Prolog
Prolog
Dass wir nach Pheonix gezogen sind, war das Beste was mir passieren konnte. So konnte ich meine Vergangenheit in Forks hinter mir lassen...
Ich heiße Isabella Marie Swan, aber ich bevorzuge es Bella genannt zu werden. Ist kürzer und klingt mehr nach mir. Ich bin 17, gehe also noch zur Schule.
Meine Mum René und mein Dad Charlie sind mit mir vor zwei Jahren aus Forks, wo ich geboren bin, weggezogen, weil sie ihren 'Horizont' erweitern wollten. Meine Eltern haben beide ein Jobangebot als Immobilienmakler in Phoenix bekommen und dankend angenommen. Ich glaube das war die beste Entscheidung, die sie je getroffen hatten.
Ich mochte Forks nicht sonderlich. Für einen Teenager war es irgendwie nich der richtige Ort, viel zu verregnet und ruhig. Zum Schluss hatte mich auch nichts mehr dort gehalten. Der einzige Halt, den ich dort hatte, hatte mich zu tiefst verletzt. Dieser Halt hieß Edward Masen, meine erste große Liebe. Wir waren anderthalb Jahre zusammen, bis ich ihm anscheinend nicht mehr genügte und er mich mehrfach betrog. Ich war am Boden zerstört und mein Herz war gebrochen. Für mich gab es wirklich keinen Grund mehr länger in Forks bleiben zu wollen.
In Phoenix konnte ich ein neues Leben beginnen und das vergangene Kapitel abschließen. So wurde mir auch die Chance geboten meine zwei Besten Freundinnen kennenzulernen. Mary Alice Cullen und Rosalie Lilian Hale, waren die ersten hier in Phoenix, mit denen ich mich anfreundete. Alice, meine kleine Elfe, ist einfach nur bildhübsch. Ihre langen braunen Haare und ihre makellose Figur
trugen zu ihrer Schönheit bei. Wenn man in ihrer Nähe ist kann man einfach nur gute Laune haben – sie eben eine wahre Frohnatur. Und Rose kann ich nur mit einem Wort beschreiben – Sexbombe. Sie wirkt auf die Männerwelt einfach anziehend. Mit ihren ebenfalls langen braunen Haaren und unbeschreiblichen Kurven zieht sie jeden Mann in ihren Bann. Aber es ist nicht das Äußere, dass die Beiden zu meinen besten Freundinnen macht, sie sind für mich da, wenn es mir schlecht geht, stehen mir mit Rat und Tat zur Seite, egal ob Mode, Jungs oder andere Themen und wir können einfach über jeden Scheiß lachen, es ist einfach nur toll.
Als ich 'frisch' nach Phoenix gezogen war, war Rose schon mit Emmett McCarty zusammen, einem großen, muskulösen Jungen aus unserem Jahrgang. Alice verliebte sich erst im Laufe der Zeit in Rose Zwillingsbruder Jasper Hale. Er ist groß, schlank und sieht mindestens genauso gut aus wie Emmett. Wie Rose und Emmett sind die Beiden einfach nur ein so süßes Paar. Das Gute an unserer Clique ist, dass ich mir nie vorkomme wie das fünfte Rad am Wagen. Manch anderer Single würde was anderes machen, als ständig mit zwei Pärchen rumzuhängen. Ich kann mir mittlerweile nichts besseres mehr vorstellen. Wir verstanden uns alle super und unternahmen viel zusammen, z.B. Disco, Urlaub, oder einfach nur einen gemütlichen DVD-Abend.
Ja und was mein Liebesleben betrifft.... Ich habe in dem Sinne keins. Seit ich von Edward so verletzt wurde, konnte ich mich einfach nicht mehr wirklich binden. In den zwei Jahren hatte ich schon 1, 2 Beziehungen, aber die waren nie von langer Dauer. Wenn ich etwas mit einem Typen hatte, war es meistens nur ein Onenightstand oder Rumgeknutsche, mehr nicht. Es macht mir Spaß mit Typen zu spielen und zu flirten ohne jegliche Verpflichtungen.Ich mag mein Singleleben. Klar hätte ich auch nichts dagegen, wenn Prince Charming auf seinem Pferd angaloppiert kommen würde und mit mir in den Sonnenuntergang reitet, aber seit Edward habe keinen Typen getrofffen, in den ich mich so richtig verliebt hatte. Vielleicht auch nur, weil ich niemanden mehr als körperlich an mich rangelassen habe. Vielleicht brauche ich noch Jahre, bis ich mich wie Alice und Rose wieder so richtig verliebe.
Aber wer kann ahnen, dass Prince Charming mir schneller über'n Weg läuft als erwartet?
Manchmal kommt alles anders als man denkt.....
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Sooo... das war schon mal der Prolog!
Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen weiter zu lesen! ;)
Freue mich über Kommentare...
Liebe Grüße, Sabrina
Eine unerwartete Begegnung
'Ring-ring-ring!!!' Ein leises Stöhnen entfuhr mir, als ich meinen Wecker zum Schweigen brachte. Wie jeden Morgen holte mich mein Wecker unsanft aus meinen Träumen. Zum Glück ist nur in der
Woche früh aufstehen angesagt. Am Wochenende und in den Ferien war das was anderes. Da kann
ich so lang schlafen wie ich will. Sonst würde ich wahrscheinlich noch verzweifeln. Ich bin absolut kein Morgen-Mensch, ich würde mich eher als Morgenmuffel bzw. Langschläfer bezeichnen...
„Bella?! Bist du wach?“ hörte ich meine Mum von unten rufen.
Ein Blick auf meinen Wecker verriet mir, dass es doch noch gar nicht so spät war! Nur noch fünf Minuten! ,dachte ich. Als ich dann wieder die Stimme meiner Mum hörte, nur jetzt viel näher als vorher und dann klopfte es an der Tür:
„Bella, es ist Zeit zum Aufstehen! Beeil dich lieber, du weißt, dass du gern mal zu spät dran bist!“ sagte sie, in dem sie mir dir Decke weg zog.
„Sag mal, kann es sein, dass du jeden Morgen das Gleiche sagst?“, gab ich mürrisch zurück und zog die Stirn in Falten. Dann stand ich doch widerwillig auf und streckte mich erstmal genüsslich. Als ich dann meine Mutter erwartungsvoll anblickte, verdrehte sie nur die Augen und ging aus dem Zimmer. Es ist ja nicht so, dass ich ihr nicht dankbar wäre, denn wenn sie mich nicht jedes Mal wecken würde, würde ich jeden Tag verschlafen, das stand fest, aber irgendwie war das Aufstehen jeden Morgen auf's Gleiche eine nervende Prozedur.
Mein Blick wanderte zum Wecker und ich merkte, dass ich ja doch schon ziemlich spät dran war, aber noch genügend Zeit hatte um zu duschen und mich fertig zu machen. Also zog ich meine Schlafsachen aus, die wegen der Hitze, nur aus einem Top und einer Panty bestanden und flitzte schnell ins Bad, welches sich unmittelbar neben meinem Zimmer befand, formte meine langen braunen Haare mit einer Haarspange zu einem Dutt und stellte mich unter die Dusche. Das lauwarme Wasser ließ mich erst richtig wach werden. „Oh, das tut gut...“, sagte ich leise vor mich hin. Als ich fertig mit duschen war, wickelte ich mir nur ein Handtuch um, putzte mir die Zähne und schminkte mich schon mal. Wer weiß wie lange ich brauche, um das richtige Outfit zu finden?! Ich muss schon sagen, ich bin ziemlich eitel! Aber das ist auch gut so, denn wer will schon rumlaufen, wie der letzte Idiot.
Mein Make up fiel heut etwas dezenter aus, nur ein bisschen Rouge und Mascara, das sollte bei meiner reinen Haut reichen. Dann ging ich in mein Zimmer. Während ich lief, ließ ich mein Handtuch fallen und lief weiter in meinen begehbaren Kleiderschrank und suchte mir erstmal Unterwäsche zusammen. Da stand ich nun wie jeden Morgen und weiß nicht so recht was ich anziehen soll, aber der Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich mich ein klein wenig beeilen sollte. Also entschied ich mich für einen schlichten weißen Rock, mit einem schwarzen Top und schwarzen Riemchenschuhen. Dazu legte ich noch eine silberne Kette mit Blumenanhänger an. Als ich in den Spiegel blickte, fiel mir auf, dass ich meine Haare noch gar nicht gemacht hatte! „Ach man....“, stöhnte ich und ging wieder ins Bad, wo ich den Dutt aus meinen Haaren löste und sie mit einer Bürste mehrmals durchkämmte. „So, das muss reichen!“, sagte ich nickend zu meinem Spiegelbild und verließ das Bad wieder. Ich ging in mein Zimmer und schnappte eine Sonnenbrille und eine schwarze Tasche, in die ich meine Schulsachen reinstopfte.Jetzt muss ich aber los! , ermahnte ich mich in Gedanken und setzte mich in Bewegung. Mein Weg führte die Treppe hinunter, durch die Küche, wo meine Mum schon stand und mir ein Pausenbrot und eine Wasserflasche entgegen hielt und mit einem Lächeln fragte:
„Na meine Süße, bist du fertig?“
„Jup, muss jetzt auch los! Danke für's Pausenbrot, Mum!“, antwortete ich und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sie folgte mir bis zur Tür und rief mir noch hinterher: „Viel Spaß in der Schule und pass schön auf!“
„Jaaa!“ erwiderte ich und machte auch schon die Tür meines schwarzen Audi S5 zu und startete den Motor. Dann fuhr ich von unserer Einfahrt und winkte nochmal zum Abschied. Ich setzte meine Sonnenbrille auf. Es war ein gute Idee eine mitzunehmen, denn es scheint wieder ein sonniger Tag
zu werden. Glücklicherweise brauche ich nur ca. 10 Minuten zur Schule, denn so hab ich noch genügend Zeit um mit Alice und Rose zu quatschen oder um vielleicht nochmal in die Bücher zu schauen, wie ich es auch gleich tun werde. Mrs. Cohen hatte irgenwie in der letzten Biologie-Stunde eine seltsame Andeutung gemacht, als wenn jemand zur mündlichen Leistungskontrolle rankommen wird.
Ich fuhr die Einfahrt zum Schulparkplatz rauf und sah schon meine zwei Besten an Rosalie's roten BMW gelehnt. Ich parkte neben den Beiden und stieg aus.
„Guten Morgen, Sonnenschein! Wie geht’s uns denn heut?“, wurde ich gleich von Alice begrüßt, die wie jeden Morgen bestens gelaunt war. Rose schien amüsiert von meinem leicht genervten Gesicht zu sein, denn sie kicherte bloß vor sich hin. Gute Laune am Morgen war für mich schwer zu ertragen. Aber was tut man nicht alles? Für meine zwei Besten reiß ich mich doch gern zusammen.
„Hey ihr beiden! Mir geht’s gut... Euch ja anscheinend auch!“, erwiderte ich mit einem Grinsen und nahm Rose und Alice in den Arm. Dann machte ich einen Schritt nach hinten und musterte die Beiden.
„Mensch, ihr seht heut wieder zum Anbeißen aus, meine Süßen!“, lächelte ich. Wir hatten heute früh wohl alle den gleichen Gedanken, denn wir trugen alle einen Rock. Alice einen mit kleinen Blumen drauf, dazu ein weißes Top und weiße Riemchenschuhe. Sie sah einfach nur bezaubernd aus. Auch Rose war eine Augenweide. Wir waren dafür bekannt immer sehr sexy und sehr gut gekleidet auszusehen. Rose hatte heute einen Jeans-Mini an, dazu ein schwarzes Top mit Ausschnitt und schwarze High Heels.
Da wird Emmett bestimmt seine Hände wieder nicht bei sich behalten können. Ich musste schmunzeln.
„Das Kompliment können wir nur zurück geben, Bella!“, kam es nun von Rose. „Ach, nun hört aber auf! Ich werd noch ganz rot...“, ich schaute die Beiden gespielt verlegen an. Auf einmal prusteten wir drei los. Als wir uns dann eingekriegt hatten, meinte Alice: „ So genug rumgealbert, wir müssen noch ins Sekretariat und was wegen der Benefiz-Gala nächsten Samstag fragen! Kommst du mit, Bella?“.
Ich überlegte kurz, dann fiel mir ein, dass ich nochmal in mein Biologiebuch schauen wollte. „Hm... geht ruhig allein! Ich muss nochmal in die Bücher gucken...Ihr könnt mir ja nachher berichten!“, antwortete ich und zwinkerte den Beiden zu.
„Ok, gut! Dann bis gleich in Bio!“, kam es von Rose. Sie ging mit Alice in Richtung Schulgebäude und sie verschwanden sogleich darin. Ich kramte in meiner Tasche nach meinem Biologiebuch, aber es schien ziemlich verkramt zu sein. „Maaan, wo ist denn das blöde Ding?!“, murmelte ich und zog es gleich darauf mit Erleichterung aus der Tasche. Dann öffnete ich die Seite auf der sich die Formen der Zellteilung befanden und ging ebenfalls in Richtung Schulgebäude. Irgendwie musste ich so in der Mitose vertieft gewesen sein, denn ich hatte kaum noch etwas von meiner Umgebung mitbekommen. Erst als mich irgenwas bzw. irgendjemand so angerempelt hatte, dass mir mein Buch, meine Tasche und ein Teil dessen Inhalts auf dem Boden verteilt war. Wie kann man nur so blöd sein?, dachte ich schon ein klein wenig wütend. Gerade als ich mich aufrichten wollte, um diese Person anzumotzen, kam sie zu mir herunter und ich blickte in wundervoll strahlende Augen. Diese Augen gehörten einem echt süßen Jungen, den ich aber zuvor noch nie gesehen hatte. Mir blieb der Mund offen stehen und ich brachte keinen Ton raus. Doch dann übernahm er das reden, worüber ich sehr froh war.
„Hey, tut mir wirklich leid! Hab dich nicht gesehen.... Alles in Ordnung?“, sagte er und half mir meine Sachen aufzuheben. Dann erhoben wir uns fast gleichzeitig und mein Blick war immer noch auf seinen wunderschönen Augen. Ich packte die restlichen Sachen in meine Tasche, räusperte mich und fand endlich meine Stimme wieder: „Hm... Ist schon ok! Ich hätte ja genauso gut aufpassen können...“. Daraufhin lächelte er und mir blieb nichts anderes übrig als dieses zu erwidern. Oh man, wie kann nur so ein süßes Lächeln haben?, war ich schon wieder total in Gedanken. Ich versuchte mich mit einem kaum merklichen Kopfschütteln in die Realität zurück zu holen. Dann schaute ich auf die Uhr und bekam einen Schreck, es müsste gleich klingeln und ich stand immer noch im Flur rum.
„Oh, Oh ich muss zum Unterricht! Danke für's aufsammeln!“, lächelte ich ihn an und ging in Richtung Unterrichtsraum. Ich versuchte mich nicht umzudrehen, scheiterte aber kläglich und drehte mich doch nochmal um. Der sieht einfach so unverschämt gut aus...Ich seh den bestimmt nie wieder..., und wieder war ich total in meinen Gedanken versunken und machte dabei einen Schmollmund. Normalerweise hatte ich keine Probleme einen Typen anzusprechen, der mir gefiel. Ich bin wirklich nicht auf den Mund gefallen und flirte gern. Aber die Begegnung eben hat mir komplett die Sprache verschlagen.
Ehe ich die Tür zum Bio-Raum öffnen konnte, musste ich nochmal tief durchatmen und strich mir mit einer Hand durch die Haare. Ich war vollkommen durch den Wind, konnte mir aber nicht erklären warum. Es war ja nicht das erste Mal, dass ich einem süßen Typen begegnet bin.
Meine Hand wanderte zur Türklinke und öffnete die Tür. Alle saßen schon auf ihren Plätzen, doch Mrs. Cohen war glücklicherweise noch nicht da, ansonsten hätte ich mir bestimmt wieder eine Standpauke in Sachen Pünktlichkeit anhören können. Ich ging geradewegs zu meinem Platz zwischen Alice und Rose. Irgendwie schien ich komisch zu gucken, denn Alice gab einen Kommentar dazu ab.
„Sag mal Bella, ist dir ein Gespenst über'n Weg gelaufen?“, Alice schaute mich verwundert an.
„Naja...hm... so ähnlich!“, murmelte ich und zuckte mit Schultern.
„Wie meinst du das denn jetzt?“, mischte sich nun auch Rose ein.
„Erkläre ich euch später...“, ich versuchte so erstmal abzulenken. Und wie gerufen, kam auch schon Mrs. Cohen in den Raum, sodass die Beiden keine Möglichkeit hatten weiter zu sticheln.
„Entschuldigt meine Verspätung, ich hatte noch etwas Dringendes zu besprechen!“, begrüßte uns unsere Bio-Lehrerin.
„Soviel zum Thema Pünktlichkeit!“, rollte ich mit den Augen. Wir Mädels prusteten los und wurden sogleich ermahnt.
„Was ist so lustig, Ms. Swan?“, fragte Mrs. Cohen mit einem leicht bissigen Unterton.
„Nichts Mrs. Cohen!“, ich setzte ein Engelslächeln auf, daraufhin guckte Mrs. Cohen skeptisch und fuhr mit der gefürchteten Ankündigung einer mündlichen Leistungskontrolle fort.
„Wer möchte uns denn etwas über Formen der Zellteilung erzählen?“, sie hielt kurz inne und schaute in der Klasse herum. Bitte, Bitte nicht ich!, hoffte ich und rutschte tiefer in den Stuhl. Auf einmal blieb ihr Blick auf mir haften, doch dann widmete sie ihre Aufmerksamkeit Jessica, die ebenfalls kaum merklich in ihrem Stuhl nach unten gerutscht war.
„Wie wäre es denn mit ihnen Ms. Stanley?“
„Puh, das war knapp...“, flüsterte ich den Mädels zu.
Jessica hatte es verdient ranzukommen, denn sie ließ mehrfach raushängen, dass sie ja so gut in der Schule ist. Also sollte sie doch die Chance bekommen es zu beweisen. Da fand ich es umso amüsanter, dass sie so gut wie gar nichts wusste. Ich bin sonst kein gehässiger Mensch, aber bei Jessica viel mir das absolut nicht schwer. Wir waren, als ich nach Phoenix gezogen bin, ziemlich gute Freunde, dachte ich zumindest. Doch dann erfuhr ich von Alice und Rose, dass sie ganz schön viel Schlechtes hinter meinen Rücken über mich verbreitet hatte und dies auch noch tut. Da war es vorbei mit der Freundschaft, das musste ich mir nicht bieten lassen. Die beiden Biologiestunden verliefen ziemlich schleppend und ich hatte genügend Zeit wieder an diesen Typen von vorhin zu denken, an seine wunderschönen Augen und an sein strahlendes Lächeln. Ich wurde abrupt aus meinen Gedanken gerissen, als es zur Pause klingelte.
„Gehen wir in die Cafeteria? Draußen ist es so heiß...“, fragte Rose, Alice und ich stimmten mit einem Nicken zu. Als wir in der Cafeteria ankamen fiel mir auf, dass zwei Personen aus unserer Clique fehlten.
„Wo sind denn eigentlich Jasper und Emmet? Hab die Beiden heut noch gar nicht gesehen...“, fragte ich verwundert, denn sowas kam nicht oft vor. Eigentlich treffen wir fünf uns jeden Morgen vor der Schule auf dem Parkplatz, auch wenn wir keinen Unterricht zusammen hatten.
„Die Beiden hatten heute früh kein Geschichte, weil Mr.Stewart wohl krank ist und haben sich mit einem alten Freund getroffen.“, sagte Alice und Rose nickte zustimmend.
„Aha... wenn man vom Teufel spricht!“, grinste Alice und zeigte in Richtung Flur, wo man die Beiden stehen sah. Sie standen dort aber nicht allein, ich konnte aber nicht erkennen wer bei ihnen war. Bestimmt Jemand aus unserem Jahrgang. Erst als Rose Emmett, Jasper und die unbekannte Person zu uns rüber winkte, wurde das Gesicht der Person deutlicher, ich sah ein unbeschreiblich schönes Lächeln. Oh Gott, das darf jetzt nicht war sein... , dachte ich, da sich die drei genau auf uns zu bewegten. Emmett, Jasper und der unverschämt gut aussehende Typ von heut Morgen. Und wieder blieb mein Mund offen stehen. Aus den Augenwinkeln sah ich, das Alice mich verdutzt anguckte, dann ein 'aha'-Gesicht machte und mich anstubste.
„Ah ja.... ich verstehe! Da haben wir ja das berüchtigte Gespenst!“ , stellte sie fest und fing an breit zu grinsen.
„Wie,... was...? Sorry, ich war abgel-...“, stockte ich, denn als nach vorne schaute, standen die drei schon an unserem Tisch. Bervor die Jungs ihre Freundinnen begrüßten kamen sie zu mir und umarmten mich.
„Hey, Bella! Alles klar? Du guckst so komisch!“, bemerkte auch Emmett, dass ich ein wenig durch den Wind war.
Dann gab Jasper Alice zur Begrüßung einen Kuss und setzte sich. Emmett tat es ihm gleich und nahm Rose auf seinen Schoß.
„Na meine Hübsche, ich glaub ich muss dich nachher mal kurz entführen! Du siehst heut aber wieder ganz besonders heiß aus!“, Emmett war hin und weg.
„Ach komm hör auf, mein Schatz!“, Rose legte ihre Hände auf seine Brust und küsste ihn. Die Beiden sind echt so ein süßes Paar, genauso wie Alice und Jasper. Könnte man glatt neidisch werden.
„Ja,ja.... Alles klar!“, sagte ich schnell und mein Blick wanderte wieder zu dem Jungen, der immer noch stand.
„Ach ja, das ist Jacob Black, ein Freund. Er ist vor zwei Jahren aus Phoenix weggezogen.“, stellte mir Emmett den Unbekannten vor. Jacob heißt er, passt zu ihm..., dachte ich und lächelte ihn an.
„Wir hatten heut schon das Vergnügen!“, grinste ich und reichte ihm die Hand.
„So nun offiziell... Ich bin Bella!“
„Hi... Jacob.“, sagte er mit seiner wohlklingenen Stimme. Kurzes Schweigen erfüllte die Runde, bis Jasper sich zu Wort meldete:
„Wie ihr hattet schon das Vergnügen?“, fragte er verwundert.
„Ich hab sie heute Morgen über'n Haufen gerannt“, sagte Jacob und grinste breit.
„Mensch du sollst doch nicht immer unschuldige Mädchen überfallen!“, lachte Rose.
„Ja, ich weiß, aber ich kann mich bei solch hübschen Mädchen einfach nicht zurückhalten!“, säuselte er und zwinkerte mir zu.
„Oh! Euer Freund ist ja ein wahrer Chameur!“, ein lächeln kam mir über die Lippen und ich biss in mein Pausenbrot.
