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74 D.M.S.

1974 Dodge Monaco Sedan
von

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California here we come

Und die nächste Story. Wurde aber auch langsam Zeit.
 

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Prolog: California here we come
 

Der Highway 33 auf dem Streckenabschnitt von Avenal nach Taft war lang, gerade und ziemlich langweilig für jeden Fahrer. Es gab kaum Abwechslung in der Landschaft, bestehend aus einer Menge trockenem Land und ab und zu einem kleinen Gehölz aber ansonsten ziemlich staubig und wüstenähnlich, ganz abgesehen davon dass es so gut wie keine Ortschaften auf dem Weg gab.
 

Der nachtschwarze 1974 Dodge Monaco, bekannt geworden durch den Film 'Blues Brothers' als das 'Bluesmobile' oder auch als 'Cop-Car', war auf viele Meilen das einzige Auto auf der Straße aber da niemand dort war, schenkte ihm auch niemand beachtung.
 

In dem Auto selber war es warm, durch die Sonne aufgeheizt und da an einer Klimaanlage Mangelware herrschte, blieb den fünf Insassen nichts anderes übrig als die Fenster weit aufzureißen. Musik plärrte aus dem Radio und man konnte die Stimme von Freddie Mercury hören, wie er die Lyrics von 'Fat Bottomed Girls' sang.
 

„Okay, warum hören wir schon wieder englische Musik welche sich Rock schimpft?“, fragte auf einmal die Beifahrerin, welche ihre in Schlangenlederstiefeln verpackten Füße auf das Amaturenbrett vor sich gelegt hatte. Zu ihrem Glück war das Auto sehr intelligent designt und so gab es genügend Platz für ihre extravagante Sitzhaltung als auch vier weitere Mitfahrer.
 

„Weil heute ist Mittwoch.“, antwortete einer der beiden jungen Männer von der Rückbank. Er saß in der Mitte, die Beine so lang gemacht wie möglich und den Kopf zurück gelegt, so dass er mehr das Dach ansprach als das Mädchen, die junge Frau, auf dem Beifahrersitz. Er trug einen schwarzen, schlichten Anzug, ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte locker gebunden, so dass er regelrecht overdressed war, vor allem im Vergleich zu seinen Kollegen. „Und es ist echte Rockmusik, im Gegensatz zu Gekrächze und Geschreie du nennst Death Metall oder Heavy Metall.“
 

„Es hat Keyboards.“, gab die Beifahrerin zurück, unter ihrem mit Krokodilzähnen verzierten schwarzen Hut hervor blickend. „Echter Rock braucht keine Keyboards.“
 

„Es ist 'Queen', die genialste Rockband von alle Zeit und es ist Mittwoch, so ich suche aus die Musik.“ Deutlich machend, dass dieses Gespräch für ihn beendet war, verschränkte er die Arme vor der Brust. „Und es ist besser, als die Film-Musik von Andrew.“
 

„Gotteslästerung!“, ereiferte sich sofort sein Sitznachbar, der einzige im Auto welchen man wohl auf der Straße regelrecht anglotzen würde.
 

„Andrew, ich habe nichts gegen Star-Wars, aber das nicht heißt, dass ich will zu hören die Musik den ganzen Tag.“, brummte der Junge, man musste eigentlich junger Mann sagen da er so aussah als müsste er sich mal wieder rasieren, in der Mitte mit einem Anflug von Humor.
 

„Und ich sage immer noch, hätten die alten Chinesen schon die Technik gehabt, sie hätten die Melodien sämtlicher Science-Fiction-Serien dafür verwendet um damit zu foltern.“, scherzte das Mädchen mit den Lederstiefeln fies grinsend, woraufhin Andrew die Arme verschränkte und eine Schmollippe zog.
 

Die Fahrerin blickte kurz nach hinten, durch ihre kreisrunde Sonnenbrille, und dann wieder nach vorne auf die Straße, ohne ein Wort zu sagen. Sie ignorierte das Gespräch über die Musik, sie konnte wunderbar mit jeder Art von Musik leben solange es nicht diese grausame Ohrenquälerei mit der Bezeichnung Techno war. Aber das ist ja auch keine Musik.
 

„Und außerdem ist es zu heiß für schlechte Musik mit Keyboards und Sängern mit Überbiss und Brustbehaarung.“, sagte die Beifahrerin dann.
 

„Es sind nur 37 Grad.“, gab der Junge in der Mitte der Rückbank trocken zurück, woraufhin ihn mehrere verwirrte Blicke trafen.
 

„Huh?“
 

„Celcius, ihr Hornochsen.“
 

„Und das heißt für normale Menschen?“
 

„Knapp 96° Fahrenheit.“, brummte der Brillenträger bissig und rollte mit den Augen. „Wirklich, ihr Amerikaner seid verrückt. Ihr rechnet in Zoll und Fuß und Fahrenheit und Meilen, das ist total unlogisch.“
 

„Sollen wir etwa euch Europäern alles nach machen?“, wollte die Hutträgerin wissen, scheinbar aggressiv, aber die anderen kannten sie gut genug um zu wissen, dass die beiden sich nur freundschaftlich ärgerten. Wie meistens.
 

„Nein, nur das intelligente.“, kam sofort die schnippische Antwort. „Also FAST alles.“
 

„So wie Weltkriege anfangen und so?“, meldete sich wieder der zweite Jugendliche zu Wort, woraufhin es sofort zu Protesten und einigem Gelächter kam. Sogar die junge Frau am Steuer erlaubte sich ein leichtes Schmunzeln.
 

„Hey Lisa, was machst du da hinter mir eigentlich die ganze Zeit?“, fragte auf einmal die Beifahrerin, offensichtlich hatte sie bemerkt was das Mädchen hinter ihr tat, nämlich irgend etwas schreiben.
 

„Nichts.“, kam es von der angesprochenen Blondine, ihren Blick nicht hebend von ihrem Tagebuch. Sie war im Gegensatz zu den beiden anderen Mädchen nicht sportlich oder durchtrainiert, sie sah regelrecht normal aus mit ihrer normalen Figur, ihren kurzen blonden Haaren und ihrem rosanen Sweater. Weder trug sie viel Leder, so wie die junge Frau vor ihr, noch wirkte sie berechnend kalt wie die Fahrerin.
 

