie anders aufgewachsen war als die meisten anderen. Daran, dass sie ihre eigenen Eltern tot am Küchenboden liegend aufgefunden hatte.

Vielleicht war sie einfach anders.

...Oder vielleicht fühlte sich einfach jeder manchmal so und sie dramatisierte es nur unnötig. Das war durchaus möglich. Doch diese Betrachtungsweise änderte ja auch nichts an ihrem derzeitigen Befinden.

Also war es das Beste, sich zurückzuziehen, bis das Gefühl vorüber war. Bis sie sich wieder wie ein Teil ihres Freundeskreises fühlte. Bis sie wieder zum Rest der Welt gehörte.

"Ich gehe dann mal ins Bett...", verkündete Misa und gähnte demonstrativ, während sich Kouki beinahe auf dem Boden kugelte vor Lachen über eine Witz, den Kyo gerade erzählt hatte.

Yohan blickte auf und sah sie müde an. "Ach, Misa... Bleib doch noch!" Und dann versuchte er – Yohan Anderson – tatsächlich, einen Hundeblick aufzusetzen. Misa wusste nicht, ob sie belustigt oder entsetzt sein sollte.

Sie entschied sich für ein nachsichtiges Lächeln. "Wir sehen uns doch morgen direkt wieder", sagte sie leise und wuschelte ihm durch die Haare. "Gute Nacht", warf sie noch eben in die Runde und bekam ein fast einstimmiges "Schlaf gut" zurück, was sie abermals zum Lächeln brachte.

Der Weg die Treppe hinauf und die wenigen Meter über den dunklen Gang bis zu ihrem Zimmer reichten, um ihr einen Schauer über den Rücken zu jagen. Sie wünschte, Yohan und Kyo hätten das Personal doch hier 'herumwuseln' lassen. Dann wäre das Gebäude wenigstens nicht so leer und unheimlich gewesen.

Kaum dass sie ihr Zimmer mit dem Himmelbett betreten hatte, wurde sie tatsächlich müde. Gähnend zog sie sich um, ging zum Fenster, um es zu öffnen und warf einen Blick über das kleine Wäldchen dahinter.

Wieder schauderte sie. Unheimlich.

Sie legte sich in das frisch bezogene Bett, spürte, wie sich die Satinbettwäsche sanft an sie schmiegte und schloss die Augen.

Misa musste ein wenig gedöst haben, denn als die Schritte draußen auf dem Gang sie weckten, waren laut ihrem Mobiltelefon gute vierzig Minuten vergangen.

Die anderen haben wohl auch beschlossen, schlafen zu gehen, dachte sie und befand sich schon wieder im Halbschlaf, als sie sich auf die Seite drehte.

Sie bekam kaum mit, dass die Schritte von zwei Personen stammten und dass nur eine Tür geöffnet und geschlossen wurde. Misa schlief wieder ein und nicht einmal das Gewitter, das kurz darauf begann, vermochte sie zu wecken - geschweige denn das unterdrückte Stöhnen, das hin und wieder zu hören war.

#o9 ...υи∂ αℓι¢є.

Die ersten Sonnenstrahlen fielen schon durch die Fensterscheiben in die Zimmer, als jemand hastig all seine Klamotten zusammenpackte, zur Tür hinausschlich, über den Gang huschte und sein eigenes Zimmer betrat.

Es war das Klicken der Tür, die ins Schloss fiel, das Misa aufweckte.
 

Obwohl sie somit als eine der Ersten wach gewesen war, war Misa die Vorletzte, die um neun Ohr das Esszimmer betrat, dessen Tisch reichlich gedeckt war – mit ofenfrischen Brötchen , allerlei Aufschnitt, Müsli, Obst und aromatisch duftendem Kaffee.

Yohan und Fran sahen interessiert zu, wie Izaya und Kyo, die sich links und rechts neben Shizuo niedergelassen hatten, dem Blonden abwechselnd in die Wange pieksten und dann jedes Mal ein paar Zenimeter zurückwichen, aus Angst vor seiner Reaktion. Shizuo trug seine Sonnenbrille und Misa war ziemlich sicher, dass er nach ein paar Bissen des Brötchens, das noch auf seinem Teller lag, einfach im Sitzen eingeschlafen war.

Fran war der Erste, dem Misas Ankunft auffiel. Er hob die Hand. "Morgen."

"Guten Morgen", gab Misa bemüht leise zurück und setzte sich auf den freien Platz neben Fran. Sie kannte Shizuo und wusste, dass das, was Izaya und Kyo da taten, schnell nach hinten losgehen konnte.

"Oh, Morgen", begrüßte nun auch Yohan sie, allerdings in normaler Lautstärke. "Kaffee?"

"Ja, bitte", sagte Misa und schob ihm ihre Tasse hin, als er schon zur Kanne griff. Während er ihr Kaffee einschenkte, wendete sie sich an Izaya und Kyo. "Hört mal, ihr beiden..." Sie lächelte unbeholfen. "Vielleicht solltet ihr das lieber sein lassen."

"Oh, ach so?" Kyo hielt mitten in der Bewegung inne, sodass ihr Finger kurz vor Shizuos Wange in der Luft schwebte und fragte, die Augen immer noch auf Misas Cousin gerichtet: "Wieso denn?"

Izaya piekste währenddessen weiter in Shizuos Gesicht herum, als hätte er Misa nicht gehört.

"Na ja..." Misa nahm einen Schluck von ihrem Kaffee. "Er ist zwar normalerweise total lieb, aber wenn man ihn nervt, kann er schon... unangenehm werden..."

Kyo ließ ihre Hand sinken. "Na dann lassen wir das lieber, würde ich sagen."

Einige Sekunden lang herrschte völlige Stille am Tisch, während Izaya immer noch weitermachte. Kyo sah ihn entgeistert an und zischte: "Ich sagte, dann lassen wir das lieber, Izaya."

"Ich dachte, mit wir meinst du nur dich", erwiderte er unschuldig lächelnd.

"Du solltest aber wirklich jetzt aufhören", mischte sich Misa ein, die ein Zucken in Shizuos Gesicht bemerkt hatte. Es konnte sich nur noch um Sekunden handeln, ehe er aufwachte. "Bevor-"

Zu spät.

Die Augen konnte man hinter der Sonnenbrille zwar immer noch nicht sehen, aber Shizuo war jetzt definitiv wach. In einer schnellen Bewegung schlug er Izayas Hand weg. Er schien sich mit aller Macht zu beherrschen, als er ruhig sagte: "Nerv mich nicht."

Izaya lächelte, ja, strahlte förmlich. Misa und die anderen sahen entgeistert zu, wie er eine Serviette nach der anderen zusammenknüllte und an Shizuos Kopf warf. "Und was, wenn doch? Und was, wenn doch? Hm? Hm? Hm?"

Ist der lebensmüde?, fragte sich Misa. Ich hab ihn doch gewarnt... porca miseria.

Misa hob noch die Hände und wollte irgendwie in letzter Sekunde das Unheil abwenden, wusste aber, dass es zu spät war, als Shizuo seine Sonnenbrille abnahm und sie auf den Tisch neben Kyos Teller legte.

Diese sah interessiert zu, wie Shizuo aufstand, mit der Faust ausholte und nach Izaya schlug, der aber mit überraschender Reaktionsgabe nach hinten auswich und dabei seinen Stuhl in Shizuos Richtung kickte, der ihn seinerseits mit den Händen auffing und auf Izaya warf. Der Schwarzhaarige wich ein weiteres Mal aus.

"Satz mit x, das war wohl nix!", flötete er fröhlich.

"Ich bring dich um", knurrte Shizuo.

"Versuch's doch!" Izaya lachte amüsiert und flüchtete durch das Fenster. Shizuo stürzte hinterher. "IZAAAYAAA!"

Just in diesem Moment betrat Kouki den Raum. Er sah aus, als wäre er noch im Halbschlaf.

"Was'n hier los?", fragte er gähnend und kratzte sich am Hinterkopf, während er sich auf den Stuhl neben Misa fallen ließ.

Kyo untersuchte inzwischen stumm Shizuos Sonnenbrille und setzte sie schließlich auf. Ihre Augen waren nun nicht mehr zu sehen.

"Morgendliche Verfolgungsjagd", erklärte Misa matt lächelnd. "Ich hoffe nur, die bringen sich nicht gegenseitig um..."

"Izaya ist nicht so leicht totzukriegen", belehrte Fran sie.

Misa zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck Kaffee. "Gut für ihn."

Sie sah zu, wie Kouki sich eine Tasse Kaffee einschenkte, sie halb austrank, dann zum Müsli griff und seine Schüssel fast bis zum Rand damit füllte, ehe er Milch darauf schüttete.

"Hunger?", fragte sie amüsiert.

Kouki sah sie an. "So'n bisschen", antwortete er mit vollen Mund.

"Charmant und wohlerzogen wie immer", stellte Yohan mit kaum überhörbarem sarkastischem Unterton fest.

Misa kicherte leise, während Kouki die Müslipackung nach Yohan warf. "Schnauze da hinten!"

Während Kouki und Yohan einander schon wieder Todesblicke zuwarfen, sah Misa besorgt zu ihrer Freundin hinüber. "Kyo, alles okay? Du bist so still."

Da sie immer noch Shizuos Sonnenbrille trug – warum auch immer – war es schwer für Misa zu bestimmen, wo Kyo hinsah. Aber es wirkte fast so, als hätte sie kurz zu Kouki und dann erst zu Misa gesehen, als sie antwortete: "Ich... Ich mach mir nur Sorgen um die beiden. Ich geh sie lieber suchen."

Und weg war sie.

"Was war das denn?", fragte Fran desinteressiert.

Kouki zuckte nur mit den Schultern und aß weiter sein Müsli. Er bemerkte nicht, wie Yohans nachdenklicher Blick auf ihm ruhte, nachdem Kyo den Raum verlassen hatte.

Misa hätte es vielleicht gemerkt, wenn sie nicht gedankenverloren ihr Brötchen geschmiert hätte. Zwei Personen... Eine Tür... Kyo? Sie schüttelte den Kopf. Quatsch.
 

Der Vormittag verlief soweit ruhig.

Kyo fand Izaya und Shizuo nach einiger Zeit draußen im Wald.. Sie überredete Izaya, sich zurückzuziehen, entschuldigte sich bei Shizuo für Izayas Verhalten und gab ihm seine Brille wieder – woraufhin Shizuo ihr ein bei ihm eher seltenes Lächeln schenkte.

Das alles – bis auf die Sache mit dem Lächeln – erzählte Shizuo Misa, als die beiden im Wohnzimmer saßen und Cola tranken. Wo die anderen waren, wussten sie nicht recht. Kouki hatte sich nach dem Frühstück wieder hinlegen wollen, um seinen Kater auszukurieren, also war er wohl in seinem Zimmer, aber bei dem Rest war es unklar.

"Unglaublich, dass die beiden befreundet sind", murmelte Shizuo kopfschüttelnd.

Misa legte den Kopf schief. "Du meinst Kyo und Izaya?"

Shizuo nickte und trank noch einen Schluck Cola.

"Hab mich auch darüber gewundert", gab sie zu. "Kyo ist..."

"...viel zu nett, um sich mit so einem abzugeben", ergänzte er grimmig.

"Eifersüchtig?" Misa grinste schief.

Shizuo hob die Augenbrauen. Er sah sie an, als hätte sie etwas vollkommen Lächerliches gesagt. Aber antworten tat er auch nicht.

Misa lächelte nur selig und ging nicht weiter darauf ein, obwohl es ihr auf der Zunge lag, ihm zu sagen, dass er viel besser zu Kyo passen würde als Izaya.

Shizuos Sms-Ton erklang und er holte sein Mobiltelefon hervor. Er las die Textnachricht, lächelte leicht und steckte es wieder ein.

"Wer ist das eigentlich immer?", fragte Misa neugierig.

"Nur 'ne Freundin", erklärte er schulternzuckend.

"Oho, eine Verehrerin?"

"Wohl kaum", gab er zurück und wuschelte durch Misas Haare. "Ich kenne sie nicht mal persönlich. Wir schreiben nur ab und zu."

"Na dann." Misa erhob sich. "Ich geh mal kurz zur Toilette. Bis gleich."

Shizuo hob nur die Hand und Misa war sich ziemlich sicher, dass er wieder das Handy zücken und auf die Sms antworten würde, sobald sie den Raum verlassen hatte.

So... und wo war jetzt noch mal die Toilette? Misa stand mitten in der Eingangshalle und sah sich unglücklich um. Sie hatte keine Ahnung, wo sich hier im Erdgeschoss das Badezimmer befand. Weil sie nicht glaubte, dass ihre Blase eine spontane Suchaktion durchhalten würde, lief sie die Treppe hinauf, um die Toilette bei den Schlafzimmern zu benutzen.

Auf dem Gang kam ihr Kyo von den Toiletten her entgegen. Sie war gerade im Begriff, Izayas Zimmer zu betreten, als Misa ihr ein flüchtiges "Hey." zuwarf. Kyo erwiderte zwar ein ebenso flüchtiges "Na.", schien dabei allerdings Misas Blick auszuweichen.

Als Misa gerade bei den Toiletten ankam, hörte sie Kyos Sms-Sound.

Immer diese Leute mit ihren Chat-Freunden..., dachte sie, während sie das Badezimmer betrat.

Wäre lustig, wenn Kyo und Shizuo einander die ganze Zeit schreiben würden, ohne zu wissen, dass es der jeweils andere ist.
 

Nachdem sie sich die Hände gewaschen hatte, ging Misa wieder den Gang hinunter Richtung Treppe. Die Tür zu Izayas Zimmer war nur angelehnt. Misa hatte nicht die Absicht zu lauschen, blieb aber automatisch stehen, als sie Izayas Worte hörte.

"... Blut an den Händen und der Kleidung, aber keiner weiß, wie es in das Bett kam."

"Aber vielleicht ist sie nur in Panik rumgelaufen und hat versucht, etwas zu finden, was ihre Eltern noch retten könnte... wollte die Blutung stillen oder so." Kyos Stimme klang ein wenig versunsichert.

Misa trat einen Schritt näher, stand alleine auf dem dunklen Gang, die Augen geweitet, und lauschte. Sie lauschte den Stimmen ihrer Freunde. Und der Stimme in ihrem Kopf, die immer lauter wurde.
 

NEIN NEIN NEIN (ucciso) NEIN (verlass mich nicht) NEIN NEIN
 

"Du glaubst, dass eine Neunjährige im Schockzustand auf so eine Idee kommen würde?", fragte Izaya zweifelnd.

Kyo schwieg.

"Außerdem – selbst wenn sie das vorgehabt hätte, warum hat sie die Bettwäsche dann doch im Bett gelassen?"

"Vielleicht hat sie es sich doch anders überlegt..."
 

NEIN (aufhören) NEIN NEIN
 

"Laut dem Polizeibericht sah das Bett so aus, als hätte sie darin geschlafen", erläuterte Izaya unberührt. "Und zwar mit den blutverschmierten Klamotten."

Misa wurde heiß und kalt. Ihr wurde schwindelig. Sie hatte das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen.

"Du hast doch selbst gesagt, sie sei im Schockzustand gewesen", versuchte Kyo einzulenken.
 

NEIN nein nein
 

Misas Augen wurden glasig.

Kyo fuhr fort. "Und vielleicht hat sie ihre Eltern gefunden, dachte, es sei nur ein böser Traum und hat sich wieder ins Bett gelegt, in der Hoffnung, dass alles wieder gut ist, wenn sie erneut aufwacht."

Nun war es an Izaya, zu schweigen. "... Vielleicht", sagte er schließlich. "Aber warum war dann die Tür von innen abgeschlossen? Wo es doch angeblich ein Einbruch war?"

"Vielleicht kannten sie die Einbrecher?", schlug Kyo vor.

Izaya schubste sie leicht. "Du hast wohl auf alles eine Antwort, was?"
 

Die beiden bemerkten nicht, wie das Mädchen auf dem Gang von der Tür wegschlich. Doch hätten sie es bemerkt und hätten sie das ausdruckslose Gesicht dieses Mädchens gesehen, so hätten sie gewusst, dass etwas nicht in Ordnung war.