Ich blickte auf die Uhr, die war zu Ende und wir mussten wieder in den Unterricht. Schade... die Pausen sind echt zu kurz, dachte ich und erhob mich. Emmett und Jasper gaben ihren Freundinnen noch einen Kuss und Jacob winkte uns kurz zu und lächelte wieder mit seinem unbeschreiblich schönen Lächeln. Die Jungs gingen schon mal vor, da sie Sport hatten und es zur Sportanlage ein weiterer Weg war, als zu unseren Räumen.
„Machen wir heut nach der Schule was Schönes?“, fragte ich in die Mädelsrunde als wir zum Unterricht gingen. Alice antwortete mit trauriger Miene:
„Ich kann heut leider nicht, muss meiner Mum helfen! Sie scheint momentan einen ziemlichen Putzfimmel zu haben“, Alice verdrehte die Augen.
„Hm... Schade!“, ich machte einen Schmollmund.
„Aber wir könnten Morgen nach der Schule bei uns in den Pool!“, kam es von Rose
„Au ja... das klingt super!“, quietschte Alice und ich stimmte freudig zu.
Ich und Alice verabschiedeten uns von Rose und gingen in unsere Räume. Ich hatte heut nur noch die eine Stunde Englisch mit Alice zusammen, danach hatten wir getrennt von einander Unterricht. In der einen Stunde nahm ich mir vor Alice unaufällig ein bisschen über Jacob auszuquetschen.
„Jacob... scheint echt nett zu sein...“, begann ich, „oder habe ich mich da getäuscht?“
„Jake ist echt ein super netter Mensch! Ich mag ihn total... Wir waren alle ganz schön traurig, als er weggezogen ist. Aber jetzt ist er ja wieder da und geht so schnell nicht wieder weg!“, Alice strahlte und fuhr fort, „ Und er ist nach wie vor sehr beliebt bei den Mädchen, wenn du verstehst was ich meine!“, zwinkerte sie mir mit einem Grinsen zu. Ja und ob ich verstehe..., stimmt ich in Gedanken zu.
„Wir werden in Zukunft bestimmt viel miteinander machen! Vielleicht fahren wir ja sogar geimeinsam in den Urlaub.... Jake hätte bestimmt Lust mitzukommen und dann wärst du auch nicht mehr so allein!“
„Was soll das denn heißen?“, fragte ich entrüstet, denn ich kann mich an keinen Urlaub erinnern in dem ich allein war. Ich hatte immer Jemanden gefunden, mit dem ich mir die Zeit vertrieben habe, wenn die Pärchen beschäftigt waren. Ich grinste bei dem Gedanken in mich hinein.
„Ich mein ja nur...“, verteidigte sich Alice und sah mich mit süßem Blick an.
„Weiß ich ja! Du meinst es ja nur gut“
„Genau.... ich bin nur um dein Wohl besorgt! Und deinem Blick, vorhin in der Cafeteria, nach zu folge, liege ich mit Jake als Urlaubsbegleitung für dich gar nich so falsch, oder?“,Alice grinste breit.
„Wer weiß...?“, gab ich zurück und grinste ebenfalls.
„Soso, du lässt also alles offen, ja?“
Ich gab keine Antwort und zuckte einfach nur mit den Schultern. Ich wollte mir wirklich alles offen lassen, aber ich muss es ja nicht gleich an die große Glocke hängen, wenn da was sein sollte, werden Alice und Rose das schon früh genug erfahren. Ich lass mich einfach überraschen, wenn etwas zwischen mir und Jacob passiert, dann passiert es. Ich werde mich hüten etwas verhindern zu wollen. Und wieder grinste ich bei meinem Gedankengang.
„Ok, keine Antwort ist auch eine Antwort...“, sagte sie gespielt eingeschnappt.
Plötzlich klingelte es, wir packten unsere Sachen ein, gingen aus dem Raum und verabschiedeten uns mit einer herzlichen Umarmung.
„Dann bis Morgen, Süße! Ich freu mich schon auf unsere Poolsession!“, lächelte Alice mir zu.
„Oh ich freu mich auch schon, dann kann ich endlich meinen neuen Bikini ausführen!“ zwinkerte ich ihr zu. Dann trennten sich unsere Wege.
Der restliche Tag war eher ereignislos. Ich hatte meine Hausaufgaben erledigt, am Pool gefaulenzt, meine Nägel lackiert und ging heute ausnahmsweise mal früh ins Bett, in der Hoffnung, dass ich morgen besser aus dem Bett komme...
Dass ihr euch z.B. die Outfits der einzelnen Figuren besser vorstellen könnt, werde ich immer Links
dazu mit dazu schreiben!
Bella's Outfit : www.polyvore.com/bella_kapitel/set?id=14336912
Bella's Auto : http://www.bmwcoop.com/wp-content/images/2009/02/audi-s5-img1.jpg
Rose's Outfit : http://www.polyvore.com/rose_kapitel/set?id=14336993
Rose's Auto : www.blogcdn.com/www.autoblog.com/media/2008/04/02_m3_cabrio_red_450-op.jpg
Alice's Outfit : http://www.polyvore.com/alice_kapitel/set?id=14336697
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Das war das erste Kapitel! Hoffe es hat euch gefallen....
Das Zweite wird bald folgen, dann erfahrt wie es mit der Clique weiter geht! ;)
Würde mich freuen, wenn ihr mir schreiben würdet wie ihr es bisher fandet!
Liebe Grüße,
eure Twilightmausi
Poolsession
Irgendwie hat es nicht so ganz mit meinem Plan von gestern Abend geklappt. Eigentlich bin ich ja früh ins Bett gegangen in der Hoffnung, dass ich vielleicht mal von allein aufstehe. Naja, einen Versuch war es wert. Jedenfalls muss ich den Wecker überhört haben, denn meine Mum stand schon in meinem Zimmer und riss das Fenster auf, sodass mir die Sonne mitten ins Gesicht schien und ich sogar mit geschlossenen Augen geblendet wurde. Dann fehlte ja nur noch, dass sie mir die Decke weg-... Ah ja da war die Decke auch schon weg.
„Guten Morgen Sonnenschein!“, trällerte sie schon voller Elan.
„Morgen...“, grummelte ich noch im Halbschlaf.
„Ich hab gedacht, dass ich dich heute mal etwas früher wecke! Dann brauchst du dich nicht so hetzen.“, das erklärt auch warum mein Wecker noch nicht geklingelt hatte.
„Oh... wow, du bist echt ne Wucht!“, sagte ich darauf mit ein klein wenig Ironie.
„Ja, nicht! So ist deine Mum eben.“, strahlte sie, „Ich geh dann schon mal Frühstück machen!“, und sie verschwand aus dem Zimmer. Ich schüttelte den Kopf und musste lächeln. Meine Mum war wirklich die Beste. Das sagen bestimmt fast alle Kinder von ihren Müttern, aber naja, so ist das halt. Ich wüsste nicht was ich ohne sie machen würde und kann mit ihr über alles reden. Dennoch gibt es gewisse Dinge, über die ich nur mit Alice und Rose spreche. Mum brauch halt nicht alles wissen.
Ich blickte auf die Uhr und mir entwich ein Stöhnen. Da hat mich meine Mutter doch glatt eine halbe Stunde früher geweckt! Irgendwie hat sie ja Recht, so brauch ich mich nicht zu hetzen. Also stand ich auf und streckte mich. Damit begann das allmorgendliche Ritual. Schlafsachen aus, Unterwäsche raus suchen und ab ins Bad, duschen. In der Dusche versank ich kurz in Gedanken.Wie es wohl heute sein wird, wenn ich auf Jake treffe? Das gestern war bestimmt nur 'der Schock' jemand neues auf unserer Schule zu sehen, ...oder so... Ach keine Ahnung, ich lass mich überraschen. War bestimmt bloß Schwärmerei, wie es mit Sicherheit gestern bei vielen Mädchen war, als sie Jake gesehen hatten. Er sieht aber auch gut aus... So das reicht jetzt aber! Mit einem Kopf schütteln unterbrach ich mich in Gedanken und stieg aus der Dusche. Nur noch Zähne putzen, Schminken und Haare machen, dann war ich fertig im Bad. Ich ging in mein Zimmer, um mir Klamotten für die Schule rauszusuchen und war erstaunt wie schnell das heute ging. Gezielt griff ich zu einem lilafarbenen Sommerkleid, welches man hinterm Nacken zusammen binden konnte und zu weißen Sandalen mit Absatz. Um mein Werk zu betrachten, stellte ich mich vor meinen 'Ganzkörperspiegel', wie ich ihn immer nannte und drehte und wendete mich davor und kam zu dem Entschluss.... Sommerlich frisch! Super... Als ich dann fertig war, nahm ich noch eine weiße Tasche und eine passende Sonnenbrille und ging runter in die Küche. Der Frühstückstisch war ja dank meiner Mum schon gedeckt.
„Du siehst bezaubernd aus, Bella! Das Kleid steht dir wirklich gut.“
„Danke Mum, es ist auch total bequem! Genau das Richtige bei diesem Wetter!“, ich setzte mich an den Tisch und nahm mir eine Schüssel und füllte Müsli und Milch hinein.
„Wem sagst du das! Bei uns im Büro war gestern die Klimaanlage kaputt und wir sind fast umgekommen.“, rollte meine Mutter mit den Augen.
„Das ist ja doof, aber heute ist sie doch bestimmt wieder in Gange, oder? Das sind ja keine Arbeitsbedingungen.“, sagte ich und nahm einen weiteren Löffel Müsli in den Mund.
„Jaja, hab mich gleich drum gekümmert! Sag mal, wollt ihr Mädels nicht auch Etwas gegen die Hitze tun? Ihr könntet doch Eis essen gehen oder euch bei uns an den Pool legen!“
„Mhm...“, stockte ich, da ich den Mund voll hatte. „Wir treffen uns heute nach der Schule bei Rose und sind dort am Pool!“
„Ach so, na dann ist ja gut! Vielleicht könnten wir ja auch mal wieder am Wochenende ein Barbecue veranstalten! Ich bin mir sicher, dass die Hales und die Cullens Lust dazu hätten!“, meine Mum überschlug sich fast. Wenn es hieß, es kommen Gäste oder es ist eine Party geplant, dann ist sie vollkommen außer Rand und Band.
„Bestimmt... Das müssen wir ja nicht jetzt besprechen! Ich muss nämlich los...“, verriet mir der Blick auf die Uhr. Ich verabschiedete mich von meiner Mum, schnappte meine Sachen und ging zum Auto.
Der Unterricht verging relativ schnell, worüber ich auch ziemlich froh war. Ich freute mich schon riesig auf den Nachmittag.
Zu meiner Verwunderung hab ich Jake heute gar nicht in der Schule gesehen. Nicht das ich darüber traurig bin... Mich wundert's halt.
Wir Mädels trafen uns nach dem Unterricht nochmal kurz bei den Autos.
„Sag mal Bella hab ich dir heute eigentlich schon gesagt, dass du heute zuckersüß aussiehst?“, strahlte mich Alice an und Rose stimmte ihr mit einem Nicken zu.
„Ähm...Nein, ich glaub nicht! Aber vielen Dank.“, grinste ich die Beiden an.
„So nun zum eigentlichen Punkt! Ich fahr jetzt nach Hause und hol meine Badesachen und vielleicht noch ein bisschen Obst. Dann komm ich gleich zu dir, ok Süße?“, versuchte ich die Sache ins rollen zu bringen.
„So mach ich das auch! Und vergesst nicht, wir müssten heut nochmal wegen der Benefiz-Gala nächsten Samstag quatschen! Das ist wichtig! Dann bis später....“, Alice warf uns einen Luftkuss
zu, stieg dabei in ihren kanariengelben Porsche und fuhr los.
„Jaja unsere Partyplanerin! Aber sie hat Recht, wird Zeit. Wir können ja auch schon mal einen Tag zum Kleider shoppen ausmachen! Ist ja auch irgendwie wichtig, oder?“, Rose lächelte zum anbeißen süß.
„Na klar ist das wichtig! Also ich hab kein Kleid für die Gala... Dann würd ich sagen, wir sehen uns später bei dir am Pool!“, ich gab Rose einen Kuss auf die Wange und stieg auch in meinen Wagen und fuhr nach Hause. Dort warf ich meine Schulsachen auf's Bett und packte meine Badesachen- Bikini, Handtuch und Sunlotion. So schnell wie ich gekommen war, war ich schon wieder auf dem Weg zu Rose.
Dort angekommen, ging ich geradewegs in Rose Zimmer, um mich umzuziehen. Ich hatte keine Probleme damit einfach ins Haus zu spazieren, es war ja schließlich, wie auch das Haus von Alice, schon mein zweites zu Hause. Dann ging ich runter zu den Mädels an den Pool. Die Beiden hatten es sich schon gemütlich gemacht, ließen sich die Sonne auf ihre Körper scheinen und sahen dabei wieder zum Anbeißen aus. Rose trug einen sexy schwarzen Monokini und Alice einen süßen bunt-gestreiften Bandeau-Bikini. Sie scheinen gar nicht mitbekommen zu haben, dass ich gekommen bin, jedenfalls blieben sie regungslos liegen.Das nutze ich aus... , ich rieb mir die Hände und tüftelte schon einen Plan aus. Ich machte leise kehrt und holte aus der Küche ein kleines Behältnis. Damit ging ich zum Rand des Pools und füllte es mit Wasser. Gerade als ich mich erheben wollte, merkte ich eine Hand auf meinem Rücken. Just in diesem Moment verlor ich die Balance, warf vor Schreck den Becher nach hinten und fiel direkt in den Pool. Als ich wieder auftauchte, musste ich erstmal nach Luft schnappen. Wer war das?, fragte ich mich und drehte mich um, um eine Antwort zu bekommen. Was mich da erwartete, ließ mich breit grinsen, obwohl ich eigentlich böse gucken wollte. Vor mir am Poolrand stand Jacob nur mit Badeshorts bekleidet und streckte mir die Hand hin um mir rauszuhelfen. Ich nahm seine Hand und er zog mich aus dem Pool. Wir standen uns gegenüber und was meine Augen zu sehen bekamen, ließ mich nur noch breiter grinsen. Ein Traum von einem Mann, diese Muskeln, der Wahnsinn! Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen Adonis steht vor mir. Auch Jake begutachtete mich genau und ihm schien ebenfalls zu gefallen, was er sah, denn er grinste mindestens genauso breit wie ich.
„Welcher von euch Witzbolden hatte denn diese glorreiche Idee?“, ich trat einen Schritt zurück, stemmte die Arme in die Seite und funkelte die drei Jungs böse an. Sie standen da wie drei Schelme höchst persönlich, die man gerade bei einem Streich erwischt hatte.
„Mal anders gefragt, was wolltest du denn eigentlich mit dem Becher am Pool machen? Doch nicht etwa Rose und Alice nassspritzen?“, Emmett hielt den Becher triumphierend hoch und grinste frech.
„Was höre ich hier? Bella du kleine -...“, und schon nahm mich Alice in den Schwitzkasten und rubbelte mit ihrer Hand in meinen nassen Haaren rum.
„Ich ergebe mich! Ja ich wollte mir einen kleinen Spaß erlauben!“, ringte ich nach Luft und Alice ließ mich los. Wir fingen an loszulachen. Muss bestimmt komisch ausgesehen haben, wie die kleine zierliche Alice handgreiflich wurde.
Als wir uns beruhigt hatten fanden wir uns auf den Liegestühlen ein.
Jacob's POV
Wann kommen die denn endlich..., dachte ich ungeduldig und blickte auf die Uhr. Da stand ich nun vor unserer Einfahrt und wartete auf Emmett und Jasper, dass die Beiden mich endlich mal abholen kommen. Also Pünktlichkeit war noch nie wirklich deren Stärke. Aber so waren sie nun mal, meine zwei Besten. Wie hätte ich auch erwarten können, dass sie sich in zwei Jahren ändern? Eigentlich bin ich ja froh darüber. Sie waren immer noch die gleichen Chaoten, natürlich im positiven Sinne, wie früher.
Als mein Dad damals meinte, dass wir umziehen müssen, hat es mich getroffen wie der Schlag. Ich sollte wirklich alles zurücklassen? Mein zu Hause, meine Freunde, mein Leben? Am Anfang war es wirklich schwer von hier weg zu gehen. Doch ich hab mich mit der Zeit eingelebt und bin eigentlich gut zurecht gekommen. Dann war es wieder komisch nach Phoenix zurück zu kommen. In zwei Jahren kann viel passieren. Aber ich freute mich so sehr meine alten Freunde und unser altes Haus wiederzusehen. Alle Bedenken, in meine alte Heimatstadt zurück zu kehren, waren wie weggeblasen. Meine Freunde wieder in die Arme zu schließen war so ein unbeschreibliches Gefühl. Ich war glücklich. Um so mehr freute es mich ein neues Mitglied in unserer Clique begrüßen zu dürfen- Bella. Und dazu noch so ein hübsches. Als ich ihr das erste Mal übern Weg gelaufen bin, im wahrsten Sinne des Wortes, hatte sie mich sofort in ihren Bann gezogen. Mit ihren wundervoll braunen Augen, ihrer Stimme und nicht zu vergessen ihrer makellosen Figur. Ich hab mir dann aber gedacht, dass ich sie bestimmt nie wieder sehen werde. Naja, manchmal kommt es halt anders als man denkt! Freu mich schon darauf sie näher kennen zu lernen. Mal sehen, was noch so passiert... Ich musste bei dem Gedanken grinsen.
Bei mir war es jetzt schon wieder länger her, dass ich was mit nem Mädchen hatte. In den zwei Jahren, als ich weg war, hatte ich nur Affären, nichts Ernstes. Es macht mir Spaß etwas Ungezwungenes mit nem Mädel zu haben, so ohne jede Verpflichtung. Also keine Beziehung. Ich hab immer darauf geachtet, dass die Fronten vorher geklärt wurden. Nur Sex, nicht mehr. Wenn das klar war, war es die beste Nebensache der Welt. Klar ist es öfter vorgekommen, das sich ein Mädchen in mich verliebt hatte, aber dann hab ich ihr halt schonend beigebracht, dass ich ihr nicht das geben kann was sie will. Ich bin nicht der Typ, der Mädchen weh tut nur um sie ins Bett zu kriegen.
Wieder blickte ich auf die Uhr. Langsam können sie aber echt kommen. Ich will endlich an den Pool. Der Gedanke an Bella im Bikini ließ meine Ungeduld nur größer werden. Es ist wie bei einem kleinen Kind, was eine Wundertüte bekommt und wissen will, was drin ist. So ungefähr jedenfalls.
Dann endlich sah ich, wie Emmett mit seinem schwarzen Range Rover um die Ecke bog.
„Hey ihr Schnarchnasen! Ihr lasst wohl euren besten Kumpel gern warten!“, lachte ich als ich die Tür aufmachte und einstieg.
„Ey sorry, Alter! War noch mit meinem Baby in der Wäsche.“, kam es von Emmett. Der Wagen setzte sich in Bewegung und es ging endlich in Richtung Rose Haus.
„Ich hab versucht ihm das auszureden, bin aber kläglich gescheitert!“, versuchte sich Jasper für die Verspätung zu entschuldigen.
„Du hast bestimmt dein Bestes versucht... Ist ja ok! Ich hab's überlebt und außerdem bin ich ja nichts anderes von euch gewohnt!“, für diese Aussage bekam ich von vorne eine geboxt.
Als wir dann ankamen, musste ich wie immer das Haus der Hales bewundern. Es war relativ groß, die Fassade war in einem hellen Braunton gestrichen, es hatte große Fenster, unter diesen befanden sich Blumen und über der Haustür war eine Art Bogen. Im Großen und Ganzen war es wirklich ein geiles Haus, in dem man sich echt wohl fühlt.
Meine Neugier wurde immer größer, als wir in Richtung Haus gingen. Warum mache ich mich denn eigentlich so verrückt? Ist ja nich das erste Mal, dass ich ein heißes Mädchen in Bikini sehen werde. Tief durchatmen..., ich versuchte wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Wir drei gingen geradewegs ins Haus. Für jeden Außenstehenden sieht das bestimmt nicht ganz legal aus, aber wir gehören ja irgendwie zur Familie. Vor der Tür zur Terrasse blieben Jasper und Emmett abrupt stehen.
„Was ist denn los?“, schaute ich die Beiden fragend an.
„Bella...“, flüsterte Emmett, zeigte in Richtung Pool und legte den Zeigefinger auf den Mund. Aber warum sollten wir denn leise sein? Ich schaute noch mal zu Bella, die gerade am Wasser hockte. Ah ja, ich ahne was... Und da zog sich Emmett auch schon die Badelatschen aus und schlich in Richtung Pool. Dann sah ich nur noch wie er Bella einen Schubs gab und sie im hohen Bogen in den Pool flog. Jasper und ich prusteten los. Das sah aber auch zu komisch aus. Doch Gentleman wie ich war, ging ich zum Poolrand und reichte ihr meine Hand. Sie tauchte auf und drehte sich um. Da waren sie wieder, diese wundervollen braunen Augen, mit denen sie mich in diesem Moment ziemlich groß anguckte und grinste. Also, wenn ich gerade Opfer eines solchen Streichs gewesen wäre, hätte ich, glaub ich, nicht so gegrinst. Aber naja, jedem das seine! Sie nahm meine Hand und ich zog sie aus dem Pool. Wir standen uns gegenüber. Wow..., das sind ja bessere Aussichten als ich gedacht hab! Da stand sie nun vor mir, mit ihrer makellosen Figur. Diese Kurven trieben mir ein Grinsen auf die Lippen. Na das nenn ich mal ne Wundertüte... Unser Blickkontakt wurde unterbrochen, als Bella einen Schritt zurück machte und den Übeltäter ausfindig machen wollte. Emmett lenkte aber erfolgreich ab, in dem er die ganze Aufmerksamkeit auf Bella lenkte. Sie hatte anscheinend auch nichts Gutes im Sinn. Ich schaute mir dieses hübsche Ding an, wie sie da in ihrem knappen schwarz-goldenen Bikini stand und Wasserperlen über ihre leicht gebräunte Haut rannten. Manno man... die ist echt heiß!, dachte ich und stand immer noch grinsend da. Ich wurde wieder in die Realität zurück geholt, als Alice auf Bella zu stapfte und sie in den Schwitzkasten nahm. Ich schüttelte kaum merklich den Kopf, irgendwie musste ich wieder einen klaren Gedanken fassen. Die Anderen fingen an zu feixen, ich wusste zwar nicht warum, aber ich lachte einfach mit.
Bella's POV
Ich positionierte mich auf meiner Liege und hatte somit perfekte Aussicht auf Jake, der schräg von mir lag. Ein Schweigen erfüllte unsere Runde, welches dann aber von Alice unterbrochen wurde.
„Also Leute, ich hab gestern nochmal mit Ms. Huber wegen der Benefiz-Gala gesprochen und sie meinte, dass ich die Gästeliste noch fertig stellen muss und die Einladungskarten gedruckt werden müssen. Also, wer kommt von eurer Seite alles?“, sie zog einen Block und einen Stift aus ihrer Tasche und machte sich bereit zum schreiben.
„Hm... naja bei mir kommen meine Eltern!“, ich überlegte kurz, „Ja... nur die Beiden!“, sagte ich nach meiner kurzen Überlegung.