Und sie hatte erst recht keine Hörner, rote Haut oder Tattoos am ganzen Körper, so wie es der junge Mann auf der linken Seite tat, der welcher ein grünes T-Shirt trug auf dem groß Super-Mario zu sehen war, genauso wenig wie sie irgendwelche Superkräfte, Ausbildung im Töten, empathischen Sinne, übersinnliche Fähigkeiten oder die Begabung jede Folge von Star Trek auswendig zu kennen besaß. Sie war absolut normal, vielleicht ein wenig neun mal klug und intelligenter als die meisten Menschen, aber nichts außergewöhnliches.
 

„Hey, führst du ein Abenteuer-Journal?“, fragte auf einmal Andrew eifrig und sprang schon fast zu ihr herüber. Das wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn er dadurch nicht praktisch auf seinem Sitznachbarn gelegen hätte, welcher das gar nicht lustig fand.
 

„Ey, zurück auf deine Seite!“, rief dieser sofort und schob den gehörnten Jugendlichen grob zurück. „Schnall dich an und bleib auf deiner Seite!“
 

„Aber ich will das Journal sehen!“, lamentierte Andrew mit weinerlicher Stimme.
 

„Ich nicht kümmer, das ist kein Grund zu kuscheln mit mir!“
 

Auf ihrem Sitz sich lang machend so gut es ging hörte die Beifahrerin grinsend dem freundschaftlichen Gezeter zu, während die Fahrerin lediglich stur weiter nach vorne sah und das Auto in der Spur hielt. Lisa unterdessen rollte mit den Augen, erlaubte sich aber ebenfalls ein kleines Lächeln und schrieb dann weiter.
 

Reise-Tagebuch, 12ter August 1998, 15:42
 

Es ist Mittwoch, das heißt Stefan darf heute die Musik bestimmen. Seit vier Wochen darf immer eine bestimmte Person sich an einem bestimmten Wochentag die Musik aussuchen, ich bin immer Freitags dran. Faith nennt es auch scherzhaft Jazz-Freitag.
 

Ich vermisse Mum und Dad und auch Bart und Maggie, vor allem da ich mir sicher bin, dass Bart wieder Unsinn anstellen wird. Ich befürchte, er wird auf eigene Faust versuchen Vampire zu jagen, obwohl wir ihn davor gewarnt haben. Aber das ist wohl nur ein Grund mehr, warum er es machen wird. Ich hoffe nur er wird vorsichtig sein.
 

Wir sind auf dem Weg nach Sunnydale, der Stadt mit der höchsten Mordrate in den gesamten Vereinigten Staaten. Nach dem was Stefan und Andrew sagen laufen dort mehr Vampire und Dämonen herum als in New York, was wohl ziemlich viel ist. Ich bin gespannt auf die Stadt, welche Geheimnisse und Mysterien mich dort wohl erwarten.
 

Mein linker Arm schmerzt immer noch, Mathilda hat gesagt ich habe mir lediglich eine üble Prellung zugezogen und kann froh sein, dass er nicht gebrochen ist. Ein von einem Dämon besessener Footballspieler hatte mich zu Boden geworfen und ich bin mit dem Arm aufgekommen, vor drei Tagen. Ich finde es ist ironisch, dass sich das Mädchen welches eine Killerin ist, obwohl sie sich selber als 'Reinigerin' bezeichnet, am besten mit erster Hilfe und Medizin auskennt.
 

Sowieso sind sie eine sehr seltsame Gruppe. Andrew sieht dämonischer aus als die meisten Vampire und ist einer der liebsten Menschen der Erde, wenn auch manchmal etwas nervig mit seiner Besessenheit von moderner Popkultur. Mathilda kümmert sich liebevoll um ihre Topfpflanze, eine Aglaonema, und kann ohne Gefühle Menschen töten, auch wenn ich noch nicht gesehen habe wie sie es getan hat. Stefan versteckt sich hinter seinem Zynismus und seinem Sarkasmus und will am liebsten uns allen helfen und all unsere Probleme für uns lösen. Und Faith ist das stärkste Mädchen der Welt und ist eine auserwählte Kriegerin, die taffeste, unabhängigste und mutigste junge Frau die ich kenne und gleichzeitig sehr sensibel und verletzlich.
 

Es ist eine seltsame Dualität welche jeder von ihnen in sich trägt, eine Art von Charakter wie sie den großen Autoren James Fenimore Cooper, Edgar Allan Poe oder Herman Melville würdig gewesen wäre, wäre das Leben wirklich eine Bühne. Aber dies ist das wahre Leben, welches scheinbar mindestens genauso magisch ist wie alle Fantasien, welche ich jemals gehabt habe.
 

Ich sehe mich selber nicht als Teil dieser Gruppe, ich bin mehr ein Passagier welcher ein Stückchen mitfährt und die Fahrt geniest. Wann ich absteige weiß ich noch nicht, aber ich habe ein zu Hause in das ich zurück kehren kann, eine liebende Familie welche mich gerne willkommen heißen wird wenn ich zu ihnen zurück gehen werde. Keiner von ihnen hat es, einer der Gründe warum ich wohl nie einer von ihnen sein werde.
 

Mein Name ist Lisa Simpson und ich bin die Chronistin dieser Geschichte, der Geschichte um vier außergewöhnliche junge Menschen.
 

Es begann für mich alles am 27ten Juni1998, in meiner Heimatstadt Springfield. Es war ein heißer Samstag gewesen...
 

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So, Prolog fertig.

The Blues Arc Part One

Und Attacke, auf zum ersten Kapitel.
 

Ich werde alle Kapitel in einer nicht vorhandenen Reihenfolge schreiben, das heißt es wird zum Beispiel erst Lisa in die Gruppe aufgenommen, ehe ich schreibe, wie Faith zum ersten mal Mathilda trifft. Aber keine Angst, es gibt Datumsangaben dabei.
 

Und, ich habe sogar ein Opening. Wow. Ich bin mächtig stolz auf mich.
 

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Am Horizont geht die Sonne über den Straßenschluchten von Manhatten unter, taucht die Wolkenkratzer in ein unheimliches, orangenes Licht, ehe kaltes elektronisches Licht die Straßen erhellt. Der Blickwinkel streift über die Stadt, durch Häuserschluchten und über den Hudson River in die Gassen der Bronx.
 

Und all dies wird untermalt vom Song 'Beauty Of Annihilation' von 'Elena Siegman', genau in dem Moment in welchem ihre Stimme erklingt, erscheint eine weiße Schrift und die Szene wechselt.
 