#1o єιи вιєѕт ℓєвт ιи ∂єιиєм нαυѕ.

Heute war wohl der Tag der Offenbarungen. Gerade hatte Izaya Kyo erzählt, was er anhand der Polizeiberichte über den Tod von Misakis Eltern erfahren hatte und gleich würden zwei gewisse junge Männer einander etwas mitteilen, was mit Vögeln zu tun hatte. (Ja richtig, die geflügelten Viecher mit Schnabel, was denn sonst.)

Yohan fand Kouki in der Küche, wo er auf der Suche nach etwas zu trinken die Schränke auf den Kopf stellte.

"Ähm... Was zur Hölle machst du da?", fragte Yohan und schloss die Schranktüren, die Kouki offengelassen hatte. "Wenn du unser Geschirr klauen willst, solltest du das vielleicht eher am letzten Tag tun, da fällt es nicht so auf."

"Sehr witzig", erwiderte Kouki kühl. "Ich suche was zu trinken, du Geck."

Yohan verdrehte die Augen. "Versuch's mal im Kühlschrank, Sherlock." Er ging hinüber zu etwas, was Kouki für einen weiteren Schrank gehalten hatte und öffnete es. Und 'es' war ein Kühlschrank.

"Was willst du?", fragte Yohan gelangweilt.

"Cola."

"Hier." Yohan stellte ihm eine ungeöffnete Flasche hin. "Trink direkt aus der Flasche, ich will deine Bazillen nicht an unseren Gläsern haben.

Kouki grinste ihn an, ging zum Gläserschrank hinüber, dessen Standort er nach seiner Suchaktion ja schon kannte, öffnete ihn, nahm ein Glas heraus, hauchte einmal kräftig hinein und stellte es wieder in den Schrank.

"Du legst es darauf an, oder?" Yohan ging auf Kouki zu, rammte ihn leicht mit der Schulter, um ihn zur Seite zu schubsen und nahm das Glas wieder raus. Er hatte gerade noch Zeit, es auf der Arbeitsfläche abzustellen, als Kouki ihn zurückrammte.Yohan stolperte einen Schritt zurück und sah ihn entrüstet an. "Was soll das denn jetzt werden, du Spast?!"

Kouki grinste überlegen und hob die Fäuste. "Ich denke, dir ist schon klar, was das werden soll. Misa ist nicht in der Nähe, du brauchst nicht so zu tun, als wärst du ein guter Mensch. Wir beide wissen ganz genau, was für ein Arschloch du bist." Er holte mit der rechten Faust aus. "Du brauchst dich nicht zu verstellen, Anderson."

Yohan hatte noch Zeit, dem Schlag in sein Gesicht auszuweichen, bekam aber dafür Koukis Linke in den Magen. Als Kouki dafür seinerseits Yohans Faust gegen die Schläfe bekam, wurde diesem kurz schwarz vor Augen, ehe er zum Gegenangriff ausholen konnte.

Draußen zwitscherten Vögel.

Kouki atmete inzwischen schwer, lehnte sich gegen den Herd und wischte sich Blut von der aufgeplatzten Lippe.

"Weißt du was, Anderson?" Selbst in diesem Zustand brachte er noch ein süffisantes Grinsen zustande. "Ich hab deine Schwester gevögelt."

Yohan hob eine Augenbraue. Er hatte es geahnt. Doch statt wütend zu werden, wie Kouki es gehofft hatte, lächelte er überlegen. "Schön für dich. Ich hab Misa gevögelt."

Koukis Gesichtsausdruck wurde mörderisch. "Was?"

"Frag sie doch", forderte Yohan ihn auf. "Frag sie doch, ob ich der Erste war, der-"

Kouki unterbrach ihn mit einem gezielten Schlag ins Gesicht. "STIRB, ANDERSON!"

Die Vögel zwitscherten weiter.
 

Misa öffnete die Augen. Sie lag in ihrem Bett in einem der Schlafzimmer in der ersten Etage.

Verwirrt drehte sie den Kopf zum Fenster, konnte anhand des heiteren Wetters draußen aber nicht die Uhrzeit bestimmen, also nahm sie ihr Handy vom Nachttisch und sah nach.

Dreizehn Uhr vierundzwanzig. Misa stand auf, trank einige Schlucke Wasser direkt aus der Flasche, die auf dem Tisch stand, und ging dann zur Tür hinaus.

Im Wohnzimmer herrschte angespanntes Schweigen. Misa bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte.

Yohan und Kouki saßen so weit wie nur irgend möglich voneinander entfernt mit den anderen um den Couchtisch herum. Kouki saß auf einem Sessel, Yohan auf dem Sofa gegenüber. Sie starrten einander an wie zwei knurrende Hunde, die jeden Moment wieder aufeinander losgehen konnten.

Neben Yohan saß Kyo, wenn auch mit ein paar Zentimetern Abstand. Sie sah niemanden an, starrte nur ins Leere.

Fran saß neben Izaya auf dem anderen Sofa und Shizuo hatte sich einen Stuhl genommen, auf dem er jetzt rittlings zwischen Yohans Sofa und Koukis Sessel saß, damit sie nicht wieder aufeinander losgingen.

Als Misa den Raum betrat, schien die Anspannung nur noch zu steigen. Sofort drehten sich alle Köpfe in ihre Richtung. Es war, als würden sie eine Rede erwarten.

"Ähm... Hab ich was verpasst?", fragte sie unsicher und blieb im Türrahmen stehen.

Schweigen. Misas Blick wanderte von einem zum anderen und blieb schließlich an Kyo hängen, die von allen am traurigsten aussah.

"Okay, was ist los?" Misa verlor allmählich die Geduld. "Kann mich mal jemand aufklären?"

Sie ging einige Schritte weiter in den Raum, blieb aber weiter stehen.

Wieder schien niemand etwas sagen zu wollen.

Misa seufzte. "Wenn mir jetzt nicht mal einer sagt-"

"Yohan und Kouki haben sich geprügelt", erklärte Fran, da es offenbar sonst niemand tun wollte.

Misa blinzelte verwirrt. "Bitte was? Warum?"

Fran redete weiter. "Und es ist rausgekommen, dass Kouki mit Kyo geschlafen hat und Yohan mit dir."

Misa schwieg. Ihr Blick huschte zu Kyo hinüber, die Fran entgeistert ansah.

Sag, dass das nicht wahr ist, dachte Misa und starrte weiter zu Kyo hinüber. Widersprich ihm. Sag, dass er nur wieder einen schlechten Scherz macht.

Kyo öffnete den Mund und Misa hoffte schon, dass sie das Ganze jetzt wirklich als Unwahrheit abtun würde, aber stattdessen fuhr sie Fran mit folgenden Worten an: "Noch taktloser ging's wohl nicht, was? Du bist manchmal so ein Arsch, Fran."

Fran zuckte mit den Schultern. "Du hattest genug Zeit, es ihr selbst zu sagen."

Kyo warf ihm einen letzten hasserfüllten Blick zu, ehe sie schließlich Misa in die Augen sah. "Misa – es tut mir leid."

Misa wich einen Schritt zurück, als wäre Kyos plötzlich offenbarter schlechter Charakter ansteckend.

"Warum..." Misa konnte, wollte es nicht glauben. Eine Tür, zwei Personen. Kyo. Kouki. Wie konnten die beiden ihr das antun?

"Es war der Alkohol", versuchte Kyo sich zu verteidigen. "Ich will mich damit nicht rechtfertigen, aber es ist nicht so, als hätte ich das geplant..." Sie warf einen Blick auf Kouki, der bisher geschwiegen und wohl gehofft hatte, dass man seine Schuld an der Sache irgendwie vergaß. "Er hat mich abgefüllt und dann überredet-"

"Ja, richtig, alles ist meine Schuld", fauchte er Kyo an.

"Ist es auch!", zischte Kyo. "Aber natürlich kapierst du das nicht, weil du anscheinend nur mit dem Schwanz denkst-"

"Das scheint dir gestern Abend jedenfalls nichts ausgemacht zu haben!"

Fran, Izaya und Yohan beobachteten den Schlagabtausch mit gehobenen Augenbrauen, während Misas und Shizuos Blicke immer finsterer wurden.

"Ich war betrunken, verdammt!", fuhr Kyo Kouki an.

"Ach ja? Du warst aber nüchtern genug, um mir einen runterzuholen und-"

"ADESSO BASTA!", rief Misa, die gesehen hatte, wie Yohan sich bei Koukis Worten schon wieder halb erhoben hatte, um sich über den Tisch hinweg auf ihn zu werfen – um ihn abzuknutschen. Vielleicht. Aber eher nicht.

Wieder waren aller Augen auf Misa gerichtet; niemand rührte sich.

Schließlich war es wieder Fran, der sich als Erstes regte. Er stand auf, hüstelte gekünstelt und sagte: "Ich werd mich mal zurückziehen. Die negative Energie in diesem Raum erdrückt mich. Kommst du mit?", fragte er an seinen Bruder gewandt.

Der schüttelte lächelnd den Kopf. "Nein, ich will wissen, wie es weitergeht. Das ist besser als jede Soap. Hahahaha."

In der nächsten Sekunde war Shizuo schon neben ihm und schleuderte ihn an Fran vorbei zur Tür hinaus. Wenn Misa sich nicht sehr täuschte, klang Izayas Schrei mehr wie ein Lachen. Etwa so: "Hahaaaaaa!"

"Alles klar", sagte Fran nur, verließ den Raum und schloss die Tür hinter sich.

Misa atmete tief durch und setzte sich auf das frei gewordene Sofa. Sie wollte nicht, sie fühlte sich den Tränen nahe, aber sie musste das hier und jetzt klären, sonst würde es nur ausarten.

Sie hob den Kopf und sah zu Kouki. Dieser erwiderte ihren Blick fast schon herausfordernd, schien aber dennoch überrascht, als sie sagte: "Kouki, du bist ein Arschloch."

In Kyos Gesichtsausdruck zeichnete sich Triumph ab, daher wandte sich Misa an sie und sagte: "Und du bist nicht viel besser."

Kouki räsuperte sich. "Und was ist mit dir?"

Misa sah ihn stirnrunzelnd an. "Was meinst du?"

"Na, du und Anderson." Er warf Yohan einen vernichtenden Blick zu. "Das mit euch war okay? Und das mit mir und... seiner Schwester nicht?"

"Er weiß nicht mal meinen Namen", merkte Kyo murmelnd und mit trockenem Unterton an. "Kann sich keine Namen merken und schlecht im Bett ist er auch noch."

Yohan begann zu prusten. Kouki erhob sich drohend, woraufhin Shizuo sich jedoch auch erhob. Shizuo und Kouki funkelten sich einige Sekunden lang an, ehe sich beide wieder hinsetzten.

Das darauf folgende angespannte Schweigen wurde von Izaya unterbrochen, der plötzlich wieder hereinplatzte und "BANANARAMA!" rief. Shizuo knurrte wütend auf und jagte Izaya hinterher, der schon wieder lachend weglief. Die Tür knallte hinter den beiden ins Schloss.

"Eine ernste Unterhaltung wird das hier wohl nicht mehr, was?", fragte Yohan mit schmalem Lächeln.

Misas unzufriedener Blick ließ sein Lächeln allerdings schnell verschwinden. Sie seufzte. Ihre anfängliche Verärgerung hatte sich ein wenig gelegt. Irgendwo war da schon etwas Wahres an dem, was Kouki gesagt hatte.

Sie hatte keinen Besitzanspruch auf Kouki oder Yohan. Sie hatte sich nie für einen von beiden entschieden. Was gab ihr also das Recht, wütend auf Kouki und Kyo zu sein?

Aber dennoch – Kyo wusste, was Misa für die beiden Jungs empfand. Aber sie hatte sich entschuldigt.

Doch war eine einfache Entschuldigung genug?

#11 иυмєяσ ∂υє.

"Wie wäre es... wenn wir uns alle wieder vertragen?", fragte Kyo in einem schwächlichen Anflug von Diplomatie. Es war offensichtlich, dass sie sich nicht mit Misa streiten wollte. "Es tut mir wirklich leid und wenn ich könnte, würde ich es ungeschehen machen, aber... na ja, das geht wohl schlecht."

Fallen dir noch mehr Floskeln ein?, dachte Misa kühl, sprach es aber nicht aus. Kyo meinte es wohl so, wie sie es sagte, aber für Misa klang es nach leeren Worten. Was hatte sie denn schon davon? Sie würde Kyo nie wieder so sehen wie früher. Kouki vielleicht schon, denn Kyo war für ihn wahrscheinlich nur eine von vielen.

Aber Kyo... ausgerechnet Kyo. Kyo, die Izaya hatte und zu der sie Shizuo geraten hatte; Kyo, die ihre einzige Freundin war. Das war nicht fair.

"Ist schon okay", sagte Misa, und meinte es doch nicht so. "Ich denke, ich... kann damit leben. Jeder sollte das tun und lassen dürfen, was ihm gefällt, richtig?"

Sie versuchte ein heiteres Lächeln, doch das gelang ihr nicht wirklich.

Kyo sah sie weiterhin unglücklich an und Misa begann dieser Blick auf die Nerven zu gehen. Sie wollte Kyo ihre Wut nicht spüren lassen, also beschloss sie, schnellstens den Raum zu verlassen, bevor sie sich nicht mehr zurückhalten konnten.

Sie stand auf. "Wo gehst du hin?", fragte Yohan.

Misa biss sich auf die Unterlippe, um ihm nicht etwas wie 'Das geht dich 'nen Scheißdreck an!' zu erwidern. Es wäre nicht gerecht, mich an Yohan abzureagieren. Obwohl er das mit uns nicht unbedingt hätte erzählen müssen...

Sie schüttelte den Kopf. Hier war wohl niemand wirklich unschuldig, was?

"Ich muss nur ein wenig alleine sein", brachte sie schließlich heraus und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum.

Sie ballte die Hände zu Fäusten, als sie einige Sekunden später Yohan hörte, wie er an Kouki und Kyo gewandt mit sarkastischem Ton fragte: "Soll ich euch zwei lieber alleine lassen?"

Die Antworten konnte sie nicht mehr verstehen, sie klangen aber recht aufgebracht. Aber das war ihr egal. Im Moment war ihr alles egal. Sie wollte nur noch ihre Ruhe haben und über gar nichts mehr nachdenken.

Der Gang im ersten Stock war verlassen. Niemand schien in den Zimmern zu sein. Misa betrat ihren Raum, ging zum Fenster und sah hinaus. Shizuo kam gerade aus dem Wald zurück. Mit ein wenig Glück hat er dort Izaya zur Strecke gebracht..., dachte Misa trocken.

Sie beobachtete noch, wie Shizuo das Gebäude betrat, dann drehte sie sich um und öffnete ihren Schrank. Darin stand eine Axt.
 

Schuldgefühle machten Kyo immer hungrig. Zumindest nahm sie an, dass ihr plötzlicher Hunger von Schuldgefühlen herrührte, denn normalerweise kannte sie so etwas gar nicht.

Sie tat alles, was sie tat, aus ihrer Überzeugung heraus und hatte deshalb selten Gewissensbisse.

Warum auch immer, jedenfalls hatte sie Yohan und Kouki im Wohnzimmer alleine gelassen und ihnen geraten, sich doch am besten gegenseitig zu 'vögeln'; dann hätten die Mädchen nicht so viele Probleme wegen ihnen.

Die Jungs fanden das nicht so lustig, aber Kyo hatte ihre Proteste ignoriert. Und nun stand sie hier, alleine in der Küche und tippte hastig eine Textnachricht.

'Ich glaub, ich hab's mir mit meiner besten Freundin verscherzt. D:', schrieb sie, während sie den Kühlschrank öffnete. Sie drückte auf 'Senden' und hob den Blick, um in den Kühlschrank zu sehen, als sie hinter sich den selben Sms-Ton wie schon gestern hörte.

Shizuo hatte soeben die Küche betreten und zog sein Mobiltelefon aus der Tasche.

