Der leere Platz
Die Klingel läutete zur Pause, während alle aufstanden und sich nach draußen begaben, saß die schöne Ran Mouri noch auf ihrem Platz, und sah rüber zu dem leeren Platz neben sich. Dabei schloss sie die Augen und stieß einen Seufzer aus. Der Platz den sie so sehnsüchtig beäugte gehörte eins ihrem Sandkastenfreund Shinichi Kudo. Seit dem Vorfall im Tropical Land, war er nur ein einziges mal hier in der Schule gewesen. Der Oberschülerdetektiv tauchte zwar hin und wieder urplötzlich auf dennoch verschwand er so wie er erschien. Traurig begab sich Ran nun wie ihre Mitschüler zur Pause in ihren Gedanken drehte sich alles nur um einen einzigen Satz um eine einzige Person //Wo bist du Shinichi, ich brauch dich so sehr!//
"Ran, hey Ran, oh Mann du bist unmöglich. Das kann ich nicht glauben, wieder mal träumst du nur vor dich hin!" drang eine Stimme in Rans Gedankengänge, es war Sonoko Suzuki ihre beste Freundin seit Kindertagen hatte sich zu ihr gesellt und sah sie verärgert an. Die 17 Jährige Oberschülerin blinzelte, als wäre sie gerade von einem Traum erwacht. „Was ist Sonoko?“, fragte sie ihre Freundin. Die grinste daraufhin leicht, „ Ich hab da was für dich, ich ertrage und kann es einfach nicht mehr hören dein dauerndes Seufzen nach Shinichi!“ Sonoko kramte aus ihrer Jackentasche einen Zettel heraus und drückte ihn in die Hand ihrer Freundin. „Das ist die Nummer einer Detektivin aus Deutschland, sie hat mal für Suzuki gearbeitet. Ihr Name ist Lucy, eine gute Bekannte von meiner Familie!“ Ran verstand nicht worauf Sonoko hinaus wollte. „Und was soll ich damit?“ runzelte sie die Stirn und nahm auch gleichzeitig ihre Hand von ihr.
„Verstehst du denn nicht, was ich dir damit sagen möchte. Diese Lucy wird dir helfen deinen Geliebten Shinichi zu finden!“, grinste ihre beste Freundin.
Ungläubig starrte Ran den Zettel in ihrer Hand an….
Am Abend
Ran Mouri die Tochter des berühmten Meisterdetektiven Kogoro Mouri, saß alleine in der Detektei. Ihr Vater war mal wieder auf einer seiner Sauftouren und der kleine Conan befand sich beim Professor.
Die Braunhaarige ließ sich Sonokos Worte noch einmal durch den Kopf gehen, sollte sie wirklich eine Detektivin auf Shinichi ansetzen? Dieser Gedanke kam ihr albern vor, doch fand sie den Vorfall im Vergnügungspark komisch, ein Gefühl bedrückte Ran sehr seit dem, Shinichi fehlte ihr eindeutig.
Ran griff in ihre Tasche, fischte nach einem Zettel den ihr ihre beste Freundin gegeben hatte, faltete das stück Papier auseinander.
Sollte sie es wirklich tun? Einige Minuten verstrichen, Ran bemerkte nicht wie sich ihre Hände an das Telefon hafteten. Im nu war die Nummer auf dem Zettel gewählt.
Die Tochter des Meisterdetektiven ließ einen Seufzer von sich, fasste sich ans Herz, nahm all ihren Mut zusammen und klickte auf das Anrufzeichen.
Einige Male Läutete es und es ging jemand ran.
„Ja, Lucy hier am Apparat, spreche ich mit Ran Mouri?“, fragte die Frau am anderen Ende der Leitung.
Ran erschrak, konnte im ersten Moment nicht antworten doch dann fasste sie sich und sprach ohne es zu merken auf Japanisch: „Ja die bin ich. Aber woher wissen sie denn dass ich es bin? Schließlich kennen sie doch meine Nummer und mich nicht.“
Doch nach einigen Sekunden als sie sich daran erinnerte das Sonokos Bekannte kein Japanisch sprach wechselte sie auf Englisch:
"Sorry, i mean.. where do you get that from?"
Die Frau kicherte: “Wir können gerne auf Japanisch weitersprechen. Ich werde sehr selten aus Japan angerufen und da dachte ich mir das du Ran Mouri sein müsstest, als ich die Nummer sah, da Sonoko mich gestern anrief und mir die ganze Situation schilderte.
Ran war leicht verwirrt darüber das Sonoko sofort die Initiative ergriffen und dieser für Ran wildfremden Frau alles berichtet hatte.
„Ähm, also.. und was denken Sie über mein Anliegen? Und wie darf ich Sie ansprechen, ich weiß nämlich nur Ihren Vornamen.“
Die Detektivin ging nicht auf Rans Frage ein: „ Ich bin bereits auf dem Weg nach Japan, alles andere besprechen wir wenn ich vor Ort bin.“
Lucy legte auf bevor die Oberschülerin noch antworten konnte.
„Na so was, einfach aufgelegt!“, verblüfft und leicht verärgert über das Verhalten der Detektivin, blickte Ran auf den Display ihres Handy.
Die Braunhaarige, dachte an diesem Abend noch über vieles nach, bis sich ihre Augen senkten und sie sich beschloss ins Bett zu gehen, dabei war es noch früh.
Wie würde wohl der morgige Tag verlaufen?