-Eliza Dushku as Faith-
 

Auf einem Friedhof blockt Faith den Hieb eines Vampirs ab und verpasst ihm einen wuchtigen Tritt gegen den Brustkorb. In der nächsten Einstellung wirbelt sie einen Pflock in einer Hand herum und lächelt überlegen jemanden an, der nicht zu sehen ist.
 

-Nathalie Portman as Mathilda-
 

Ihre Charakteristische Sonnenbrille tragend betritt Mathilda einen Raum durch eine breite Doppeltür. Ein Szenenwechsel und sie sitzt in Unterwäsche auf einer Couch und reinigt eine ihrer Pistolen, welche zerlegt vor ihr liegt.
 

-Christopher Marquette as Stefan-
 

Sich eine Kippe anzündend sitzt Stefan in einem Bürostuhl, seine Füße auf den großen Schreibtisch gelegt als würde die Welt ihm gehören. Im nächsten Moment sieht man in mit einem gezogenen Schwert eine Treppe herunter springend, mitten in ein Getümmel aus Körpern.
 

-Anna Sophia Robb as Lisa-
 

Im Schneidersitz sitzt Lisa auf einem Hotelbett und schreibt in ihr Tagebuch, neben sich ihr Saxophon und das alles nur beleuchtet von einer Nachttischlampe. Dann befindet sie sich hinter einem Auto geduckt und lädt eine Armbrust nach, über ihr jagen mehrere Blitze entlang.
 

-and Tom Lenk as Andrew-
 

Mitten in der Wüste sitzt Andrew auf dem Boden, die Augen geschlossen und die Hände auf den Knien, um ihn herum schweben mehrere Steine in der Luft. Nach einem Szenenwechsel zieht er zwei schlanke Schwerter von seiner Hüfte und tritt in einem Krankenhauskorridor einer Horde von Zombies entgegen.
 

Ein erneuter Schnitt und wieder ist die Skyline einer Metropole zu sehen, taghell erleuchtet vom künstlichen Licht. Und auf dem Dach eines Wohnhauses sind die Silhuetten von fünf jungen Leuten zu sehen, welche nebeneinander sitzen und über den Fluss herüber sehen zu der Stadt, ehe alles schwarz wird und erneut ein Schriftzug erscheint, diesmal in comichafter Schrift und großen, weißen Buchstaben, während die Musik leiser wird und schließlich verstummt.
 

-74 D.M.S.-
 

„Wow, wir sind so wie... die Ghost-Busters.“, kann man Andrews begeisterte Stimme hören. „Nur cooler.“
 

„Und sexier.“, fügt Faith hinzu.
 

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Guest Stars:
 

Jake Sandvig - Jimbo Jones

Paul Giamatti – Homer Simpson

and

Lorraine Bracco – Marge Simpson
 

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The Blues Arc Part One
 

27ter Juni 1998, 22:13, Springfield

Von allen seltsamen Städten in gesamt Nordamerika, von denen es wirklich eine verdammt große Menge gab (mehr als sibirische Tiger in Sibirien), stach Springfield nicht hervor. Streng genommen war es nicht einmal eine seltsame Stadt, sie war sogar ziemlich gewöhnlich. Der Bürgermeister war Korrupt und sexistisch, der Polizeichef war unfähig und verfressen, das Atomkraftwerk marode und fiel durch jede Kontrolle, die Unterhaltungsbranche niveaulos und machte einen noch dümmer als man sowieso schon war, die Lehrer der öffentlichen Schulen unmotiviert und unterbezahlt.
 

In dieser Stadt lebte ein Mann, welcher schlicht und ergreifend außergewöhnlich war. Gesegnet mit engelsgleichem Glück und ebenso viel Pech, der Begabung aus jeder Lage irgendwie wieder heraus zu kommen, voll von klischeeamerikanischer Ignoranz, Faulheit, Verfressenheit und Arroganz, war dieser Mann das Gegenteil von jedem Musterbürger den man sich wünschen konnte.
 

Er war in keiner Art und Weise bösartig oder kriminell, wenn auch manchmal ein wenig strauchdiebartig dreist oder auch verboten dumm, aber niemals aus dem Drang heraus anderen zu schaden. Außer seinem Nachbarn gegenüber, doch auch diesem würde er niemals etwas wirklich schlimmes antun, er genoss es einfach nur ihn zu triezen. Er war definitiv kein heiliger, aber auch kein Monster, er war lediglich ein Mann, der viele angeblich schlechte Eigenschaften schon wahrhaft zu Konstformen erhoben hatte.
 

Und dieser Mann, hatte zwei Töchter. Eine von ihnen hatte ein aufregendes, erlebnisreiches Leben vor sich, geprägt von Abenteuern und Mysterien, voran getrieben von ihrer Faszination für Schusswaffen und dem Drang sich gegen die Gesellschaft und eingefahrene Lebensweisen aufzulehnen.
 

Seine andere Tochter stand auf der Bühne eines kleinen Clubs und spielte auf ihrem Saxophon, ein Stück von der Band 'Trio AAB', genauer gesagt handelte es sich um den Song 'I Aint Mad At Cha' von dem Album 'Cold Fusion'. Sie hatte die Augen geschlossen und beachtete die wenigen Zuschauer nicht, sie spielte nur ihr Saxophon, begleitet von Drums und einer Gitarre. Im Original gab es die Gitarre zwar nicht, aber das hier war eben die Springfieldversion.
 

Der Name des Mädchens auf der Bühne war Lisa Simpson und alle Einwohner der Stadt kannten sie als Weltverbesserin, überzeugte Vegetarierin, übermäßig intelligentes, willensstarkes, lernfreudiges Mädchen, enthusiastische Saxophonistin und Verfechterin der freien Presse. Es wurden Wetten abgeschlossen, welchen Studiengang sie wählen würde, momentan waren ganz vorne in der Wettstatistik Journalismus, Politikwissenschaften, Jura und Literatur & Linguistik, mit einem leichten Vorsprung für Politikwissenschaften.
 