Kyo beäugte ihn kurz verdutzt und fragte dann: "... Willst du auch 'nen Pudding?"

Der Blonde sah auf. "Hm? Ja, wäre nett."

"Vanille?"

"Nee, Schoko. Wenn was da ist."

"Du hast Glück." Kyo nahm zwei Becher Schokopudding aus dem Kühlregal. "Das sind die beiden letzten."

Sie lächelte ihm zu, holte noch zwei Löffel aus einer Schublade und stellte ihm einen Becher samt Löffel hin. "Hau rein."

Er sah kaum von seinem Mobiltelefon auf, während er tippte. "Danke."

Kyo sah ab und zu zu Shizuo hinüber, während sie ihren Becher öffnete und einen Löffel Schokopudding aß. "Was hast du eigentlich mit Izaya gemacht?", fragte sie vorsichtig.

"Keine Sorge, er ist mir im Wald entwischt", erwiderte er gleichgültig und sendete die Textnachricht ab.

Kyo nickte abwesend und beförderte einen weiteren Löffel Schokopudding in ihren Mund, als ihr Sms-Ton erklang.

Ihre Augen wurden groß. Statt zu ihrer Hosentasche sah sie zu Shizuo, dessen Blick ebenso ahnungsvoll wirkte. Allerdings wusste keiner der beiden, was zu sagen war. Es konnte immer noch ein Zufall sein. Ein sehr, sehr unwahrscheinlicher Zufall, dass er immer Sms bekam, wenn sie gerade eine abschickte und umgekehrt. Aber genau so unwahrscheinlich schien es, dass die beiden, die schon seit Monaten miteinander schrieben, sich jedoch noch nie gesehen oder auch nur gesprochen hatten, sich hier gefunden hatten.

Langsam griff Kyo nach ihrem Handy. Sie sah auf das Display.

'Egal, was du gemacht hast', las sie für sich. Shizuo blickte sie stumm an. 'Wenn es dir wirklich leid tut und du ihr genug Zeit gibst, wird das schon wieder.'

Kyo hob wieder den Kopf und sah, dass Shizuo sie eingehend beobachtete. "Wie viel Zeit denn?", fragte sie mit schmalem Lächeln. Entweder, er würde wissen, wovon sie redete – oder eben nicht.

"Mindestens zwei Wochen", erwiderte er ernst. "Obwohl Misa normalerweise nicht nachtragend ist."

Kyo sah ihn ungläubig an. Das Thema 'Misa' war für diesen Moment aus ihren Gedanken gestrichen.

"Ich glaub's nicht", sagte sie atemlos. "Ich glaub's nicht, dass du... ausgerechnet... Hast du es gewusst?"

Shizuo, der selbst so erstaunt schien, dass er seinen Schokopudding völlig vergaß, schüttelte den Kopf. "Ich bin genau so überrascht wie du."

Noch überraschter war er, als Kyo ihn ohne Vorwarnung umarmte. Shizuo riss die Augen auf und erstarrte, drückte sie aber auch nicht weg. Nachdem er den ersten Schock überwunden hatte, legte er vorsichtig seine Arme um Kyo, die etwas nuschelte, das wie 'Ist neu, das Klo' klang.

Shizuo nahm an, dass es eher ein 'Ich freu mich so' war.
 

Kyos erster Impuls war, es Misa zu erzählen. Weil Misa noch immer ihre beste Freundin und Shizuos Cousine war und weil sie sich wahrscheinlich auch mehr für sie gefreut hätte als Izaya.

Dann allerdings fiel Kyo ein, dass Misa im Moment nicht allzu gut auf sie zu sprechen war – auch wenn sie etwas anderes behauptet hatte – und sie beschloss, mit der Nachricht zu warten, bis sich die Lage entspannt hatte.

Ihre zweite Wahl war also Izaya.

Nachdem die beiden sich länger als nötig umarmt hatten, war Kyos erstes Wort "Izaya". Shizuo fand das gar nicht lustig.

"Was ist mit dem?", brummte er und griff missmutig nach seinem Schokopudding.

"Ich muss es ihm erzählen", erwiderte Kyo aufgeregt. "Der wird vielleicht überrascht sein."

Shizuo verdrehte die Augen. "Was auch immer..."

Kyo lächelte und stupste ihn spielerisch gegen die Schulter. "Ach, man... beim Schreiben wirkst du nicht so griesgrämig."

"Beim Schreiben ging es ja auch nie um diesen Abschaum der Gesellschaft", murmelte Shizuo und hob den voll beladenen Löffel an seinen Mund.

"Hm." Kyo zuckte nur mit den Schultern. Wenn die beiden sich nicht mochten, war das deren Sache. Sie würde sich jedenfalls nicht zwischen die Fronten stellen. "Also bis später dann."

Und sie ging hinaus in den Flur, ein lautes "Izayaaa?" rufend, das in der menschenleeren Eingangshalle widerhallte.

Shizuo betrachtete nachdenklich ihren halb aufgegessenen Schokopudding.

#12 ∂υ ѕ¢нℓιєßт єѕ єιи, єѕ вяι¢нт αυѕ.

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

#13 мιѕѕgυиѕт.

"Hat einer von euch Izaya gesehen?" Fran blickte auf. Yohan auch.

Kyos besah sich verwirrt die Szene in dem Wohnzimmer, das sie gerade überstürzt betreten hatte. Fran und Yohan saßen einander gegenüber am Couchtisch und spielten offenbar Memory. Im Hintergrund lief Popmusik.

"Was zur...", begann Kyo, doch Fran unterbrach sie mit leiernder Stimme.

"Hier war er bislang nicht. Falls du die anderen siehst, sagst du ihnen, dass sie zum Abendessen kommen sollen? Wir haben Hunger. Und wenn ich 'wir' sage, meine ich mich."

Yohan hob die Augenbrauen und sah Fran an, mit dem er sich offenbar gerade erst angefreundet hatte und an dessen Eigenarten er sich noch gewöhnen musste.

"Aaalles klar", erwiderte Kyo und ging rückwärts wieder raus.

Sie suchte schon seit Stunden nach Izaya. Die ganze Villa hatte sie auf den Kopf gestellt. Um draußen zu suchen, war es jetzt inzwischen zu dunkel.

Ein letztes Mal ging sie zu Izayas Zimmer und klopfte an der Tür. "Izaya? Bist du da?"

Keine Antwort.

Mit einem genervten Seufzen öffnete Kyo die Tür und sah hinein. Das Licht war aus, im Bett lag niemand. Das Zimmer war verlassen. Bestimmt versteckt er sich, dachte sie trocken. Dabei würde ihn die Sache mit Shizuo bestimmt interessieren. Na ja – selber Schuld.

Sie schloss die Tür wieder und wollte schon wieder zur Treppe gehen, als sie sich an Frans Worte erinnerte. Es war wohl besser, den anderen Bescheid zu sagen, dass es gleich essen geben würde.

Shizuos Zimmer war leer. In Frans und Yohans sah sie gar nicht erst nach. Kouki hätte sie sowieso nicht gerne beim Essen dabei, daher beschloss sie, es ihm einfach nicht zu sagen. Blieb Misas Zimmer.

Auch auf sie war Kyo nicht gut zu sprechen. Die letzten Stunden hatte sie viel Zeit gehabt und war zu dem Schluss gekommen, dass Misa ein wenig überreagiert hatte. Vielleicht würde sich das Ganze ja auch nach zwei Wochen legen, wie Shizuo gesagt hatte.

Egal. Auf jeden Fall wäre es nicht förderlich, wenn Kyo Misa jetzt nicht Bescheid sagte. Also atmete sie einmal durch und klopfte an Misas Tür. Auch hier bekam sie keine Antwort.

Vielleicht schläft sie, dachte Kyo und öffnete vorsichtig die Tür. Das Licht war auch in diesem Zimmer nicht eingeschaltet. Wie sie es aber erwartet hatte, lag in dem Bett tatsächlich eine Gestalt. Nein – Kyos Augen wurden schmal. Es waren zwei Gestalten.

Sie lagen aneinander gekuschelt unter der Decke.

Kyo hob die Augenbrauen. Das darf doch wohl nicht... Ohne zu zögern machte sie das Licht an.

Ein unglückliches Knurren teilte ihr mit, dass eine der beiden Personen gerade wach geworden war.

"Mach das Licht wieder aus..."

Sie verdrehte die Augen. "Kouki. War ja klar."

Misa, die neben ihm lag, wurde jetzt ebenfalls wach. Sie richtete sich verschlafen auf und sah sich um. "Was ist hier los...?"

Kouki machte sich gar nicht erst die Mühe, sich aufzurichten, und zog sich nur die Decke über den Kopf.

"Es gibt gleich Essen", erklärte Kyo kurz angebunden. "Wenn ihr wollt, könnt ihr euch ja ins Esszimmer begeben – aber bitte angezogen." Sie konnte sich einen gehässigen Blick in Misas Richtung nicht verkneifen, die sie entgeistert ansah, ehe sie den Raum verließ.
 

Die Stimmung im Esszimmer war frostig.

Bis auf Izaya waren in den letzten paar Minuten alle anderen am Tisch aufgetaucht. Da ein warmes Mittagessen irgendwie ausgelassen worden war, gab es Lasagne und Salat. Eigentlich ein beliebtes Essen, jedoch schien im Moment niemand wirklich Appetit zu haben.

Als Fran, Yohan, Shizuo und Kyo den Tisch gedeckt hatten, hatte sie nicht mehr an sich halten können. Mit unüberhörbarer Verärgerung hatte Kyo ihrem Bruder gesagt, dass Kouki keine Zeit verloren und heute Nachmittag mit ihm gleichgezogen habe. Als Yohan fragte, was sie damit meinte, sah sie ihn nur vielsagend an.

Yohan hätte beinahe das Besteck in seinen Händen fallen lassen. "Er hat – mit ihr...?" Kyo hatte genickt.

In Yohans Gesicht stand noch immer Abscheu geschrieben, in Kyos Verachtung, in Shizuos leichte Irritation und Fran wirkte schlichtweg desinteressiert. Misas und Koukis Blicke waren ähnlich verschlossen. Ihnen war sofort beim Betreten des Raumes klar gewesen, dass Kyo es weitererzählt haben musste.

Misa, die Koukis Pullover trug, hatte Kyo einen vernichtenden Blick zugeworfen, aber geschwiegen. Kouki schien das Ganze im Allgemeinen egal zu sein, obwohl er sich hin und wieder ein selbstgefälliges Grinsen nicht verkneifen konnte.

Im Hintergrund lief immer noch die Popmusik aus dem Wohnzimmer, ansonsten herrschte vollkommenes Schweigen.

Misa fand es schrecklich. Sie war froh, als Fran, der sich als Einziger die Mühe gemacht hatte, tatsächlich zu essen, fertig war und sein Besteck beiseite legte. Das bedeutete, dass sie aufstehen konnte.

Sobald Frans Besteck lag, stand Misa auf, warf einen skeptischen Blick in die Runde und verließ ohne ein Wort das Essezimmer. Sie hörte, wie ein anderer Stuhl zurückgeschoben wurde und fragte sich, wer ich da wohl folgte. Kyo, die sich entschuldigen wollte? Shizuo, der nachfragen wollte, ob es tatsächlich stimmte? Kouki, der nach mehr verlangte? Oder vielleicht Yohan, der sie zur Rede stellen wollte?

Nur Fran erwartete sie nicht – und er war es auch nicht, der Sekunden später neben ihr im Flur auftauchte. Stattdessen war es-

"Yohan." Misa machte sich nicht einmal die Mühe, ihn anzusehen. "Was willst du?"

Er steckte die Hände in die Hosentaschen und schlenderte neben ihr her. Misa war zuerst ziellos durch den Flur gegangen, steuerte aber jetzt auf die Haustür zu. Ein Spaziergang würde ihr guttun, würde ihr vielleicht helfen, den Kopf frei zu kriegen. Zudem hoffte sie, Yohan abwimmeln zu können, der nur ein T-Shirt trug. Sie selbst würde in der kühlen Frühlingsnachtluft nicht so schnell frieren, denn Koukis Pullover war kuschelig warm und so groß, dass ihre Hände in den Ärmeln verschwanden.

"Ein Racheakt?" Yohans Stimme klang ungläubig. Und verärgert. Sehr verärgert. "Oder was? Dachtest du vielleicht, irgendjemandem etwas beweisen zu müssen? Ich dachte, du bist sauer auf den Wichser und stattdessen-"

"Nenn ihn nicht so", unterbrach Misa ihn kühl und öffnete die Haustür. Seichter Wind wehte ihr entgegen. Sie trat hinaus und atmete tief durch. Yohan ging ihr ohne zu zögern hinterher. Draußen war es stockfinster. "Ich wollte mich weder rächen noch irgendjemandem etwas beweisen."

Ich weiß doch selbst nicht, wie das passieren konnte, dachte sie benommen.

Die Tür fiel hinter ihnen ins Schloss und Misa wünschte sich, sie wäre drinnen geblieben. Aber sie ging weiter, den Pfad hinunter Richtung Wald. Sie war sich nicht sicher, ob sie alleine weitergehen würde, wenn Yohan jetzt umdrehte.

"Warum hast du es dann getan?", fragte Yohan mit bemüht ruhiger Stimme. "Es macht die Situation nicht besser..."

Misa fuhr herum und funkelte ihn an. "Du warst doch derjenige, der sich mit Kouki prügeln und es ihm sagen musste! Und damit hast du die Situation erst herbeigeführt!"

"Ach, jetzt ist alles wieder meine Schuld, ja?" Yohan ballte die Hände zu Fäusten. Seine Stimme wurde lauter. "Und was Kyo und Kouki getan haben, hast du einfach vergessen? Hast du dich mit ihm vertragen und das Ganze mit einem Fick besiegelt?!"

Einen Augenblick lang wusste Misa nicht, was sie sagen sollte. Sie öffnete den Mund, schloss ihn wieder, wandte sich schließlich wutentbrannt ab und marschierte Richtung Wald. Hauptsache weg von Yohan.

Sie war schon zwischen den Bäumen und konnte kaum noch die Hand vor Augen sehen, als er sie erneut einholte.

"Ich würde wirklich gerne wissen, wie er dich dazu gebracht hat", sagte Yohan nun wieder mit ruhigerer Stimme. "Vorausgesetzt natürlich, er hat dich nicht gezwungen..."

Misa bemerkte, wie er ihr Gesicht aufmerksam von der Seite studierte – sofern das in dieser Dunkelheit möglich war – und starrte einfach stur geradeaus. Das war eine Sache zwischen ihr und Kouki und sie wollte nicht, dass Yohan sich da einmischte. So wie sie nicht gewollt hatte, dass Kouki sich in das einmischte, was zwischen ihr und Yohan geschehen war.

Außerdem war sie selbst nicht sicher. Sie hatte keine Ahnung, wie sie mit Kouki nackt in dieses Bett geraten war. Alles, woran sie sich erinnerte, war, dass sie ihren Schrank geöffnet und darin eine Axt gestanden hatte. Dann hatte sie wieder ihre üblichen Alpträume gehabt. Blut und Wald und Küchenmöbel und noch mehr Blut. Und Schreie. Diese unerträglichen Schreie, teils von ihr selbst, teils von... anderen Menschen. Und dann war sie plötzlich unter Kouki aufgewacht, vollkommen verwirrt und – natürlich – auch panisch.

Sie hatte sich gewehrt, ja. Kouki war ja auch grob zu ihr gewesen. Aber es hatte ihr doch gefallen. Verdammt, es war eine Vergewaltigung und sie hatte es genossen.

Misa zuckte zusammen bei dem Gedanken an das Wort. Vergewaltigung. Izayas Worte hallten in ihrem Kopf wider. Entführt, vergewaltigt und ermordet. Warum musste sie gerade jetzt wieder daran denken? Kouki war unschuldig, das Thema war gegessen.

"Ich wollte es, okay?", antwortete Misa schließlich mit einiger Verspätung. "Ich wollte es, er wollte es und basta. Außerdem hat Kyo gelogen. Er ist nicht schlecht im Bett."