„Bei mir sieht's nicht anders aus! Aber, ob ich meinen Bruder mitnehme, weiß ich noch nicht...“, Rose grinste Jasper frech an und dieser zog nur eine Grimasse.
„Dann nehme ich ihn halt mit!“, Alice steckte Rose ihre Zunge raus. Ich musste kichern, denn die Beiden sahen so niedlich aus, wenn sie sich wie kleine Kinder zankten.
„Ok gut, ich schreib das gleich mal auf.... Wie sieht's mit deinen Eltern aus Emmett? Kommen beide?“, Alice war wieder total in ihrem Element. Parties planen konnte sie, das musste man ihr lassen.
„Mein Dad kann nicht. Der ist übers Wochenende auf Geschäftsreise! Also kommt meine Mum alleine.“, sagte Emmett mit leicht traurigem Gesicht. Sein Vater war immer ziemlich viel unterwegs und ließ seine Frau und Emmett ziemlich oft allein. Ziemlich doof für ihn und seine Mutter. Aber zum Glück hat er ja uns, die ihn immer wieder aufbauen und seine Mum hat ja meine Mutter, Alice Mutter und Rose Mutter. Sie also bestens 'versorgt'. Wenn man es genau nimmt sind wir eine ziemlich große Clique. Aber nur wenn man die Eltern noch mitzählt.
„Und was ist mit dir, Jake?“, meine Aufmerksamkeit war wieder voll bei ihm. Ich lächelte ihn an.
„Mein Dad kommt sicher auch! Der hilft doch gern bei gemeinnützigen Sachen.“, er lächelte mich mit diesem atemberaubenden Lächeln an.
„Und deine Mum? Kommt sie denn gar nicht mit?“, für mich war das eine ganz normale Frage, aber
als ich in die Gesichter der Anderen blickte, wagte ich das zu bezweifeln. Sie schauten mich an als hätte ich was Falsches gesagt. Irgendwie so vorwurfsvoll. Dann sah ich zu Jacob. Sein Lächeln von eben war weg, er guckte mich mit leerem Blick an.
„Was ist? Hab ich was Falsches gesagt?“, ich war mir keiner Schuld bewusst, bis mich Jake aufklärte.
„Meine Mum ist vor vier Jahren bei einem Autounfall gestorben...“, sagte er mit Schmerz erfüllter Stimme. Autsch..., das war ein riesengroßes Fettnäpfchen in das auch wieder nur ich treten konnte.
„Oh, das wusste ich nicht, Jake. Es tut mir so leid...“, mir stockte der Atem. Wie konnte ich nur so dumm sein. Armer Jake und ich blöde Kuh musste wieder seine alten Wunden aufreißen. Ich konnte ihm nicht in seine Augen gucken und blickte stattdessen auf den Boden. Bloß nicht in sein trauriges Gesicht gucken. Dabei würde ich mich nur noch schlechter fühlen. Dieses Schweigen bringt mich um. Kann nicht einer was sagen..., dachte ich, während ich immer noch auf den Boden sah.
„Gut, dann weiß bescheid und kann die Einladungskarten schreiben und drucken lassen! Könnte mir dann vielleicht jemand einen Gefallen tun und sie abholen, wenn sie fertig sind? Ich sag dann Bescheid, wenn es soweit ist.“, danke Alice war meine Rettung. Sie wusste aber auch genau wie sie mir aus dem Fettnäpfchen hilft.
„Das mach ich! Dann kann ich dir wenigstens ein bisschen helfen.“, sagte ich, denn Alice hat fast die ganze Planung der Benefiz-Gala auf sich genommen und ließ sich nur selten helfen.
„Also ich weiß nicht was ihr macht, aber Jasper und ich gehen jetzt schwimmen!“,
„Wir kommen mit!“, Rose zog Emmett von der Liege und lief in Richtung Pool. Mit einem großen Satz sprang Emmett vom Poolrand und machte eine Arschbombe ins kühle Nass. Na toll, da war es
wieder, das unbehagliche Gefühl. Jake und ich allein und lag ich immer noch auf meiner Liege und wusste nicht was sagen sollte. Ich traute mich aber auch nicht ihn anzusehen. Viel zu peinlich war mir mein Sprung ins Fettnäpfchen. Also beschloss ich die Augen zu schließen, in der Hoffnung mir würde gleich etwas einfallen, um von meinem Fauxpas abzulenken. Doch dann merkte ich, wie sich jemand auf den Rand meiner Liege setzte..
„Es war Emmett...“, sagte Jake ganz locker und ich wusste nicht so recht was er meinte.
„Äh...hm... Was war Emmett?“, schaute ich ihn verwirrt an.
„Er hat dich vorhin in den Pool geschubst! Ich denke es ist meine Pflicht als Gentleman und Charmeur dir das zu sagen!“, sagte er mit einem Ausdruck im Gesicht, welcher mich wie Butter dahin schmelzen ließ.
„Oh... das ist ja sehr aufmerksam von dir! Danke, für die Auskunft, Jake! Ich weiß das sehr zu schätzen.“, ich zwinkerte ihm zu.
„Du Bella, das mit meiner Mum konntest du nicht wissen! Mach dir keinen Kopf, ich hab gelernt damit klar zu kommen.“, diesmal zwinkerte er mir zu und lächelte. Ich mochte sein Lächeln sehr. Schon bei unserer ersten Begegnung war ich wie hypnotisiert. Obwohl ich ihn heute erst das zweite Mal sah, kann ich schon sagen, dass ich mich in seiner Gegenwart pudelwohl fühle und gern in seiner Nähe bin.
„Wo warst du heut Vormittag eigentlich? Hab dich gar nicht in der Schule gesehen!“, kam es mir plötzlich wieder in den Sinn.
„Hast mich vermisst, ja?“, er grinste schief.
„Oh ja sehr... Ich kann einfach nicht mehr ohne dich!“, spielte ich sein Spiel mit und stubste ihn mit meinem Ellenbogen in die Seite.
„Bin erst ab nächste Woche offiziell in der Schule gemeldet! Wir müssen uns ja erst wieder einleben und so hab ich noch frei!“, und wieder zwinkerte er mir zu.
„Das ist ja gemein! Ich will auch frei haben...“, ich machte einen Schmollmund.
„Aber naja, sind ja nur noch zwei Wochen, dann haben wir auch erstmal Sommerferien.“, versuchte ich mich zu trösten.
„Na wollen wir zwei Hübschen auch ein Sprung ins kühle Nass wagen? Mir ist irgendwie so heiß...“, Jake grinste verschmitzt, stand auf und reichte mir seine Hand. Ich nickte zustimmend, denn bei dieser Aussage fehlten mir die Worte. Ich nahm seine Hand gern an und wir gingen zum Pool und sprangen Hand in Hand hinein. Es verging eine Weile ehe wir sechs aus dem Wasser kamen, um uns eine Pause gönnen. Erschöpft ließen wir uns alle auf die Liegen fallen und relaxten.
„Soll ich euch mal was sagen? Ich hab richtig lust tanzen zu gehen...“, kam es aus heiterem Himmel von Rose.
„Rose, wir haben morgen Schule!“, stellte Emmett fest.
„Ich mein ja auch am Samstag, Dummerchen!“, sie gab ihm einen sanften Stoß in die Seite und verdrehte mit einem Lächeln die Augen.
„Au ja, dann können wir uns aufbrezeln und es so richtig krachen lassen!“, Alice sprang auf und tanzte und drehte sich auf der Stelle.
„Wo wollen wir denn hin?“, mischte ich mich auch ein.
„Ein Bekannter von mir hat einen neuen Club eröffnet! Der heißt irgendwie 'Cosmopolitan'! Dort ist
am Samstag eine große Eröffnungsparty und ich würde euch gern dorthin einladen. So als Wiedersehens-/Kennenlernparty.“, beim letzten Satz zwinkerte er mir zu und ich verfiel wieder seinem Charme und setzte ein Lächeln auf.
„Das hört sich ja gut an! Man, du weißt echt wo was los ist!“, Jasper klopfte seinem Freund auf die Schulter.
„Da freu ich mich schon drauf!“, ich warf meine Arme in die Luft und bewegte sie hin und her.
„Also dann Samstag Abend im 'Cosmopolitan'!“, sagte Jake abschließend.
Wir blieben noch eine Weile am Pool sitzen und quatschten noch ein bisschen. Bis dann alle nach und nach, nach Hause fuhren. So auch ich... Im Auto dachte ich schon mit voller Vorfreude ans Wochenende.
Samstag wird bestimmt total geil. Ich freu mich schon riesig. Da hatten wir alle etwas gemeinsam. Wenn es um Parties geht sind wir alle dabei und lassen es ordentlich krachen.
Jetzt muss ich nur noch drei Tage Schule hinter mich bringen und dann heißt es wieder 'Party like a Rockstar'!
Hier wieder ein bisschen Anschauungsmaterial:
Bella's Outfit: www.polyvore.com/bella_kapitel_poolsession/set?id=14704221
Alice's Auto: http://images2.fanpop.com/images/photos/7300000/Alice-s-Yellow-Porsche-911-Turbo-the-cullen-cars-7345501-468-300.jpg
Emmett's Auto: http://www.tuningblogger.de/uploaded_images/Range_Rover_Sport_schwarz_1.jpg
Pool Outfits der Mädchen: www.polyvore.com/die_m%C3%A4dels_kapitel_poolsession/set?id=14704454
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Soo ihr Lieben, das war mein Zweites Kapitel!
Ich hoffe sehr es hat euch gefallen....
Würde mich total über Kommentare freuen!
Knutschi, eure Twilightmausi
Partyvorbereitungen und ein Zwischenfall
Hallo ihr Lieben!
Hier wieder ein neues Kapitel! ^^
viel Spaß beim lesen...
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Kapitel 3 - Shoppingtour und ein Zwischenfall
Das ist das perfekte Leben! Ich am Strand... mit einem leckeren Cocktail in der Hand und haufenweise gut aussehende Typen um mich rum, die mir jeden Wunsch von den Augen ablesen. Diese Ruhe... einfach herrlich.
'Every night I rush to my bed
With hopes that maybe I'll get a chance to see you
When I close my eyes...'
Maaan wo kommt denn jetzt die Musik her?
Und vorbei ist es mit der Stille.
'I'm going out of my head
Lost in a fairytale
Can you hold my hands and be my guide...'
Noch mit geschlossen Augen tastete ich meinen Nachttisch ab, um mein Handy zu greifen. Ich schaute erst gar nicht, wer mich aus meinem wundervollen Traum gerissen hat, sondern ging gleich ran.
„Ja?“, grummelte ich in den Hörer.
„Hallöchen!“, trällerte es am anderen Ende der Leitung. Das kann doch nur eine
Person sein!
„Alice!“, stellte ich mit brummiger Stimme fest.
„Man, woher weißt du das?“
„Wer sonst außer dir, ist am frühen Morgen schon so gut gelaunt?“, langsam richtete ich mich auf und rieb mir schlaftrunken die Augen.
„Haha... Bella? Hast du schon auf die Uhr geguckt? Das mit dem frühen Morgen haut wohl nicht mehr ganz hin!“
Bei diesem Satz wanderte mein Blick zur Uhr und ich stöhnte. Es war doch erst halb elf! Für einen Samstag ist das vollkommen in Ordnung. Samstag! Stimmt. Wochenende. Hätte ich ja fast vergessen. Heute Abend gehen wir in den neuen Club 'Cosmopolitan'. Da hab ich mich schon die ganze Zeit drauf gefreut.
Endlich ist Samstag!
„Für mich, ist das für einen Samstag noch viel zu früh!“, maulte ich und fuhr fort,
„Warum rufst du denn eigentlich an? Ist was passiert?“
„Nein, passiert ist nichts. Ich wollte einfach nur fragen, ob du Lust hast mit mir heute Nachmittag ein bisschen shoppen zu gehen?“
„Und diese Frage hätte nicht bis heut Mittag warten können? Was ist mit Rose?“, ich strich mir ein paar Strähnen aus dem Gesicht und setzte mich schwerfällig auf die Bettkante.
„Na, weiß ich denn, ob du dir dann nicht schon was anderes vorgenommen hättest?“, versuchte sich Alice zu rechtfertigen. „Ja und Rose, die kann leider nicht. Hab vorhin mit ihr telefoniert und sie meinte, dass sie heute Nachmittag bei ihrem Onkel, oder so, zum Geburtstag muss. Aber heut Abend ist sie auf jedenfalll dabei! “
„Ach so... Ja klar komm ich mit. Ich glaub ich bräuchte sowieso noch was für heut Abend zum anziehen. Treffen wir uns um Zwei an der Mall?“
„Au fein! Das ist super! Ich freu mich schon! Dann bis nachher um Zwei!“, quietschte Alice vergnügt.
„Ok, bis später dann!“, ich legte auf. Am liebsten hätte ich mich nochmal hingelegt, aber dann kamen mir wieder die Worte meiner Mum in den Sinn: 'Bella, sei doch bitte so lieb und räum dein Zimmer morgen auf, ja?', hatte sie gestern gesagt. Mein Blick wanderte durch den Raum. Da ein Berg Wäsche, dort meine Schulsachen auf dem kompletten Schreibtisch verteilt, oh, da ist noch ein Berg Wäsche. Als letztes fiel mein Blick auf den überquellenden Papierkorb, wo sich ringsherum schon das zusammengeknüllte Papier stapelte. Ich denke meine Mum hat Recht! Ich sollte wohl aufräumen.
Mit einem Seufzen stand ich vom Rand meines Bettes auf. Mühsam entledigte ich mich meiner Schlafsachen und schlüpfte in ein bequemes Top und kurze Shorts. So erstmal muss ins Bad. Dort angekommen stützte ich mich mit beiden Händen links und rechts am Waschbeckenrand ab und blickte in den Spiegel. Warum fühl ich mich so geplättet, als hätte ich die ganze Nacht durchgefeiert? Wir gehen doch heut Abend erst tanzen! Gestern hatte ich es eher ruhig angehen lassen. War ein bisschen im Internet und hab gestern einen meiner Lieblingsfilme geschaut. 'Mean Girls- Vorsicht Bissig!'. Einfach nur zu geil. Dabei hab ich mir meine Nägel dunkelrot lackiert. Ich hätte auch gern den Abend mit meinen Eltern verbracht, aber die waren mit den Hales und Emmetts Mum bei den Cullens zum Spieleabend. Jacobs Dad war auch da, meinte mein Dad. Er hat sich wohl super mit ihm verstanden. Ich war gestern noch wach als meine Eltern, leicht angetrunken, nach Hause kamen. Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln. Der Abend schien den beiden wirklich gut gefallen zu haben. Jedenfalls haben sie mir gestern noch jedes Detail vergnügt erzählt. Mir sind fast die Augen zu gefallen. Aber ich freue mich, dass sich meine Eltern so gut mit den Eltern meiner Freunde verstehen.
Ich drehte den Wasserhahn auf und wusch mir das Gesicht mit kaltem Wasser. Erstmal wach werden! Dann bürstete ich mir die Haare und machte einen lockeren Zopf. 'knurr...Grummel' Oh...Ich werd erstmal was essen. So geschwächt kann ich doch nicht aufräumen! Ich musste grinsen. Auf dem Weg in die Küche lief mir mein Dad entgegen.
„Morgen Dad! Na alles gut?“, fragte ich mit kleiner Anspielung auf gestern Abend und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Morgen ist gut, meine Kleine!“, der Zweite der mich darauf hinweisen muss. Ich könnte wetten meine Mum kann sich auch nicht zurückhalten.
„Ich weiß nicht was du meinst. Also mir geht’s super! So viel hab ich doch gestern gar nicht getrunken!“, er machte eine Unschuldsmiene. Ich musste lachen bei diesem Anblick.
„Jaja... wer's glaubt!“, dafür wuschelte er mir durch die Haare. Es macht solchen Spaß meinen Dad zu ärgern. Dann knurrte mein Magen wieder laut.
„Geh mal was essen, sonst fällst du mir noch vom Fleisch!“, mein Dad nickte einmal kurz und ging die Treppe hoch. Ich setzte meinen Weg in die Küche fort und machte mir zeitgleich- dank meines Dads- einen neuen Zopf.
„Na mein Schatz, hast du gut geschlafen?“, Oh, wow, kein 'Du hast ja heute wieder ganz schön lang geschlafen!? , ich bin erstaunt. Mum gab mir zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange. Wie gewohnt griff ich zu einer Schüssel, dem Müsli und der Milch. Ich weiß gar nicht wie viele Male ich schon Müsli zum Frühstück gegessen hab. Naja egal, es ist einfach und geht schnell. Genau das Richtige für einen Langschläfer wie mich.
„Und was hast du heut schönes geplant?“, fragte meine Mum während sie den Geschirrspüler ausräumte. Upps, das sollte ich ja machen. Naja... wenn sie nichts sagt, kann ich auch nichts dafür.
„Ich treff mich nachher um Zwei mit Alice in der Mall. Wir wollen ein bisschen schnökern! Ja und heut Abend gehen wir mit den anderen vier in einen neuen Club.Wird bestimmt lustig!“, ich war ganz euphorisch, wenn ich an heut Abend dachte. Ich liebe es mich aufzubrezeln und zu feiern.
Ein Löffel Müsli wanderte in meinen Mund.
„Was macht ihr beide denn am Abend?“, sagte ich kauend.
„Wir wollen doch heut ins Kino! Wir wissen zwar noch nicht wirklich was wir gucken sollen, aber da wird sich schon was finden!“, sie zuckte mit den Schultern und stellte den letzten Teller in den Schrank. Nun stellte sich meine Mum mit dem Hintern an die unteren Küchenschränke und sah mich besorgt an.
„Tu mir aber bitte einen Gefallen und sei vorsichtig! Und trink nicht so viel! Wer fährt denn von euch Kindern?“
„Mum!“, ich schürzte die Lippen und sah sie empört an.
„Ja okay! Wer fährt von euch Jugendlichen/Heranwachsenen?“, sie grinste und verdrehte theatralisch die Augen. Ich hasse es, wenn sie zu mir und meinen Freunden 'Kinder' sagt. Wir sind keine Kinder mehr. Na gut vielleicht benehmen wir uns manchmal wie welche, aber das tut jetzt nichts zur Sache!
„Ja ich werd vorsichtig sein und wir nehmen uns bestimmt ein Taxi! Du Mum... Ähm... hättest du was dagegen, wenn wir, bevor wir in den Club gehen, uns hier etwas aufhalten?“, ich setzte einen Dackelblick auf.
„Ja, aber nur wenn ihr kein Caos hinterlässt!“, sie hob drohend den Zeigefinger.
„Ich bin ja schon groß und pass auf!“, ich stellte meine Schüssel in den Geschirrspüler und fiel meiner Mum um den Hals.
„Danke, danke! Du bist die Beste! Um zehn sind wir dann auch verschwunden!“, ich drückte sie ganz fest.
„Ich vertrau dir, dass ihr keinen Blödsinn macht!“, sagte sie eindringlich. Ich nickte eifrig, drehte mich um und ging in Richtung Treppe. Als ich gerade einen Fuß auf die erste Stufe setzten wollte, kam noch etwas aus der Küche.
„Ach ja! Bella?“
„Mhm?“, ich schloss die Augen, mit der Befürchtung, dass jetzt nichts Gutes kommt.
„Denkst du bitte daran dein Zimmer aufzuräumen? Oder ich überleg mir das nochmal mit heut Abend!“, ihre Stimme klang ziemlich fordernd.
„Wird erledigt, Boss!“, mit einem Schmunzeln der Erleichterung, lief ich die Treppe hoch und dann erstmal ins Bad, Zähne putzen. Dann ging ich in mein chaotisches Zimmer und widmete mich meinen Wäschebergen und was sonst noch so anfiel.
Das Aufräumen ging relativ zügig und ich war pünktlich zum Mittagessen fertig. Heute gab es Kartoffelauflauf. Nicht mein Lieblingsessen, aber trotzdem lecker.
Mein Blick ging zur Uhr. Nur noch eine Stunde, bis ich mich mit Alice in der Mall treffe. Das heißt fertig machen und los!
Geduscht hatte ich gestern bevor ins Bett gegangen bin. Ich denke nach dem shoppen hab ich das nötiger als jetzt. Ich ging wieder in mein Zimmer und suchte was schlichtes zum anziehen. Bequem muss es sein. So ein Shoppingausflug mit Alice kann schon ziemlich anstrengend werden. Ich öffnete das Fenster und streckte einen Arm raus. Wie nicht anders zu erwarten, ist es jetzt schon ziemlich heiß draußen. Also was Luftiges. Mit vor der Brust verschränkten Armen stand ich in der Tür meines Kleiderschranks. Ich ließ meinen Blick umher gehen. Von den Kleidern, zu den kurzen Shorts, bis hin zu den Röcken. Letztendlich griff ich dann doch zu einem schwarz-grauen Kleid, welches aber so aussieht, als wäre es ein Zweiteiler aus einem schwarzen Tanktop und einem grau breit-gestreiften Rock, der bis unter die Brust geht. Auf hohe Schuhe beim Shoppen kann ich, glaub ich, verzichten. Also streifte ich schwarze FlipFlops über die Füße. Schnell ins Bad, ein bisschen Mascara auflegen, Zopf lösen, Haare durchkämmen. Fertig! Ich holte noch Tasche und Sonnenbrille aus meinem Zimmer. Dann lief ich schnell die Treppe runter, denn wie allzu oft war ich ein bisschen spät dran.
„Tschüß!!“, rief ich und lief zügig durch den Flur zur Haustür.
„Viel Spaß! Fahr vorsichtig!“, meine Mum steckte den Kopf aus dem Wohnzimmer.
An der Mall angekommen stand schon- wie nicht anders zu erwarten- Alice an ihrem Auto gelehnt und grinste, als sie mich entdeckte. Ich stieg aus und prompt fiel mir der kleine Wildfang um den Hals.
„Hey, du siehst super aus! War dein Auto immer schon so groß?“, sie ließ von mir ab und begutachtete, mit verwundertem Blick, den Audi.
„Hey, danke! Ähm... jaa, der war immer schon so! Ich kann mich nicht erinnern, jemals gehört zu haben das Autos wachsen!“, ich tippte Alice mit dem Zeigefinger an die Stirn und musste lachen. Sie steckte mir die Zunge raus und hakte sich bei mir ein. Gemeinsam gingen wir ins Einkaufzentrum.
Nach ungefähr anderthalb Stunden und vier Tüten später, machten wir an einer Eisdiele eine Pause.
„Was machen wir eigentlich bevor wir ins 'Cosmopolitan' gehen? Oder treffen wir uns erst dort?“, fragte Alice und leckte genüsslich an ihrem Eis.
„Ach ja... hab ich schon wieder ganz vergessen!“, ich schlug mir leicht mit der Handfläche an die Stirn.
„Meine Mum hat erlaubt, dass wir vorher bei mir zu Hause sitzen dürfen.“
„Das ist ja cool! Echt nett von deiner Mum! Wann sollen wir denn bei dir sein?“, Alice klatsche aufgeregt in die Hände.