In diesem Moment jedoch war es ihr völlig egal, auf was die Leute wetteten, in diesem Moment ging es für sie nur darum, mit ihrem geliebten Saxophon ihre Gefühle auszudrücken, nämlich Freude, inneren Frieden und Gleichgewicht, Unbesorgtheit und Entspannung. Sie hatte allen Grund sich zu freuen, immerhin war sie erst 16 und hatte vor einiger Zeit die High-School frühzeitig abgeschlossen mit einem Notenschnitt von A, der einzige Grund warum es nicht A+ geworden ist war eine B in Sport gewesen.
 

Sie war momentan rundum glücklich, man konnte es nicht anders ausdrücken. Ihr großer Bruder war in der letzten Zeit wesentlich weniger nervig gewesen und hatte sich mehr damit beschäftigt seine Freundin auszuführen oder als DJ irgendwo zu arbeiten als Lisa zu nerven, ihrer kleinen Schwester hatte sie mit den Hausaufgaben geholfen und war dann mit ihr in den Laden für Künstlerbedarf gefahren, mit ihrem Vater hatte sie die letzten Tage viel Zeit verbracht und ihre Mutter war einfach glücklich, was sich auch auf Lisa und ihre Geschwister auswirkte. Das Leben war für Lisa Simpson an diesem Tag einfach gut, schlicht und ergreifend.
 

Sie spielte die letzten Takte des Stückes und öffnete dann langsam die Augen, den verhaltenen Applaus hörend, und verbeugte sich leicht, in das Publikum lächelnd. Der Laden war nicht bis oben hin gefüllt, das geschah nur wenn sie zusammen mit ihrem Bruder auftrat, aber sie mochte es so auch lieber und genoss die ehrliche Anerkennung für ihr Können der anwesenden Personen, ehe sie ihren beiden Bandkollegen, Rob und Todd (wie die beiden dazu gekommen sind solche Art von Musik zu machen hatte Lisa nie verstanden), zunickte und dann die Bühne über die kleine Treppe verließ, sich zu den Umkleiden aufmachend.
 

„Hey Lisa, netter Auftritt.“, hörte sie die Stimme des Besitzers Kearny hinter sich und blickte dann den glatzköpfigen Mann mit undefinierbarem Alter an. „Aber warum spielt ihr immer diesen Bluezz?“
 

„Weil es ein Blues und Jazz-Club ist, Kearny.“, sagte sie lächelnd, ihr Saxophon mit beiden Händen haltend.
 

„Echt?“, fragte er irritiert, sie scheinbar schon erschrocken anblickend. „Ich dachte immer das ist ein Metall-Club.“
 

„Nein, das ist dein anderes Geschäft, das 'Phillips'.“ Sie deutete durch den Raum zur offenen Tür, durch welche man auf die andere Straßenseite sehen konnte, ebenfalls ein Musik-Club aber einer, aus welchem lautstark die Musik von Metallica donnerte. Unter dem großen Schild des Clubs stand der Schriftzug 'Jede Band die Judas Priest kopiert willkommen'.
 

„Oh.“ Kearny kratzte sich am Hinterkopf und sah dann zu seinem Sohn, welcher auf einmal neben ihm stand und ihm wie aus dem Gesicht geschnitten war. „Junior, notier das: 'Phillips Rock-Schuppen, Twenty-Four Bluezz'.“
 

„Okay Dad.“, sagte er, mit einem Kugelschreiber auf einem Block schreibend und folgte dann seinem Vater, Lisa kurz zu lächelnd, ehe er schon wieder verschwunden war.
 

„Es heißt Twenty-Three!“, rief Lisa den beiden hinterher, damit den Namen des Geschäftes meinend.
 

„Junior, notier das: 'Twenty-Three in Twenty-Four umbenennen.'“
 

Lisa grinste nur und schüttelte den Kopf, dann machte sie sich wieder auf den Weg zu den Umkleiden und schnappte sich dort in dem kleinen Raum ihre Tasche, verstaute ihr Saxophon und streifte ihre dünne Sommerjacke über. Eine Minute später verließ sie bereits das Gebäude durch den Vordereingang, verabschiedete sich nur mit einer Handbewegung von dem Barmann und ihren beiden Bandkollegen, den Flanders-Brüdern, dann befand sie sich schon auf der Straße.
 

Es war Samstag und Sommer, so dass die Straßen der Innenstadt gefüllt waren mit Partygängern, Betrunkenen, jungen Leuten die sich amüsieren wollten und auch alten Leuten welche die gleiche Absicht hatten. Es war nicht die Fußgängerzone von New York City, war voll genug um vor Leben zu pulsieren, aber nicht voll genug um als überfüllt zu gelten. Man konnte sich bewegen ohne gegen jemanden zu stoßen und man hatte genug Freiraum um nicht eingeengt zu werden, doch es gab genug Menschen zu dieser Zeit an diesem Ort um es als 'Party-Zone' zu markieren, zumindest ansatzweise. Mit gewohnter Leichtigkeit wich Lisa den anderen Menschen aus, bewegte sich mit leichten Schritten durch die Straßen und glitt dann in eine Seitengasse, welche eine Abkürzung für sie war.
 

Natürlich wusste sie, dass sie nicht solche Dinge machen sollte, nicht in eine dunkle düstere Gasse gehen sollte, ihre Mutter hatte sie immer gewarnt, aber sie wollte nach Hause und wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich etwas passiert? Es war wahrscheinlicher, von einem Esel zu Tode getreten zu werden, als in Springfield in einer Gasse von jemandem ausgeraubt zu werden, sie kannte die Statistiken.
 

In Springfield gab es natürlich eine Mafia, angeführt von Fat Tony, mit welchem ihr Bruder Bart eine freundschaftliche Beziehung pflegte, ganz abgesehen davon, dass sie selber den Sohn des mächtigsten Mafiabosses der Stadt sehr gut persönlich kannte, so dass sie keinerlei Angst hatte, dass irgendjemand so dumm wäre, sie zu überfallen.
 

Jedenfalls dachte sie das, bevor etwas sie am Kragen packte und nach hinten riss, sie gegen die Wand schmetterte und ihr alle Luft aus den Lungen getrieben wurde. Sie keuchte, schnappte nach Luft und kniff die Augen vor Schreck zusammen, ehe sie diese wieder aufzwang. Für einen Moment war ihr Kopf absolut leer und sie konnte nur ihren Angreifer anstarren, einen großgewachsenen, dünnen Kerl in einem schwarzen Trenchoat und schwarzer Wollmütze, darunter lange dunkle Haare hervor fließend.
 