Sie sah, wie sich Yohans Blick verfinsterte, und lächelte sanft. "Ach, jetzt stell dich nicht so an. Du bist es ebenso wenig, okay?"

Daraufhin hellte sich Yohans Miene tatsächlich auf und Misa hoffte, dass sie sich damit wieder einigermaßen vertragen hatten, als Yohan plötzlich stehen blieb und nach vorne starrte.

"Was... ist das?"

Misa folgte seinem Blick. "Was denn?" Aber sie sah es auch. Ein Haufen Klamotten lag mitten auf dem schmaler werdenden Pfad zwischen den Bäumen.

"Hat sich hier jemand ausgezogen?", fragte Misa und versuchte ihre Stimme amüsiert klingen zu lassen. Das klappte allerdings eher weniger. Sie trat näher heran, doch Yohan hielt sie zurück, indem er einen Arm ausstreckte.

"Das ist nicht nur Kleidung." Seine Stimme war belegt.

Misa riss die Augen auf und Yohan zog sein Mobiltelefon hervor, um damit den Klamottenhaufen vor ihnen zu beleuchten.

Das, was Misa für einen Hügel aus Kleidungsstücken gehalten hatte, war in Wirklichkeit ein bekleideter Körper, der zusammengekrümmt auf der Erde lag. Der Stoff glitzerte in dem künstlichen Licht. Er war von etwas durchtränkt, einer dunklen, bereits gerinnenden Flüssigkeit. Misa wusste sofort, was es war, und jetzt bemerkte sie auch den Geruch, den Gestank. Es war

Blut.

Yohan näherte sich vorsichtig der leblosen Gestalt, beugte sich hinunter und schien etwas aufzuheben.

"Was zur..."

Er hielt Misa einen mit Blutspritzern besprenkelten Zettel hin, der offenbar bei dem Körper gelegen hatte. Darauf stand eine Nachricht geschrieben:
 

Non c'è di che.

Alice
 

Misa hob den Kopf. "Das ist Italienisch. Es bedeutet: 'Gern geschehen.'"

"Nun gut." Yohan betrachtete erneut den Körper im Laub. "Aber wer ist Alice?"

#14 ∂αѕ ιѕт иι¢нт ωιтzιg.

Kyo hatte Yohans Partie Memory gegen Fran aufgenommen und saß mit ihm und Shizuo im Wohnzimmer, als Misa und Yohan hereinkamen. Sie sahen blass aus, besorgt.

Aber Kyo sah es kaum. Sie warf nur einen kurzen Blick auf die beiden und konzentrierte sich dann wieder auf die quadratischen Kärtchen auf dem Tisch. Es hätte nicht offensichtlicher sein können, dass sie es als Verrat ansah, dass ihr Bruder sich offenbar so schnell wieder mit Misa vertragen hatte.

Fran hingegen wirkte milde interessiert und beobachtete die Mimik und Gestik der beiden genau, als Misa Shizuo ansprach. "Shizuo... Würdest du bitte eben mitkommen?"

Ihm schien bewusst zu sein, dass die Lage ernst war, denn er nickte nur stumm und stand sofort auf.

Misa schloss die Tür hinter ihnen, als er mit ihr und Yohan den Raum verlassen hatte.

"Die haben was zu verheimlichen", stellte Fran nüchtern fest, während er auf die Kärtchen sah.

Kyo zuckte nur mit den Schultern. "Was immer es auch ist, ich will es gar nicht wissen, glaube ich."
 

"Was ist los?", fragte Shizuo, als die drei über den Flur gingen. Er sah dabei Misa aufmerksam an, doch sie presste die Lippen aufeinander und es war Yohan, der antwortete.

"Wir waren vorhin im Wald spazieren und da haben wir etwas – jemanden gefunden."

Shizuo schwieg nur und wartete, dass er fortfuhr. Sie standen jetzt unten an der Treppe zum ersten Stock.

Yohan kratzte sich unbehaglich am Hinterkopf. "Der Körper war voller Blut und lag einfach reglos auf der Erde... Ich musste ihn umdrehen, um zu erkennen, dass es Izaya war."

Beim Klang des Namens wurden Shizuos Augen schmal, doch er schwieg weiterhin.

"Shizuo." Jetzt war es Misa, die sprach. Ihre Stimme war brüchig, ihre Lippen zitterten. "Izaya ist... er ist tot. Im Wald liegt seine Leiche."

Sie legte sich eine Hand auf den Mund und unterdrückte ein Schluchzen.

Noch immer schwieg ihr Cousin, legte aber sanft die Arme um sie. Es dauerte eine Weile, bis er etwas sagte. "Wir müssen es Kyo und dem Kleinen sagen. ... Fran. Kyo und Fran." Er blickte über Misas Schulter hinweg Yohan an. "Wo ist der andere? ... Kouki?"

Yohan, dessen Augen bis gerade eben auf Misa gerichtet gewesen waren, die leise in Shizuos Schulter schluchzte, sah jetzt Shizuo an. Sein Blick zeigte unübersehbare Verachtung. "Keine Ahnung. Vielleicht liegt er ja auch irgendwo im Wald."

Shizuo hob die Augenbrauen ein wenig. Er konnte Yohans Abneigung gegen Kouki recht gut nachvollziehen. Zwar hatten diese Jungs beide mit seiner kleinen Misa geschlafen, jedoch führte sich Yohan im Allgemeinen weitaus weniger asozial auf als Kouki.

Dennoch. Solche Vermutungen – oder Hoffnungen – brachten jetzt niemanden weiter.

"Ich sehe in seinem Zimmer nach", verkündete Shizuo schließlich und drückte Misa sanft von sich weg. Er hielt sie auf Armeslänge entfernt und sah ihr in die Augen. "Du wartest hier mit... Yohan. Okay? Ich gehe Kouki holen und dann sagen wir es ihnen. Anschließend besprechen wir, was als Nächstes geschieht."

Misa nickte und schniefte. Shizuo schenkte ihr ein halbherziges aufmunterndes Lächeln, tätschelte ihren Kopf und ging die Treppe hinauf.

Bei Koukis Zimmer angekommen klopfte er zweimal und bekam ein müdes "Jaah?" zur Antwort. Kouki hatte offenbar geschlafen.

Shizuo verzichtete darauf, die Tür zu öffnen. "Würdest du bitte mal runter kommen?", rief er durch die geschlossene Tür. "Es ist wichtig."

Zuerst tat sich gar nichts, dann war Rascheln und Schritte zu hören. Schließlich öffnete Kouki die Tür. Er sah aus, wie seine Stimme geklungen hatte. Müde.

"Was'n los?", fragte er genervt und zündete sich eine Zigarette an.

"Erfährst du gleich unten", erklärte Shizuo knapp und ging voraus zur Treppe.
 

Wenige Minuten später hatten sich alle im Wohnzimmer versammelt.

Shizuo hatte sich zu Kyo aufs Sofa gesetzt, Kouki zu Fran, und Misa hatte sich den Sessel und Yohan den Stuhl genommen.

Angespanntes Schweigen. Yohan und Misa tauschten bedeutungsvolle Blicke aus. Keiner der beiden wollte die grauenhafte Botschaft überbringen. Von Shizuo schien dies ohnehin keiner der beiden zu erwarten.

"Also, was ist jetzt?", fragte Kouki und drückte seine Zigarette im Aschenbecher aus. "Wenn mir keiner von euch sagen will, was los ist, gehe ich wieder."

Sein Blick huschte von Shizuo über Yohan zu Misa, deren Augen gerötet waren als hätte sie geweint. Kouki hob die Augenbrauen. Was zur Hölle ist hier los?

"Wir – müssen euch etwas sagen", brachte Misa schließlich hervor. "Wir ha-haben... im W-Wald..."

"Ist schon okay." Yohan legte seine Hand auf ihre. "Du musst das nicht machen. Ich übernehme das."

Er ignorierte Koukis feindseligen und Kyos skeptischen Blick auf seine Hand, holte tief Luft und sagte: "Wir haben eben im Wald Izayas Leiche gefunden."

Diese Aussage stieß prompt auf Unglauben seitens Kyos und Frans. Kouki hob nur erstaunt die Augenbrauen.

"Nein, habt ihr nicht", sagte Kyo. Ihre Stimme klang höher als sonst. "Gebt es auf, ihr seid nicht witzig."

"Da muss ich ihr zustimmen", sagte Fran. Er wirkte irritiert. Es war das erste Mal, dass Misa ihn so sah.

Yohans Augen bohrten sich förmlich in die seiner Schwester. "Das ist kein Scherz. Er liegt im Wald, willst du selber nachsehen?"

Kyos Augen weiteten sich. Sie schluckte. "Ja. Ja, das will ich."

"So war das nicht gemeint", sagte Yohan langsam. "Ich will nicht, dass du-"

"Aber ich will", sagte Kyo bestimmt. "Ich will ihn mit eigenen Augen sehen. Und Fran sicher auch."

Sie warf einen Blick zu Fran hinüber, der nur stumm nickte.

"Ich halte das für keine gute Idee", mischte sich jetzt Shizuo ein. "Wer auch immer das getan hat, könnte noch im Wald unterwegs sein."

"Getan?", wiederholte Kouki überrascht. "Du meinst, es war Mord?"

Shizuo sah ihn ernst an. "Was denn sonst?"

Daraufhin zuckte Kouki mit den Schultern. "Ich dachte, er wäre auf nen Baum geklettert und runtergefallen und hat sich dabei das Genick gebrochen oder so. Er scheint so du-"

"Wage es ja nicht, so über ihn zu sprechen", zischte Kyo und sah ihn hasserfüllt an.

Kouki grinste schief und öffnete schon wieder den Mund, als er Frans Blick auffing. Fran sagte nichts, aber es reichte, um Kouki zum Schweigen zu bringen. Er wandte den Blick ab und sah zu Shizuo.

"Du weißt schon, dass du dich mit dieser Vermutung selbst in den Verdächtigenkreis rückst?"

Shizuo hob die Augenbrauen. "Und wie darf ich das verstehen?"

"Na, du gehst doch gleich von einem Mord aus. Und du bist auch derjenige, der sich durchgehend mit ihm gestritten hat. Könnte ja sein, dass du derjenige-"

"Kouki!" Misa funkelte ihn an. "Basta! Shizuo würde so etwas niemals tun."

"Zudem glaube ich es eh nicht." Das war Fran.

Kyo stand auf. "Ich gehe jetzt nachschauen."

"Dann komme ich mit", sagte Shizuo ohne nachzudenken.

"Ich auch", verkündete Kouki. Shizuo und Kyo warfen ihm verächtliche Blicke zu. Er lächelte nur überheblich. "Was denn? Ich will mich doch auch überzeugen, dass die beiden uns nicht verarschen."

Fran erhob sich ebenfalls. Yohan folgte. Nur Misa blieb sitzen.

"Ich bleibe hier", erklärte sie, als Yohan und Shizuo sie besorgt ansahen. "Noch einmal muss ich mir das wirklich nicht ansehen."

Shizuo zögerte. "Vielleicht sollte ich dann auch lieber..."

"Nein, ist schon okay." Misa winkte ab und lächelte matt. "Was soll mir denn hier drinnen passieren? Passt ihr lieber da draußen auf euch auf, ja?"

"Na gut. Bis gleich."

Und weg waren sie.

Misa blieb alleine zurück. Sie zog die Beine an und atmete tief durch. Dann tat sie nichts anderes als auf die Wanduhr zu starren und dem beständigen Tik-Tak zu lauschen.

Hoffentlich beeilten sich die anderen.

Tik-Tak. Tik-Tak.

Ihre Gedanken, die eben noch so durcheinander waren, schienen sich allmählich wieder zu ordnen. Wir sind alleine auf dieser Insel, dachte sie. Wenn jemand Izaya umgebracht hat, muss es einer von uns gewesen sein.

Sie schüttelte den Kopf. Keiner ihrer Freunde würde so etwas tun.

Tik-Tak.

Aber wenn, wer hätte ein Motiv? Shizuo vielleicht, da hatte Kouki schon recht. Er hasste Izaya. Fran? Mögleicherweise gab es Geschwister-Rivalitäten, von denen niemand etwas wusste. Yohan, weil er seine Schwester vor Izayas schlechtem Einfluss schützen wollte?

Tik-Tak. Tik-Tak.

Aber so stark war die Geschwisterliebe der beiden bei weitem nicht. Kouki vielleicht? Kouki würde sie am ehesten einen Mord zutrauen, aber warum sollte er das tun?

Tik-Tak.

Oder vielleicht doch Kyo. Es könnte ein Unfall gewesen sein, für den sie nicht die Schuld tragen wollte. Aber warum würde sie noch einmal dorthin zurückgehen wollen? Um Beweise zu vernichten?

Tik-Tak.

"Maledizione!" Misa raufte sich die Haare. Wilde Spekulationen, nichts davon ergab Sinn! Wer auch immer es gewesen war, warum sollte derjenige eine Nachricht auf Italienisch hinterlassen und mit dem Namen Alice unterschreiben?

War es möglich, dass sich doch noch jemand anderes auf dieser Insel befand und sich versteckte?

Tik-Tak. Tik-Tak.

Misa kam ein erschreckender Gedanke.

Tik-Tak.

Sie ging zum Telefon und nahm den Hörer ab. Einen Augenblick hielt sie die Luft an und lauschte – doch alles, was sie hören konnte, war: Tik-Tak. Tik-Tak.

Die Telefonleitung war tot.

#15 ωσ ғяєυи∂ѕ¢нαғт єи∂єт.

"Das ist wie in so 'nem verdammten Horrorfilm", regte sich Kouki auf. Er lief im Wohnzimmer auf und ab, die anderen fünf saßen auf den Sesseln und Sofas verteilt.

Fran starrte Kouki an, schien ihn aber gar nicht richtig zu sehen. Seine Augen waren leer. Kyo schluchzte leise an Shizuos Schulter, der einen Arm um sie gelegt hatte.

Yohan sah Kouki zu, wie er herumwütete, und Misa saß mit angewinkelten Beinen auf ihrem Sessel und kaute unbehaglich auf ihrer Unterlippe herum.

Sie hatten sich gerade wieder im Wohnzimmer versammelt, nachdem sich Fran, Shizuo, Kouki und Kyo davon überzeugt hatten, dass Izaya tatsächlich tot war, als Misa ihnen mitteilen musste, dass keinerlei Verbindung zur Außenwelt mehr bestand.

Die Telefonleitung war weiterhin tot und Mobiltelefone hatten kein Netz. Das Internet funktionierte ebenfalls nicht.

"Wir sind von der Außenwelt abgeschnitten und haben 'ne Leiche vor'm Haus liegen", fuhr Kouki aufgebracht fort, fluchte vor sich hin und ging in die Küche. Niemand hielt ihn auf oder ging ihm hinterher. Aber das war auch gar nicht nötig, denn Sekunden später kam er wutschnaubend zurück. "Und Schokopudding haben wir auch keinen mehr. Was ist das eigentlich für ein Scheiß hier?! Wer kam auf die beschissene Idee-"

"Jetzt halt endlich die Fresse!", fuhr ihn Yohan an.

Misa kniff die Augen zusammen. Nicht schon wieder...

Kouki ging auf Yohan zu. "Willst du dich mit mir anlegen?!"

"Hört auf", ertönte Shizuos gereizte Stimme. "Eure dämlichen Streitereien bringen niemanden weiter."

Wo er recht hatte, hatte er recht.

Es war inzwischen nach Mitternacht und unsere Digiritter waren mit den Nerven am Ende.

Die Tatsache, dass es einer von ihnen getan haben musste, schwebte wie eine düstere Wolke im Raum, doch bisher hatte es niemand ausgesprochen. Wahrscheinlich wollte es einfach niemand aussprechen. Denn es auszusprechen hieß, es greifbar zu machen. Und man würde beginnen, sich gegenseitig zu beschuldigen.

Misa wusste das alles und sie wartete nur darauf, dass Kouki haltlose Vermutungen über die mysteriösen Umstände von Izayas Tod äußerte – denn wenn jemand dieses Thema freiwillig ansprechen würde, dann war es mit Sicherheit Kouki.