„So um acht? Dann haben wir noch zwei Stunden, um in Stimmung zu kommen!“, ich grinste.
„Ich denke das ist okay. Schreibst du Rose eine Nachricht oder soll ich?“, sie knabberte schon an ihrer Waffel und mit Erstaunen muss ich feststellen, dass Alice ihr Eis regelrecht verschlang. Ich war noch nicht mal annähernd so weit. Ich schüttelte mit einem Lächeln den Kopf und zog mein Handy aus der Tasche.
„Was ist?“, fragte sie kauend und weg war das Eis.
„Pass bloß auf, nicht das dein Gehirn einfriert! So schnell wie du das Eis gegessen hast!“, ich lachte laut auf und wieder blitzte ihre Zunge hervor.
„Haha.... Sehr witzig! Es ist warm und ich brauchte schnell eine Abkühlung... Und keine Angst mit meinem Gehirn ist alles ok!“, mit einem Grinsen tippte sie sich an den Kopf. Ach Alice ist einfach zu süß.
Dann begann ich Rose eine Nachricht zu schreiben:
Hey meine Süße!
Wir treffen uns um Acht bei mir zu Hause!
Meine Eltern sind nicht da...
Freu mich schon auf euch!
Küssa, Bella
Und abgeschickt. Dann fiel mir ein, dass ja auch noch jemand Jacob Bescheid sagen muss. Weiß er überhaupt wo ich wohne?
„Du sag mal, Alice! Hast du zufällig die Handynummer von Jake?“. Auf einmal fing sie an ziemlich breit zu grinsen.
„Ja hab ich! Wieso?“, antwortete sie mir mit neugierigen Unterton.
„Du bist doof... Irgendwer muss ihm doch Bescheid sagen! Und ich denke, da wir uns bei mir treffen, ist es meine Aufgabe, ihm zu schreiben!“, sagte ich und rollte theatralisch die Augen. Dann gab sie mir ohne weiteren Kommentar seine Nummer. Na gut vielleicht hatte ich einen kleinen Hintergedanken und hoffte, dass ich und Jake dadurch möglicherweise öfter Kontakt haben. Wieder nahm ich mein Handy und fing an die Nachricht einzutippen:
Hey Jake!
Wollte bloß Bescheid sagen, dass wir uns um Acht
bei mir zu Hause treffen! Vielleicht kannst
du mit den Anderen mitfahren, wenn du nicht weißt,
wo ich wohne.
Würde mich freuen, wenn du kommst. ;)
Bella
Ich brauchte gar nicht lange zu warten und schon klingelte mein Handy. Mit einem breiten Grinsen las ich die SMS.
Hey Bella!
Danke für die Einladung! Ich komme gern...
Werd gleich mal mit Jasper sprechen, wegen
dem mitfahren, weiß ja wirklich nicht wo du
wohnst! Bis später...
Freu mich auch dich zu sehen! ;)
Jake
„Warum grinst du denn wie ein Honigkuchenpferd?“, Alice schaute mich fragend an.
„Jake kommt heute Abend auch! Er fährt dann sicher bei euch mit.“, verlegen blickte ich umher und
merkte wie meine Wangen immer heißer wurden.
„Ach so... Wollen wir?“, sie grinste verschmitzt. Dann ging der Shoppingmarathon weiter.
Nach einer weiteren Stunde waren wir um mindestens vier weitere Tüten reicher und total erledigt.
Wir beschlossen, dass wir eindeutig genug Klamotten, Schuhe usw. gekauft hatten und verabschiedeten uns für drei Stunden.
Zu Hause angekommen ließ ich mich erstmal erschöpft auf's Bett fallen. Mit der Uhr im Blick, rappelte ich mich dann doch widerwillig auf und räumte meine neuen Sachen in den Schrank, ließ aber die super sexy schwarze Spitzenunterwäsche auf dem Bett liegen, die ich heute in einem voll schicken Dessousladen gekauft hatte.
18.30Uhr. Oh Gott... Schnell ins Bad! Ich beugte mich über den Badewannenrand und wusch mir die Haare, ein wenig Schaumfestiger rein und dann fing ich an sie zu föhnen. Als sie einigermaßen trocken waren, drehte ich Strähne für Strähne meine Haare auf Lockenwickler auf und hoffte,
dass sie in der kurzen Zeit auch das Volumen annehmen. Nicht das meine Haare nachher runterhängen wie Lametta.
Es klopfte und die Tür ging auf.
„So meine Süße, wir sind dann weg! Viel Spaß und pass auf...“, sie warf mir einen Luftkkuss zu.
„Ja, euch auch!“, ich winkte. Dann ging die Badezimmertür auch schon wieder zu.
Ich zog mich aus und stellte mich unter die Dusche, aber so, dass kein Wassertropfen auf meine frisch aufgedrehten Haare kommt. Rasieren- wer weiß was heut noch passiert – einseifen, abspülen, fertig! Mit einem Handtuch bedeckt, ging in mein Zimmer. Ich zog die bereit gelegte Unterwäsche an. Dann kam die Frage aller Fragen: Was zieh ich bloß an? Verschiedene Hosen, Tops, Röcke wanderten vor meinen Körper und ich betrachtete mich im Spiegel. Doch irgendwie will mir kein Outfit gefallen. Dann hörte ich unten Stimmen.
„Bella! Wir sind da!“, das war Alice, das konnte ich am frohen Klang ihrer Stimme hören. Ich machte die Tür einen Spalt auf und steckte meinen Kopf hindurch.
„Ok! Macht es euch schonmal gemütlich! Ich komm gleich runter...“, rief ich den anderen zu und schloss die Tür hinter mir. War es denn schon acht? Und ich hab immer noch Lockenwickler in den Haaren, keine Schminke im Gesicht und renn hier immer noch in Unterwäsche rum! Leicht panisch schaute auf die Uhr und mir entwich ein Stöhnen. Es ist ja erst dreiviertel Acht. Ich könnte wetten Alice hat schon wieder Stress gemacht.
Wie gehabt hielt ich mir wieder ein Kleidungsstück nach dem anderen vor. Eigentlich müsste Alice
doch gleich hoch kommen, um zu sehen wo ich bleibe. Wie gerufen, klopfte es an der Tür. Puh... Jetzt komm ich wohl doch noch zu meinem Outfit.
Jacobs POV
Jasper fuhr die Auffahrt zu einem ziemlich großen Haus hinauf. Das muss es sein- das Haus der Swans. Es war ziemlich beeindruckend und hatte, wie das der Hales, einen hellbraunen Anstrich. Die Auffahrt führte direkt zu einer Garage, die in einem dunkleren Braun gestrichen war. Mein Blick fiel auf die riesigen Fenster im zweiten Stock. Wow... Ringsherum vorm Haus waren verschiedene Kakteen und Palmen gepflanzt. Das war wirklich ein sehr idyllisches Fleckchen.
Wir hielten vor der Garage und stiegen aus. Ich bin echt froh, dass mich Jasper und Alice mitgenommen haben, alleine hätte ich mich bestimmt wieder komplett verfahren. Ich muss mich erst wieder an die Straßen von Phoenix gewöhnen.
Alice nahm Jasper an die Hand und fing an wie verrückt auf und ab zu springen. Ja, so hatte ich Alice in Erinnerung behalten. Aufgedreht und durchgeknallt, aber total liebenswürdig. Ich schüttelte den Kopf und lachte in mich rein.
„Kommt jetzt! Bella wartet bestimmt schon sehnsüchtig!“, warum Alice mich gerade beim letzten Satz mit einem eigenartigen Blick anguckte, wollte mir nicht so recht einleuchten. Aber naja, vielleicht war es auch unbeabsichtigt. Sie setzte sich in Bewegung. Rose und Emmett liefen direkt hinter Alice und Jasper.
„Mach mal keinen Stress, Kleine!“, Emmett gab ihr einen kleinen Stupser an die Schulter und kicherte. Ich sah, wie Rose Emmett in Seite knuffte und Alice ihm einen bösen Blick über die Schulter zu warf. Manchmal benehmen sie sich echt wie Kinder! Ich hielt mich lieber im Hintergrund und folgte den Vieren unauffällig. Mit den Gedanken war ich sowieso nicht ganz bei der Sache. Viel zu sehr war ich damit beschäftigt, mich darauf zu freuen Bella zu sehen.
„So jetzt wird nicht mehr gezankt!“, lachend öffnete Jasper die Tür und wir traten ein. Wieder blieb mir nichts anderes zu sagen übrig als:
„Wow...“
„Schön nicht? Ich liebe dieses Haus!“, Rose blickte sich lächelnd um. Das war es wirklich, innen wie von außen.
Alice meldete uns lauthals an. Dann hörte ich Bella, wie sie antwortete. Ich muss mich wohl noch gedulden. Wir gingen zur Sitzecke, die sich im gleichen Raum befand. Ich hätte eigentlich gedacht, das wäre der Flur. Naja... Ich ließ mich auf die cremefarbene Ledercouch sinken und betrachtete die Bilder an der Wand. Das scheint Bella zu sein, nur viel jünger. Sie war schon als Kind echt hübsch.
Alice und Jasper fragten uns, was wir trinken wollen und machten sich sogleich auf den Weg zu der, in Holz gekleideten, Bar. Das was ich bisher vom Haus gesehen habe, war sehr stilvoll eingerichtet und echt gemütlich. Ob Bellas Zimmer auch so gemütlich ist? Wieder ertappte ich mich bei einem Grinsen. Ich sollte diese Hintergedanken lassen. Um wieder einen klaren Gedanken fassen zu können, schüttelte ich den Kopf.
Alice reichte mir ein Glas mit Gin Tonic. Ich liebe dieses Zeug.
Gerade als ich den ersten Schluck genommen hatte, meldete sich Alice zu Wort.
„Mensch, wo bleibt denn Bella?! Jake?“, ich blickte sie erwartungsvoll an.
„Könntest du nicht mal nach ihr sehen? Die Treppe hoch, dann das Zimmer am Ende des Flurs!“, wieder sah sie mich mit diesem eigenartigen grinsenden Blick an.
„Willst du nicht lieber selbst gehen?“, ich zog die Stirn in Falten. Nicht das ich was dagegen hätte, aber wer weiß was Bella davon halten würde?
„Nein, nein! Geh du mal!“, mit einem Mal trank ihr Getränk in einem Zug aus.
„Siehst du? Ich hab keine Zeit, ich muss die Getränke nachfüllen!“, sie hielt demonstrativ ihr Glas hoch, zeigte mit dem Finger drauf und ging mit einem fetten Grinsen wieder zur Bar. Ich sah zu den anderen, doch die zuckten entweder mit den Schultern oder kicherten in sich hinein. Na gut, wenn Alice möchte, dass ich nach Bella sehe, dann mache ich das! Was soll mich schon erwarten?
„Also gut... Wie du willst! Ich bin dann mal kurz oben!“, ich deutete mit dem Kopf in Richtung Treppe.. Oben angekommen stand ich vor einer Tür. Mit farbigen Klebbuchstaben stand 'Bella' darauf. Ich musste schmunzeln. Hat man sowas nicht immer an Türen von Kinderzimmern? Jedenfalls konnte ich mir sicher sein, dass es auch wirklich ihr Zimmer war. Ich klopfte und horchte kurz mit einem Ohr an der Tür.
„Komm rein!“, hörte ich Bella deutlich sagen. Das war das Startzeichen. Ich öffnete die Tür. Was ich dann sah, ließ mir den Mund offen stehen. Bella stand mit dem Rücken zu mir, mit nichts weiter an, als schwarzer Unterwäsche. Ihr nackter, wohl geformter Hintern, der nur von einem Hauch von Stoff umramt war, schrie förmlich 'Fass mich an' oder 'Nimm mich in deine starken Hände!' Ein Traum von einem Hinterteil. Ich verschränkte die Arme vor der Brust. Nicht, dass ich doch noch in Versuchung komme. Mein Mund formte ein breites Grinsen, was sich bei dem Anblick nun wirklich nicht vermeiden ließ. Ich biss mir auf die Unterlippe.
„Oh gut, dass du da bist! Ich weiß einfach nicht was ich anziehen soll!“, sie klang leicht verzweifelt.
„Also meinetwegen kannst du das anbehalten!“, antwortete ich locker. Sie hielt kurz inne, dann drehte sie sich um. Sie starrte mich mit aufgerissenen Augen an. Wie ein Geschenk des Himmels ließ sie das Kleid fallen, das bis eben noch ihre Vorderseite bedeckte. Oh man, wie gern würde ich ihr helfen und ihren halbnackten Körper mit meinem bedecken. Ihr über den Ansatz ihrer wohl geformten Brüste streicheln, die in diesem BH leicht nach oben gepusht wurden und so, einfach nur wundervoll aussahen. Meine Hände wären überall, auf jeden Zentimeter ihres makellosen Körpers. Das verlangen ihre vollen Lippen mit meinen zu
berrühren wuchs ins unermessliche. Diese Frau raubt mir meinen Verstand.
Konzentration, Jake! Ermahnte ich mich in Gedanken, denn ein wohliges Gefühl machte sich in meiner Hose breit. Jaaa, es war schon länger her, dass ich was mit einem Mädel hatte...
„Ähm“, sie schluckte, war wie erstarrt,
„ Du bist nicht Alice!“, stellte sie fest. Ich stand immer noch in der Tür und bekam einfach das Grinsen nicht aus meinem Gesicht.
„Nein, sieht nicht so aus!“, lachte ich, mein Blick immer noch auf ihr. Dann schien sich ihre Starre zu lösen, denn sie blickte, ihre Augen immer noch aufgerissen, an sich herunter. Bella sah mich an und machte zeitgleich einen Satz in ihren begehbaren Kleiderschrank und steckte nur den Kopf raus.
„Was machst du hier?“, sie funkelte mich böse an.
„Alice meinte ich soll doch mal gucken wo du bleibst!“, ich zuckte mit den Schultern, immer noch grinsend. Ihre Augen verengten sich.
„ Da du ja jetzt sofort wieder runtergehst, wärst du so nett und würdest Alice zu mir hoch zu schicken?“, sie lächelte etwas übertrieben.
„Mach ich! Aber ernsthaft.... du brauchst dich wirklich nicht zu verstecken! Aber vergess nicht die Lockenwickler rauszumachen!“, zwinkerte ich ihr zu. Bella bückte sich zügig zu dem Kleid, das auf dem Boden lag und warf es nach mir. Ich sah zu, dass ich schnell die Tür zu machte.
Einen kurzen Moment blieb ich noch stehen und atmete tief ein und aus, ehe ich wieder nach unten zu den anderen ging.
„Und? Wo bleibt sie?“, quängelte Alice.
„Sie ist noch nicht so weit... Du sollst mal hoch gehen, Alice!“
„Oh oh...“, sie biss sich auf den Zeigefinger und zog die Schultern hoch. Dann sah man nur noch wie sie die Treppe hochsprintete.
„Was ist denn los?“, Rose und Emmett sahen mich verwundert an.
„Ach... Bella weiß nicht was sie anziehen soll!“, ich konnte mir ein Kichern einfach nicht verkneifen.
„Typisch, Frau!“, kaum hatte Emmett das ausgesprochen, bekam er einen Schlag gegen den Hinterkopf.
„Pass auf was du sagst, Freundchen!“, Rose funkelte ihn böse an. Aber gleich darauf war der Ärger auch schon wieder verflogen und Rose lachte ziemlich herzlich, Emmett und ich stimmten ein. Ich hatte bei der ganzen Aufregung meinen Gin Tonic vergessen, der Ärmste. Gezielt beugte ich mich nach vorn und griff nach diesem. Zufrieden ließ ich mich in die Lehne fallen und trank erstmal einen großen Schluck. Dann holten mich meine Gedanken wieder ein. Bella...
Bella POV
Irgendwie war die Situation schon ziemlich peinlich. Aber wenn ich so im Nachhinein drüber nachdenke, hat sie auch was für sich. Jake wird den Anblick von so viel nackter Haut bestimmt nicht so schnell vergessen. Und der Gedanke, dass er an mich denken wird- auch wenn vielleicht nur an meinen Körper- ließ mich grinsen. Aber trotzdem werde ich Alice die Ohren lang ziehen. Ungeduldig lief ich in meinem Zimmer auf und ab. Was dauert denn da so lang? Plötzlich klopfte es. Der Schreck von eben war mir noch im Kopf und ich machte wieder einen Satz in meinen Kleiderschrank.
„Herein!“, die Tür öffnete sich.
„Was machst du denn da?“, Alice stützte die Arme in die Seite und schaute mich belustigt an.
„Weiß ich, ob du Jacob wieder hochschickst? Was sollte das? Du hättest dir doch bestimmt denken können, dass ich eventuell nichts an habe!“, ich machte einen Schritt aus meinen Kleiderschrank und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Wieso? Du hast doch was an... Beim Baden trägst du doch auch nur einen Bikini! Im Prinzip ist das nichts anderes!“, Alice fuchtelte wild mit den Armen rum.
„Das mag sein, aber ich geh nicht mit Tanga baden! Jacob hat mich so gesehen, wie ich jetzt vor dir stehe!“, meine Hände zeigten auf meinen Körper entlang.
„Ach nun hab dich mal nicht so... Du brauchst dich doch nicht verstecken! Du hast so einen tollen Körper!“, das hab ich doch heut schon mal gehört...
„Und außerdem hat Jake diesen Zwischenfall bestimmt schon wieder vergessen!“, Alice zwinkerte mir zu. Wenn sie wüsste, wie er mich angesehen hat! Der hat das bestimmt noch nicht vergessen... Aber mir soll's recht sein!
Ich setzte mich auf's Bett und sah Alice argwöhnisch an.
„Verzeihst du mir?“, ihrem Dackelblick konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich war ja auch nicht wirklich sauer... Also ließ ich mich mit dem Rücken auf's Bett fallen und breitete die Arme aus. Alice wusste sofort bescheid und ließ sich einfach nach vorne fallen, stützte sich aber mit ihren Händen links und rechts von meinem Kopf ab. Ich schloss meine Arme um ihren Oberkörper. Ein sehr lautes Stöhnen kam aus meinem Mund, denn Alice nahm auf einmal ihre Hände weg und lag nun mit ganzem Gewicht auf mir. Nicht, dass sie schwer war, ganz im Gegenteil, sie war ein Fliegengewicht, aber trotzdem ringte ich um Luft.
„Ich hab dich lieb, Bella!“
„Ich dich auch, meine Süße! Aber bald hab ich eine blutige Kopfhaut, die Lockenwickler drücken ziemlich!“, wir gaben uns ein Küsschen und Alice richtete sich auf.
„Soll dir bei Stylen helfen?“, sie betrachtete den Klamottenhaufen auf dem Boden
„Oh ja bitte! Ich bin schon am Verzweifeln!“, mein Mund formte sich zu einem Schmollmund.
„Wir waren doch heut erst shoppen! Aber gut, legen wir los! Mach erstmal im Bad die Lockenwickler raus. Wenn du fertig bist rufst du mich! Ich such in der Zeit schon mal ein Outfit zusammen.“, ich wollte gerade loslaufen, als....
„Aber Bella? Hier zieh dir sicherheitshalber was über!“, zwinkerte sie und warf mir meinen Morgenmantel aus Satin zu. Ich lächelte und zog mir den Mantel über. Das Lockenwickler raus machen hat vielleicht fünf Minuten gedauert, dann rief ich Alice zu mir ins Bad. Ich setzte mich auf einen Hocker und Alice legte los mit dem Schminken und Haare stylen. Nach weiteren zehn Minuten hatte ich silber geschminkte Augen und wie ich gehofft hatte eine Frisur mit Volumen und leichten Wellen. Dann nahm Alice meine Hand und zog mich wieder in mein Zimmer, wo schon das Outfit, welches sie zusammen gesucht hatte, bereit lag. Es bestand aus einem Jeansrock, einem silbernen Top mit leichtem Ausschnitt- jetzt erklärt sich auch der Lidschatten- und silbernen Highheels. Insgesamt war das Outfit eine Mischung aus neuen und älteren Klamotten.
„Danke, Alice! Das ist perfekt! Du bist perfekt! Wie machst du das nur immer?“, ich drehte und wendete mich vorm Spiegel. Dann fiel ich Alice um den Hals, überglücklich endlich fertig zu sein.
„Keine Ursache... Ist doch meine Leidenschaft, weißt du doch!“, trällerte sie.
„Jetzt war ich nur mit mir beschäftigt und hab ganz vergessen dir zu sagen, dass heut wieder allerliebst aussiehst!“, ich legte den Kopf leicht schräg und lächelte sie an. Alice hatte sich heute für eine schwarze Jeans, die ihr wirklich super stand, ein pinkes Spaghetti Top, dazu Silberschmuck, entschieden und zu guter Letzt zierten ihre zarten Füße schwarze Sandalen.
„Danke sehr... Sooo nun genug gefaselt! Wir müssen doch in Stimmung kommen!“, Alice sprang aufgeregt hin und her. Ich legte mir noch etwas Parfum auf und dann nahm ich ihre Hand und wir gingen gemeinsam runter zu den anderen.
Es sahen heute aber wirklich alle ziemlich gut aus, muss ich sagen. Zuerst fiel mein Blick auf Rose, die vollkommen in schwarz-weiß gekleidet war, weiße Hose schwarzes Top und schwarze Stillettos- wieder einmal sehr sexy. Dann überflog ich den Raum und sah zu Jake, wie er an der Bar lehnte und zu mir rüber schaute. Mir war vorhin vor lauter Schreck gar nicht aufgefallen, wie gut Jake heute aussah- davon mal abgesehen, dass er jedes Mal gut aussah, wenn ich ihn gesehen habe.
Er trug eine normale Blue Jeans, ein dunkelgraues T-Shirt und schwarz-weiße Jordans. Eigentlich ganz normale Klamotten, aber die standen ihm so unglaublich gut. Schon allein, wie das T-Shirt seine muskulösen Arme und erst seine Brust zur Geltung brachten. Nicht sabbern, Bella!, ermahnte ich mich in Gedanken.
„Hast ja doch was anderes an!“, neckte mich Jake und biss sich mit einem Grinsen auf die untere Lippe...
„Das Outfit davor ist nicht für jeden bestimmt!“, ich spielte sein Spiel mit und zwinkerte ihm zu. Es macht Spaß mit ihm flirten, weil er so locker mitmachte.
„So jetzt wird erstmal Stimmung gemacht!“, rief ich und stellte die Stereoanlage an. Musik dröhnte aus den Boxen. Augenblicklich bewegten sich alle im Takt der Musik. Ich tanzte zur Bar, wo Jacob immer noch stand und machte mir erstmal einen Cuba Libre. Als ich einen Schluck nahm, beugte sich Jake rüber.
„Du siehts echt heiß aus! Aber das Outfit vorhin hat mir noch besser gefallen!“, hauchte er in mein Ohr, Gänsehaut macht sich breit. Ich drehte mich zu ihm um und sah ihm tief in die Augen.
„Danke, gleichfalls! Was trinkst du da?“
„Gin Tonic! Mein Lieblingsgetränk...“
„Darf ich?“, er reichte mir sein Glas, ich nippte einmal daran und gab es ihm zurück.