„Äh... Jimbo?“, fragte sie verwirrt, blinzelte einmal und sah ihn eingehender an. Ja, definitiv Jimbo Jones, einer der Jungs, welche vor acht Jahren die Schulschläger der Grundschule gewesen waren.
 

Der Angesprochene sah sie für eine Sekunde verwirrt an, dann zeichnete sich Erkenntnis auf seinem Gesicht ab. „Oh. Hey Barts Schwester. Lisa, oder?“
 

„Ja, ich bin Lisa.“, bestätigte sie ihm. „Sag mal, bist du nicht tot?“
 

„Was?“ Erneut wirkte der junge Mann verwirrt, ehe er verstand, hastig nickend. „Oh, tot. Ja, bin ich, letztes Jahr gestorben. Cool, oder?“
 

„Ich erinnere mich, in der Zeitung stand du wurdest mit einer Grillgabel angegriffen und bist ausgeblutet.“
 

„Ja, ich habs auch gelesen.“, gab er zurück, eifrig nickend. „Ist seltsam, über seinen eigenen Tot zu lesen. Irgendwie cool.“
 

„Und du bist jetzt ein Vampir oder Zombie oder was?“ Sie glaubte nicht an solche Dinge, eigentlich, aber die Tatsache, dass sie den toten Jimbo Jones sogar gesehen hatte, als er noch wirklich tot war, und er nun vor ihr stand und mit ihr redete, war ein ziemlich eindeutiger Hinweis in die Richtung des Paranormalen.
 

„Ein Vampir.“, antwortete er grinsend, zwei scharfe, spitze Eckzähne entblösend. „Also, ich würde dann gerne... weißt du...“
 

„Oh, ja natürlich.“, meinte sie sofort und ließ ihre Tasche zu Boden gleiten. „Soll ich vielleicht schreien oder so?“
 

„Ja, das wär cool. Wie die Braut in King-Kong, im alten Film von Cooper und Schoedsack.“, sagte der Untote ehemalige Schulhofschläger.
 

„Wow, du interessierst dich für alte Filme?“ Irgendwie war es ziemlich abstrus, mit einem Wesen zu plaudern, welches einen umbringen und fressen will, aber dann wiederum, ist es auch ziemlich abstrus überhaupt einem Vampir gegenüber zu stehen. Also konnte sie die Gelegenheit auch nutzen. Und außerdem war sie viel zu erstaunt und verwirrt und sowieso zu rational um Angst zu haben oder gar in Panik zu verfallen.
 

„Na ja.“ Er zuckte mit den Schultern. „Seit letztem Jahr hab ich ne Menge Zeit, Dudilla.“
 

„Dudilla?“
 

„Ja, Dudilla.“
 

„Was heißt Dudilla, ist das eine neue Beleidigung welche der Popkultur entsprungen ist und ich nicht kenne, da ich mich nicht für moderne Popkultur interessiere?“
 

„Nein Lisa, echt nicht.“, schwor er, er schien das wirklich ernst zu meinen. „Dudilla ist die Chick-Form für Dude. Also echt Respektvoll gemeint.“
 

„Warum nicht Dudsie? Das klingt feminin und süß zugleich, zwar auch so als würde man den Frauen wieder die klassische Rolle der Hausfrau und dem sogenannten 'Eye-Candy' geben wollen, aber dennoch akzeptabel.“
 

Jimbo zog ein Gesicht. „Dudsie? Das klingt so, wie der eine Film von Dustin Hoffman, Dudilla, echt ey.“
 

„Und Dudilla klingt wie der Name der kleinen Tochter von Godzilla.“, gab sie zurück, eine Augenbraue hebend.
 

„Ja, okay. Gut, ich überleg mir was.“, gab er dann nach, sich dann vor ihr aufbauend. Er war von Natur aus ziemlich groß, wenn auch beinahe dürr, und Lisa war eher kurz geraten, so dass er sie um einiges überragte. „Also, können wir dann jetzt? Ich hab echt Hunger ey.“
 

„Klar. Aber ich muss nicht diese komische Haltung einnehmen beim Schreien, oder? Ich meine, da du den alten King-Kong-Film erwähnt hast.“
 

„Ne, ist nicht nötig. Aber schreien wäre cool, echt ey, das hat so was verbotenes und aufregendes an sich.“, sagte er dann mit einem lächeln und im nächsten Moment verformte sich sein Gesicht. Seine Augenbrauen verschwanden und seine Stirnwülsten zogen sich zusammen und wurden prominenter, seine Zähne wurden zu einem gefährlichen Gebiss und seine Augen wechselten zu einer gefährlich gelben Farbe.
 

„Okay.“, bestätigte sie nickend, räusperte sich, holte Luft und dann schrie sie aus voller Lunge: „AAAHHH...“
 

Der Rest des Schreies wurde abgeschnitten, als er blitzschnell eine Hand auf ihren Mund legte und sie mit der anderen gegen die Wand presste. Erst in diesem Moment wurde ich wirklich, absolut und total bewusst, was er vorhatte zu tun: Sie zu verspeisen.
 

Lisa schluckte schwer und trat aus, sein Knie treffend aber er steckte es einfach weg, schien es nicht einmal zu bemerken. Ihre Fäuste hämmerten gegen seinen Brustkorb und er schien einen Moment zu zögern, aber sie hatte das Gefühl als würde sie gegen eine Betonwand schlagen, ihre Hände schmerzten und er zuckte kaum.
 

„Sorry Lisa, wirklich, aber ich hab Hunger, ja? Und falls es dir hilft, du bist wirklich süß, ich glaub du wirst gut schmecken.“, sagte er noch, dann beugte er sich nach vorne und grub seine Zähne in ihren Hals.
 

Für einen Moment zuckte sie zurück, wollte es jedenfalls, doch seine Hand hielt sie eisern fest und sie hatte keine Chance zu entkommen. Es schmerzte, für einen kurzen Moment, als würde jemand zwei Spritzen in ihren Hals schieben, doch nach gerade einmal einer halben Sekunde oder sogar noch weniger, war der Schmerz bereits vergangen.
 