Aber ihre größte Sorge in diesem Moment galt nicht Kouki – sondern Yohan. Seit einigen Minuten schon schwieg er bedächtig und warf immer wieder vorsichtige Blicke zu Misa hinüber, die sie bewusst ignorierte. Die italienische Nachricht, die mit Alice unterschrieben war, befand sich zusammengefaltet in Misas Hosentasche.

Und obwohl sie es selbst nicht genau erklären konnte, wollte Misa auch, dass das so blieb. Die anderen sollten nichts von dieser merkwürdigen Botschaft wissen. Es würde sie nur noch mehr irritieren und zu wilden Spekulationen führen.

Zudem war Misa, soweit sie wusste, die Einzige auf dieser Insel, die Italienisch sprach.

Nach Shizuos Unterbrechung von Kouki und Yohan sagte niemand ein Wort, bis Fran erstmals wieder sprach. "Ich würde gerne wissen, was genau mit meinem Bruder passiert ist."

Misa klappte die Kinnlade herunter, als Fran herausfordernd den anderen in die Augen sah. Nicht Kouki würde mit den Verdächtigungen beginnen, sondern Fran. Fran, der sonst allem immer so neutral gegenüberstand. Fran, der heute seinen Bruder verloren hatte und keine Erklärung dafür finden konnte.

Bei seinen Worten hob auch Kyo wieder den Kopf. Ihre Augen waren gerötet und ihre Lippen zusammengepresst. Sie weinte nicht mehr. Misa sah sie an, wich ihrem Blick aber aus.

"Das würden wir alle gerne wissen", entgegnete Yohan mit einem gewissen Nachdruck. Die Spannung im Raum war fast greifbar. Es war deutlich, dass Yohan es nicht zu einer Eskalation kommen lassen wollte, aber sie schien unaufhaltbar.

"Also, ich kann euch schon mal sicher sagen, dass er tot ist", warf Kouki augenverdrehend ein. "Und so, wie er zugerichtet war, muss da jemand 'ne Scheißwut auf ihn gehabt haben. Das sah aus, als wäre jemand mit 'ner Axt auf ihn losgegangen..."

Misa zuckte kaum merklich zusammen. Niemand sah es.

Yohan rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her. "Und wer ist dieser Jemand deiner Meinung nach gewesen, Sherlock?"

Ein verächtliches Grinsen umspielte Koukis Lippen, als er kühl antwortete: "Höchstwahrscheinlich einer von uns, Watson."

"Okay, das reicht", mischte sich Shizuo ein. "Es kann sich genau so gut jemand im Wald verstecken. Oder sogar im Haus. Vielleicht erlaubt sich da irgendjemand nur einen kranken Scherz."

Er sprach es nicht aus, aber Misa wusste, dass Shizuo dachte, das Ganze könne tatsächlich von Izaya organisiert worden sein, der noch lebte und sich irgendwo auf dem Boden kugelte vor Lachen. An sich wäre es ihm zuzutrauen gewesen, aber Misa glaubte nicht daran, nachdem sie die Leiche gesehen hatte. Nachdem sie das ganze Blut gesehen hatte.

"Also..." Yohan räusperte sich. "Misa und ich haben bei der... bei ihm etwas gefunden, wovon wir euch bisher nichts erzählt haben."

Misa warf Yohan einen entgeisterten Blick zu. Halt deine Klappe, verdammt. Er schien ihn zwar zu sehen, ging aber gar nicht erst darauf ein. Unter Misas immer finsterer werdendem Blick fuhr er fort: "Da lag ein Zettel mit einer Botschaft..."

"Und das fällt dir jetzt ein?", fuhr ihn Kyo plötzlich an. Sie hatte sich gänzlich aufgerichtet und starrte wütend zu ihrem Bruder. "Warum hast du uns das bis jetzt vorenthalten, Yohan?!"

Yohan warf einen ganz kurzen Blick zu Misa hinüber, unbewusst, doch es war genug. Die anderen hatten ihn gesehen. Ihre Augen lagen jetzt auf Misa.

"Ach, ihr zwei steckt unter einer Decke?" Kouki schnaubte verächtlich.

"Jeder darf mal", entfuhr es Yohan ohne nachzudenken. "Damit solltest du dich doch auskennen."

Misa sah nun Yohan wütend an. "Yohan!"

Er wandte den Kopf. "Was?!"

"Könnt ihr das auf später verschieben?", unterbrach Fran den Streit, bevor er überhaupt richtig in Gang kam. "Ich möchte wissen, was auf dem Zettel stand." Er sah von Yohan zu Misa.

"Ja." Misa räusperte sich und versuchte angestrengt, ihren Ärger zu unterdrücken. "Auf dem Zettel stand: Gern geschehen."

"Auf Italienisch", fügte Yohan ein wenig trotzig hinzu. Wahrscheinlich ging es ihm gegen den Strich, dass Misa Informationen, die den Verdacht auf sie lenken konnten, einfach für sich behalten wollte. "Und er war unterschrieben mit dem Namen Alice. Kennt einer von euch jemanden mit so einem Namen?"

Shizuo öffnete den Mund, den Blick auf Misa geheftet, schloss ihn dann aber wieder.

"Was ist?", fragte Kyo, die es bemerkt hatte und Shizuo musterte.

Er schüttelte den Kopf. "Nichts."

"Gern geschehen?!", wiederholte Kouki ungläubig. "Was zur Hölle soll das?"

"Anstatt die offensichtlichen Fragen zu stellen könntest du lieber bei der Findung der Antworten helfen", sagte Yohan trocken.

Und wieder sahen alle zu Misa. Zu der Einzigen unter ihnen, die Italienisch konnte.

"Mich würde mal interessieren, was ihr da draußen überhaupt gemacht habt", warf Kyo ein. Sie fixierte Misa und die Blicke, die die beiden Mädchen austauschten, sprachen Bände. Hätten die beiden irgendwelche Waffen zur Hand gehabt, wären sie wohl aufeinander losgegangen.

"Wir waren nur frische Luft schnappen", sagte Yohan mahnend. "Oder glaubst du vielleicht, wir hätten ihn umgebracht, um dann so zu tun als wären wir genau so schockiert wie ihr?"

Kyo sah ihn nüchtern an. "Ich weiß nicht, was ich glauben soll."

Da lag etwas Vorwurfsvolles in ihrem Blick, das Misa nicht gefiel. "Es war keiner von uns", sage sie nachdrücklich. "Oder würdet ihr es irgendjemandem hier zutrauen?"

"Ich persönlich würde es Kouki zutrauen", sagte Kyo prompt.

Yohans leichtes beipflichtendes Nicken ließ Misa aufspringen. "Seid ihr bescheuert?!"

"... Aber die Nachricht war italienisch", fügte Fran hinzu. "Also..." Er sah nur stumm zu Misa hinüber, doch es genügte.

Sie spürte die Tränen in ihren Augen brennen. "Du glaubst, ich würde...?"

Auch Shizuo stand auf. "Misa, niemand sagt, dass..."

"Irgendjemand hat mit der Nachricht versucht, den Verdacht auf mich zu lenken!" Misa schrie jetzt beinahe. "Und ihr glaubt das, oder?! Ihr glaubt, dass ich... dass ich..."

"Misa..." Yohan ging einen Schritt auf sie zu und wollte ihr eine Hand auf die Schulter legen, doch sie schlug sie weg.

"Smettila! Warum beschuldigt ihr mich? Ihr hättet es auch tun können! Und du..." Sie sah Yohan an. "Warum musstest du das mit dem Zettel überhaupt sagen? Siehst du, was du angerichtet hast?"

Yohan öffnete stumm den Mund.

"Vielleicht wollte er einfach nur den Verdacht auf jemand anders lenken." Kouki konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Oh, er war so ein böser Mensch.

"Komisch nur, dass du genau das Gleiche die ganze Zeit machst", fuhr ihn Yohan an.

Kouki hob die Hände. "Nur hab ich kein Motiv, oder? Wenn jemand eines hatte, dann ja wohl er." Er zeigte auf Shizuo, der ruhig dasaß und sich die Diskussion anhörte. "Ich war es aber nicht", sagte er. Seine Augenbrauen hoben sich ein wenig, als er bemerkte, wie Kyo mit entgeistertem Blick von ihm wegrückte.

"Und wieder dabei, jemand anders zu beschuldigen?", fragte Fran an Kouki gewandt, dessen Augen schmal wurden.

"Tust du das nicht auch gerade?"
 

Die Diskussion ging weiter und Misa hatte das Gefühl, ihr Kopf würde platzen. Jeder beschuldigte jeden, jegliches Vertrauen, das es jemals zwischen ihnen gegeben hatte, war zerstört.

Und sie fühlte genau das Gleiche wie die anderen.

Einer von ihnen, einer von ihnen... Einer von ihnen.

Inzwischen schrien die anderen einander an. Ein Glas, von Kyo geworfen, flog vorbei und zerschellte an der Wand.

Einer von ihnen.

Misa weinte, sie wollte weg, nur noch weg, weit weg... Und endlich

war alles still.

#16 ∂ιє вєѕ¢нüтzєяιи.

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]

#17 єѕ єи∂єтє мιт вℓυт.

[Dieses Kapitel ist nur Volljährigen zugänglich]



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Kommentare zu dieser Fanfic (15)
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Von:  Mii-
2011-03-24T20:35:09+00:00 24.03.2011 21:35
Loool, das Kappi is iwi total lustisch XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD [Ya ich freu mich wenn sich Leute streiten /D']

Aber es is so! Das is so total kuhl, haha XDDDDDD

>"Hier war er bislang nicht. Falls du die anderen siehst, sagst du
>ihnen, dass sie zum Abendessen kommen sollen? Wir haben Hunger. Und
>wenn ich 'wir' sage, meine ich mich."

Fran is total cool XDDDDDDDDDDD voll emotionslos und nüchtern, gut dass du ihn eingebaut hast :D

Und somit komm ich auch gleich mal zu meiner Lieblingsszene, und zwar die in der Kyo Misa zum Essen rufen will >D

>Wie sie es aber erwartet hatte, lag in dem Bett tatsächlich eine
>Gestalt. Nein – Kyos Augen wurden schmal. Es waren zwei Gestalten.
>Sie lagen aneinander gekuschelt unter der Decke.

Ich finds ein wenig merkwürdig, dass die sich echt voll aneinander gekuschelt habn, wenn man bedenkt, was vorher passiert is XDDDDDD ich mein, der hat sie voll geraped und dann kuschelt die einfach so mit ihm, als wäre nix passiert! [Ich frag mich, haben die beiden noch was zueinander gesagt, bevor sie gepennt habn? XD war kouki dann wieder aufm 'normalzustand' oder wie? XD] VORALLEM bei Yohan war es deutlich undra-matischer?, weil er ja nich wirklich Gewalt angewandt hat, im Gegensatz zu Kouki! >D [Naja, ich denke die antwort is ganz einfach: Kouki is einfach der Bessere von beiden! /D]

>Ein unglückliches Knurren teilte ihr mit, dass eine der beiden
>Personen gerade wach geworden war.
>"Mach das Licht wieder aus..."

Typisch Kouki XDDDDDDDD

>"Es gibt gleich Essen", erklärte Kyo kurz angebunden. "Wenn ihr wollt,
>könnt ihr euch ja ins Esszimmer begeben – aber bitte angezogen." Sie
>konnte sich einen gehässigen Blick in Misas Richtung nicht verkneifen,
>die sie entgeistert ansah, ehe sie den Raum verließ.

WOOOT!! XDDD Sag mal, passiert der Bitch-fight noch? :D Bestimmt, oder? Vorallem weil die Situ soooo derbe angespannt is, nach dem letzten Kapitel, teheee >DD

>Misa, die Koukis Pullover trug, hatte Kyo einen vernichtenden Blick
>zugeworfen, aber geschwiegen.

Wieso zieht sie SEINEN pullover ein, wenn sie doch auch einfach ihre Klamotten anziehen kann?! XDDDDDDDDDDD vorallem weils doch eh ihr Zimmer is! Das is voll die Provokation von ihr aus!! XDDDDDDDDDDDDDDDDD und trug sie einf NUR den Pulli? also keine Hose? [muss ich für den Doji wissn >D]

>Kouki schien das Ganze im Allgemeinen egal zu sein, obwohl er sich hin
>und wieder ein selbstgefälliges Grinsen nicht verkneifen konnte.

Pff, der mal wieder XD er hatte dann eigentlich nur eine Hose an, also freier Oberkörper oder? <D
Sexüü~

>Kyo, die sich entschuldigen wollte?

Die denkt echt, Kyo würden sich bei ihr entschuldigen, nach DER aktion?! XDDDDDDDDDDD

>Shizuo, der nachfragen wollte, ob es tatsächlich stimmte?

wäre iwi peinlich XD'

>Kouki, der nach mehr verlangte?

Uuh~ aber immer doch Kouki <D

>Oder vielleicht Yohan, der sie zur Rede stellen wollte?

Das wohl eher XDDD'

>Sie selbst würde in der kühlen Frühlingsnachtluft nicht so schnell
>frieren, denn Koukis Pullover war kuschelig warm und so groß, dass
>ihre Hände in den Ärmeln verschwanden.

Awww~ ich will auch den Pulli von meinem Freund anziehn >///<
Machst du das eigentlich manchmal? XD würde bestimmt voooll süß rüberkommen, kyaaaahahaa~ x333

>"Ein Racheakt?" Yohans Stimme klang ungläubig. Und verärgert. Sehr
>verärgert. "Oder was? Dachtest du vielleicht, irgendjemandem etwas
>beweisen zu müssen? Ich dachte, du bist sauer auf den Wichser und
>stattdessen-"
>"Nenn ihn nicht so"

Echt mal, das is voll fies! D:

"Ach, jetzt ist alles wieder meine Schuld, ja?" Yohan ballte die Hände zu Fäusten.

Eig ja scho XD alles deine schuld yohan >D

>"Und was Kyo und Kouki getan haben, hast du einfach vergessen? Hast du
>dich mit ihm vertragen und das Ganze mit einem Fick besiegelt?!"

Gaah, das is voll der vorwurf gegen sie, obwohl sie ja eig nix dafür kann /DDDDDDD'' sau mies XDDDDDD +freu+

>Sie hatte sich gewehrt, ja. Kouki war ja auch grob zu ihr gewesen.
>Aber es hatte ihr doch gefallen. Verdammt, es war eine Vergewaltigung
>und sie hatte es genossen.

Hum, ICH hab ja keine Ahnung wie das is, aber ich denk mal, wenn man hart rangenommen wird, wirds schon gut sein, ne? >D oder was sagst du dazu, nee-chan? /DDDDDDD

>"Ich wollte es, er wollte es und basta. Außerdem hat Kyo gelogen. Er
>ist nicht schlecht im Bett."

haha, natürlich iser das nicht XD

>"Ach, jetzt stell dich nicht so an. Du bist es ebenso wenig, okay?"
>Daraufhin hellte sich Yohans Miene tatsächlich auf und Misa hoffte,
>dass sie sich damit wieder einigermaßen vertragen hatten, als Yohan
>plötzlich stehen blieb und nach vorne starrte.

Ich finds lustig, dass echt so ein Kommentar ihn wieder fröhlicher gestimmt hat XDDDDDDD

>Non c'è di che.
>Alice

>Misa hob den Kopf. "Das ist Italienisch. Es bedeutet: 'Gern
>geschehen.'"
>"Nun gut." Yohan betrachtete erneut den Körper im Laub. "Aber wer ist
>Alice?"

