Kapitel 1
Sooo ich versuche mal nach meiner Schreibblockade was neues ^^
Da ich noch nie ein FF im Kuro-fandom rausgebracht habe, ist das hier mein erster Versucht, also seit bitte nicht so streng.
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Es war jetzt eine Woche vergangen seit dem Alois die Stimme seines Bruders im Schlaf gehört hatte. Wie ein Flehen hatte die feine Stimme seines Bruders geklungen und sie füllte das Herz des Jungen mit liefern, längst vergessenen Schmerz. Mit einem Schrei auf den Lippen war er aufgewacht und hatte in die pechschwarze Dunkelheit gestarrt. Tiefe Schuldgefühle waren in ihm aufgekommen. Hatte er seinen Bruder vergessen? Hatte er den Grund weshalb er seine Seele verkauft hatte aus den Augen verloren? So wie er da saß öffnete sich die Tür und sein Butler trat, mit einem Kerzenständer in der Hand. „Danna-sama?“ fragte er und stellte den goldenen Kerzenständer auf Alois‘ hölzernen Nachtisch ab. „Was ist passier? Ich habe ihre Schreie vernommen.“ Claude setzte sich auf Alois‘ Bettkante. „Ach Claude……“flüsterte der Blonde und krabbelte auf allen Vieren zu dem Dämon hin. „Hm?“ meinte Claude und legte den Kopf schief. Vorsichtig strich er den Blonden eine Strähne aus dem Gesicht. Alois seufzte und schlang seine zierlichen Arme um Claudes muskulösen Oberkörper. Seufzend kuschelte er sin Gesicht in Claudes breite Schultern. Schweigend schloss Claude den Kleinen in seine Arme
Das Szenario wiederholte sich jede Nacht, doch niemals antwortete Alois auf seine Frage. Natürlich machte Claude sich sorgen um seinen kleinen Geliebten, aber er wollte Alois zu nichts zwingen, also wartete er ab und blieb Nacht für Nacht an seiner Seite.
Alois wusste zwar, dass er Claude vertrauen konnte, trotzdem hielt ihn etwas davon ab ihn von seinen nächtlichen Albträumen zu erzählen. Einerseits wollte er Rache an Sebastian Michaelis nehmen, der ihn seinen einzigen Bruder und Grund zum Leben genommen hatte. Er wollte ihn so verletzen, wie er ihn damals verletzt hatte. Wollte, auch ihm seinen Sinn des Lebens, Ciel Phantomhive, entreißen. Wollte, sehen wie auch er allein in der Dunkelheit zurückblieb und Ciels Namen schrie. Anderseits hatte diese Genugtuung seinen Preis: Seine Seele. Ja, damals wie er den Vertrag geschlossen hatte, als kleines Kind, da war ihm seine Seele noch egal gewesen. Damals gab es für ihn keinen Sinn weiterzuleben, nur Schmerz und Trauer. Doch jetzt, wo er Claude hatte, sein Licht in der Dunkelheit, da wollte er leben, wollte ausgerechnet mit diesem Wesen zusammen sein, welches sein Leben eigentlich beenden wollte, Welch herrliche Ironie!
Doch jetzt plagten ihn Gewissensbisse. Anstatt für die Rache seines Bruders zu kämpfen, hatte er sich in eine Kreatur der Dunkelheit verliebt. Aber er war doch glücklich und das wollte Luka sicher auch….oder? Sein kleiner Bruder wollte doch immer, dass seine „highness“ glücklich war und doch litt Luka jetzt sicher Höllenqualen. Ob Claude auch so fühlte? Wollte er Alois Seele überhaupt noch verschlingen oder wollte er auch ihr gemeinsames Leben weiterführen?