//Scheinbar scheinen Vampire von Natur aus ein Sedativ zu verwenden, welches den Schmerz für das Opfer unterdrückt und den Vorgang sogar...// Ihre Augen schlossen sich im nächsten Moment, als eine Welle der Wohligkeit über sie lief. //... angenehm... macht...//
 

Auf einmal riss etwas an ihr und der Druck von Jimbos Händen und seinem Gebiss war verschwunden, sie verlor das Gleichgewicht aufgrund der plötzlichen Veränderung und fiel hin. Irgend etwas krachte gegen einen Metallbehälter, scheinbar wurde jemand gegen eine Mülltonne geschleudert, dann wurde ein Müllsack geworfen und dieser traf Lisa, begrub sie unter sich.
 

Leere Flaschen, alte Pappe, aufgebrauchte Batterien, kaputtes Spielzeug, zerbrochene Küchenutensilien und eine Lautsprecherbox mit abgerissenem Kabel drückten sie nach unten, sie war in diesem Moment unglaublich froh, dass es nicht der Biomüll gewesen ist, welcher geworfen worden war.
 

Mühsam kämpfte sie sich unter den Abfällen, die Tüte war beim Aufprall aufgeplatzt, hervor und zog ein altes Klebeband aus ihren blonden Haaren, dann sah sie was vor sich ging.
 

Jimbo wurde verprügelt, das ging vor sich, eine Tatsache an sich welche selten genug geschah. Dass er noch dazu von einem Mädchen verprügelt wurde, sie konnte kaum älter sein als Lisa selber, war noch erstaunlicher.
 

Die in eine enge Jeans und ein weißes Top gekleidete junge Frau duckte sich unter einem wild ausgeführten Hieb durch, schlug im nächsten Moment mit der rechten Faust zu und traf den Unterkiefer von Jimbo, welcher nach hinten taumelte als wäre er von einem Vorschlaghammer getroffen worden. Er riss sich zusammen, sprang nach vorne und versuchte seine Gegnerin zu packen, schaffte es jedoch nur ihren Cowboyhut, geschmückt mit Zähnen, von ihrem Kopf zu reißen.
 

„Das ist mein Lieblingshut!“, rief die Brünette, offensichtlich wütend, wich dem nächsten Schlag auf und packte den Arm von Jimbo, riss ihn nach vorne und rammte ihn gegen die Wand, mit dem Gesicht voran.
 

Wütend fauchend wirbelte der langhaarige Vampir herum, sie zornig anblickend, dann zögerte er. „Dudilla, bist du die Jägerin?“
 

Ihren Hut wieder vom Boden aufsammelnd und diesen wieder auf ihrem Kopf platzierend, sah sie ihn herausfordernd an. „Ja, bin ich. Und was soll Dudilla heißen?“
 

„Das ist die Chick-Form für Dude, weißt du?“
 

„Das klingt ziemlich bescheuert. Wie wäre es mit Dudette?“
 

„Jo, das ist cool.“, antwortete Jimbo, wieder nickend. „Dudette... cool. Merk ich mir, danke ey.“
 

Blitzschnell griff er dann neben sich, einen Müllsack packend und wirbelte herum, seine improvisierte Waffe im weiten Bogen schleudernd und traf seine überrumpelte Gegnerin mit voller Wucht.
 

Sie taumelte, fiel aber nicht, doch das war nicht so wichtig, wie der Umstand, dass sie nicht so viel Glück gehabt hatte wie Lisa. Denn sie wurde nicht von normalen Müll getroffen, sondern von dem bereits befürchteten Biomüll. Eier, Tomaten, Gemüse im allgemeinen, Apfelreste, verschimmeltes Brot, Essensreste, Joghurt, Bananenschalen, Zeugs das bereits vorher undefinierbar gewesen war und Sachen von denen man nicht wissen wollte, was es war, trafen sie und klatschten an sie.
 

Für eine Sekunde starrte die brünette, momentan mit Spritzern von Rosa in den Haaren, an sich herunter, ihr Gesicht einen Ausdruck des Entsetzen tragend. Diese Sekunde nutzte Jimbo bereits aus, sprang mit unmenschlicher Kondition und Sprungkraft über die große Mülltonne neben welcher er gestanden hatte und eilte die Gasse entlang davon.
 

„Üüüäääh... ewww...“
 

Lisa sah kurz zwischen dem flüchtenden Vampir und der über und über mit Essensresten bedeckten jungen Frau hin und her, ehe sie sich räusperte. Sofort sah die noch anwesende Person sie an, einen Gesichtsausdruck tragend, als ob ihr total entfallen wäre, dass Lisa noch anwesend war.
 

„Oh... hi.“, sagte sie dann und versuchte trotz ihres Zustandes, souverän zu wirken. „Alles okay?“
 

„Ein bisschen verwirrt.“, antwortete Lisa ehrlich und erhob sich nun, ihre 'Retterin' beobachtend. Sie war sportlich, ihre Muskeln waren ausgeprägt aber nicht übermäßig und sie konnte einige Narben erkennen, was von Erfahrung zeugte, als wäre sie eine 'Vampir-Jägerin' oder so etwas. Der Begriff 'Die Jägerin', welchen Jimbo verwendet hatte, implizierte dies ebenfalls. „Und selber?“
 

„Oh, ganz gut, abgesehen von dem offensichtlichen Abfall auf mir.“, brummte die Gefragte und Lisa bemerkte nun einen Akzent den sie nicht ganz einordnen konnte, aber definitiv Ostküste.
 

„Ich wohne nicht weit entfernt von hier.“, sagte Lisa ihr. „Du kannst gerne dort duschen wenn du willst.“
 

„Ne, keine Umstände ist okay.“, versicherte das Mädchen ihr, abwinkend, gleichzeitig begann sie damit, ihren Hut halbwegs zu reinigen, machte ihn jedoch nur noch dreckiger dadurch.
 

„Hey, ist das mindeste nachdem du mich vor dem...“ Die Blonde zögerte. Obwohl sie sich sicher war, dass es ein Vampir, oder wie es in alten Werken heißt 'Vampyre', klang es irgendwie falsch diesen Ausdruck wirklich zu verwenden. Es passte nicht wirklich in ihre Weltsicht, widersprach ihrem festen Glauben an die Wissenschaft, obwohl sie auch gleichzeitig überzeugte Buddhistin war. „... Ding gerettet hast.“
 

„Ja.“, meinte die Brünette hastig, sah sich dann ihren Hut an und bemerkte, dass dieser nur noch schlimmer aussah als zuvor, weswegen sie ihn einfach wieder aufsetzte. „Diese Junkies... werden immer schlimmer.“
 

Lisa schätzte es, dass diese junge Frau sie beschützen wollte, wenn auch nur vor dem Wissen was geschehen war, es schien gut gemeint zu sein. Wäre sie ein normales Mädchen gewesen, dann hätte sie diese Erklärung wohl akzeptiert und wäre damit glücklich gewesen, froh drüber alles verdrängen zu können.
 