„Hm... echt lecker!“, ich leckte mir über die Lippen und merkte wie Jake mit seinem Blick an ihnen hing.
„Gehen wir zu den anderen?“, fragte ich Jake, der wie in Trance war. An was er wohl dachte? Er nickte bloß.
Nach angeregten Gesprächen über diverse Filme, Urlaub und einigen Drinks später, beschlossen wir, dass es an der Zeit war zum 'Cosmopolitan' zu fahren...
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Bellas Klingelton (Beyoncé - Sweet Dreams): www.youtube.com/watch?v=SA3S3w85GL4
Bellas Outfit beim Shoppen: www.polyvore.com/bella_beim_shoppen_kapitel/set?id=15078264
Bella beim 'Zwischenfall': www.polyvore.com/bella_beim_zwischenfall_kapitel/set?id=15078284
Bellas Club-Outfit: www.polyvore.com/bella_kapitel/set?id=15078112
Alice Outfit: www.polyvore.com/alice_kapitel/set?id=15078120
Rose Outfit: www.polyvore.com/rose_kapitel/set?id=15078275
Jacob: www.polyvore.com/jacob_kapitel/set?id=15078294
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Hoffe es hat euch gefallen! Würde mich ganz doll über Kommis freuen... ^^
Das 4. Kapitel folgt auch bald! :)
viele liebe Grüße,
eure Twilightmausi
Saturday Night Life
Hier wieder ein neues Kapitel! ^^
Mal sehen, was ihr dazu sagt...
Viel beim lesen!
eure Twilightmausi
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4. Kapitel - Saturday Night Life
Nach angeregten Gesprächen über diverse Filme, Urlaub und einigen Drinks später, beschlossen wir, dass es an der Zeit war zum 'Cosmopolitan' zu fahren...
„Ich werd dann mal ein Taxi bestellen!“, ich stand von der Couch auf und wollte in Richtung Küche laufen, zum Telefon.
„Bella warte! Ich bin mit dem Auto hier und könnte uns zum Club fahren! Ich trink heut nichts... Fahren morgen nämlich zu Alice' Großeltern und da will ich fit sein.“, Jasper nahm Alice' Hand und lächelte sie an.
„Passen wir denn überhaupt alle in dein Auto? Wenn du zweimal fahren müsstest, ist das doch auch doof!“, ich konnte mich nicht erinnern, dass in einen Audi TT sechs Personen reinpassen. Für mich wäre der silberne Flitzer echt zu klein. Ich stehe eher auf große Autos- mein Audi S5 ist genau der richtige Wagen für mich.
„Ich hab an alles gedacht!“, er klopfte sich selbst auf die Schulter und nickte gespielt selbstgefällig.
„Hab den Touareg von meinem Dad bekommen!“
„Und ich frag mich immer noch wie er das angestellt hat!“, Rose schüttelte den Kopf und blickte zu ihrem Bruder.
„Tja... Anscheinend bin ich wohl der Liebling von uns Beiden!“, frech grinsend sah Jasper seine Schwester an, die gerade krampfhaft versuchte ruhig zu bleiben. Ach ja, Geschwisterliebe.
„Ich könnte wetten, du hast Dad noch nicht mal die Wahrheit gesagt, wo wir hinfahren wollten!“, sie verschränkte die Arme vor der Brust.
„Na klar hab ich das! Ich hab ihm gesagt, dass wir zu Bella fahren! Das mit dem Club hab ich vielleicht verschwiegen oder glaubst du, Dad hätte mir sonst seinen Wagen gegeben? Ich musste euch ja auch mitnehmen“, er deutete mit der Hand auf Rose und die anderen.
„In meinem Auto hättet ihr wohl kaum alle Platz gehabt! Sei lieber froh, dass ich fahre!“
Rose schürzte die Lippen. Ihre Augen formten sich zu kleinen Schlitzen.
„So jetzt ist genug! Ich möchte endlich los und das Tanzbein schwingen, wenn die Streithähne es gestatten!“, nun meldete sich Alice zu Wort, die für ihre Verhältnisse ziemlich lang ruhig war. Sie sprang von der Couch auf und zog Jasper mit sich. Immer noch am Türrahmen gelehnt, sah ich mich kurz im Raum um. Ich kann nicht das Haus verlassen ohne wenigstens ein bisschen aufzuräumen. Also sammelte ich die benutzten Gläser ein und stellte sie in den Geschirrspüler. Rose und Alice halfen mir dabei. Noch ein prüfender Blick, dann konnte ich mit ruhigem Gewissen los gehen.
Um 22.20 Uhr sind wir dann endlich los gefahren. Bin schon richtig gespannt wie es im Club sein wird. Die Fahrt dauerte ungefähr eine viertel Stunde. Gut, bei Jasper's Fahrstil war das auch kein Wunder. Wenn er normal gefahren wäre, hätten wir bestimmt doppelt solange gebraucht. Mehrmals hörte man Rose schimpfen, dass Jasper nicht so schnell fahren soll. Aber irgendwie schien er nicht auf Rose gehört zu haben und er fing sich dafür einen Klaps von hinten. Rose saß genau hinter Jasper, neben ihr saß- logischerweise Emmett. Dann kam Jacob und daneben ich am Fenster. Hier hinten war es schon ein wenig eng, aber immer noch bequemer als zu viert in Jasper's Audi. Da hätten noch nicht mal vier rein gepasst. Jasper drehte die Musik auf und Alice fing lauthals an zu singen. Das lockerte die Stimmung mächtig auf. Ich und Rose trällerten mit und alberten mit Alice rum. Aber die Jungs sahen sich nur an, schüttelten die Köpfe und verdrehten theatralisch die Augen. Typisch... Ich hatte mich einigermaßen wieder beruhigt und ich guckte aus dem Fenster, sah eigentlich bloß die Lichter der Straßenlaternen an uns vorbei rauschen, alles andere war durch die Dunkelheit und das Tempo irgendwie verschwommen. Dann blickte ich kurz zu Jake. Aus dem 'kurz' wurde dann doch etwas länger. Ich musste mich in Gedanken ermahnen, nicht zu lang zu starren und schon bemerkte Jacob meinen Blick und sah mich, ohne eine Miene zu verziehen, an. Erst veränderte sich sein Ausdruck im Gesicht nicht, aber dann verzog sich sein Mund zu einem schiefen Lächeln. In seinen Augen war etwas, was mich ganz wirr machte. Ich ich erwiderte sein Lächeln, wandte dann aber meinen Blick ab und sah aus dem Fenster. Da erblickte ich auch schon ein Gebäude, vor dem eine scheinbar endlos lange Schlange von Menschen stand. Ich seufzte. Das kann ja ewig dauern! Wären wir doch bloß früher gefahren.
Über dem Eingang hing ein riesiges Banner auf dem stand:
Cosmopolitan – Grand Opening!
Jasper parkte auf dem naheliegenden Parkplatz. Auf dem Weg zum Club, waren wir Mädels total hibbelig und aufgeregt. Man merkte deutlich, dass wir schon einen im Tee hatten, denn wir gackerten und lachten, sodass sich sogar einige aus der Schlange zu uns umdrehten, obwohl wir noch gar nicht in Reichweite des Clubs waren. Unsere Jungs versuchten natürlich wieder cool rüber zu kommen und liefen ca. zwei Meter hinter uns. Dann sind wir endlich angekommen. Wir blieben am Ende der Schlange stehen. Alle, bis auf Jacob. Der ging geradewegs an der Schlange vorbei, blieb aber kurz stehen und drehte sich um.
„Worauf wartet ihr? Immer mir nach!“, Jake lächelte uns an und machte eine Handbewegung, mit der er uns aufforderte ihm zu folgen.
Alice, Rose und ich guckten uns verwirrt an. Was hat er vor? Wir folgten ihm zum Eingang.
„Hey Ryan! Mensch ist ja mächtig was los hier!“, Jake und der in Anzug gekleidete Typ an der Tür reichten sich die Hände und umarmten sich.
„Das sag ich dir! Bin auch ziemlich froh, dass es so gut läuft. Und wer sind deine Freunde?“, sein Blick ging an Jake vorbei und war direkt auf uns gerichtet. Er lächelte. Sein Blick ging einmal durch die Runde. Als er mich ansah, guckte er irgendwie so lüstern. Das war mir unheimlich.
„Also, das sind Jasper, seine Freundin Alice, seine Schwester Rosalie, Rosalie's Freund Emmett und Bella.“ Er deutete auf jeden einzelnen, während er den Namen sagte. Als er meinen Namen sagte, zuckte ich zusammen, denn Jake legte mir einen Arm um die Schulter. Er hat bestimmt mitbekommen, wie Ryan mich anglotzte.
„Hey Leute! Ich bin Ryan und mir gehört der Laden hier.“ Wir begrüßten ihn ebenfalls. Ich traute diesem Kerl irgendwie nicht. Irgendetwas an ihm war mächtig unsympathisch und gefiel mir ganz und gar nicht. Ich will einfach nur so schnell wie möglich ins Gebäude und weg von diesem Typen. Automatisch schmiegte ich mich mehr an Jacob's Seite.
„So nun genug gequasselt! Tretet ein, ihr seid herzlich eingeladen!“, er öffnete die Tür und man hörte schon die Musik. Als wir rein gingen, stockte mir der Atem. Es sah einfach unglaublich aus. Zuerst befanden wir uns in einer Art Flur, der an den Wänden mit indirektem Licht beleuchtet war. Je weiter wir diesem Flur folgten, desto lauter wurde die Musik. Am Ende angekommen, blieben wir stehen und schauten uns um. Jake senkte den Arm, was mich aber irgendwie gestört hatte. Ich fühlte mich in dieser Position ziemlich wohl.
„Wow ist das toll hier“, Alice sprang auf und ab und klatschte in die Hände. Da hatte sie aber recht. Es war auf den ersten Blick nur ein ziemlich großer Raum, aber auf den zweiten, konnte man erkennen, dass dort Durchgänge zu anderen Räumen war. Wir gingen weiter zu einer Art Lounge. An der Wand entlang, waren Sitzmöglichkeiten, die aber mit einer Trennwand voneinander abgeschirmt wurden. Auf der anderen Seite des Raums befand sich eine Bar, die wie der Flur indirekt beleuchtet war. Und mitten in diesem großen Raum war die toll beleuchtete Tanzfläche. Wir hatten von 'unserer' Sitzecke einen perfekten Blick darauf. Es passte einfach alles super zusammen, sehr stilvoll und edel.
Wir setzten uns und schon kam eine Kellnerin und fragte uns was wir Trinken möchten. Sie nahm unsere Bestellung auf. Kurze Zeit später kam sie auch schon mit unseren Getränken. Das ging ja fix. Genüßlich nahm ich den ersten Schluck von meinem Long Island Icetea.
Langsam, aber sicher füllte sich der Club. Viele gingen sofort an die Bar, andere tanzten und manche setzten sich, wie wir, in die Lounge .
Die Stimmung war einfach toll. Wir unterhielten uns, lachten viel und mit jedem Schluck, den wir tranken, wurde die Stimmung besser. Es war lustig mitanzusehen wie albern Alice und die anderen waren. Wir gackerten und lachten über jeden Scheiß.
Dann lauschte ich der Musik. Die war echt gut. Die Übergänge und Mixe waren super. Eine bunte Mischung aus Black Music, House, Elektro und ein Paar Oldies. Dann hörte ich genauer hin. Ein Song war gerade dabei auszulaufen und noch während er lief, hörte man schon den Beat des neuen Songs. Ich versuchte zwischen den beiden Liedern zu erkennen, welches als nächstes gespielt wird. Dann sprang ich auf, denn ich glaubte mein momentanes Lieblingslied zu hören.
„Kommt, lasst uns tanzen!“, ich sprang auf und ab. Dann war ich erstaunt, dass wirkliche alle von uns mitkamen. Ich hätte bloß mit Alice und Rose gerechnet. Aber umso besser. Ich trank noch schnell den letzten Schluck meines Cocktails aus und folgte den anderen zur Tanzfläche. Auf der Tanzfläche war noch nicht so viel los, daher hatten wir relativ viel Platz zum Tanzen. Emmett und Jasper tanzten nah bei ihren Freundinnen. Wahrscheinlich aus Angst sie könnten angemacht werden. Das auch berechtigt! Die beiden sahen wirklich wieder zum Anbeißen aus. Jake tanzte etwas entfernt von mir. Dann fing das Lied an und ich hatte recht. Es war Keri Hilson mit 'I Like'. Meine Hüften bewegten sich im Rhythmus des Liedes. Ich schloss die Augen und fühlte mit jeder Faser meines Körpers die Musik.
Ich warf den Kopf in den Nacken und fasste mit beiden Händen langsam durch meine Haare. Der Song ließ meine Hüften fast wie von selbst kreisen. Meine Lippen formten den Text, welchen auswendig konnte. Wie gesagt das ist mein momentanes Lieblingslied...
Mit den Händen strich ich langsam an den Seiten meines Körpers entlang.
Ich sah zu Jake, immer noch tanzend. Ihm schien es zu gefallen wie ich mich bewegte. Fast auf der Stelle tanzend sah er mich an, biss sich auf die Unterlippe und grinste. Dieser Ausdruck erinnerte mich an den, den Jacob hatte, als er in mein Zimmer gekommen war. Ich drehte mich mit dem Rücken zu ihm und ließ mit Absicht meine Hüften lasziv kreisen. Der Alkohol nahm die letzten Hemmungen.
Ich drehte mich wieder zu Jacob und deutete mit dem Zeigefinger auf ihn, drehte die Hand um und machte mit dem Finger eine lockende Bewegung. Er sollte zu mir kommen. Jake blickte nach links und rechts. Dann tippte er sich an die Brust und seine Lippen formten 'Ich?'. Ich nickte und sah ihm tief in die Augen. Ich wollte ihn berühren, ihn ganz nah bei mir haben. Er setzte sich in Bewegung, ein schiefes Lächeln auf seinen Lippen. Mein Herz schlug spürbar schneller. Ich streckte die Arme nach ihm aus. Als er dann bei mir war, legte ich sie um seinen Hals. Wir behielten Augenkontakt. Keiner würde dem Blick des Anderen ausweichen. Seine Hände wanderten von der Mitte meines Rückens zum Ansatz meines Po's. Kleine elektrische Impulse durchzuckten meinen Körper. Jake war so nah bei mir. In diesem Augenblick gab es nur ihn und mich. Die Spannung zwischen uns war deutlich spürbar, so sehr knisterte es.
Meine Lippen formten immer noch Wort für Wort. Ich schloss meine Arme enger um Jake's Hals. Auf einmal spürte ich seinen Körper noch deutlicher an meinem. Dann drehte ich mich um und ließ meinen Po langsam an seinem Körper kreisen. Seine Hände lagen an meinen Hüften.
Alles um mich herum war wie vergessen. Ich konzentrierte mich nur auf meinen Tanzpartner und die Funken zwischen mir und ihm, die jeden Moment ein Feuer entfachen könnten.
Ich spürte seinen warmen Atem an meinem Ohr. Ein leichter Schauer durchfuhr mich.
Ich blickte über meine Schulter zu Jake, meine Lippen formten immer noch Wort für Wort des Textes. Meine Hand wanderte wie von selbst nach hinten und streichelte sanft über seine Wange. Er hatte unglaublich weiche Haut. Er nahm meine Hand, die ihn gerade noch zärtlich berührte und drehte mich um. Ich blickte wieder in seine wundervollen Augen. Dann zog er mich näher zu sich heran. Mein Atem wurde schneller. Unsere Hüften bewegten sich wieder synchron zum Rhythmus.
Dann war das Lied zu Ende, doch Jake und ich standen immer noch da, Arm in Arm, Augen nicht voneinander abwendend. Wie hypnotisiert...
„Das Lied ist vorbei, Leute!“, wir schreckten zurück. Jake ließ mich augenblicklich los und fasste sich verlegen an den Nacken. Ich fuhr mir mit einer Hand durch die Haare, mein Blick war gesenkt. Hatte Emmett schon mal was von Timing gehört? Ich glaube ja nicht! Denn zu einem schlechteren Zeitpunkt hätte er uns nicht 'unterbrechen' können, bei was auch immer.... Dieser Moment zwischen mir und Jacob war einfach so prickelnd. Wie wir getanzt haben und er mir in die Augen sah. Alles um uns herum wurde einfach ausgeblendet. Aber die Situation jetzt, war irgendwie peinlich. Ich fühlte mich so ertappt...
„Hmm...ich...ähm...geh mal kurz...“ stammelte ich und deutete zu den Toiletten... Bei den Klo's angekommen, lehnte ich mich gegen die Wand und vergrub mein Gesicht in den Händen. Oh Gott... Was hab ich bloß wieder gemacht? Eigentlich war es ja nichts schlimmes. Nichts was ich vorher nicht auch getan hätte. Ich hab mit einem Typen getanzt. Na und? Was war schon dabei? Das schlimme ist: Es war nicht irgendein Typ, mit dem ich vielleicht was haben werde, den ich aber dann nie wieder sehe! Es war Jacob, der mir bestimmt jeden Tag über'n Weg laufen wird. Das war Grund genug, nicht schon nach so kurzer Zeit über ihn herzufallen. Wie konnte ich mich bloß so an ihn ranmachen? Ich schüttelte unter meinen Händen den Kopf. Der Alkohol war Schuld... Das
war eine gute Ausrede! Einfach, aber jeder würde dann wahrscheinlich nicht weiter drüber nachdenken, wie ich mich Jake an den Hals geworfen hab. Hoffte ich jedenfalls...
Wäre Emmett nicht zu uns gekommen, wer weiß wie weit das noch gegangen wäre. Vielleicht hätte ich nichts dagegen gehabt! Ach egal... Nicht weiter dran denken! ,sagte ich mir in Gedanken.
Ich drehte kaltes Wasser auf und erfrischte mich. Ich musste mich erstmal wieder sammeln. Tief ein-und ausatmen... sprach ich mir in Gedanken vor. Ein Drink musste her. Einer mehr oder weniger macht jetzt auch nichts mehr.
Ich ging von den Toilletten direkt zur Bar und bestellte einen Gin Tonic und einen Tequila. Der Barkeeper reichte mir die Drinks und lächelte freundlich. An unserem Tisch angekommen fiel mir auf, dass fast alle weg waren. Ich stellte die Getränke ab und setzte mich.
„Wo sind denn die anderen?“, fragte ich Alice, die als einzige noch am Tisch saß.
„Hey, da bist du ja! Hab mich schon gewundert! Du warst auf einmal weg!, sie hielt kurz inne und sah mich mit schräg gelegtem Kopf durch ihre großen, grünen Augen an. Dann fuhr sie fort.
„Rose und Emmett sind auf der Tanzfläche, Jasper ist auf dem Klo und wo Jacob ist, weiß ich nicht.“, sie zog an dem Strohhalm ihres Getränks. Ich guckte zur Tanzfläche und sah sogleich Emmett und Rose, die eng umschlungen tanzten. Es scheint als hätten sie vergessen, dass sie in einem Club sind und nicht zu Hause. Schmunzelnd musste ich den Kopf schütteln.
„Du hast ja heut noch was vor wie es aussieht!“, Alice grinste und zeigte auf die Getränke.
„Ich hab halt Durst!“
„Ah, ich verstehe! Eine Erfrischung nach dem heißen Tanz....“, Alice kicherte und verschluckte sich dabei an ihrem Getränk.
„Ich weiß nicht was du meinst“, ich grinste. „Mit dem Alkohol verschwinden die Hemmungen, weißt du doch!“, das sollte zur Verteidigung reichen. Alice hatte sich wieder gefangen und hustete
nicht mehr. Sie grinste verschmitzt.
„Ja ja der Alkohol... Seit wann trinkst du eigentlich Gin Tonic?“
„Seit heute“
„Ach so... Wie kommst du denn dazu?“
„Ich hab es halt vorhin probiert und es hat mir geschmeckt, basta! Sei nicht immer so neugierig“ Was wollte sie hören? Dass ich von Jake's Gin Tonic gekostet habe? Das werde ich ihr doch nicht unter die Nase reiben, wenn sie mich schon wegen dem Tanz aufzog. Ich nahm das Gläschen Tequila, dazu Salz und Zitrone. Wie ging das nochmal? Ich überlegte kurz. Ach ja... Erst den Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger anlecken, dann Salz rauf streuen und so weiter. Ich leckte das Salz ab und trank das Gläschen mit Tequila in einem Zug aus. Als ich zum Schluss in die Zitrone biss, musste ich das Gesicht verziehen. Alice lachte vergnügt bei dem Anblick. Ich stand auf und setzte mich direkt neben sie. Sie lachte immer noch und ahmte meinen Gesichtsausdruck nach. Daraufhin piesackte ich sie, in dem ich in ihre Oberschenkel kniff. Es macht Spaß Alice zu ärgern, weil sie nicht gleich eingeschnappt in der Ecke hockt. Ganz im Gegenteil, sie macht richtig mit. Wir lachten und ärgerten uns gegenseitig, aber langsam tat es auch richtig weh und ich ließ von Alice ab. Sie tat es mir gleich. Ich nahm, völlig außer Atem, einen Schluck von meinem Gin Tonic.
Wo bleiben denn die anderen? Mein Blick wanderte herum. Da entdeckte ich Rose und Emmett, die immer noch tanzten. Doch von Jacob keine Spur. Während ich in der Weltgeschichte umher guckte, grübelte ich wie ich mich Jacob gegenüber am besten verhalte. Aber was gibt es da schon zu grübeln? Wenn ich mich anders verhalte als sonst, wäre das auf jeden Fall ziemlich kindisch und auch nicht meine Art. Also werde ich einfach so wie immer sein. Ich nickte mir zustimmend und nippte an meinem Getränk, mein Blick wanderte immer noch umher.
Da sah ich Jake am Rand der Tanzfläche stehen. Aber er war nicht allein. Er lachte und unterhielt sich angeregt. Erst bei genauerem hinsehen, sah ich mit wem er dort sprach.
„Leah Clearwater? Was will er denn von der?“, ich zeigte unauffällig zu den beiden. Leah war ein Mädchen aus meiner Klasse. Sie hatte mittellange, schwarzbraune Haare, ein rundliches Gesicht mit braunen Augen und fülligen Lippen und eine normal gebaute Figur. Ich würde sagen, sie war vom Aussehen eher Durchschnitt. Gut, eigentlich war sie ganz hübsch, aber nicht der Typ Frau auf den Männer stehen. Und, dass Leah zu der Clique gehörte, die aus Jessica und Lauren bestand, machte es wett, dass sie relativ gut aussah. Von Innen war sie ziemlich hässlich. Leah war nämlich eine der jenigen, die schlecht über mich redeten und irgendwelche Gerüchte in die Welt setzten. Eines war zum Beispiel, dass ich schon mit fast jedem Typen aus der Schule was hatte oder dass ich manchen Mädchen den Freund ausspannte. Aber es war mir egal, weil ich erstens wusste, dass es nicht stimmte und zweitens glaubte den Dreien sowieso keiner. Aber mal ganz ehrlich, kann man nicht direkt mit mir sprechen, wenn man ein Problem hat? Das ist einfach nicht mein Niveau und ich finde, da ist es verständlich, dass ich sie genauso wenig mochte, wie Jessica und Lauren.