Seufzend lehnte sich Alois zurück und blickte aus dem Fenster, Regentropfen klopften wie kleine Fäuste an die großen Fenster des Saloons. Alois verzog das Gesicht. Er hasste Regen, der Himmel war dann so grau und eintönig, wie Claude früher. Doch jetzt wo er mit seinem Master eine Beziehung pflegte, lächelte er sogar manchmal, zwar nicht oft, aber es war immerhin ein Anfang, fand Alois. Außerdem brachte der Regen auch Erinnerungen an Luka zurück, wie sie immer wieder in die kleinen Wasserlachen gesprungen waren. Wie Luka, ungeschickt wie er war, oft in die Pfützen fiel und wie sie beide dann gelacht hatten und wie…. „Luka…“ flüsterte Alois und vergrub sein Gesicht in der Lehne des Sofas. Es tat so weh…. Plötzlich schwang die Tür auf und Claude trat mit einer Tasse Tee und einem Teller Plätzchen herein. „Danna-sama, ich habe ihnen….“, begann er, brach aber ab als er die aufkommenden Tränen in den Augenwinkeln des Blonden sah. „C…Claude“, stotterte Alois und wischte sich die Tränen mit seinen Ärmel weg. Krampfhaft versuchte er sein typisches Grinsen aufzusetzen. Seufzend stellte Claude die Tasse und das Gebäck auf einen Tisch ab und bewegte sich auf den jungen Adligen zu. Sofort sprang Alois auf. „E..Es ist alles in Ordnung. B..Bleib wo du bist“, stotterte er, doch Claude ging unbeirrt weiter. „Danna-sama, ich möchte endlich wissen was mit ihnen los ist“, erklärte er. „Das geht dich gar nichts an!“ rief Alois und griff nach einen nahe gelegenem Buch. Er spürte, wie sich heiße Tränen ihren Weg über seine Wange bahnten. „Doch, als ihr treuer Diener und Geliebter geht es mich sehr wohl was an, wenn sie leiden müssen“, flüsterte der Butler und setze seinen Weg fort. Nur noch weniger Meter trennten ihn von dem aufgebrachten Jungen. Drohend hob Alois das schwere Buch, doch der Dämon dachte gar nicht daran zurückzuweichen. Mit einem verzweifelten Aufschrei pfefferte Alois das Buch in die Richtung des Mannes, der das Objekt geschickt auffing und es gemächlich auf das Sofa legte. Mit verbissener und zugleich verzweifelter Mine wich Alois immer weiter zurück bis sein schmaler Rücken an die blaugetäfelte Wand stieß. „Sieht so aus Danna-sama, als könnten sie nicht mehr weiter. Lasst mich ihnen doch helfen“, schlug Claude vor und ging Schritt für Schritt weiter. Doch Alois hörte die Worte gar nicht, sondern suchte einen Ausweg aus seiner misslichen Lage, doch ehe er sich versah stand der groß gewachsene Diener schon vor ihm. „Danna-sama“, flüsterte und beugte sich zu seinem wesentlich kleineren Vertragspartner runter. „Lasst mich ihnen helfen“, wiederholte er. „Nein!“ schluchzte Alois und wollte ausholen um Claude ins Gesicht zuschlagen, doch sein Handgelenk würde von einer weißen, behandschuhten Hand festgehalten. Claude blickte ihn ernst an. „Warum lasst ihr euch nicht helfen?“ fragte er. Dich Alois schluchzte nur auf und versuchte seinen gefangenen Arm zu befreien, doch Claude verstärkte nur den Griff und versuchte seinen anderen Arm um Alois Taille zu schlingen. Doch der Kleine konterte, indem er seinen freien Arm gegen die Brust des Butlers stemmte, doch Claude war stärker, sodass Alois Arm auf seiner Brust hilflos einknickte, wie ein Grashalm in Sturm. Schließlich gelang es Claude den anderen Arm um die schmale Taille des Jungen zu schlingen. Natürlich ließ sich der Blonde dies nicht gefallen. Verzweifelt presste er die Hand stärker gegen die muskulöse Brust. „Claude…“, wimmerte er. „Lass mich los.