Aber dummerweise, für wen auch immer das nun dumm war ist eine andere Frage, war Lisa Simpson nicht normal. Sie war in so ziemlich jedem Belang welcher einem normalen Mädchen einfallen würde ungewöhnlich, so auch in ihrer Bereitschaft, ihr erlangtes Wissen einfach zu ignorieren und dumm zu bleiben.
 

„Er ist ein Vampir oder?“, fragte sie mit einem halb traurigen, halb überlegenen Lächeln.
 

Für einige Sekunden sah das Mädchen sie nur an, dann sackten ihre Schultern nach unten und sie nickte seufzend. „Ja, der Wichser ist ein Vampir. Was hat ihn verraten, die Augen?“
 

„Der Umstand, dass er vor einem Jahr gestorben ist, ich war auf seiner Beerdigung, ist ein ziemlicher Hinweis gewesen, ebenso sein Bestreben mein Blut zu trinken.“, antwortete sie. „Und er hat es mir gesagt.“
 

„Ist ziemlich offensichtlich das Ganze, oder?“
 

„Ja.“
 

„Und die Ausrede, dass er nur tierisch auf Drogen war und es dunkel ist und du es nicht genau alles sehen konntest zieht wohl auch nicht, richtig?“ Sie schien selber nicht daran zu glauben, so wie sie sich anhörte, aber sie versuchte es zumindest, das hielt die Blondine ihr zu Gute.
 

„Nein.“, bestätigte Lisa. „Er läuft herum und ignoriert dabei den Umstand, dass es eigentlich unmöglich sein sollte Post-Mortem noch Bewegungen durchzuführen, er verspürte Verlangen nach meinem Blut und er besitzt die Kraft eines Silberrücken-Gorillas aus dem Dschungel des Kongos, was ein sehr eindeutiges Bild zeichnet.“
 

„Du nimmst es ziemlich gelassen auf.“
 

„Ich bin noch in der ersten Phase des Verarbeitens: Betäubung des Amygdala sowie anderer, emotional wichtiger Bestandteile meines Gehirns.“
 

„Ah, effektiv. Welche Phasen kommen dann?“
 

„Es folgt Unglauben, dann Ruhe und schließlich am Ende Akzeptanz, allerdings denke ich, ich werde die Phasen des Unglaubens und der Ruhe sehr kurz halten.“, antwortete Lisa ihrer Gesprächspartnerin.
 

„Du bist ein sehr kluges Mädchen.“, meinte diese mit einem amüsierten Grinsen auf den Lippen.
 

„Ach, mein Vater hat das Monster von Loch Ness gefangen, da sind Vampire nicht ganz so überraschend.“, sagte die Blonde mit den Schultern zuckend. „Sicher, dass du nicht bei mir duschen willst?“
 

-
 

Reise-Tagebuch, 12ter August 1998, Nachtrag, 21:51
 

Ich musste heute an meine erste Begegnung mit Faith denken. Sie hat mir damals das Leben gerettet, genau wie in einem Film oder einem schlechten Roman von sexistischen Autoren welche es für romantisch halten wenn das hilflose Mädchen von dem starken, mutigen Helden gerettet wird. Allerdings besteht in unserer Situation der Unterschied, dass ich weder die klassische hilflose junge Maid bin, mir fehlt die Eleganz oder tapsige Attraktivität oder auch der Sexappeal, und Faith ganz sicher nicht ein klassischer Held in der strahlenden Rüstung ist. Erstens hat sie dafür zu viel Brust, sie hat davon definitiv genug, und zweitens würde sie wohl darauf bestehen eine Rüstung aus eng anliegendem Leder zu tragen.
 

Dennoch bestehen definitiv viele Parallelen zwischen der Vampir-Jägerin aus Boston und der traditionellen Figur des Helden. An erster Stelle ist definitiv ihr Drang andere zu schützen und vor Schaden zu bewahren zu nennen, auch wenn sie dies stets versucht unter einem Panzer aus Sarkasmus und hartem Verhalten zu verbergen. Doch auch dies ist durchaus als eine heroische Eigenschaft zu werten, bedeutet dies doch auch einen gewissen Grad an Bescheidenheit und Zurückhaltung. Obwohl Faith sich gerne ins Rampenlicht stellt, tut sie dies niemals als Faith die Vampir-Jägerin, sondern stets als 'Faith die wirklich heiße Braut' oder 'Faith das Mädchen mit der großen Klappe' oder, mein persönlicher Favorit, 'Faith das starke Mädchen und die beste Freundin die immer für einen da ist'.
 

So war auch mein erster Eindruck von ihr der gewesen, dass sie eine wesentlich viel schichtigere Person ist, als sie versucht einem zu vermitteln. Ob sie dies tut um sich zu schützen oder unbewusst aus Reflex, ist schwer zu sagen, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Dennoch war Faith für mich von der ersten Sekunde an faszinierend gewesen. Es waren nicht ihre Kräfte gewesen, solche Dinge sind äußerlicher und körperlicher Natur, über welchen ich mich rühme zu stehen, sondern ihr Charakter und ihre Persönlichkeit.
 

Sie strotzt vor Selbstbewusstsein, ist abenteuerlustig und willensstark, manchmal schon selbstmörderisch tapfer mit an Dummheit grenzender Sorglosigkeit verbunden, gleichzeitig aber auch sehr tiefgründig und sensibel, wenn sie will. Sie besitzt eine ganze Reihe von Eigenschaften, welche sie absolut von mir unterscheidet und somit fast schon alienhaft faszinierend macht, zum Beispiel ihre Selbstsicherheit und ihr Drang, stets die Beste in allem zu sein.
 

Auf den ersten Blick scheint sie arrogant und ignorant zu sein, aber tatsächlich weiß sie schlicht wie gut sie ist und schützt sich mit ihrer Masche dumm zu stellen davor, dass sich Leute wirklich für sie interessieren. In meinen Augen jedoch, war sie von Anfang an einer der interessantesten Menschen gewesen, die ich kenne. Und ich komme aus Springfield.
 