Das is voll nüchtern iwi XDD Yohan guckt die Leiche an und fragt sich dabei voll ruhig wer Alice is XDDDDDDDD
yaya, alice, dieses biest...

nya, also das kappi war echt kuhl :D
vllt schaff ich grad noch das nächste Kappi... mal guckn XD'
Von:  Mii-
2011-03-21T07:26:02+00:00 21.03.2011 08:26
EEEHH, gruseliger gehts echt nich!! XDDDDDDDDD
boaaa, bin schon voll aufs Ende gespannt!! :D

kriegst vernünftige kommis, wenn ich wieder mehr Zeit hab XD


BuYA!
Von:  Mii-
2011-03-13T16:56:52+00:00 13.03.2011 17:56
Yaaaiy, endlich ises rausgekommen XDDDDDDDDDDDDD haha, das war voll lustig XDDDDD


>"Wie wäre es... wenn wir uns alle wieder vertragen?", fragte Kyo in
>einem schwächlichen Anflug von Diplomatie. Es war offensichtlich, dass
>sie sich nicht mit Misa streiten wollte.

Ach komm schon, ein wenig streit tut jedem gut! >D

>Fallen dir noch mehr Floskeln ein?, dachte Misa kühl, sprach es aber
>nicht aus. Kyo meinte es wohl so, wie sie es sagte, aber für Misa
>klang es nach leeren Worten. Was hatte sie denn schon davon? Sie würde
>Kyo nie wieder so sehen wie früher. Kouki vielleicht schon, denn Kyo
>war für ihn wahrscheinlich nur eine von vielen.

Stimmt schon XD' hahaaa, ich freu mich voll, das is sooooo lustig XDDDD

>Kyo sah sie weiterhin unglücklich an und Misa begann dieser Blick auf
>die Nerven zu gehen.

lool, kann ich mir schon vorstellen XDD

>Misa biss sich auf die Unterlippe, um ihm nicht etwas wie 'Das geht
>dich 'nen Scheißdreck an!' zu erwidern.

also ich häts ihm gesagt XD

>Es wäre nicht gerecht, mich an Yohan abzureagieren. Obwohl er das mit
>uns nicht unbedingt hätte erzählen müssen...

Ebn! er hats nich anders verdient! >D

>Mit ein wenig Glück hat er dort Izaya zur Strecke gebracht..., dachte
>Misa trocken.

Haha, eher nich XDD das wäre ja schon fast erstaunlich, wenn einer der beiden sterben würde o.O
...wuaa, jetz muss ich grad an Izaya x Misa denken, ich hoffe, dass is n scherz XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD vorallem ises ja dann eig voll der Rape seitens Izaya~ Misa mag ihn ja gaaar nich! uuund Izaya hat doch eig gar kein Interesse an Misa, also .... neeee, du willst mich doch eh nur wieder verarschen XDDDD

>Sie beobachtete noch, wie Shizuo das Gebäude betrat, dann drehte sie
>sich um und öffnete ihren Schrank. Darin stand eine Axt.

WTF XDDD

>Schuldgefühle machten Kyo immer hungrig.

Ich krieg von Schuldgefühlen Bauchschmerzen XD

>Warum auch immer, jedenfalls hatte sie Yohan und Kouki im Wohnzimmer
>alleine gelassen und ihnen geraten, sich doch am besten gegenseitig
>zu 'vögeln';

Iiiih, Yaoi XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD wer wäre dann wohl Seme und wer Uke? /DDDDDDDDDDDDDDDD

>'Egal, was du gemacht hast', las sie für sich. Shizuo blickte sie
>stumm an. 'Wenn es dir wirklich leid tut und du ihr genug Zeit gibst,
>wird das schon wieder.'
>Kyo hob wieder den Kopf und sah, dass Shizuo sie eingehend
>beobachtete. "Wie viel Zeit denn?", fragte sie mit schmalem Lächeln.
>Entweder, er würde wissen, wovon sie redete – oder eben nicht.
>"Mindestens zwei Wochen", erwiderte er ernst. "Obwohl Misa
>normalerweise nicht nachtragend ist."

Die Szene is so goldig xDDDDDDD

>Noch überraschter war er, als Kyo ihn ohne Vorwarnung umarmte. Shizuo
>riss die Augen auf und erstarrte, drückte sie aber auch nicht weg.

Awww~ wäre lustig gewesen wenn Izaya reingekommen wäre, dann wärs genauso so gewesen wie bei die und Miro XDDDDD

>das wie 'Ist neu, das Klo' klang.
>Shizuo nahm an, dass es eher ein 'Ich freu mich so' war.

Rofl XDD

>"Was ist mit dem?", brummte er und griff missmutig nach seinem
>Schokopudding.

Awww, jetz is Shizu eifersüchtig <DDDD

>Shizuo betrachtete nachdenklich ihren halb aufgegessenen Schokopudding.

Jetz isser ganz alleine XDDD'

nyaaa~ also ich fand das Kappi ja total cool, obwohl du das ja immer nie so findest XDDDDD
Selbstkritik halt neee~
Und du weißt ich bewundere deinen Schreibstil x3 wegen dem ganzen Ramdom-zeugs auch XDDD yaa, ich würd dich gern noch mehr lobn, aber alles was ich schreibe, weißt du ja schon längst, haha~ XD

bis zum nächsten Kappi dann :D
Von:  Mii-
2011-03-12T20:26:23+00:00 12.03.2011 21:26
AAh, mein gott, is Misa etwas das Biest, dass das Mädchen getötet hat?! XDDDDDDD im schlafwandel oder was? wtf XDDDDDDDDDDDDD

ooh, das kappi is sooooo cool XDDDDDDD

>und gleich würden zwei gewisse junge Männer einander etwas mitteilen,
>was mit Vögeln zu tun hatte. (Ja richtig, die geflügelten Viecher mit
>Schnabel, was denn sonst.)

XDDDDDDDD

>"Ich suche was zu trinken, du Geck."

Was isn das eig fürn Ausdruck? hab ich noch nie gehört XDDDDDDD kurzform für gecko oder was? XDDDD

>Kouki grinste ihn an, ging zum Gläserschrank hinüber, dessen Standort
>er nach seiner Suchaktion ja schon kannte, öffnete ihn, nahm ein Glas
>heraus, hauchte einmal kräftig hinein und stellte es wieder in den
>Schrank.

Wie ecklich XDDDDDDDDDDD

>Yohan hatte noch Zeit, dem Schlag in sein Gesicht auszuweichen, bekam
>aber dafür Koukis Linke in den Magen. Als Kouki dafür seinerseits
>Yohans Faust gegen die Schläfe bekam, wurde diesem kurz schwarz vor
>Augen, ehe er zum Gegenangriff ausholen konnte.

Yaaaiy, prügelt euch!! >D

>Draußen zwitscherten Vögel.

Ich hab schon die ganze zeit gesucht, was du geändert hast, und als ich das gelesen hab, dachte ich, dass es das is. ises das? XDDD und der andere satz drunter?

>Die Vögel zwitscherten weiter.

Ya, oder? XDD

>"Weißt du was, Anderson?" Selbst in diesem Zustand brachte er noch ein
>süffisantes Grinsen zustande. "Ich hab deine Schwester gevögelt."

Kouki du blödmann, wie konntest du das tun?! D<

... Oh jetz fällts mir grad auf, wo is der Geist-Misa hin?! XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD

hahaaa, zum glück hab ich schon gelesen, lalalala~ XDDDD

>"Schön für dich. Ich hab Misa gevögelt."
>Koukis Gesichtsausdruck wurde mörderisch. "Was?"

Achso, jetz ises natürlich wieder was anderes Dx wenn kouki mit anderen rummacht, muss er sich gar nich wundern, dass das Misa auch macht! >D

>Sag, dass das nicht wahr ist, dachte Misa und starrte weiter zu Kyo
>hinüber. Widersprich ihm. Sag, dass er nur wieder einen schlechten
>Scherz macht.

Aah, da kann ich voll mitfühlen Dx aber es is eig schon weng bescheuert von ihr, dass sie kouki UND yohan für sich haben will... geizhals XDD

>Misa wich einen Schritt zurück, als wäre Kyos plötzlich offenbarter
>schlechter Charakter ansteckend.

haha, das is iwi lustig, weiß nich warum XDDDDDDDDDD

>"Ist es auch!", zischte Kyo. "Aber natürlich kapierst du das nicht,
>weil du anscheinend nur mit dem Schwanz denkst-"
>"Das scheint dir gestern Abend jedenfalls nichts ausgemacht zu haben!"

hahaaaaaaa XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD ach das is so genial, ganz ehrlich XDDDDD und total befremdlich, also Kouki x Kyo, boaaa, das is voll komisch iwi XDDDDDDDDDDDDDD Kouki hats echt voll nötig XD

>Ach ja? Du warst aber nüchtern genug, um mir einen runterzuholen und-"

EEEEHHHHHHHHH!!!! /DDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD
iuuu, ich kann mir das so gar nich vorstellen mit den beiden, echt nich XDDDDDDDDDDDDD

>In der nächsten Sekunde war Shizuo schon neben ihm und schleuderte ihn
>an Fran vorbei zur Tür hinaus. Wenn Misa sich nicht sehr täuschte,
>klang Izayas Schrei mehr wie ein Lachen. Etwa so: "Hahaaaaaa!"

hahaaa XDDDD Shizu is so cool XDDDDDDD ich kann mir das schon bildlich vorstellen /DDDD

>"Kouki, du bist ein Arschloch."
>In Kyos Gesichtsausdruck zeichnete sich Triumph ab, daher wandte sich
>Misa an sie und sagte: "Und du bist nicht viel besser."

Das is schon iwi gemein Dx
XDD'

>"Und was ist mit dir?"
>Misa sah ihn stirnrunzelnd an. "Was meinst du?"
>"Na, du und Anderson." Er warf Yohan einen vernichtenden Blick
>zu. "Das mit euch war okay? Und das mit mir und... seiner Schwester
>nicht?"

Gell?! Dx
...seiner schwester, haha XDDDDDDDD aber das nächste ich noch besser XDDDDDDDD


>"Er weiß nicht mal meinen Namen", merkte Kyo murmelnd und mit
>trockenem Unterton an. "Kann sich keine Namen merken und schlecht im
>Bett ist er auch noch."

EEEHHH!! das sagt sie sicher nur, weil sie sauer auf ihn is!! XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD oder weil er betrunken war! ja! genau das wars /DDDDDDDDDDD

>Das darauf folgende angespannte Schweigen wurde von Izaya
>unterbrochen, der plötzlich wieder hereinplatzte und "BANANARAMA!"
>rief. Shizuo knurrte wütend auf und jagte Izaya hinterher, der schon
>wieder lachend weglief. Die Tür knallte hinter den beiden ins Schloss.

LOOOOOOOOLOLOL XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD

>Irgendwo war da schon etwas Wahres an dem, was Kouki gesagt hatte.
>Sie hatte keinen Besitzanspruch auf Kouki oder Yohan.

Ebn Dx führ dich nich so auf Misa!! >3> XDDD

>Aber dennoch – Kyo wusste, was Misa für die beiden Jungs empfand. Aber
>sie hatte sich entschuldigt.
>Doch war eine einfache Entschuldigung genug?

Tjahahahaaaa~ das is die frage oder? XDDDDDD teheheee~ ich freu mich aufs nächste kappi :D
bis daann~^.^
Von:  Mii-
2011-03-10T18:32:49+00:00 10.03.2011 19:32
Der Titel irritiert mich ein bisschen XDD Alice kommt in diesem Kappi doch gar nich vor o.o

Muii, abgesehen davon wars voll cool :D

>Die ersten Sonnenstrahlen fielen schon durch die Fensterscheiben in
>die Zimmer, als jemand hastig all seine Klamotten zusammenpackte, zur
>Tür hinausschlich, über den Gang huschte und sein eigenes Zimmer
>betrat.

Oha, oha, XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD man, man, hoffentlich stellt sich das dann bald raus ><
+aufgeregt desu+

>wie Izaya und Kyo, die sich links und rechts neben Shizuo
>niedergelassen hatten, dem Blonden abwechselnd in die Wange pieksten
>und dann jedes Mal ein paar Zenimeter zurückwichen, aus Angst vor
>seiner Reaktion.

Ach du shice /DDDDDDDDD das sollten sie besser nich machn XD'

>"Ich dachte, mit wir meinst du nur dich", erwiderte er unschuldig
>lächelnd.

Haha, das er nicht aufhören würde, war ja klar XDDDDDD so eine nervensäge /D

>Shizuo stürzte hinterher. "IZAAAYAAA!"

Haha, ach SO hat alles wirklich angefangen mit den beiden XDDDDDDDDDDDDDDD

>Sie sah zu, wie Kouki sich eine Tasse Kaffee einschenkte, sie halb
>austrank, dann zum Müsli griff und seine Schüssel fast bis zum Rand
>damit füllte, ehe er Milch darauf schüttete.

Haha, das sieht sicher lustig aus XDDD müsli bis zum rand der schüssel? meine güte XDDD

>"Charmant und wohlerzogen wie immer", stellte Yohan mit kaum
>überhörbarem sarkastischem Unterton fest.

Sowas musste ja kommen XDD

>Zwei Personen... Eine Tür... Kyo? Sie schüttelte den Kopf. Quatsch.

...Willst du mich veraschen?! XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD Kyo und Kouki?! XDDDDDDDDD ... aber jetz wo ich darüber nachdenke "Ich hab Ksü gevögelt" kann nur von Kouki kommn /D' so ne sprache würde doch sonst keiner benutzen, oder? ODER?! Dx
Yohan und Fran sowieso ausgeschlossn [Bruder und zu jung, sowieso würde keiner der beiden _sowas_ sagn Dx]
Shizuo auch nich, der is auch mehr der schweigsame... hm, Izaya... naja, aber dem würd ich das auch nich zutraun sowas zu sagn... ARGH, du willst mich sicher nur auf die falsche fährte führen!! ganz sicher!! Dx
ich warte einfach, i-wan kommts ja eh raus!! ... hoffentlich XDDDDDDDDDD

>woraufhin Shizuo ihr ein bei ihm eher seltenes Lächeln schenkte.

Aww~ so ein lächeln, wie er mal celty angelächelt hat, oder seinen Bruder? :D

>erzählte Shizuo Misa, als die beiden im Wohnzimmer saßen und Cola
>tranken.

Mit meinem Lieblingscousin da hocken und Cola trinken, chilliger gehts doch nich, wa? XDDD

>"Eifersüchtig?" Misa grinste schief.
>Shizuo hob die Augenbrauen. Er sah sie an, als hätte sie etwas
>vollkommen Lächerliches gesagt. Aber antworten tat er auch nicht.

Haha XDDDDDDDD

>obwohl es ihr auf der Zunge lag, ihm zu sagen, dass er viel besser zu
>Kyo passen würde als Izaya.

Hm, obwohl ich eig sagn muss, dass Izaya perfekt für Kyo is o.o

>"Wohl kaum", gab er zurück und wuschelte durch Misas Haare.

Tihii~ /3 XDD

>Kyo erwiderte zwar ein ebenso flüchtiges "Na.", schien dabei
>allerdings Misas Blick auszuweichen.

Wow, wow, wow, das is auch so n Zeichen... sie kann ihr nich mehr in die augen sehen, nachdem sie mit ihrem besten freund geschlafn hat Dx
aaah, sag ma, gibts dann auch noch zwischen kyo und misa streit oder was? XDDDDDDDDDD boaa, das wäre übelst hardcore XDDDDDDD

>Wäre lustig, wenn Kyo und Shizuo einander die ganze Zeit schreiben
>würden, ohne zu wissen, dass es der jeweils andere ist.

Das Lustige is, es is auch so, ha ha XDDDDDDDDDDD

Ah und ab hier versteh ich das iwi nich, die reden über Misa oder? o____O aber woher wissen die überhaupt so genau bescheid? vorallem weil das ja schon sooo lange zurück liegt XD'
boaa, mit jedem kappi werd ich echt neugieriger >///<''

freut mich aufs nächste :D
bye-bee^^/)
Von:  Mii-
2011-03-08T07:40:57+00:00 08.03.2011 08:40
Äh ja, iwi hab ich doch früher Internet als gedacht XDD
Egal, da ich jetz Zeit hab, bis du _hoffentlich_ on kommst, werd ich jetz mal das Kommi machn :D

>"Ist aber ganz schön frisch hier", stellte Misa bibbernd fest und
>schlang die Arme um ihren Oberkörper.
>Wie auf Kommando zog Shizuo seine Jacke aus und legte sie Misa wortlos
>um die Schultern.