“ Doch der Spinnendämon reagierte nicht sondern schlang seinen Arm sogar noch fester um den Earl. „Lasst mich an euren Schmerzen teilhaben“, wisperte Claude und zog den Trancy-Erben an seine Brust. „Nein…“, schluchzte Alois erneut und sachte gegen Claude Brust zusammen. Beruhigend strich Claude über den bebenden Rücken, während Alois gegen seine Brust schluchzte. Eine Weile saßen sie so da, bis Claude Alois leicht von sich wegdrückte und in seine geröteten Augen sah. „So, jetzt wo ihr euch beruhigt habt, könnt ihr mir auch sagen was euch bedrückt“, flüsterte er sanft. Alois Augen weiteten sich, Nein, er konnte es Claude nicht sagen! Er fing an sich in den Armen des goldäugigen zu winden, doch dieser hielt ihn eisern fest. „Your highness, bitte“, flehte der Butler. „Your highness, your highness, your highness“ hallte es in Alois‘ Kopf wieder und er versteifte sich. „Luka!“ schrie es in seinen Gedanken. „Nenn mich nie wieder so und lass mich los…..Das ist ein Befehl!“ brüllte er und gab den schwarzhaarigen eine kräftige Ohrfeige. Erschrocken taumelte Claude zurück und fasste sich an die gerötete Stelle. Mit einer stillen Verbeugung verließ er den Raum. Schwer atmend ließ sich Alois an der Wand hinuntergleiten und legte den Kopf auf seine angezogenen Knie. „Was habe ich getan“, murmelte er. Wieso hatte er Claude geschlagen? „Ich mache wieder alles kaputt“, flüsterte er. „Ich werde wieder alles verlieren….“
Währenddessen lehnte Claude draußen an der Tür und versuchte das geschehene zu verarbeiten. Sein Master war doch sonst nicht so, was sollte also plötzlich diese ablehnende Haltung gegen seinen Geliebten. Seufzend ging er in Richtung Küche um das Abendessen vorzubereiten.
Appetitlos stocherte der blauäugige in dem Milchreis herum. Seit dem Vorfall im Saloon hatte er Claude nicht mehr gesehen, nun stand der in schwarz gekleidete Dämon neben ihm und beobachtete aus den Augenwinkeln wie sein Danna-sama in dem Milchreis herumrührte. „Schmeckt es euch nicht?“ durchbrach er die Stille, doch er bekam keine Antwort. Alois schien ihm gar nicht zuzuhören. Sanft legte der Butler seine Hände auf die zierlichen Schultern des Kleinen. Sofort zuckte der Alois zusammen und blickte zu ihm hoch, „Schmeckt es euch nicht?“ wiederholte er seine Frage. „Doch tut es“, antwortete Alois stumpf und versenkte den Löffel in der weißen Masse. „Doch tut es“, hallte Lukas Stimme in seinem Kopf wieder. „Mir schmeckt alles was du für mich kochst“, sprach die Stimme weiter. Mit einem schrillen Schrei sprang der Blonde plötzlich auf, sodass der Stuhl krachend zu Boden fiel. „Your highness!“ rief Claude und versuchte den unter Schock stehenden Jungen an den Schultern zufassen. „Du sollst mich nicht so nennen!“ brüllte dieser und schlug die Hand seines Vertragspartners weg. „Your highness, Your highness…“, hallte es erneut. Alois stieß einen erneuten Schrei aus und wollte fliehen, einfach nur weg von hier. Doch seine Beine verfingen sich in dem langen Tischtuch, worauf er stolperte und die gesamte Tischdenke runter riss. Panisch versuchte er sich auf dem Tuch zu befreien und aufzustehen. „Your…Danna-sama!“ besorgt versuchte Claude den Blonden aufzuhelfen, doch dieser schlug erneut seine Hand weg und kam wieder auf die, inzwischen befreiten, Beine. Kaum stand er wieder auf seine Füße, da lief er auch schon los. Raus aus dem Speisezimmer, raus aus der Eingangshalle, raus aus dem Haus. Die Rufe seines Geliebten hörte er nicht mehr. Unter Tränen lief er in den dunklen Wald hinein und ließ einen verzweifelten Dämon zurück.
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So das wars fürs erste. Als nächstes kommen Sebastian & Ciel.
Würde mich über Lob und Kritik freuen.
Kapitel 2
So jetzt kommt Kapitel 2. Wie versprochen sind dieses Mal Sebastian und Ciel dran.
Viel Spaß.