„Ich denke, sie will ihn zurück haben!“, Alice beugte sich vor um besser sehen zu können.
„Sie will was?“, ich war total verwirrt und zog die Stirn in Falten.
„Ihn zurück haben! Ach das weißt du ja noch gar nicht... Die beiden waren, bevor Jake weggezogen war, für ungefähr ein Jahr zusammen. Dann hat sie ihn, kurz bevor er umgezogen ist, mit Sam Uley betrogen. In der Zeit als die beiden zusammen waren und da noch nichts mit Sam lief, war Leah eigentlich ganz in Ordnung. Aber dann wurde sie immer dicker mit Jessica und Lauren. Tja, wie man weiß, formt der Umgang einen Menschen. Ja und als das mit Sam raus kam, war sie natürlich bei uns allen unten durch, verständlicher Weise. Jake war ziemlich schlecht drauf in der Zeit vorm Umzug. Kann man ihm auch nicht verübeln. Er tat mir so leid. So weit ich weiß, hatte er seit Leah keine Beziehung mehr, nur Affären.“, Alice blickte ins Leere und seufzte. Irgend woher kannte ich die Situation. Mit mir und Edward war es genau das gleiche. Er betrog mich auch ca. zwei Wochen bevor ich nach Phoenix gezogen bin. Ich versuchte den Gedanken an ihn abzuschütteln.
„So eine miese Tussi! Sowas hat Jake echt nicht verdient... Wie kann er jetzt nur so mit ihr reden und lachen? Ich würde die nicht mal mehr mit dem Arsch angucken...“,meine Miene verfinsterte sich und ich spülte meine aufsteigende Wut mit einem kräftigen Schluck Gin Tonic runter. Ich wüsste nicht, wie ich Edward gegenüber treten würde, würde er jetzt hier auftauchen. Wir hatten seit damals kein Wort mehr gewechselt.
Jasper kam wieder zu uns an den Tisch und fragte, ob wir nicht tanzen möchten. Er hatte neue Getränke für sich und Alice in den Händen. Jetzt erklärt sich auch wo er so lang war. Ich sah kurz zur Bar, die total überfüllt war. Jasper hatte bestimmt die ganze Zeit anstehen müssen. Das mit dem Tanzen war wahrscheinlich keine schlechte Idee! Ich wollte nicht länger an Edward denken. Sein Name allein löst auch heute noch einen Schmerz in meinem Herzen aus. Mit seiner Aktion damals hatte er mir so das Herz gebrochen. Aber nun geht es mir super ohne ihn und vielleicht kann ich irgendwann auch wieder eine Beziehung führen, in der ich meinem Partner vertraue und ihn von ganzen Herzen liebe. Aber dieser Jemand muss wohl erst noch gebacken werden.
Wir gesellten uns zu Emmett und Rose auf die Tanzfläche, ein neues Glas mit Gin Tonic fest in meiner Hand. Jacob stand immer noch mit Leah am Rand der Tanzfläche. Einige Male meinte ich, sie hätte mich hinterhältig angegrinst. Was will die bloß? Ich hoffe nur, dass Jake nicht
auf ihr hinterlistiges Getue reinfällt. Ich versuchte nicht immer zu den beiden zu gucken und lenkte mich mit meinem Getränk ab. Ich holte mir zwischendurch immer mal wieder Nachschub. Junge, das geht ja runter wie Wasser. Als ich merkte, dass es mir schon etwas schwerer fiel Balance zu halten, beschloss ich mich kurz zu setzen. Die anderen folgten mir.
„Alles ok, Bella? Du schwankst ziemlich.“, Rose legte einen Arm um mich.
„Ja?...Oh! Vielleicht sollte ich besser nach Hause“, lallte ich und rappelte mich auf. Das war wahrscheinlich ein sehr gute Idee. Ich war wirklich ziemlich betrunken und es war auch relativ spät.
„Komm ich fahr dich schnell!“, sagte Jasper und erhob sich ebenfalls.
„Ach was.... Schnell ist jetzt eh nich gut....“, winkte ich ab. „Ich lauf ein kleines Stück und nehm mir dann ein Taxi... Ein wenig frische Luft tut mir bestimmt gut! Wirklich kein Problem!“, ich bemühte mich normal zu sprechen.
„Keine Widerrede, Bella! Jasper fährt dich.“, redete Alice auf mich ein.
„Ich begleite sie nach Hause.“, sagte jemand hinter mir, dessen Stimme mir sehr wohl bekannt war. Jacob. Ich zuckte zusammen. Wo kam der denn auf einmal her?
„Oh gut... Bei dir ist Bella in guten Händen!“, Alice zwinkerte ihm zu. Musste das sein? Ich stöhnte.
„Ok, fein, wie ihr wollt, dann begleitet Jake mich.“, ich gab mich geschlagen. Alice nahm mich in den Arm und sagte ich solle aufpassen wo ich hinlaufe. So betrunken war ich nun auch wieder nicht und mein Begleiter würde mich bestimmt, im Falle eines Falles, auffangen.Danach verschiedete ich mich von Rose und Emmett, der auch schon nicht mehr wirklich nüchtern war. Als letztes kam Jasper an die Reihe.
„Danke nochmal für dein Angebot! Echt lieb von dir... Aber jetzt hab ich ja einen netten Begleiter!“, ich lächelte Jake an.
„Es wäre wirklich kein Problem gewesen! Kommt gut nach Hause!“
Dann gingen Jake und ich in Richtung Ausgang. Da war wieder diese schmierige Typ, Ryan. Und wieder glotzte er lüstern. Einfach abartig. Als ich ihn kurz ansah wechselte ich reflexartig die Seite, hakte mich bei Jake ein und schmiegte mich an seinen linken Arm. Dadurch bekam ich ein Gefühl von Geborgenheit und fühlte mich sicher. Gott sei dank bin ich nicht alleine los. Man weiß nie was noch für schmierige Typen Nachts auf den Straßen herumlungern und nur darauf warten kleine, betrunkene Mädchen auf zu greifen. Ein Schauer lief mir über den Rücken und ich zuckte leicht zusammen. Jake sah zu mir. Er lächelte und streichelte mit seiner freien Hand über meine, die seinen Arm fest umklammerte.
„Tschüß ihr beiden! Macht nicht so dolle...“, ein dreckiges Lachen kam über seine Lippen. Der Typ war so eklig. Vom Äußeren her, könnte man gar nicht glauben, dass er so einer war. Seinem Verhalten nach zu urteilen hätte ich mir einen richtig schäbig gekleideten, ungepflegten Typen vorgestellt. Aber nicht jemanden mit Anzug, der ein Unternehmen leitet, dass wirklich einen super Eindruck hinterlassen hat.
Ich senkte den Blick und sagte nichts. Jake gab ihm kurz die Hand und schon waren wir aus der Tür raus. Ich löste meinen Klammergriff von Jacob und fuhr mir durch die Haare.
„Ist der immer so schmierig?“
„Naja, wenn er so hübsche junge Mädchen wie dich sieht, dann gehen seine guten Manieren flöten. Wenn er nicht nur ein Bekannter meines Vaters wäre, hätte ich ihn schon zurecht gewiesen. Wäre er mein Kumpel, meine ich. Das ist echt abartig und so sollte man sich nicht in Gegenwart einer Frau verhalten“ Er schüttelte angewidert den Kopf.
„Ganz der Gentleman!“, lächelte ich ihn an. Musste meinen Blick aber wieder abwenden, weil ich sonst wahrscheinlich irgendwo gegen gelaufen wäre.
„Als Gentleman, glotzt man Frauen nicht so lüsternd an. Sondern gibt ihnen Halt, wenn sie ein wenig zu viel getrunken haben!“, er legte seinen Arm um meine Schultern und streichelte mit seinem Daumen sanft meinen Arm. Ich erschauerte. Es war ein tolles Gefühl mit ihm so durch die Straßen zu laufen.
„Wärst du einfach gegangen ohne 'Tschüß' zu sagen?“ Er sah zu mir runter, mit leichter Enttäuschung im Blick.
„Naja... Ich wollte dich nicht stören!“, antwortete ich, sah ihn dabei aber nicht an.
„Ach, du hättest mich doch nicht gestört! Ich hätte Leah jeder Zeit für dich stehen lassen...“, Jake stockte kurz. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Er würde mich gegenüber Leah vorziehen? Mein Lächeln wurde breiter.
„Die anderen haben dir doch bestimmt alles erzählt, was Leah betrifft, oder?“ Ich nickte.
„Ich versuch zwar mit ihr klar zu kommen, aber was damals gelaufen ist, war einfach zu krass...“ Jake war vollkommen ernst und starrte geradeaus auf den Gehweg. Kaum merklich schüttelte er den
Kopf und lächelte wieder. Sein Lächeln war wundervoll, ich mochte es sehr.
„Du scheinst sie ja auch nicht sonderlich zu mögen! Woran liegt das?“, er drückte mich an sich. Ich seufzte und erzählte von Anfang an. Dass ich mich mit Jessica eigentlich total gut verstanden hatte und so weiter. Er unterbrach mich nicht. Ich bemerkte nur mehrmals ein Kopfschütteln. Wir unterhielten uns die ganze Zeit. Es war so ungezwungen, so locker. Er erzählte mir zum Beispiel von der Zeit vor mir. Was er, Emmett und Jasper alles angestellt hatten, wie verknallt Emmett in Rose war und dass Alice und Jasper beide nicht wahr haben wollten, dass sie ineinander verliebt waren. Ich erinnerte ich mich an die Anfangszeit hier in Phoenix und konnte sofort nachvollziehen was Jake meinte. Das mit Alice und Jasper ging ganz schon lang, ehe sie zueinander gefunden hatten. Die beiden sind erst zusammen gekommen, als ich bereits schon vier Monate in Phoenix wohnte. Es machte Spaß seiner Stimme zu lauschen. Ich erzählte von Forks, aber über Edward wollte ich nicht reden, das gehörte jetzt nicht hier her. Irgendwann werde ich es Jake bestimmt erzählen, aber nicht heute. Einige Male lachte er auf, weil ich so lallte. Dabei bemühte ich mich so, 'normal' zu sprechen. Er ahmte mich nach, woraufhin ich ihm die Zunge rausstreckte. Wir lachten über jede Kleinigkeit, es war so unbeschwert. Einfach ein tolles Gefühl bei ihm zu sein. Den ganzen Weg, den wir bisher gelaufen waren, ruhte sein Arm auf meinen Schultern. Ich hatte das Gefühl ich würde Jake schon ewig kennen, dabei kannten wir uns doch erst eine Woche. Es war komisch.
Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr laufen. Wir waren bestimmt schon eine halbe Stunde unterwegs, aber kaum vorwärts gekommen. Langsam und mehr wie ein schunkeln sind wir die ganze Zeit gelaufen. Aber jetzt streikten meine Füße. Jake hielt ein Taxi an und wir stiegen ein. Im Taxi alberten wir nochmal richtig rum. Es war so lustig. Der Taxifahrer schaute mehrmals verärgert in den Rückspiegel und schüttelte den Kopf. Anstatt uns zu beruhigen, animierte uns das nur noch mehr und wir lachten auf's neue los. Jake hat ein tolles Lachen, das einen richtig ansteckt. Ehe ich mich versah, hielten wir vor unserem Haus. Ich stieg aus. Jake gab dem Taxifahrer Geld und kam mir hinterher. Das Taxi fuhr los.
„Ähm... du hättest doch mit dem Taxi nach Hause fahren können! Jetzt musst du laufen...“, verwirrt sah ich ihn an.
„Ich will aber sicher gehen, dass du heil zu Hause ankommst und dich nicht kurz vorm Haus lang machst“ Er lachte und ich boxte ihn dafür leicht auf den Oberarm. Wieder stimmte ich in sein lachen ein. Gemeinsam gingen wir unsere Auffahrt hoch. Oben angekommen blieben wir stehen und standen uns gegenüber.
„Hm.... da wären wir“ Mein Blick senkte sich.
„Jup... da sind wir“, sagte er und presste die Lippen aufeinander und wippte auf seinen Schuhen. Seine Hände versteckte er in den Hosentaschen. Das war irgendwie wie eine typische Teeniefilm Szene. Aber für meinen Alkoholpegel eindeutig zu beklemmt und ich ergriff das Wort.
„Danke, dass du mich nach Hause gebracht hast, Jake! Du bist ein Schatz....“, lallte ich. Wie von selbst wanderten meine Hände zu seinem Gesicht und legten sich auf seine Wangen. Jetzt musste mein Gehirn ausgesetzt haben, denn ich zog ihn zu mir herunter, schloss die Augen und drückte ihm einen Kuss auf den Mund. Warum löste ich mich nicht von ihm. Oh mein Gott, was mach ich denn hier? Bestimmt fünf Sekunden vergingen, ehe ich die Augen aufriss, meine Lippen immer noch auf seinen. Ich schreckte zurück, meine Hände blitzten zu meinem Mund und hielten ihn zu. Was hab ich mir nur dabei gedacht? Gott, ist das peinlich.... Jake sah mich mit großen Augen an, aber seine Mundwinkel wanderten nach oben und formten ein Grinsen. Ich war wie erstarrt.
„Ähm.... keine Ursache! Ich danke auch.... Hätte nichts dagegen, wenn du dich in Zukunft immer so bedanken würdest!“, zwinkerte er mir zu. Ich lockerte meine Haltung und nahm meine Hände von meinem Mund. Es war unmöglich ein Lächeln zurück zu halten, also ließ ich es zu. Es war irgendwie so erleichternd, dass er es so locker nahm. Meine Selbstbeherrschung kann man manchmal echt in die Tonne treten.
„Mal sehen...“, ich zuckte mit den Schultern. Jetzt lächelte ich zur Abwechslung mal schief.
„Du bist echt toll, Bella! Ich bin froh, dass ich dich kennengelernt habe...“ Seine Worte schmeichelten mir und gingen runter wie Öl.
„Danke... Das Kompliment kann ich nur zurück geben!“, sagte ich und sah ihm in die Augen. Keines meiner Worte war gelogen. Ich fand ihn wirklich toll, nach diesem Abend bzw. dieser Nacht erst recht. Ich konnte mit ihm lachen, mich wirklich toll mit ihm unterhalten. Ich freue mich schon total auf die nächste Zeit, die wir miteinander verbringen werden.
„So, ich werd dann mal.... Gute Nacht“, er hauchte mir einen Kuss auf die Wange. Am liebsten würde ich sein Gesicht nochmal in meine Hände nehmen. Nein, Bella! Man muss doch nichts überstürzen... meckerte meine innere Stimme mit. Ok gut, für heute hatte ich mich, denke ich, genug daneben benommen. Da muss ich mich nicht noch komplett auf ihn stürzen. Er lächelte mich
noch einmal an und ging die Auffahrt runter.
„Gute Nacht! Danke nochmal für's nach Hause bringen!“, rief ich ihm zu. Er drehte sich um und winkte zum Abschied. Dann aber blieb er stehen.
„Ach ja, Bella?“ Ich wollte gerade die Tür öffnen, sah aber nochmal auf.
„Überleg dir das mal bitte, mit dem 'Danke sagen' in Zukunft!“ Er lachte auf. Ich legte den Kopf in den Nacken, schloss meine Augen und musste ebenfalls lachen. Diese Art an ihm mochte ich auf Anhieb, diese neckische, humorvolle und zugleich sehr liebe Art. Ich winkte ihm nochmal zu, sagte aber nichts. Ich wollte einfach nur noch ins Bett.
Am nächsten Morgen hatte ich ziemliche Kopfschmerzen. Aber eine Tablette sollte Abhilfe schaffen. Ich hatte mir fest vorgenommen heute nichts zu tun, außer vielleicht am Pool rumgammeln und lesen. Alice und Jasper sind sowieso nicht da und Rose und Emmett wollten bestimmt auch unter sich sein. Wir würden uns ja morgen alle wieder sehen.
Nach einer erfrischenden Dusche, zog ich mir einen lilafarbenen Bandeau-Bikini an und ging mit einer Zeitschrift zum Pool. Auf dem Weg dorthin, machte ich noch einen kleinen Umweg in die Küche und griff einen Apfel. Mehr Appetit hatte ich noch nicht.
Die Sonne brannte auf meiner Haut. Es war wieder ein ziemlich heißer Tag in Phoenix. Zwischendurch kam dann meine Mum zu mir und erkundigte sich, wie es gestern Abend war. Die 'schmutzigen' Details verschwieg ich aber lieber. Irgendwann ging sie auch wieder rein und ich konnte mich wieder meiner Zeitschrift widmen. Aber nach kurzer Zeit musste ich eingeschlafen sein, denn als mein Handy klingelte schreckte ich hoch. Mein Modeblatt war mir während schlief vom Bauch gerutscht. Das war auch gut so, sonst hätte ich wahrscheinlich jetzt einen Abdruck. Dem kurzen Klingeln nach zu urteilen, war das kein Anruf, sondern eine SMS. Als ich sie öffnete stahl sich ein Lächeln auf meine Lippen. Sie war von Jake und ich freute mich, dass er mir schrieb.
Hey Süße,
na wie geht’s dir? Kopfschmerztablette
schon eingeworfen? :)
Und was machst du heut noch schönes?
Küssa, Jake
Ich ging erstmal rein und holte mir was zu trinken, war ganz ausgetrocknet von der Sonne. Dann ließ ich mich wieder faul auf die Sonnenliege fallen und schrieb Jake zurück.
Hey Süßer, :)
alles schon erledigt! Mein Kopf fühlt sich an,
als würde er gleich platzen...
Aber die Tablette will irgendwie nicht helfen. :(
Und wie geht’s dir so?
Ich werde heut nur gammeln und faul sein... ^^
Und was machst du?
Bussi, Bella
Die Sonne knallte mir auf den Kopf, dadurch wurden die Kopfschmerzen auch nicht besser. Also beschloss ich kurz in den Pool zu springen, um mich abzukühlen. Ich schwamm noch ein paar kleine Runden und tauchte mehrmals unter. Ich bin so froh, dass wir einen Pool haben. Denn in Forks konnte ich damit nicht rechnen. Man musste erst nach Port Angeles fahren um schwimmen gehen zu können. Aber sonst hatte man dort genügend Wasser zur Verfügung, so wie es dort Tag für Tag regnete. Ich würde mich eher als Sonnenkind bezeichnen. Das Wetter war auch ein Grund, warum ich mich in Forks nicht wirklich wohl gefühlt hatte.
Mit voller Freude auf die nächste Nachricht, stieg ich aus dem Wasser und flitzte zur Liege. Mit abgetrockneten Händen las ich die SMS.
Oh, du Arme! Würde ja gern vorbeikommen
und dich trösten, muss aber leider meinem Dad im Garten helfen... :(
Stell dir einfach vor ich wäre da und würde dir
über die Stirn streicheln! Dann gehen die Kopfschmerzen
bestimmt ganz schnell weg... =)
Als ich aufgewacht bin war mir auch nicht so gut,
aber jetzt geht’s mir blendend.
Werd heut noch fleißig sein und Sport machen! Sonst ist auch
nur chillen angesagt...
Schönen Tag wünsch ich dir noch! Freu mich auf Morgen...
Küssa, Jake
Musste er seinem Dad wirklich so dringend helfen? Irgendwie hätte ich Jake gern bei mir... Ein paar Streicheleinheiten könnten nicht schaden. Das letzte Mal bekam ich welche von Alice vor zwei Wochen, als wir uns auf die Couch kuschelten und sie mir beim DVD gucken über den Arm streichelte. Das mich das letzte Mal ein Typ mit Streicheleinheiten verwöhnt hatte, das liegt noch viel weiter zurück. Man kann sagen ich bin auf Entzug. Dabei bin ein Mensch, der viel Zuneigung und Zärtlichkeit braucht. Aber in der letzten Zeit wurde das sehr vernachlässigt. Irgendwie sehne ich mich nach jemanden, dem ich mich vollkommen hingeben kann, dem ich vertraue und der mir die Zärtlichkeiten gibt, die ich brauche. Man kann aber nicht alles haben....
Ich überlegte kurz, dann schrieb ich ihm eine Antwort.
Schade... :(
Das hätte mir bestimmt gut getan! Die Streicheleinheiten
holen wir nach, ok? =)
Wünsch dir auch noch einen schönen Tag!
Bis morgen...
Bussi, Bella
Irgendwann wurde es mir dann doch zu heiß draußen und ich verzog mich ins klimatisierte Haus. Dann am Abend war ich so müde vom Nichtstun, dass ich fast beim Abendbrot eingeschlafen wäre. Mein Magen konnte sich immer noch nicht so richtig mit Nahrung anfreunden, also fiel das Essen eher dürftig aus. Ich versuchte noch mein Glück mit meinen Eltern einen Sonntagsfilm zu gucken, scheiterte aber kläglich. Meine Augen fielen ungefähr alle zehn Sekunden zu. Als ich dann aber den Kampf gegen die Müdigkeit verloren hatte, weckte mich mein Dad und fragte, ob ich nicht lieber ins Bett gehen möchte. Ich hielt das für eine gute Idee und schleppte ich mich benommen hoch ins Bad, um mich bettfertig zu machen.Beim Blick auf die, musste ich mit Erstaunen feststellen, dass ich um 21.05 Uhr bereit für's Traumland war. Sehr ungewöhnlich, aber okay, dann bin ich morgen wenigstens fit und kann perfekt in die letzte Schulwoche starten. Die Benefiz-Gala am Samstag ist die letzte Schulveranstaltung, dann heißt es für uns: Endlich Ferien! Ich freu mich schon total. Ich liebe Ferien! Da bin ich wahrscheinlich auch nicht die Einzige... Hoffentlich fliegen wir wieder nach Cabo, so wie die letzten zwei Jahre. Rose und Jasper's Eltern haben dort ein Ferienhaus und wir durften zwei Wochen unserer Ferien dort verbringen. Aber auch nur, weil die Eltern der Zwillinge mitgekommen sind. Wir waren ja alle noch minderjährig und sind es ja jetzt auch noch, teilweise jedenfalls. Ich denke, wenn Cheryl und Seth dieses Jahr nicht mitkommen würden, dürften wir bestimmt nicht nach Cabo. Aber wer weiß, vielleicht ja doch. Jacob und Emmett sind ja schon achtzehn. Die passen bestimmt gern auf uns 'Kinder' auf! Nach Mexiko zu fliegen, wäre auf jeden Fall ein super Highlight für den Sommer.
Sonne, Strand und Meer... Ich weiß wovon ich diese Nacht träumen werde...
Jasper's Auto: www.autoplenum.de/Bilder/P/p0022438/AUDI/AUDI-TT-Coupe-2-0-TDI-quattro---2008-.jpg
Seth Hale's Auto: www.pkw-online.de/touareg-2007.jpg
Bella Pool: www.polyvore.com/bella_kapitel/set?id=15332127
Keri Hilson - I like : http://www.youtube.com/watch?v=j3SsNp6mSzI
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Sooo ihr Lieben, das war das 4. Kapitel!