Aww wie nett, Shizu-nii-chan x3

>Kouki und Yohan sahen ihn bestürzt an.

Haha, ich liebe diese Szene XDDDDD das kommt bestimmt voll cool dann im Doji XDDDD

>Es war ein großes, klobiges Gebäude mit kleinen Türmchen und einer
>übergroßen hölzernen Eingangstür.

Oww, wie im Mittelalter, nich schlecht o.o

>Hätte Misa an böse Omen geglaubt, wäre sie vielleicht besser auf das
>vorbereitet gewesen, was noch kommen sollte.

OhA! Was hast du nur vor? XDDDDD

>Kyo hatte offenbar Spaß an ihrer Fremdenführer-Beschäftigung.

Haha, sowas is bestimmt auch voll lustig XDDD

>Auf der linken Seite kam nach Yohans Zimmer Misas, dann Koukis und
>dahinter Frans. Auf der rechten schlief in dem Raum hinter Kyos Zimmer
>Izaya und dahinter Shizuo.

Die Aufteilung war sooo typisch XDDD schade, dass das mit dem Bett-teilen nix wird, Kouki <3

>Kyo lachte auf und schickte die Sms ab, während sie ihr Zimmer betrat.
>Eine Sekunde später meinte sie, weiter hinten, bei Shizuo, einen Sms
>Ton zu hören, als er gerade durch seine Tür ging.

Hahahaaa, aah wie doof, hätte sie es doch schon vorher geschickt oder so XDDDD
Aah, ich freu mich schon darauf wenn sich herausstellt, dass ihr Chatpartner Shizu is >D

>The Ring (um die Tradition aufrecht zu erhalten)

Hahaaa, ooh, das waren noch zeiten XDD

>Misa fand es trotzdem nicht richtig. Aber das hing wohl damit
>zusammen, dass sie Alkohol im Allgemeinen ablehnte.

Yayaaa~ XD

>Es dauerte nicht lange, bis Misa sich fehl am Platz fühlte. Manchmal
>überkam sie dieses Gefühl einfach.

Ehh, so fühl ich mich voll oft... hör auf mich zu stalken!! XDDDDD

>"Ach, Misa... Bleib doch noch!" Und dann versuchte er – Yohan
>Anderson – tatsächlich, einen Hundeblick aufzusetzen. Misa wusste
>nicht, ob sie belustigt oder entsetzt sein sollte.

Hahaa, oh wie süüß~ x3

Yaah~ was ich so über die letzten Sätze denke, weißt du ja schon, haha XD
also dann, ich freu mich aufs nächste Kapitel :D
werd heut dann versuchen weiter zu zeichnen x3
Von:  Mii-
2011-03-07T18:06:42+00:00 07.03.2011 19:06
Nihihihihiii, das Kappi ist soooo schön :D ich musste die ganze zeit voll lachen beim Lesen XDDD
das war einfach ZU süß, zucker eh, puurer zucker XD

>Die Anklage, die drauf und dran gewesen war, Koukis Lebenslauf
>vollends zu verunstalten, wurde kurzerhand fallen gelassen, als klar
>wurde, dass keinerlei Beweise gegen ihn vorlagen.

Gut >.<
Das beweißt, dass Kouki es nicht war /D

>oder einem Beamten ins Gesicht spuckte.

Aww, das is Kouki, wie ich ihn kenne und liebe /DDDD

>Yohan und Misa schafften es tatsächlich, ihren alltäglichen Umgang
>beizubehalten und alles war in Ordnung.

Boaa, ich glaub nich, dass ich das könnte o.O
misa is echt mutig, muss man ihr lassn /D'

>Der gutaussehende blonde junge Mann nahm seine Sonnenbrille ab und sah
>sich zu Misa um, als sie ihn auch schon freudig umarmte.

Huiii~ Auch noch mit Sonnenbrille <3 haha, is bestimmt voll cool so nen Typen als Cousin zu habn XDD

>"Hey...", begrüßte er sie mit ruhiger, tiefer Stimme und erwiderte die
>Umarmung.

Yaiy <D

>"Darf ich vorstellen? Das ist Kyo, eine sehr gute Freundin von mir",
>erklärte Misa strahlend. "Kyo, das ist Shizuo. Der beste Cousin der
>Welt."

Misa schleimt voll rum XDDDDDDD

>Während Shizuo seine Sonnenbrille wieder aufsetzte, schien Kyo zu
>bemerken, wie attraktiv er war. Ihr Gesicht bekam einen Hauch Rosa.

Yayaaa, Kyo is verknallt XDDD

>"Schon mal was von Bescheidenheit gehört?", fragte Fran von einem Sitz
>auf der anderen Seite am Fenster aus.

Haha, Fran mal wieder XDDDDD

>Während sich Kouki noch vorne an der Bar alles ansah (eigentlich
>staunte er über die Auswahl an Alkohol, aber das wollte er nicht zugeben),

yayaaa, Kouki, denken wir wieder nur ans eine, hm? XDDD

>nutzte Yohan die Gelegenheit, sich den Platz neben Misa zu sichern.

Der is schlau, was? XDDDD

>"Auf geht's", sagte er und konnte sich ein überhebliches Grinsen nicht
>verkneifen, während sich Kouki mit einem kurzen verärgerten Blick

tja, wer zuerst kommt, mahlt zuerst XDD

>Izaya neben Kyo und Shizuo neben Izaya Platz nahm.

WTF, ich hatte mich an der Stelle üüübelst gewundert XDDDDDDDDDDDDDDDD
das geht ja mal GAR NICH!! XDDD

>Shizuo schien es vollkommen egal zu sein, neben wem er saß. Noch.

Uh, aber ich freu mich, was da wohl so alles passieren wird, haha >D

>Was meinst du, wie viele davon bekommst du in den Mund?", fragte Izaya
>und sah Kyo herausfordernd an.
>Kyo ging sofort darauf ein. "Mehr als du auf jeden Fall!"
>Izaya lächelte beinahe mitleidig. "Glaubst du also, ja?"

Das war ja klar, dass die gleich mit Wetten anfangen XDD hab auch gar nix anderes erwartet XDDD

>"Kann ich noch mit einsteigen?" fragte er in einem Tonfall, als wäre
>ihm die Antwort vollkommen egal.

Das is so typisch Shizzy XD trotzdem hab ich mich gewundert, dass er _überhaupt_ gefragt hat XDDD

>Yohan begann, mit seinem Mobiltelefon im Internet zu surfen.

Solche Typen kann ich gar nich leiden /DDDD also die, die die [rofl] ganze Zeit mit ihrem Handy im Internet rumsurfen oder überhaupt die ganze Zeit am Handy hängen Dx

>Wann immer er in ihrer Nähe gewesen war, hatte sie Angst gehabt.

owww~ /DD

>Er war einer jener Jungen gewesen, die Mädchen an den Haaren zogen und
>in Pfützen voll Matsch schubsten und ihnen ihr Spielzeug klauten. Und

Waah, Kouki war voll hardcore eh, und er hat sich eig kein Stück geändert, nur dass er sich jetz mehr mit Jungs prügelt und dafür ganz andere Sachen mit den Mädchen anstellt /D'

>Misa war sein Lieblingsopfer gewesen.

Na supa XDD

>Sie petzte nicht, wenn er wieder mal eines ihrer gemalten Bilder
>zerriss. Und sie weinte nicht, wenn er ihre Schuhe aus dem Fenster
>warf. Sie ging einfach hinaus und holte sie wieder. Jedes Mal.

Eeeeh, ich hätte geheult und auch gepetzt Dx ich glaub ich war echt ne petzte, als ich klein war XDD

>Er war niemals grob zu ihr, schmierte sie niemals absichtlich beim
>Fingerfarbenmalen voll.

Awww~ x33 Jetz hat er sich voooll geändert, gemeiner Yohan Dx
XDDD

>Die kleine Misa hatte immer Probleme mit Sandalenverschlüssen gehabt.

Haha, süüüß, die ganze Szene erinnert mich aber iwi voooll an meine Kindheit, ich war voll oft allein in nem raum und hab z.b. meine Schuhe angezogen und eeewig gebraucht /DDDD schade, dass es da keinen Kouki und keinen Yohan gab >D'

Ah und wegen den Sandalenverschlüssen, meinst du diese, wo man da das metal-teil in solche Löcher reintun muss und so? XDDD ah, ich bin so schlecht im erklärn XDDDDD

>Kouki stand vor ihr, breit grinsend und einen mit Wasser gefüllten
>Ballon in der rechten Hand haltend.

Oh, oh...

>Das Kleid ist neu!, war ihr erster panischer Gedanke. Mama wird
>traurig sein, wenn das neue Kleid gleich am ersten Tag dreckig wird!

Ach gott, wie süß XD

>Koukis grausames Grinsen wurde breiter. "Oh, hat Misa-Baby Angst?",
>fragte er höhnisch und warf die Wasserbombe lässig immer ein paar
>Zentimeter hoch und fing sie wieder auf. "Wird Misa-Baby jetzt auch
>noch zur Heulsuse?"

Aaah, miiiiies, das is sooo miiiies Kouki!! XDDDDDD
Ich würd voll gerne wissen, was Kouki dazu zusagen hätte, wenn er und Misa über vergangene Zeiten reden, oder so <D

>"Bleib stehen", befahl Kouki und trat einen Schritt näher heran. "Oder
>du kriegst sie ins Gesicht!" Er holte aus und zielte schon auf Misas
>Kopf, als Yohan den Gang betrat.

Boaaah ey!! XDDDDDDDDDDD
yaiy, Yohan x3

>"Was soll das, Blödmann?!", fuhr Kouki ihn an und schubste Yohan,
>sodass er mit dem Rücken gegen die Garderobe stieß.
>"Lass Misa einfach in Ruhe!", zischte Yohan und schubste Kouki zurück.

Awwww, wie süüß~ streit unter kleinen Kindern, haha x3

>Es dauerte allerdings Monate, bis Kouki und Misa sich tatsächlich
>anfreundeten. Es war ein langwieriger und schwieriger Prozess, der
>jedoch am Ende erfolgreich war.

Ich frag mich, wie das klappen konnte, vorallem weil er echt ein kleiner Blödmann war XDDDD

>So, wie es jetzt war, war es richtig. Misa gehörte zu ihm. Er war der
>Erste gewesen, der sich damals mit ihr angefreundet hatte und er war
>der Erste, der mit ihr geschlafen hatte. Niemand sonst hatte ein
>Anrecht auf sie. Und erst recht nicht Kouki.

Uwaa, voll besitzerfreigend <333 tihiiii~ XDDDD
und und deswegen >Er war der Erste gewesen, der sich damals mit ihr angefreundet hatte

hatte er damals etwa auch schon Hintergedanken beim Freundschaftschließen, oder was?! XDDDDDDDDDDDD

>Blöd nur, dass Misa das offenbar nicht so sah

Sonst wären sie ja schon zusammen /D

Ach ja und bei dem italienischem Gebrabbel, das geht da um Kouki und dieses Mädchen, kann des sein? o.o
Und Izaya kann wahrscheinlich italischenisch, so wie es aussieht XD

>"... Misa?", fragte er sanft und strich ihr wieder über den
>Kopf. "Misa, bist du wach?"

awww~ x333

>"Ist das ein Vogel?"
>"Nein, ein Flugzeug, oder?"
>"Nein, das ist..." Kyos Stimme klang ganz aufgeregt. "Das ist Superman!"

Was zur hölle hat Superman da zu suchen?! XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD
Iwi dacht ich schon, jetz komm i-was was das Flugzeug rammt oder so, aber dann wars doch nur wieder so was ramdom-mäßiges XDDDDDDDDDDDD
Ich hab sooo lachen müssen, ich dachte zuerst, das wäre ein Witz von Kyo, aber dann ham sie ihm auch noch gewunden, rofl XDDDDDDDDDDD

>Jetzt befand es sich auch auf Laub, an Baumstämmen und Ästen.
>Und es war nicht dasselbe Blut.

Huiiii~ ich freu mich aufs nächste Kapi dann :D
Dankeschöööön~
und bis dann x3
Von:  Mii-
2011-03-03T18:44:56+00:00 03.03.2011 19:44
Eeeeh! XDDDDDDDDDDDDDDD Yohan isn Arschi, genau wie Kouki, oder sogar noch schlimmer, ARGH!! XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD
Schade, dass das Kapitel nich so lang war, hat mich aber trotzdem gefreut, dass ein neues on war <33

tihiii, Yohan isn Baka, aber ich lieb ihn trotzdem, rofl XDDDDDDDDDD ganz ehrlich, ich frag mich langsam ob der vllt krank im hirn is oder so, er is sooo miiies /DDDDDDDDDDDDD +freu+

ich fang am besten von vorne an x3

>Nach der Sache in der Umkleidekabine hatten sie sich wortlos angezogen
>und ehe Yohan das jetzt unangenehme Thema zur Sprache bringen konnte,
>war Misa mit einem flüchtigen 'Ciao' aus dem Gebäude gestürmt

Rofl, okayy... aber ich denke, ich häts wirklich so gemacht... zu geschockt um was zu sagn XDDD

>Und jetzt saß sie da und bereute was sie getan hatte.

Kein Stück!! /DDD

>Nicht nur dass sie sich ihr erstes Mal vollkommen anders vorgestellt hatte

ganz so anders stell ichs mir eig nich vor, is bestimmt voll lustich im umkleideraum XDDDDDDD

>Ganz ruhig, sagte sie sich. Ihr seid beste Freunde. Ihr könnt über
>alles reden.

Ich frag mich ernsthaft ob die überhaupt beste freunde bleiben... owww, Yohan Dx

>"Möchtest du mit Yohan sprechen?" Kyos Stimme klang amüsiert.

Rofl, Kyo XDDDDDDDDDDDDD Misa is voll durchschaubar XDDDD

>"Er sagte schon, dass du dich wohl im Laufe des Abends melden
>würdest", merkte Kyo an. "Ist irgendetwas passiert?"

Woot, Yohan is genauso ein Hellseher XDDDDDDDDDDDDDD aber ganz ehrlich, wie kann der so sicher sein? kann ja sein, dass sie gar nich darüber reden will und nie wieder mit ihm redet oder so /D'

>"YOHAAAN! TELEFON!"

Haha XDDDD

>"Stell sie zu meinem Apparat durch."
>"Woher willst du wissen, dass es Misa ist?", fragte Kyo, immer noch
>rufend.
>Yohans Antwort konnte Misa nicht ganz verstehen, aber es klang
>nach: 'Halt endlich deine Klappe und stell sie durch.'

Das is so cool, ich lieb die Szene XDDDDDDDDDDD

... oh da fällt mir ein, Kyo hätte eigentlich mithören können, ne? XDDDDD

>"Wie geht's dir?"

Aww, das is iwi süß <DD

>"Aber so wie ich dich kenne, willst du keine feste Beziehung mit mir."

Dooooch, natürlich!! >3<''

>"Ich liebe dich, okay? Ich liebe dich wie einen Bruder. Das heute war
>ein... Ausrutscher. Ich möchte ihn nicht vergessen, aber auch nicht
>wiederholen. Capisce?"

Haha, das Capisce am Ende is voll lustich, sag ich nämlich auch manchmal XDDDDDDDD
yaa, das is halt voll doof, weils da noch kouki gibt, sonst hät ich doch schon längst was mit Yohan angefangen Dx schwiierige situ... ich bin totaal gespannt wie es zuende gehen wird >DD

>"Bin ich nicht", erwiderte er und es klang ehrlich. "Aber bereuen tu
>ich die Sache auch nicht." Das Grinsen auf seinem Gesicht war förmlich
>herauszuhören und Misa wurde ein wenig rot.

Yaa, natürlich bist du nich sauer, nachdem du gekriegt hast, was du wolltest!! Idiot D<

Waa... beim Ende krieg ich voll die Gänsehaut XDDDD Alsuuuu, ich freu mich aufs nächste Kapitel :D
Bye-Bee~ ^.^/)
Von:  Mii-
2011-02-25T21:44:38+00:00 25.02.2011 22:44
>Kouki selbst bemerkte es wohl, machte sich aber keine Gedanken darum.