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Earl Ciel Phantomhive hielt eigentlich nichts von Gefühlsduselei. Er schüttelte jedes Mal ungläubig den Kopf, wenn auf den festlichen Abendgesellschaften der neuste Tratsch über das Liebesleben der Adligen und der Königsfamilie ausgetauscht wird. Aber das Geständnis seines Butlers Sebastian, vor zwei Monaten, hatte an dieser Einstellung nicht viel verändert. Er verleugnete zwar nicht die romantischen Gefühle für seinen Dämon, doch war ihm das ganze doch etwas unangenehm. Er konnte es einfach noch nicht begreifen, dass er sich im Laufe der Jahre so ein tiefes Gefühl der Verbundenheit entwickelt hatte. Damals vor einem Jahr hatte es plötzlich angefangen, das Kribbeln in Bauch, wenn Sebastian ihn ansah oder mit ihm sprach, die aufsteigende Hitze, wenn der Schwarzhaarige ihn berührte und das wohlige Gefühl von Sicherheit, wenn er in seiner Nähe war. Alltägliche Tätigkeiten, wie baden oder anziehen, waren zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle für den jungen Erben geworden, Allmählich hatte es ihm gedämmert was das alles zu bedeuten hatte, doch sein Stolz und sein selbstkritische Haltung hielten ihn davon ab, sich seine Liebe zu seinem Butler einzugestehen und nun versuchte er das tiefe Verlangen nach Nähe und Zärtlichkeit zu unterdrücken und so litt er still vor sich hin. Natürlich hatte Sebastian sofort gemerkt, dass etwas mit seinem jungen Herrn nicht stimmte. Selbst die drei Angestellten, die wie Sebastian fand, die wirklich nicht helle in Kopf waren, bemerkten die Veränderungen ihre Herren. Oft warfen sie Sebastian fragende Blicke zu, wenn Ciel mal wieder mit leicht geröteten dasaß und versuchte krampfhaft nicht in die Richtung des Rotäugigen zusehen. Auch war ihm klar, dass sein kleiner Master nicht von selbst mit der Sprache rausrücken wollte und so begann er selbst „Nachforschungen anzustellen“
Im Zuge dieser, fand er heraus, dass Ciel seit neustem sehr „empfindlich“ auf seine Berührung war und auch sonst Körper- und Augenkontakt mied. Das brachte ihn zu dem Entschluss, dass das mysteriöse Verhalten etwas mit ihm zu tun haben musste. Also beschloss er in die Offensive zugehen und so kam es vor, dass Sebastian Ciel „ausversehen“ öfters als nötig berührte, was Ciel das Leben noch mehr zur Hölle machte, Genüsslich beobachtete Sebastian, wie Ciel immer gereizter auf Sebastians Berührungen reagierte und beschloss dem Ganzen mit einem „Gutenachtkuss“ am Abend das „Sahnehäubchen“ zu verpassen .
Genervt schnaubte Ciel auf als er sich erinnerte, wie Sebastian ihn damals gepackt, aufs Bett gedrückt und ihm, zu guter Letzt, seinen ersten Kuss gestohlen hatte. Sebastian hatte sein Herz damit zum Schmelzen gebracht und ihn so dazu brachte Sebastian seine Gefühle zu gestehen. Nun waren sie schon 2 Monate ein Paar, naja wenn man sie wirklich als Paar bezeichnet konnte. Ciel verhielt sich gegenüber seinem Dämon immer noch distanziert, sodass es für Sebastian nur „Gelegenheitsküsse“ gab, wenn Ciel gute Laune hatte oder gerade nicht bei der Sache war, wie jetzt. Unbemerkt hatte sich der teuflische Butler angeschlichen und sich zu dem Kleinen runter gebeugt. Lächelnd betrachtete er den abwesenden Gesichtsausdruck des Earls. Das war wieder einer der seltenen Gelegenheit seinen Geliebten einen Kuss zu stehlen.