Und wie hat es euch gefallen?
Hoffe doch gut! ^^ Hab mir wieder ganz viel Mühe gegeben...
Freu mich natürlich wieder über Kommis! Vielleicht auch mal von den 'Schwarzlesern'! o_O
lg, eure Twilightmausi
Wenn Menschen Hilfe brauchen...
Hier ein neues Kapitel! Pünktlich zu meinem Geburtstag hochgeladen! ^^
Viel Spaß beim lesen!
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Kapitel 5- Wenn Menschen Hilfe brauchen...
Endlich war die letzte Schulwoche vorbei...
Die Lehrer hatten alle einen Gang zurück geschalten- sehr zur Freude aller Schüler. Man merkte sofort, dass alle schon mit einem Bein in den Ferien standen. Keiner passte wirklich auf, alle quatschten und noch nicht mal die Lehrer machten irgendwelche anstalten ihre Klassen zu beruhigen. Am schärfsten war Mrs. Stewart, unsere Englischlehrerin. Sie hatte wortwörtlich gesagt:
„Macht was ihr wollt, ich lese Zeitung.“ Das ließ sich keiner zweimal sagen. Aber erst stand Verwirrung in unseren Gesichtern, denn das war sonst überhaupt nicht ihre Art. Sie war eher eine Lehrerin, die konsequent ihren Unterricht durchzog. Ihre Lockerheit liegt, denke ich daran, dass wir genau letzten Freitag mit unserem 'Stoff' fertig geworden sind. Jeder andere Lehrer hätte sich wahrscheinlich noch extra Aufgaben ausgedacht. Auch wenn mich das Verhalten von Mrs. Stewart sehr wunderte, hielt ich diesbezüglich lieber meine Klappe, man will nichts heraufbeschwören. Also genoss ich die gewonnene Freiheit und beteiligte mich an den Gesprächen der anderen.
Am Montag bekam ich in Spanisch einen neuen Banknachbarn. Was mich sehr freute und andere wiederum rasend machte. Wenn ich nur an den Blick von Leah denke, stiehlt sich wieder ein dreckiges Grinsen auf meine Lippen. Ich weiß, ich kann ganz schön gemein sein...
Dank Jacob war aber die Langeweile nun vorbei, denn er hielt mich mächtig auf Trab. Er alberte die ganze Zeit rum und erzählte mir einige Geschichten, die erlebt hatte. Es machte Spaß ihm zu zuhören ihn dabei zu betrachten, wie er beim Erzählen wild gestikulierte.
Auch wenn ich die ganze Zeit damit beschäftigt war Jake amüsiert zu zusehen, ließ mich das Gefühl, beobachtet zu werden, die ganze Spanischstunde nicht los- wie denn auch, wenn fast alle Blicke immer mal wieder zu uns huschten. Ich will gar nicht wissen, was die sich schon wieder in ihren Köpfen ausmalten. Wie dem auch sei, Jacob und ich ließen uns dadurch gewiss nicht stören. Ich erst recht nicht, denn ich fühlte mich genauso unbeschwert und wohl, wie Samstagnacht, als Jacob mich nach Hause gebracht hatte und wir uns über Gott und die Welt unterhielten. Der Gedanke an diese 50 Minuten zauberte ein Lächeln auf meine Lippen. Auch, wenn ich jetzt an den Kuss dachte, musste ich schmunzeln. Am Anfang war es schon irgendwie seltsam. Aber je öfter mich Jake damit aufzog, desto mehr zeigte er mir dadurch den Witz an der ganzen Sache. Jedes Mal, wenn er mich nachahmte und dabei seine Lippen in meine Richtung spitzte und dann sagte- „Na Bella, wie wär's?“- war er stets darauf bedacht, dass die Anderen seine Sticheleien nicht mitbekamen. Jedoch zogen jegliche Aufmerksamkeit auf uns, als erneut los lachten.
Dann am Donnerstag in Spanisch fing ich mir wieder etliche hasserfüllte Blicke von Leah ein. Mit Dolchen in den Augen sah sie mich jedes Mal an, wenn ich vor mich hin kicherte. Es war beinahe lächerlich wie sie mich zornig anfunkelte und im nächsten Moment zu Jake schaute und ihn mit süßen Lächeln anschmachtete. Seinerseits kam aber nur ein flüchtiges Lächeln und er war wieder gänzlich damit beschäftigt mich zu ärgern. Ich musste einiges an Kraft anwenden, um Jake zurückzuhalten, der sich auf eine neckende Art und Weise zu mir rüberbeugte und einen Kussmund formte.
In der letzten Woche verstanden wir uns einfach super und unsere Freundschaft wurde von Mal zu Mal immer enger. Wir wussten teilweise Dinge von einander, bei denen ich nie im Leben daran gedacht hätte, solche Dinge Jemanden zu erzählen, den ich grad mal zwei Wochen kannte. Wie zum Beispiel die Sache mit Edward. Es hatte sich irgendwie so ergeben. Da ich das Gefühl hatte, dass ich Jacob vertrauen kann, hatte ich ihm das erzählt. Irgendwie ist es schön zu wissen, noch jemanden zu kennen, der genau das Gleiche durchgemachte, wie ich.
Wie auch immer...
Was dann noch relativ spannend in der Woche war, war der Shoppingausflug mit Rose und Alice. Normalerweise ist es nicht unsere Art 'auf den letzten Drücker' Klamotten für einen bestimmten Anlass zu kaufen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen. Und wir waren darauf erpicht zusammen einkaufen zu gehen. Dann mussten wir unsere Kleider halt genau einen Tag vor der Benefiz-Gala kaufen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Unsere Kleider hatten gewisse Ähnlichkeiten. Sie waren alle trägerlos und gingen uns ungefähr bis zur Mitte der Oberschenkel. Sie unterschieden sich aber in Farbe und Schnitt. Rose entschied sich für ein schwarzes Kleid, welches- wie nicht anders zu erwarten- einen relativ tiefen Ausschnitt hatte. Im Gegensatz dazu war Alice' Kleid nur wenig ausgeschnitten und hellblau. Ihre Taille zierte ein dünner, schwarzer Gürtel. Mein Kleid hatte auch einen kleinen Ausschnitt und war Hummerfarben. Ich mochte es auf Anhieb. Ich freue mich schon es heute Abend anzuziehen.
Aber erstmal muss ich aufstehen. Ich hatte noch einiges vor, bevor ich mich mit den Anderen beim Ballsaal treffe. Wir wurden mehr oder weniger von unserem Schulleiter beauftragt, alles herzurichten, bevor die Gäste kommen und die Gala beginnt. Da Alice Vorsitzende im 'Vorbereitungskommitee' war, wurde uns zusätzlich noch Dampf gemacht. Sie nahm ihre Aufgabe wieder ziemlich ernst. Es war wirklich bei jeder Party oder Veranstaltung, die Alice mit planen oder sogar teilweise alleine planen durfte, das Gleiche. Sie ging total in ihrer Rolle auf und hing sich richtig rein. Aber bei diesem heutigen Event war uns allen die Vorbereitung und Umsetzung sehr wichtig, denn es ging um Menschen, die uns dringend brauchen. Menschen, denen nicht solch ein Leben wie unseres geschenkt wurde. Der Erlös der Gala geht an viele Einrichtungen, wie Obdachlosen- oder Kinderheime, aber auch Krankenhäuser. Somit hofft jeder von uns, dass auch wirklich jede einflussreiche Person, die zu dieser Charity-Gala eingeladen wurde, kommt und spendet. Einflussreiche Personen, wie der Bürgermeister von Phoenix, Phil Gordon zum Beispiel. Wir haben nahezu jede wohlhabende Familie, zu denen auch meine Familie und die Familien meiner Freunde gehören, eingeladen. Aber auch mittelständische Bürger aus Phoenix bekamen eine Einladung. Jeder, der auch nur ansatzweise helfen bzw. spenden kann, wird heute auf dieser Gala erscheinen. Hoffentlich...
Dann löste ich mich von meinen Gedanken und rappelte ich mich endlich aus dem Bett auf- natürlich schwerfällig wie immer. Beim wach werden würde wahrscheinlich nur eine kalte Dusche helfen. Und wie recht ich hatte, Mit voller Elan konnte ich meine Aufgaben im Nu erledigen und musste mit Erstaunen feststellen, dass ich alles prima geschafft hatte. Alles was ich mir vorgenommen hatte war erledigt, obwohl ich wie immer ziemlich spät aufgestanden war. Ich war geduscht, hatte meine Nägel lackiert, auf Wunsch von meiner Mum den
Geschirrspüler ausgeräumt und auch die alltäglichen Dinge, wie frühstücken und Mittagessen hatte ich hinter mir. Jetzt war es 13Uhr und ich hab noch eine Stunde Zeit, bevor ich beim Ballsaal sein muss. Was mach ich bis dahin? Vielleicht wühle ich nochmal in meinem Kleiderschrank... Ach was, das was ich an habe ist perfekt, um den Saal herzurichten, dachte ich bei mir. Ich trug ein stink normales, schwarzes Top, eine Jeans-Hotpants und einfache FlipFlops. Ganz schlicht und bequem, ich wollte ja keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern mich nützlich machen. Hochhackige Schuhe wären echt unangebracht gewesen.
Da ich mich irgendwie langweilte und nicht wusste was ich in der verbliebenen Stunde machen sollte, beschloss ich Alice abzuholen. Aber bevor ich umsonst zu ihr fahre, ruf ich lieber an.
„Hallo?“, kam es lang gezogen von der anderen Leitung.
„Hey, Alice!“
„Ah Bella! Sag jetzt nicht du willst absagen!?“, sie klang etwas hysterisch.
„Nein, Nein... Mach dir deswegen keine Sorgen! Stehe schon in den Startlöchern und wollte fragen, ob ich dich abholen soll und wir gemeinsam zum Saal fahren?“
„Oh gut...“ Alice atmete erleichtert aus. „Ich dachte schon! Ja klar, warum nicht? Ich wäre sonst allein gefahren. Jasper fährt bei Rose und Emmett mit! Wollte jetzt aber gleich los!“
„Kein Problem! Bin sofort bei dir.... Bis gleich!“, Alice wollte gerade noch etwas sagen, aber da hatte ich schon aufgelegt. Ich schnappte mir Sonnenbrille, Wasserflasche und mein Handy. Auf dem Weg zu meinem Auto verabschiedete ich mich von meinen Eltern, die relaxt am Pool in der Sonne lagen.
Alice stand schon draußen, als ich bei ihr ankam. Sie war ebenso leger gekleidet wie ich- eine kurze Shorts, lila Top und FlipFlops. Wie schon die ganzen letzten drei Wochen trug sie auch wieder ihr Notizbuch mit sich, wo sie jede Kleinigkeit, was die Planung der Gala betraf, rein schrieb und eine Notiz abhakte sobald diese erledigt war.
Als wir beim Saal ankamen, waren wir die Ersten. Was mich auch nicht wunderte, denn Alice hatte mehrmals betont, dass sie mindestens eine halbe Stunde vor Treffpunkt hier sein wird. Das war bestimmt auch der Grund, warum Jasper bei den anderen Beiden mitfahren wollte. Mir kam Alice' Entscheidung gerade recht. Ich bin lieber über pünktlich hier, als zu Hause zu sitzen und mich zu langweilen. Ich sollte vielleicht öfter pünktlich sein... Schaden kann es nicht. Wie dem auch sei... Alice und ich waren schon fleißig und fingen schon mal an den Ballsaal zu fegen. Was sich als ziemlich mühselig entpuppte, denn der Saal war riesig. Aber als nach und nach die anderen Helfer eintrafen, hatten wir sogleich Hilfe. Kaum als die Neuankömmlinge den riesigen Raum betraten, bekamen sie auch schon von Alice einen Besen in die Hand gedrückt. Zum Glück waren es dann genug und ich konnte mich zusammen mit Alice anderen Dingen widmen. Fegen gehörte absolut nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und wir hatten ja auch noch genügend andere Dinge zu tun.
Als pünktlich um 14 Uhr, zusammen mit der Schulband, der Rest unserer Clique kam, fiel mein Blick fiel sofort, wie Metall, das von einem Magneten angezogen wird, auf auf Jacob, der mit den Anderen zu uns kam und ein breites Lächeln auf den Lippen trug. Es war das Lächeln, mit dem er mich jedes Mal aus der Fassung brachte. Ich hatte keine andere Wahl, als sein Lächeln zu erwidern, eigentlich war es mehr ein Grinsen. Es dauerte ein bisschen bis die Vier endlich bei uns ankamen- warum mussten Alice und ich auch in der hintersten Ecke stehen? Ich schloss für einen Moment die Augen und sammelte mich. Ich kam mir vor wie ein naiver Teenager, dem gerade sein Schwarm zufällig über'n Weg gelaufen war. Komisches Gefühl.
Als ich mich dann wieder in der Realität befand, versuchte ich mich auf etwas anderes zu konzentrieren. Langsam wird es peinlich, wenn ich mich jedes Mal, sobald mir Jacob über'n Weg läuft, dabei erwische wie ich ihn anschmachte. Was sollen denn die Leute denken? Aber er ließ mir aber auch keine andere Wahl. Auch heute nicht. Jake sah aber auch wieder so was von gut aus. Er trug ein weißes Achselhemd, welches seine Muskeln ziemlich deutlich abzeichnete. Dazu eine schwarze Basketballshorts und passende Turnschuhe, die leicht über seinen Knöchel gingen.
Und schwups... Da war ich wieder in meiner Phantasiewelt. Bei Jacobs Anblick ertönte plötzlich ein Song von 'Linda Lyndell' in meinem Kopf- 'What a man'. Passte wie die Faust auf's Auge...
Jake kam näher, beim Laufen nahm er seine Sonnenbrille ab. Alles geschah irgendwie in Slowmotion. Seine Lippen formten sich zu einem schiefen Lächeln. Dann war er bei mir, legte seinen rechten Arm um meine Taille und zog mich an sich. Sein Blick verriet mir, was er wollte. Verführung pur. Dann seine Lippen die meinen mit solch einer Leidenschaft, das mir schwindelig wurde. Hätte Jake mich nicht an der Taille festgehalten, wäre ich wahrscheinlich hinten
übergekippt. Ich presste mich noch enger an ihn, vergrub meine Hände in seinen schwarzen Haaren.
Fordernd lagen seine Lippen auf meinen, er fuhr sanft mit seiner Zunge darüber. Voller Verlangen biss ich neckend aus seine untere Lippe. Auf einmal hielt er inne und streichelte mit seiner freien Hand über meine Wange, wanderte dann zu meinem Nacken. Langsam zog er mich wieder zu sich heran. Meine Lippen öffneten sich voller Sehnsucht. Sehnsucht nach den Lippen, die die meinen gerade mit voller Hingabe liebkost hatten. Sie wollten mehr. Unsere Lippen waren nur noch Millimeter voneinander entfernt. Dann....
„Bella, mach lieber den Mund zu sonst kommen noch fliegen rein!“ Erschrocken fuhr ich zusammen und riss die Augen auf. Was war das denn? Ich sollte wirklich mit dem tagträumen aufhören. Ich blickte mich um und versuchte heraus zu finden wer mich in die Realität zurück geholt hatte. Ich schlussfolgerte daraus, dass Alice und Rose Emmett anfunkelten und Jasper und Jake sich kaum das Lachen verkneifen konnten, dass dieser dämliche Spruch von Emmett kam.
„Haha... du bist ja sooo witzig!“ Ich schnitt eine Grimasse.
„Du warst irgendwie so geistesabwesend“, sagte Rose und umarmte mich zur
Begrüßung. Emmett und Jasper taten es ihr gleich.
„Man darf doch wohl mal tagträumen!“
„Muss ja ein heißer Tagtraum gewesen sein, so wie du die Lippen gespitzt hast!“ Jake kam auf mich zu und musste sich ein Schmunzeln verkneifen. Oh man, wie lange ich wohl so da gestanden hatte. Man, ist das schon wieder peinlich. Gut gemacht, Bella! Ich räusperte mich und umarmte Jake augenblicklich, um meine heißen Wangen zu verbergen.
„Ach quatsch...“, sagte ich nur und widmete mich sogleich wieder meiner Aufgabe- Girlanden an die gesamten Wände im Saal anbringen. Alice verteilte an unsere Freunde Aufgaben und half mir wieder bei meiner. Es dauerte nicht allzu lang und ich konnte kurz Pause machen. Ich ging zu dem Tisch am Eingang, an dem die Gästeliste von zwei Mitschülern kontrolliert wird. Denn dort hatten wir unsere Sachen abgelegt, sodass sie nicht irgendwo im Weg rumstanden. Gezielt griff ich zu meiner Wasserflasche und trank erstmal ein paar Schlücke von dem erfrischenden Getränk. Es war heut wie immer ziemlich heiß und man bekam schnell Durst. Gott sei Dank hatte der Ballsaal eine Klimaanlage, die aber leider erst vor ca. zehn Minuten angestellt wurde. Demnach wird es bestimmt noch ein Weilchen dauern, bis der riesige Saal einigermaßen kühl ist. Ich nippte noch mal an meiner Flasche und wollte sie wieder abstellen, als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich zuckte leicht zusammen und drehte mich um.
„Oh... hey Mike! Was gibt’s?“ Sagte ich mit leichter Enttäuschung in der Stimme. Ich geb es zu, dass ich gehofft hatte, jemand anderes vorzufinden.
„Naaa...Bella! Wie geht’s, wie steht's?“
„Danke, gut und dir?“ Irgendwas beunruhigte mich an seinem auftreten. Er war irgendwie so nervös.
„Gut, gut... Kann mich nicht beklagen! Du hör mal Bella...“, er hielt kurz inne und suchte wahrscheinlich nach den richtigen Worten. Ich machte mich schon auf das Schlimmste gefasst. Als er das letzte mal so angefangen hatte, wollte er mich vor Quil Aetera warnen, einem Typen aus Sam Uley's Clique. Mike meinte er sei nicht ganz sauber. Das ist aber total lächerlich. Ich denke Mike ist einfach bloß eifersüchtig darauf, dass ich mich mit Quil ganz gut verstehe. Es kam nie zur Sprache, aber ich denke Mike ist seit längerem- genau genommen seit ich in Phoenix wohne- in mich verknallt. Jedenfalls deutet alles darauf hin. Wie er mit mir spricht, wie er immer versucht in meiner Nähe zu sein und seine Blicke erst. Ich könnte noch tausend Dinge aufzählen, die meine Vermutung bestätigen. Manchmal nervt es einfach nur noch. Eigentlich versteh ich mich ja ganz gut mit ihm, aber mehr auch nicht.
„Ich muss mit dir reden“, sagte er zögerlich. Ich seufzte und es war mir egal, dass er es womöglich hörte.
„Ich weiß du willst das jetzt bestimmt nicht hören, aber...“ Wie recht er hatte. Ich wollte das wirklich nicht hören. Vor wem er mich wohl dieses Mal 'warnen' will?
„Was ist das zwischen dir und Jacob? Ganz ehrlich, es gefällt mir ganz und gar nicht. Wie er dich anguckt, als würde er dir gleich die Klamotten vom Leib reißen. Er hat sich in den zwei Jahren ganz schön verändert...“ Mike schüttelte den Kopf. Ich musste krampfhaft ein Lachen unterdrücken.
„Ich denke, er will dich nur in die Kiste kriegen. Er meint es ganz bestimmt nicht gut mit dir... Der hat dich nicht verdient, Bella! Halt dich lieber von ihm fern...“ Mike legte eine Hand auf meine Schulter, sein Blick eindringlich. Jetzt war's vorbei. Ich konnte nicht mehr, als ich auf seine Hand blickte. Ich prustete los.
„Also ehrlich, Mike! Manchmal bist du echt paranoid... Mach dir mal keine Sorgen, ich kann prima allein auf mich aufpassen! Wenn es dich beruhigt, wir sind nur Freunde... Aber wer weiß?“ Ich lachte noch einmal kurz auf und schüttelte dabei den Kopf. Spätestens als ich Mike leicht gegen die Schulter boxte, schien er zu merken, dass es ein Scherz war. Sein entsetztes Gesicht wurde weicher und er lächelte verlegen. Er ließ seinen Blick durch den Saal schweifen. Mit zusammen gepressten Lippen deutete er auf Tyler, der gerade mühsam versucht allein einen Tisch von a nach b zu tragen. Mike sah immer noch sehr verlegen aus, als er sich in Bewegung setzte und zu seinem Kumpel ging.
Für einen kurzen Moment stand ich noch auf der gleichen Stelle und rührte mich nicht. Mike's Worte durchliefen nochmal meinen Kopf. Auch nach einigem Drehen und wenden klangen sie genauso lächerlich wie vor fünf Minuten. Wenn Jake wirklich so 'gefährlich' wäre, hätten mich Alice und Co. nicht schon längst darauf aufmerksam gemacht? Ich denke nicht, dass mich meine Freunde so vorführen würden. Außerdem, schätze ich Jake ganz und gar nicht so ein. Klar, Alice meinte er hätte seit Leah keine Beziehung gehabt, aber ich bin da doch auch nicht anders. Es heißt doch nicht gleich, wenn jemand über einen längeren Zeitraum nur Affären hatte, dass der Jenige keine Beziehung möchte. Ich persönlich hatte niemanden gefunden, in den ich mich so richtig verliebt hatte und somit blieb es nur bei Affären. Gar nicht schlimm, wie ich finde. Aber auch nur solange keine Gefühle im Spiel sind.
Ich war total in meinen Gedanken versunken, als mich jemand sanft mit den Zeigefingern in die Rippen piekte. Erschrocken fuhr ich zusammen. Mit geschlossenen Augen drehte ich mich um, um zu sehen, wer mir diesen Schrecken eingejagt hatte. Dann blickte ich in wundervoll braune Augen, die ich seit ca. zwei Wochen nur allzu gut kannte und mich so gern in diesen vertiefte. Wie könnten diese Augen zu jemanden gehören, vor dem man gewarnt werden müsste.
„Na was machen wir hier, Miss Swan? Nix zu tun?“ Jake grinste und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ich hab nur kurz Pause gemacht, Mr. Black!“ Mein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse.
„Jetzt ist aber genug mit Faulenzen, ich brauch Hilfe“, sagte Jake und legte mir einen Arm um die Schulter. Gemeinsam gingen wir in die Abstellkammer. Klingt jetzt irgendwie komisch, aber wir sind dort nur rein gegangen um einen Tisch zu holen. Wie nicht anders zu erwarten waren sofort einige Blicke auf uns gerichtet, als wir gemeinsam die Kammer verließen. Ich geb's ja zu, ich hätte wahrscheinlich auch doof geguckt, wenn eine männliche und eine weibliche Person zusammen Arm in Arm in einer Kammer verschwinden und erst nach ca. 15 Minuten wieder raus kommen. Wer hätte da nicht an einen Quickie gedacht? Aber dem war nicht so. Die Tische waren nämlich so unvorteilhaft gestapelt, dass wir zwei Meter groß hätten sein müssen, um an den obersten Tisch ran zukommen. Jake kam mit ausgestreckten Armen einigermaßen ran, aber ich kleiner Gnom kam noch nicht mal auf Zehenspitzen ansatzweise an den obersten Tisch.