Wie typisch für ihn XDDDD

>Misa schnappte Gerüchte auf dem Schulhof auf, tat sie aber als eben
>dies ab – Gerüchte.

eben, sind doch bloß gerüchte, kommen und gehen~

>Und im Mittelpunkt dessen stand Kouki, der allseits gemiedene Kouki,
>der sich einen Dreck darum zu scheren schien.
>Aber dennoch war es Fakt – es war seine Freundin, die spurlos
>verschwunden war.

Oh nein, jetz steckt Kouki aber echt in der Scheiße wa? XDD' is ja vooll dooof, ich mein, wenn er jetz ins gefängnis kommt, oder whuat? aah, man XD
diese blöde, weil die ja auch nich auf sich aufpassn kann Dx
XDDD

>denn zu Hause kam sie niemals an.

Das hört sich voll dramatisch an XDD ises aber auch eigentlich XD'

>Und da Kouki als ihr derzeitiger Freund so wenig Interesse zeigte, und
>weil er den Polizisten ohnehin schon wegen diverser kleinkrimineller
>Delikte bekannt war, zählte er schnell zum Kreis der Verdächtigen.

Oh man Kouki, du bist echt ein Idiot XDDD

>(Dieser Kreis bestand zuweilen nur aus ihm.)

rofl, das hört sich - mickrig an XDDD'

>Blöderweise konnte Kouki ihnen nicht einmal ein einwandtfreies Alibi
>liefern.

Yaa super, auch das noch Dx

"Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, wie jemand überhaupt auf die Idee kommen könnte, dich zu verdächtigen",

Echt mal ey D<

>Sie saß am Rand des riesigen Indoor-Swimmingpools der Andersons

O la la, na sieh mal einer an~ ein Indoor-pool~ <3

>trug einen knappen Bikini

Ich trage nie knappe bikinis!! XDDDD genau genommen geh ich auch voll ungern schwimmen XDDD und wenn würd ich mir shorts und ein t-shirt anziehen XDDD

>und war sich der anzüglichen Blicke Yohans und Koukis durchaus bewusst.

WTF!! >///////< EEeeh, schaut mich nich an, argh /DDDDDDDDDDDD

>Sie beschwerte sich allerdings nicht darüber, denn das gab ihr das
>Recht, ihre beiden besten Freunde ebenfalls ausgiebig zu begutachten

Was sind das bitte für beste freunde, wenn sie sich gegenseitig anglotzen und perverse Gedanken dabei haben?! XDDDDDDDDDDDDDD mei, mei~ aber die haben bestimmt voll den Sixpack, rofl XDDDD

>Gleich würde es laut werden. Und zwar in vier...

Oh jeee... haha, wie cool XDDDDDDDDD

>"Das liegt nur daran, dass du so sehr auf mich stehst, dass du
>geblendet bist", erwiderte Kouki verschmitzt.

Da könntest du sogar recht haben XDDDDD

>"DU – VERDAMMTER – WICHSER!"

Jetz gehts loous! Jetz gehts loous! XDDDDD

>Hinter ihr standen Kyo, Izaya und Fran, allesamt in Badehosen, nur Kyo
>trug dazu noch ein Bikini-Oberteil.

Haha, wäre auch total merkwürdig hätte Kyo auch nur eine Badehose an, da wären ein paar Jungs wohl ziemlich irritiert XDDDDDDD

>"Also, dass die beiden was von dir wollen, ist ja wohl
>offensichtlich."

Naniiii! >/////< XDDDDDDDD

>"Schon klar. So wie Izaya und ich, wir sind auch nur Freunde."
>Misas Augen weiteten sich. "Seid ihr etwa zusammen?"

WTF!! das dachte ich mir auch grad XDDDDDD

>"Nein, natürlich nicht." Kyo zuckte lächelnd mit den Schultern und
>warf einen Blick auf Izaya, der sie mit einem süffisanten Blick
>beobachtete, als wüsste er ganz genau, wovon die beiden redeten. "Wie
>gesagt, nur Freunde. Aber es ist dieser 'nur Freunde'-Modus, aus dem
>schnell mehr werden kann. Wahrscheinlich willst du dich einfach nicht
>entscheiden, was?"

Iwi kommts mir so vor, als hätten Kyo sowie Izaya nix dagegen mitnander zu gehen, wa? XDDDDD ich frag mich was Shizzy dazu sagn wird, uuuh~ XDDDDD
yaa, hast schon recht, wie könnte man sich auch zwischen den beiden entscheiden? XDDD'

>Mit einem Platschen fiel Kyo vornüber ins Wasser. Hinter ihr stand ein
>gleichgültig dreinblickender Fran, die Hand ausgestreckt. Er hatte sie
>gerade ins Wasser geschubst. "Das war lustig", stellte er ohne mit der
>Wimper zu zucken fest.
>Kyo tauchte wieder auf und spritzte Wasser in Frans Richtung. "Du
>Giftzwerg!"
>Der Begriff brachte Misa zum Lachen und sogar Fran lächelte
>leicht. "Bitte was?"

hahaaaa, der Ausdruck bringt mich wirklich zum Lachen XDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD

>(Bedeutet: Sie schlug ihm immer wieder mit der Faust auf die Brust, in
>der Hoffnung, dass er das geschluckte Wasser irgendwann aushustete.)

Was isn das bitte für eine Wiederbelebungsmaßnahme?! XDDDDDDDDD wie gemein XDD aber man kann sich das voll gut im Hintergrund vorstellen, während andere im vordergrund reden XDDDDDDD

>Außerdem – hast du dieses Mädchen mal gesehen? Entschuldige bitte,
>aber bei dem Outfit braucht sie sich wirklich nicht zu wundern, wenn
>sie entführt und vergewaltigt wird!"

Yaa, echt mal ey! Auch wenn das gerade voll fies war, aber soll sie halt nich so rumlaufen, oda D<

>"Ja, ermordet. Ich habe so meine Quellen, weißt du." Er lächelte
>selig. "Jedenfalls wurde die Leiche des armen Mädchen vor ein paar
>Stunden gefunden. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis dein Freund
>zu einem weiteren Verhör bestellt wird."

WTF >.<''' oh man...

>Sie sah zu Kouki, der mit der Wasserspritzpistole auf Yohan zielte,
>der mit dem Rücken zu ihm stand und weiterhin mit Kyo diskutierte.
>Kouki drückte ab, der Wasserstrahl traf Yohan zielgenau am Hinterkopf.
>Ermordet.

Wohaa, das hat voll gut gepasst grad! O_____O
Und natürlich hat er es nich gemacht, wieso sollte er das auch tun, er wusste ja nich mal was davon Dx

Urgh, dass du das unbedingt an der stelle abbrechen musst XDD aber du meintest ja, jetz kommt ein Adult-Kappi <33
huiiii, also gespannt bin ich auf alle fälle~ und ob ich das zeichnerisch umsätze, weiß ich nich recht... vorallem weil meine sis den doji auch liest Dx selbst wenn ichs auf adult stelle kann sies immer noch auf meinem pc lesn und sou... argh '>> wahrscheinlich werd ichs nich umsetzen, oder nur ein wenig, mal sehn o____O''

also daaaann~ schreib schnell weita XD machst du ja eh so gern, kannst dich ja selbst kaum zurückhalten XDD hihiii, ich freu mich, wie immer~
bis dann :D
Von:  Mii-
2011-02-25T21:22:58+00:00 25.02.2011 22:22
Buya, da bin ich wieder~ :D

Sooo... ah, genau wegen dem Anfang, dieses ganze Geschrei und so, ich wollte mal fragen, wie genau du dir eigentlich vorgestellt hast, was das darstellen soll oo
also einmal

>Papa?
>Mama?

das normal geschriebene

>Was passiert hier?
>(aufhören)
>Was ist los?

und das in den Klammern o.o
iwi blick ich net, was was is XD
zudem muss ich sagn, dass ich voll die gänsehaut bekommen hab, als ichs gelesen hab XDDD

>Eine Art Schutzmechanismus, vermutete Misa. Ihr Gehirn war wohl der
>Meinung, die Erinnerungen seien zu traumatisch für sie. Dabei hätte
>sie vieles dafür gegeben, einen Hinweis auf den Mörder ihrer Eltern zu
>finden.

Schön möglich~ ich frag mich ob das wohl jemand gewesen is, den sie gekannt hat oder so~ o____O' ich hab echt kein plan, was du noch alles vorhast, aber ich freu mich total! vorallem auf das Adult Kappi, hahaaa~ /DDDDDDDDDDDDDDD

>Wann war sie ins Bett gegangen?

8 Uhr vllt? Um diese Uhrzeit geh ich oft ins bett XDD

>Yohan schien es gar nicht in den Sinn zu kommen, sich zu entschuldigen.

Wie fies!! XDDDDDDDDDDD immerhin hast du mich geweckt, spaßti XD

>Er räusperte sich und Misa hatte den Eindruck, dass er seine kleine
>Ansprache vorher geübt hatte.

Aww, haha XDDD

>"Korrekt."

Yohan hat so eine - kultivierte Aussprache iwi~ sagt man das so? XDDD auf jeden fall kann man wohl nix anderes von einem reichen Söhnchen erwarten, was XDD

>Die vier Sekunden, in denen Yohan schwieg, gaben ihr Gelegenheit, tief
>durchzuatmen und sich im Stillen bei ihm zu entschuldigen. Sie vermied
>es mit Absicht, mit ihm alleine Ferien auf einer einsamen Insel zu
>machen. Nicht, dass sie Angst vor ihm hätte (obwohl er manchmal
>tatsächlich bedenkliche Sachen tat und sagte), aber sie hätte das
>Gefühl, Kouki zu hintergehen, wenn sie es tat.

Awww, armes Yohan!! Mir hats schon voll leid getan, als ich das gelesen hab Dx kuuuu~ >,<''
und was heißt hier Kouki hintergehen, wir sind doch gar nich zusammen, also Kouki und Misa XDDDD wtf. und was für sachen sagt oder tut er denn, dir ihr angst einjagen? XDDD

>Abgesehen davon glaubte sie tatsächlich, dass es mit mehr Leuten mehr
>Spaß machen würde.

Stimmt schon x3

>"Können wir machen", sagte Yohan schließlich und es klang sehr
>platt. "Lass uns die Einzelheiten dann mit den anderen zusammen
>absprechen, okay, Kleines?"

Ach gottchen, der arme Dx
Aww, er nennt mich Kleines, hihiii~ /DDD

>"Alles klar, Schatz", erwiderte sie grinsend. Es war nur Spaß. Nur Spaß.

Sie sollte sowas nich aus spaß sagn, das bricht ihm bestimmt das Herz D>

>diesmal ohne irgendwo zu stolpern,

haha, sry, aber ich fands lustig, als sie hingefallen is XDDD

>wie er mit seiner Schlampe, äh, Freundin rummachte.

rofl, bloß nich ey XDDDD

>Zumindest das war allerdings nicht der Fall. Kouki saß alleine in der
>letzten Reihe und schien mit verschränkten Armen zu dösen.

Kawaiiiii~ das kann ich mir voll gut vorstellen ^_______________^

>Misa lächelte ein wenig, setzte sich neben ihn und beobachtete einige
>Sekunden lang sein friedlich schlafendes Gesicht, ehe sie ihn
>anstupste.

Ou, das würd ich SO gern mal machn >3<

>Er war schon wieder dabei, sich in eine gemütliche Schlafposition zu
>begeben, diesmal an Misas Schulter gelehnt. Sie ließ ihn gewähren.

Tihiiii~ <DDDDDDD

>"Nee, die meldet sich ja nicht mehr." Es klang nicht so, als würde er das bedauern.

Zum Glück D<

>Das war auch ein Grund, weshalb Misa eigentlich keine weiblichen
>Freunde hatte. Sie waren eifersüchtig.

Wer braucht schon weibliche Freundinnen wenn man zwei coole Jungs und ein cooles Mädchen an der Seite hat, das genügt vollkommen XDDD pah, sollen die ruhig eifersüchtig sein XDD

>Misa fragte sich immer noch, was Kyo an Izaya fand. Aber das war ihre
>Sache. Viele konnten ja auch nicht nachvollziehen, warum sie so gerne
>Zeit mit Kouki verbrachte.

Yaa, weil Izaya is ein weeenig verrückter als Kouki meiner meinung nach, der is nich zu durchschauen, ein wenig unheimlich ehrlich XDDD aber in dem neuen Kapitel iser voll cool iwi, aber darauf komm ich später zurück XDDDDDDD
Zeit mit Kouki verbringen is tooooll~ XDDDDD

>Koukis Blick hätte sarkastischer nicht sein können, als er die Augen
>öffnete, den Kopf hob und sie ansah. "Ja, klar doch."
>Misa lachte. "Ach, warum denn nicht?"

Haha, echt ma ey, lern n bisschen mehr Mathe Kouki XDDDD uh, ich hab mal n Bild gezeichnet wo Misa und Kouki zusammen mathe lernen x33

>Yohans Blick wurde augenblicklich finster, als er Kouki und Misa so
>nah beieinander sah, während Kyo einfach nur lächelnd die Hand hob,
>während sie zu ihnen nach hinten durchgingen.

Aww, Yohan is eifasüschtisch <33 XDDDD

>"Wie schön, dass wir anscheinend alle unfähig sind, einfach fünf
>Minuten früher das Haus zu verlassen", stellte Kyo fest, während sie
>sich auf den freien Sitz gegenüber Misa fallen ließ.

Also mir persönlich passiert sowas ja nie, weil ich immer pünktlich bin, aber hier bin ichs anscheinend nich XDDDDDD ich finds lustig wie Kyo das beschreibt XDDDDD

>"Ich dachte, ich beglücke das gemeine Volk mal damit, dass ich eine
>Fahrkarte kaufe."

XDDDDDDDDDDDDDDDD~ das gemeine Volk, oh man XDDDDD

>Kouki verzog das Gesicht und legte einen Arm um Misa.

Oooh, jetz gehts aber los wa~ /DDDDDDDDDDDD

>Also blieb Kouki nichts anderes übrig, als mit anderen Dingen
>aufzutrumpfen; wie jetzt gerade, wo er Misa wesentlich näher sein
>konnte als Yohan, dessen Blick ihm einen grausamen und qualvollen Tod
>wünschte.

Natürlich steh ich mal wieder voll im Mittelpunkt, wie ich das hasse /D'

>nahm sie langsam Koukis Arm von ihrer Schultern, ignorierte dessen
>entrüsteten Blick

Lol, noin XDDDD

>"Bin dabei", warf Kyo ein, während sie anscheinend schon wieder dabei
>war, eine Sms zu schreiben.

Kyo is dauernd nur am SMS schreiben iwi XDDDDDDDDD Und weiß sie eigentlich, dass dann Shizuo Misas Cousin is? wohl nich ne? ich freu mich schon drauf, wenn sich alle treffn, wird sicher lustig XDDDD

>"Izaya?", fragte Kyo im selben Moment, als Kouki "Fran?" sagte. Beide
>schienen erfreut über den Vorschlag.

Haha XDDD

>Währenddessen versuchte Kouki wieder, möglichst cool zu sein. "Joah...
>könnte gehen. Wir teilen uns dann ein Bett, oder, Süße?"

KYAAAAA~ >/////////////////<'' EEHHHH, ich frag mich echt, was noch so alles kommt, hahaaaa~ ich halts jetz schon nich mehr aus XDDDDD
vorallem freu ich mich schon drauf, das zu zeichnen /DDDDDDDDDDD

>Ich glaube nicht, dass deine Freundin das lustig finden würde."

Ach gott, vergiss die!

>"Ach..." Kouki winkte ab. "Vergiss sie."

Siehst du, Kouki sagt das gleiche XDDDDDD

>Aber das war schwer. Vor allem bei dem, worüber die nächsten Tage alle
>in der Stadt reden würden.

Uuhhh~


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