Ciel währenddessen schwelgte immer noch in den Erinnerungen an Sebastians Geständnis. „Ich liebe dich.“ Ja, so einfach waren seinem Diener diese drei kleinen Worte über die Lippen gehuscht, als wäre nichts dabei. „Ich liebe dich. Ich liebe dich. Wir lieben dich.“ Sebastians angenehme und vollkommene Stimme verwandelte sich schlagartig in die warmen, sanften Stimmen seiner Eltern. „Ciel, wir lieben dich, egal was passieren mag“, verkündete die Stimme seiner Mutter. „Vergiss das nicht“, mahnte ihn sein Vater. Ruckartig erwachte der junge aus seinen Tagträumen und schreckte zurück, als er plötzlich das Gesicht seines Butlers so dich an dem seinem fand. „S..Sebastian“, stotterte er ganz verdattert. Sebastian seufzte und zog sein Gesicht sichtlich enttäuscht zurück. „Ich wollte ihnen nur sagen, dass ich für sie heute Abend ein Bad vorbereiten werde“, verkündete der Frackträger. Der zierliche junge nickte leicht und widmete sich wieder den Dokumenten auf seinem Schreibtisch, doch noch immer tobte es in ihm. Was war das gerade? Klar hatte er früher oft Albträume nach dem Tod seiner Eltern gehabt, doch seit zwei bis drei Jahren waren diese verschwunden. Was also bedeuteten diese Tagträumereien von seinen Eltern? Sebastian betrachtete den nachdenklichen Gesichtsausdruck Ciels und legte sanft eine seiner großen Hände auf die schmalen Schultern. Verwirrt blickte dieser auf und sah den großen Mann mit seinen himmelblauen Augen an. „Sie scheinen mir etwas verwirrt zu sein. Was ist los?“ fragte der Schwarzhaarige. „gar nichts“, zischte der junge Phantomhive und schlug in Stoff gehüllte Hand weg. „Geh in den Garten oder putz den großen Saal, aber lass mich bloß in Ruhe.“ Kurz betrachtete Sebastian den Jungen mit einem prüfenden Blick, drehte sich aber schließlich doch um und verließ den Raum mit einer leichten Verbeugung.
Genervt lehnte Ciel sich in den großen Sessel zurück. Sein Problem ging einen Dämon überhaupt nichts an! Dämonen waren nur Werkzeuge. Nur leider hatte er sich in einer dieser Werkzeuge verliebt. Irgendwann, wenn er seine Eltern gerächt hatte, würde Sebastian ihn völlig gleichgültig verschlingen. „Liebe….so etwas lächerliches“, murmelte er. Wieso hatte er sich auf einen Dämon eingelassen? Nur seine Rache zählte oder? Eine Beziehung mit so einer Kreatur würde ihn nur wieder das Herz brechen. Seine Rache war wichtiger!
Langsam wurde es dunkel und die ersten Lichter flackerten in den Zimmern des großen Anwesens auf. Seit der Sache im Arbeitszimmer hatte Ciel gewünscht, dass ihn niemand mehr störte und so bekam Sebastian seinen kleinen Herren erst wieder beim Abendessen zu Gesicht. Ohne seinen Geliebten eines Blickes zu würdigen, stolzierte Ciel an den Tisch und wartete darauf, dass ihm sein Butler de Speisen servierte. Völlige Stille herrschte in dem großen Saal während der junge aß, nur das leise klappern des Bestecks war zuhören. Sebastian räusperte sich. „Lady Elisabeth hat sich morgen zum Tee angekündigt.“ „Sag ihr ab. Ich habe geschäftlich zu tun.“, murrte der Blauäugige und begann damit den Schokopudding mit dem Löffel zu inspizieren. „Naja wenigstens hat er wieder gesprochen“, schmunzelte der Dämon und verneigte sich leicht. „Wenn ich sie nochmal daran erinnern dürfte, dass ich nach dem Abendessen ein Bad für sich vorbereite“ verkündete er und fing an die leer gegessenen Teller abzuräumen. Ciel nicht als Zeichen seiner Kenntnisnahme und versenkte den Silberlöffel in der cremigen braunen Masse.