Um nicht von meinen Haaren genervt zu werden, band ich sie in einem Zopf zusammen. Jacob schien das äußerst interessant zu finden, denn ich spürte seinen Blick auf mir. So, nun war ich bereit diesen blöden Tisch von ganz oben runter zu holen. Jake bekam einen Lachanfall, als er mich beobachtete, wie ich krampfhaft versuchte mich größer zu machen. Es konnte doch nicht so schwer sein, einen Tisch aus einer Abstellkammer zu holen...
Als wir dann feststellten, dass das so nix wird, schmiedeten wir einen Plan. Jake holte einen Stuhl und stellte ihn an das eine Ende des Stapels. Wenn das mal gut geht..., dachte ich in diesem Moment. Mit ausgestreckter Hand half er mir auf den Stuhl. Ganz schön wackelig..., musste ich feststellen, als ich versuchte das Gleichgewicht zu halten. Jacob versicherte sich noch einmal, ob ich auch wirklich sicher stand und ging dann auf die andere Seite, ein kurzes Nicken zu mir, dann streckte er sich wieder. Beim Strecken rutsche sein Achselhemd ein wenig hoch und prompt war ich abgelenkt. Unbewusst leckte ich mir die Lippen bei dem Anblick der nackten Haut- wie ein ausgehungertes Raubtier, dem man einen saftiges Fleischstück vor die Nase hielt. Jake bekam das natürlich mit und folgte sogleich meinem Blick. Kurz verharrte er mit gesenktem Kopf an seinem Bauch, welcher bis kurz unter seinen Bauchnabel entblößt war. Der Bund seiner Boxershorts war zu sehen. Die Basketballshorts trug er locker auf der Hüfte, sodass zwischen dieser und seinem Bauchnabel ziemlich viel Abstand war. Dann sah Jake zu mir und er fing an zu grinsen.
„Konzentration, Miss Swan!“
„Wie soll ich mich denn bitte so konzentrieren?“ Ich machte eine Handbewegung zu seinem freigelegten Bauch. Auch ich musste grinsen. Ich versuchte mich dann wieder zu sammeln und wir konnten weiter machen. Es fiel mir aber wirklich schwer nicht nochmal auf den Ansatz seiner Muskeln zu starren. Jacobs Plan ging auf, endlich hatten wir diesen doofen Tisch von oben runter bekommen.
Langsam, aber sicher nahm der Saal Gestalt an. Überall verteilt standen Tische, an denen ungefähr sechs Personen platz hatten. Alice ließ alles sorgfältig mit Tischdecken, Kerzen und Blumen dekorieren. Teller, Besteck usw. würde der Cateringservice mitbringen, anrichten und auch sogleich das Buffet aufbauen. Links vom Eingang war eine Bühne aufgebaut, auf der sich die Schulband schon einspielte. Tische für das Buffet standen genau an der anderen Seite des Saals. Das Ambiente war wirklich sehr festlich. Ich konnte mir schon super vorstellen, wie viele elegant gekleidete Leute heute Abend diesen Saal füllen werden. Ungefähr zwei Stunden vor Beginn der Benefiz-Gala waren wir endlich fertig und total stolz so etwas Tolles auf die Beine gestellt zu haben. Der Abend wird sicher ein voller Erfolg. Jetzt heißt es schnell nach Hause und fertig machen.
Jacob POV
Der Nachmittag war trotz des Stress, den Alice machte, echt angenehm. Das hab ich wahrscheinlich Bella zu verdanken. In ihrer Gegenwart kann man sich einfach nur wohl fühlen. Mit ihrer Art komm ich total gut klar, denn sie ist unkompliziert, lustig und einfach total süß in allem was sie tut. Neben dem ganzen Quatsch, den wir machen, kann man mit ihr auch ernste Gespräche führen. Die Tatsache, dass Bella die gleiche Scheiße durchgemacht hatte wie ich, brachte sie und mich nur noch mehr auf eine Wellenlänge. Es tat weh zu sehen, wie Schmerz in ihren Augen Überhand nahm und ihr Strahlen verschwand. Ich wusste wie sich fühlte, hätte sie zu gern in den Arm genommen und ihr Trost gespendet. Doch leider saßen wir in einem Raum voller neugieriger Blicke. Ich wüsste nicht was ich tun würde, wenn mir dieser Edward über'n Weg laufen würde...
Nun wieder zu den schönen Dingen, die Bella betreffen. Ein ganz wichtiger Punkt, der mir bei unserer ersten Begegnung sofort aufgefallen ist: Sie sieht verdammt gut aus und weiß das auch perfekt einzusetzen. Kurz und Knapp gesagt, Bella ist eine Traumfrau. Ich kann auch vollkommen nachvollziehen, warum alle Typen, Ausnahme Emmett und Jasper, von ihr schwärmen. Wenn ich auch nur an den Tanz im 'Cosmopolitan' denke, spür ich wieder die Hitze. Ihren Körper so nah bei mir zu spüren war einfach der Wahnsinn. Hätte ich nur für eine Sekunde meine Selbstbeherrschung vergessen, wäre ich an Ort und Stelle über Bella hergefallen, hätte mich ihr total hingegeben, egal was die anderen Leute im Club gedacht hätten. So wie sie mich immer ansieht, macht sie mich einfach ganz wirr im Kopf. Ich mag Bella, sehr sogar und ich bin wirklich gern in ihrer Nähe.
Nach einer erfrischenden Dusche, pellte ich mich in meinen neu gekauften Anzug. Ich steh auf diesen eleganten Look, dann komm ich mir immer vor wie ein wichtiger Geschäftsmann oder so. Total cool.
Gerade noch rechtzeitig kamen mein Dad und ich am Ballsaal an, wo schon die Anderen mit ihren Eltern warteten. Alice lief ganz ungeduldig auf und ab. Diese gestresste Haltung passte gar nicht zu ihrem äußeren Erscheinungsbild. Sie sah sehr hübsch aus, in dem was sie an hatte. Alice trug ein blaues, trägerloses, eng anliegendes Kleid mit schwarzem Gürtel. Dazu schwarze, hochhackige Schuhe, bei denen die Zehen vorne raus guckten. Ihre Haare fielen in Locken über ihre Schultern. Im Gegensatz dazu hatte Rose ihre Haare hinten zusammen gesteckt, so das bei dem ebenfalls trägerlosen Kleid ihre nackten Schultern sehr betont wurden. Das kleine Schwarze stand ihr ausgesprochen gut. Die roten Hackenschuhe- Zehe zu zeigen scheint wohl in zu sein- passten perfekt zu ihren Lippen, die auch knallrot waren. Die Freunde der beiden Mädels hatten wie ich Anzüge an. Emmett einen grauen und Jasper einen schwarzen. Alles in Allem sah die ganze Runde echt schick aus.
Ich parkte das Auto ein und wir gingen zu den Anderen. Nach der Begrüßung, warteten wir zusammen auf die Letzten- Familie Swan. Und wenn man vom Teufel spricht, kommt er auch schon um die Ecke gefahren. Dann waren wir ja komplett.
Als Bella mit ihren Eltern auf uns zu kam, die ebenso festlich gekleidet waren wie wir, musste ich aufpassen, dass mir nicht die Kinnlade runterklappte. Sie sah atemberaubend aus! Das Kleid, das sie trug betonte ihre tollen Kurven, die ich nur allzu gern betrachte. Diese Farbe brachte ihre sanft gebräunte Haut super zur Geltung. Es war eine Art Hummerfarbe, nur einen Tick heller. Neben dem Kleid, waren Bellas Beine, die in ihren schwarzen Schuhen endlos lang wirkten, auch ein echter Hingucker.
Wo mein Blick aber so ziemlich als erstes hin wanderte- ich gebe dafür mal meiner Männlichkeit die Schuld- war Bellas Dekolleté. Das Kleid war etwas ausgeschnitten und ihr Busen war leicht hoch gepusht, aber nicht übertrieben. Alles passte perfekt, selbst ihre Haare, die lockig über ihre Schultern fielen. Der Wahnsinn, diese Frau ist einfach der Hammer. Ich musste meinen Blick abwenden, sonst hätte ich mich womöglich noch vergessen. Glücklicherweise war ich, als die Swans bei uns ankamen, wieder Hintergedanken-frei. Bella lächelte mich an, es war wieder dieses Lächeln, bei dem sie jeden um sich herum in ihren Bann zieht.
„Da seid ihr ja endlich! Wir haben ja eine Ewigkeit auf euch gewartet“, kam es von Alice, die ihre Hände in die Seite stemmte.
„Jetzt sind wir ja da und das auch noch rechtzeitig!“ Bella steckte ihr die Zunge raus und umarmte sie dann. So fuhr sie mit dem Rest der Anwesenden fort. Dann, als letzter, war ich an der Reihe. Mir wurde wieder ganz anders, als sie mich begrüßte. Die Umarmung war ja eigentlich nichts neues, denn das tat sie jedes Mal, wenn wir uns begrüßten. Das Eigentliche, was mich schon wieder aus der Fassung brachte, war der Kuss den sie mir auf die Wange gab. Fast konnte man die Stelle nicht mehr Wange nennen. Bella küsste mich unmittelbar neben meinen Lippen, man könnte meinen, unsere Mundwinkel berührten sich. Dann sah sie mich wieder an und zwinkerte mir zu. Daraufhin ließ sich mein schiefes Grinsen nicht verbergen. Früher oder später kann ich mich nicht mehr zurückhalten....
Bella POV
Als wir den Ballsaal betraten, war es ein atemberaubender Anblick. Es hatte den Anschein, dass wirklich alle gekommen sind, die eine Einladung bekamen, wenn nicht sogar noch mehr. Grob geschätzt waren es ca. 400 bis 450 Personen.
Der Saal wirkte jetzt noch festlicher, als heut Nachmittag. Was wahrscheinlich daran liegen wird, dass die Kerzen auf den Tischen brannten, das Buffet aufgebaut war und jeder Mensch in diesem Saal entweder einen Anzug oder ein Kleid trug. Wir hatten, was die Vorbereitung betrifft, wirklich gute Arbeit geleistet und konnten stolz sein. Wir gingen zu unseren Tischen. Alice hatte es so arrangiert, dass unsere Eltern einen extra Tisch bekamen und direkt daneben war unserer. Als wir Platz nahmen, wurde es ruhiger. Mr. Greene, unser Direktor, trat auf die Bühne und stellte sich hinter das Pult. Er hielt eine zehn minütige Rede, in der er es mehr als deutlich machte, wie wichtig es ist bedürftigen Menschen zu helfen und nicht tatenlos zuzusehen. Ein weiterer Bestandteil der Ansprache war, an welche Einrichtungen die Spenden gehen werden. Seine Rede war sehr fesselnd, keiner tuschelte oder machte irgendwelche störenden Geräusche. Bei diesem ernsten Thema wäre das auch sehr unhöflich und respektlos gewesen. Als Mr. Greene seine Rede beendet hatte, erhob sich Alice von ihrem Platz. Als sie sich nochmal zu uns umdrehte, war pure Nervosität in ihrem Gesicht. Alle an unserem Tisch zeigten ihr symbolisch die Daumen gedrückt. Wir wollten ihr Mut machen. Alice ging auf die Bühne und kam einer weiteren Aufgabe als Chef-Organisatorin nach, ebenfalls eine Begrüßungsrede halten.
„Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Alice Cullen. Ich gehöre zu dem Team, welches sich bei der Organisation dieser Benefiz-Gala die größte Mühe gegeben hat, sodass sie einen schönen Abend erleben werden. Ich spreche im Namen aller meiner Mitschüler und der Schulleitung, wenn ich sage: Danke, dass sie so zahlreich erschienen sind und sich somit bereit erklären zu helfen bzw. zu spenden. Denn vielen Menschen geht es nicht mal halb so gut wie uns. Ich denke, es ist unsere Pflicht den Menschen zu helfen, die es so verdammt nötig haben. Mit den Spenden, die wir heute Abend sammeln werden, können wir so viel erreichen.
So, nun wünsche ich ihnen einen schönen Abend und genießen sie diesen mit unserer Schulband 'Elected'.“ Tosender Applaus erfüllte den Saal. Alice verbeugte sich kurz und machte sich auf den Weg zur kleinen Treppe, die von der Bühne führte. Dann blieb sie vor dieser abrupt stehen, haute sich mit der Handfläche gegen die Stirn und tänzelte wieder zurück zum Pult.
„Ach ja... Das Buffet ist eröffnet!“ Sie grinste breit und zog die Schultern hoch. Zu dem Applaus, der immer noch den Saal erfüllte, ertönte nun auch Gelächter. Ach Alice ist einfach zu süß für diese Welt.
Emmett ließ sich das mit dem Buffet nicht zweimal sagen und machte sich sogleich mit Rose im Schlepptau auf den Weg. Wir anderen folgten ihnen. Am Buffet wartete eine ziemlich lange Schlange darauf, endlich was zu essen zu bekommen. Als ich mir Salat auffüllte- auf mehr hatte ich keinen Hunger- bemerkte ich wie mich jemand anstarrte. Ich ließ meinen Blick im Saal herum wandern. Nichts. Dann drehte ich mich um. Da war der Beobachter, der zwei Personen hinter mir stand und mich die ganze Zeit angaffte. Leah. Ich sah ihr genau in die Augen. Verlegen wandte sie ihren Blick ab, als sie nicht mehr unbeobachtet war und widmete sich den gefüllten Champignons. Was hat die schon wieder für ein Problem? Hat die nichts Besseres zu tun, als mir auf den Sack zu gehen? Genervt schüttelte ich den Kopf und füllte mir weiter Salat auf. Gemeinsam saßen wir wieder am Tisch und aßen die vom Buffet erbeuteten Sachen. Der eine hatte mehr auf dem Teller, der andere weniger.
Man merkte sofort wann die Ersten im Saal fertig waren mit dem Essen, denn es wurde zunehmend lauter und man hörte ein einziges Stimmenwirrwarr im Saal. Auch unser Tisch unterhielt sich angeregt. Es war ziemlich lustig, weil Emmett und unsere anderen beiden Jungs sich über diverse Leute lustig machten. Normalerweise ist das ja nicht nett, aber da es Personen wie Lauren oder Jessica waren, war es mir egal und ich lachte herzhaft mit. Der Grund warum gerade die Beiden 'unsere Opfer' waren, war, weil sie gerade tanzten. Sie tanzten aber nicht normal, sondern wie aufgescheuchte Hühner. Es sah einfach zu komisch aus, wie sie ihre Arme angewinkelt immer wieder auf und ab bewegten. Wie Hühner halt, die grad ein Korn pickten und dabei freudig ihre Flügel bewegten. Unter dem ganzen Gelächter war mir gar nicht aufgefallen, dass die Oberhenne fehlte. Mein Blick schweifte durch den Raum und da war sie. Leah saß allein mit Mike an einem der Tische. Wieder erwischte ich sie dabei, wie sie uns anstarrte. Ihr Blick war finster. Sie hatte wohl mitbekommen was der Grund für unser Lachen ist. Egal.
„Sagt mal, habt ihr eine Idee warum wir immer angeglotzt werden? Langsam, aber sicher geht mir das echt auf die Nerven“, sagte ich mit leicht wütendem Unterton und deutete unauffällig zu Leah, die jetzt stur auf die Tanzfläche schaute. Alice und Rose schüttelten nur den Kopf und zuckten mit den Schultern. Jasper und Emmett hatten erst gar nicht zugehört. Sie waren immer noch damit beschäftigt Jessica und Lauren nachzuäffen. Jacob stand auf. Hatte ich irgendwas falsches gesagt? Aber er ging nicht weg, sondern kam auf mich zu, beugte sich zu mir runter und streckte mir seine Hand hin. Jetzt verstand ich was er wollte.
„Dann geben wir ihnen doch mehr zu gucken, Miss Swan“, sagte Jake mit einem Lächeln auf den Lippen.
„Mit dem größten Vergnügen, Mr. Black!“ Mit schräg gelegten Kopf lächelte ich ebenso zuckersüß wie Jake. Ich legte meine Hand in seine und wir gingen zur Tanzfläche, die sich direkt vor der Bühne befand. Da werden den Hennen wohl die Augen rausfallen. Bei dem Gedanken musste ich schmunzeln. Bella, wie gemein du wieder bist..., dachte ich bei mir.
Es wurde ein langsames Lied gespielt. Jake positionierte seine rechte Hand an meinen unteren Rücken und seine linke umfasste immer noch meine rechte Hand. Er übernahm die Führung. Egal ob diese Art von Tanz oder die vom 'Cosmopolitan', Jake wusste genau was er tat. Er tanzte wundervoll. Unsere Schritte waren langsam und harmonievoll. Ich genoss voll und ganz diesen Augenblick.
„Übrigens...“ Jake löste seine Hand von meinem Rücken. Dann hielt er den anderen Arm, in dessen Hand immer noch meine lag, etwas hoch und drehte mich.
„...Du siehst heute echt bezaubernd aus!“
„Danke!... Und dir steht der Anzug wirklich ausgezeichnet“, und das tat er wirklich. Jake sah in diesem Anzug wirklich zum anbeißen aus. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich im Allgemeinen total auf Männer in Anzügen stehe. Er sah war edel, aber auch gleichzeitig verdammt sexy.
Ein ganzes Lied tanzten wir schon und das nächste begann zu spielen. Wir tanzten einfach weiter. Mit ihm zu tanzen machte einfach Spaß. Nicht nur das, sondern auch wieder die Gespräche die wir währenddessen führten. Wieder musste ich feststellen, wie gern ich doch in seiner Nähe war und wie sehr ich ihn nach den zwei Wochen schon mochte.
Ich glaub ich hätte den Rest des Abends so mit Jake tanzen können, nur um ihm nah zu sein...
Aber daraus wird wohl nichts, denn mein Dad stand auf einmal neben uns.
„Darf ich?“ Dad hielt mir die Hand hin und signalisierte, dass er jetzt mit mir weiter tanzen möchte. Schade.
„Aber sicher, viel Spaß!“ Höflich gab Jake mich frei und mein Dad nahm seine Position ein. Bevor er ging lächelte Jacob noch einmal sein strahlendes Lächeln und zwinkerte mir zu. Wieder einmal brachte er mich total aus dem Konzept, sodass ich nichts von meiner Umwelt mitbekam.
„Jacob scheint ein wirklich ordentlicher Kerl zu sein!“
Mein Blick folgte Jake bis zu seinem Platz.
„Bella?“
„W-Was? Oh entschuldige ich war in Gedanken!“ Dad schaute kurz über seine Schulter und nickte wissend, denn er begriff wohl, wo ich mit meinen Gedanken war.
„Ihr scheint euch ja prächtig zu verstehen, du und Jacob“
„Jup, das tun wir! Er ist wirklich nett.“ Wenn das mal alles wäre! Dazu kommt noch, dass er lustig ist, man sich prima mit ihm unterhalten kann und er sieht so verdammt gut aus, so dass es mir schwer fällt ihn nicht ständig anzustarren..
„Läuft da was?“ Jetzt wird es peinlich. Meine Eltern wissen ganz genau, dass ich nur sehr ungern mit ihnen über sowas rede. Wenn überhaupt sowieso nur mit Mum. Dad war in solchen Sachen einfach zu unsensibel und er hat Probleme damit, die richtigen Worte zu finden. Also ersparte ich ihm und vor allem mir solche Gespräche.
„Dad...“, stöhnte ich und sah ihn argwöhnisch an.
„Nein da läuft nichts, wenn es dich beruhigt! Wir sind nur Freunde...“ Ich verdrehte die Augen.
„Ist ja gut, ist ja gut“, Dad löst sich kurz von mir und hielt die Arme in Abwehrhaltung, so als wollte er sich ergeben. Damit war das Thema für mich- und hoffentlich auch für ihn- gegessen. Nach zwei weiteren Liedern hatte mein Dad genug vom Tanzen.
Der weitere Abend verlief noch recht schön. Die Stimmung war grandios. Kaum hatte Emmett wieder einen Witz gerissen, brach in unserer Runde schallendes Gelächter aus. Zwischendurch forderte mich Jake wieder zum tanzen auf und abermals fing ich mir dafür böse Blicke von Leah und Co. ein. Es störte mich aber ganz und gar nicht. Ganz im Gegenteil, es hatte einen gewissen Reiz, dass sich Leah darüber aufregte, mich in Jacobs Armen zu sehen, wo sie hätte bestimmt sicher sein wollen. Aber ich war mir zu 99,9% sicher, dass sie heut Abend nicht von ihm aufgefordert wird. Denn heute ist Jake mein Tanzpartner. Das klingt irgendwie egoistisch, aber schließlich zwang ich ihn ja nicht dazu mit mir zu tanzen.
Als der Abend sich so langsam dem Ende neigte, trat Mr. Greene wieder auf die Bühne. Er verkündete die Summe der Spenden. Es waren sage und schreibe 400.000$, die zusammen gekommen waren. Einfach unglaublich. Also hat jeder Gast im Schnitt 1000$ gespendet. Ich für meinen Teil hatte 500$ gespendet. Das war es mir auch wert. Einfach zu wissen, dass wir mit dem Geld so vielen Menschen helfen können, macht das den Gedanken an das Geld sehr klein. Dafür gebe ich gern einen Teil von meinen Ersparnissen her.
Es ging nicht darum, 'Wer spendet am meisten?', sondern darum mit den Mitteln, die Jedem zur Verfügung standen, zu helfen. Bei manchen war es viel, bei anderen wiederum weniger. Die Hauptsache ist, dass wir auf diese beachtliche Summe gekommen sind. Demnach können alle Gäste der heutigen Benefiz-Gala stolz nach Hause gehen, denn sie haben etwas getan, um bedürftigen Menschen zu helfen...
Bella 'Helferoutfit': www.polyvore.com/bella_helferoutfit_kapitel/set?id=15903859
Alice 'Helferoutfit': www.polyvore.com/alice_helferoutfit_kapitel/set?id=15903872
Jacob 'Helferoutfit': www.polyvore.com/jacob_helferoutfit_kapitel/set?id=15903911
Linda Lyndell- 'What a Man' : www.youtube.com/watch?v=M1bVMW2XVNI
Bella Outfit: www.polyvore.com/bella_benefiz-gala_kapitel/set?id=15903930
Alice Outfit: www.polyvore.com/alice_benefiz-gala_kapitel/set?id=15903954
Rose Outfit: www.polyvore.com/rose_benefit-gala_kapitel/set?id=15903998
Jacob : www.polyvore.com/jacob_benefiz-gala_kapitel/set?id=15904120
Jasper : www.polyvore.com/jasper_benefiz-gala_kapitel/set?id=15904134
Emmett : www.polyvore.com/emmett_benefiz-gala/set?id=15904178
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Sooo... Das war das fünfte Kapi! ^^
Wie hat es euch gefallen?
Freue mich wieder über jeden Kommi... Vielleicht bekomm ich zum Geburtstag auch mal einen von den Schwarzlesern bzw. von allen aus meiner Favo-liste... :D
eure Twilightmausi