Das Anwesen der Phantomhives besaß wahrlich ein großes Bad. Die blau gekachelten Wände wiesen verschnörkelte Ornamente auf und die silbernen und goldenen Hähne für kaltes und heißes Wasser schimmerten um die Wette. Die große Porzellanwanne, in der Mitte des Raumes, war jedoch der ganze Stolz des Badezimmers. Sie war wie die Wände mit Ornamenten verziert und besaß, wie das Waschbecken, einen silbernen Hahn für kaltes und einen goldenen Hahn für warmes Wasser. Während Sebastian eben an diesen Hähnen herumdrehte um die perfekte Badewassertemperatur für seinen Herrn zu erreichen, schritt eben dieser, gerade im Bademantel, in das Bad. „Bist du endlich fertig?“ motze der kleine Hausherr. „ Hmm ja, perfekt“, lächelte der Angesprochene und zog seine entblößte Hand aus dem warmen Badewasser. Dabei kam das schwarze Pentagramm auf seiner Hand zum Vorschein, das Vertragszeichen.
Gebannt starrte Ciel auf das Siegel, welches vor langer Zeit sein Schicksal besiegelt hatte. „Junger Herr?“ fragte sein Vertragspatern und sei seine zukünftige Beute verdutzt an. Ciel war in der letzen Zeit ungewöhnlich oft abwesend. „Ja“, meinte der Junge und löste den Knoten seines Bademantels. Lächelnd trat der Butler hinter seinen Herren und zog den samtigen Stoff von den weißen Schultern. Seufzend ließ sich Ciel in das wohltemperierte Wasser gleiten. Sofort schmiegte sich das warme Wasser an die samtige Haut des Jungen und schwemmte für einen Moment alle Sorgen und Gedanken davon. Entspannt lehnte sich Ciel zurück und schloss die Augen.
Sebastian griff nach einem in der Nähe liegenden Schwamm und begann damit sanft über die schmale Brust zu reiben. Während Ciel leise, schnurrende Geräusche von sich gab, rutschte er etwas tiefer in den Schaum um das Wasser mehr genissen zu können. Langsam leckte Sebastian sich immer die Lippen. Was für ein wunderschöner Anblick sein Geliebter doch war. Wie gern würde er…doch er konnte nicht. Ciel würde es sicher nicht zulassen, also versuchte er sich weiterhin auf das Waschen zu konzentrieren.
Ciel war währenddessen vollkommen abgedriftet und bemerkte das wachsende Verlangen seines Geliebten gar nicht. Er richtete seine komplette Aufmerksamkeit nur auf die zärtlichen Bewegungen seines Dämons. Es fühlte sich an wie damals, als er noch klein war und seine Mutter ihn gebadet hatte. Und plötzlich stand sie vor ihm und lächelte ihn an. Die weiten Arme ihres purpurnen Kleides bis zum Ellenbogen hochgeschoben , um sie vor dem Schaumwasser zu schützen. „Mutter“, flüsterte er atemlos. Sebastian hielt inne. Mutter? Hatte Ciel ihn gerade Mutter genannt? „Mutter?“ stellte er die Frage laut. Schlagartig riss Ciel die Augen auf und für hoch. Verwirrt sah er den Dämon an. „Ich…“, begann er, brach aber ab. Der Dämon sah ihn fragend an. Langsam richtete sich das Durcheinander in seinem Kopf und er schaffte es einen Satz zu formulieren: „Bring mich ins Bett. Das ist ein Befehl“. „Aber was..“ „Sofort!“ unterbrach er den Butler und versuchte aus der Wanne zusteigen. Mit einem immer noch ziemlich verwirrten Blick wickelte Sebastian Ciel in ein Handtuch und brachte ihn in sein Zimmer. Auf dem Weg dahin versuchte Sebastian immer wieder herauszufinden was mit ihm los war, doch Ciel schnitt ihm immer wieder das Wort mit „Das geht dich nichts an“ ab. Im Zimmer angelangt, zog er den Earl erst mal um und wünschte ihn eine gute Nacht. Ciel aber lag diese Nacht noch lange Wach und erst in den frühen Morgenstunden, fand er seinen erholsamen Schlaf.
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So das war Kapitel 2. Ich hoffe es hat euch gefallen. Als nächstes sind wieder Claude und Alois dran.
Lob und Kritik sind wie immer erwünscht!