Ich werde mich nun in mein Zelt zurück ziehen, welches ich mir mit Mathilda und Faith teile. Die nächste Nacht werden wir wohl in einem Motel verbringen, was ich als Abwechslung sehr willkommen heiße, obwohl es durchaus auf eine abenteuerliche Art und Weise aufregend ist, draußen zu schlafen. Nicht so abenteuerlich wie Dämonen zu vernichten, ich versuche immer noch wirklich zu begreifen was das bedeutet, aber dennoch beinahe romantisch aufregend. Und sehr unbequem.
 

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27ter Juni 1998, 22:56, Springfield
 

Es war eine Lüge gewesen, dass Lisa in der Nähe des Ortes wohnt, an welchem sie Faith getroffen hatten, tatsächlich hatten sie einen Fußweg von mehreren Meilen zurück legen müssen, ehe sie das Haus der Familie Simpsons erreicht hatten, doch wenn es Faith störte, dann sagte sie es nicht.
 

„Und du bist dir absolut sicher, dass es okay ist?“, fragte das Mädchen mit dem Hut und trat ein durch die Tür, welche das kleinere Mädchen für sie offen hielt.
 

„Ja, kein Problem, meine Eltern schlafen wahrscheinlich schon.“, versicherte diese ihr und schloss die Haustür wieder zu. „Das Badezimmer ist die Treppe hoch und dann rechts.“
 

Noch einen kurzen Blick zu Lisa werfend, sprang Faith dann geradezu die Treppe hinauf und verschwand um die Ecke, auch direkt das Badezimmer findend. Sie sah sich vorsichtig und geradezu misstrauisch in dem Raum um, öffnete sogar das Spiegelschränkchen um nachzuprüfen ob sich dort irgendwelche Sachen befanden welche da nicht hin gehörten, fand aber nur die üblichen Hygiene-Artikel und Medikamente.
 

Ihre Hand fuhr an der Ausenwand der Badewanne entlang um dort nach versteckten Fächern zu suchen, fand jedoch nichts, genauso wenig wie am Fenster und am Waschbecken. Scheinbar war es wirklich nur ein Badezimmer, nichts verdächtiges. Aber es war zu seltsam, dass Lisa, mit diesem Namen hatte das blonde Mädchen sich ihr gegenüber vorgestellt, sie einfach so einlud nachdem sie von ihr gerettet worden ist.
 

Gewöhnlicherweise liefen diese Leute panisch weg und verdrängten die Ereignisse oder wurden sogar ohnmächtig oder taten so als wenn es ein normaler Überfall gewesen wäre, was Faith inzwischen gelernt hatte zu akzeptieren, aber nur sehr selten stellte jemand Fragen. Und diesmal war es das erste mal, das diese Person nicht nur Fragen stellte, sondern das auch noch richtig intelligent aufzog.
 

Den Duschkopf anblickend seufzte Faith auf, entschließend, dass wenn sie schon hier war, auch wirklich duschen konnte, denn im ernst, wer läuft schon gerne mit Essensresten am Körper herum? Aus ihren schmierigen Klamotten schlüpfend stellte sie sich unter die Dusche und drehte das Wasser auf.
 

Im gleichen Moment in welchem die dunkelhaarige Vampirjägerin das heiße Wasser aufdrehte, öffnete Lisa Simpson den Kühlschrank und holte eine Dose Bier heraus, diese vorsichtig öffnend. Eigentlich trank sie keinen Alkohol und ihre Mutter wäre wohl sehr enttäuscht, wenn sie dies gesehen hätte, aber sie brauchte das gerade.
 

Sie verzog das Gesicht ein wenig, als sie den Geschmack des Bieres auf der Zunge schmeckte, während sie sich auf einem Küchenstuhl nieder ließ. Ihr Gehirn machte gerade eine Pause und schien abzuwarten, ungefähr so wie eine Katze verharrt ehe sie springt und ihr Opfer angreift, während die neu erlangten Daten und wissenswerten Fakten langsam einsickerten in ihrem Bewusstsein.
 

Vampire sind real. Sie essen tatsächlich Menschen. Wenn das was Faith ihr gesagt habt stimmt, dann waren sie ganz klassisch anfällig gegen Sonnenlicht, konnten ein Haus nicht betreten wenn sie nicht eingeladen wurden, schreckten vor Kreuzen (und überhaupt religiösen Symbolen zurück) und hatten sowieso jede Schwäche welche ihnen nachgesagt wurde. Aber leider auch eine Menge Stärken.
 

Sie nahm noch einen Schluck Bier, sich in ihrem Stuhl zurück lehnend. Das ganze war eine Menge zu verarbeiten und kam in der Größenordnung ungefähr mit dem Wissen gleich, dass ihr Vater eigentlich ein Genie wäre, hätte er nicht Buntstifte im Kopf. Nein, vielleicht nicht ganz so groß, aber nah dran.
 

Ihr Kopf sackte langsam nach vorne und sie legte die Stirn auf die Tischplatte, das kühle Material der Tischdecke war eine Wohltat für ihr Gehirn, welches nun langsam in Schwung kam und damit begann, alles zu verarbeiten.
 

Es gibt Menschen, die haben ein simples, zielgerichtetes Gehirn. Sie denken an eine Sache zur Zeit und konzentrieren sich darauf, absolut und total, nichts anderes zählt für sie als diese eine Sache, egal was es nun war. Ob ein frisches Bier, Sex, ein neues Motorrad oder die Entdeckung des Mittels gegen Krebs, es ging nur um diese eine Sache.
 

Solche Gehirne waren äußerst selten und Lisa Simpson gehörte zu den Personen, welche das genaue Gegenteil eines solchen Denkorganes im Kopf hatten. Ihr Gehirn stand fast nie still, beschäftigte sich mit mehreren Sachen gleichzeitig, schrieb eine Einkaufsliste und berechnete gleichzeitig die Flugkurve eines Baseballs welcher gerade geschlagen wurde, während sie eine Melodie von Mozart summte.
 

Und genau das gleiche tat sie auch gerade in diesem Moment wieder. Sie suchte in ihrem Bekanntenkreis, welche vielleicht schon einmal mit Vampiren zu tun gehabt hatten, während sie daran dachte was sie Faith fragen konnte und ein weiterer Teil ihres Verstandes bereits aussuchte, welche Kleidungsstücke sie ihrem Gast geben konnte, da deren ja voll waren mit Müll.
 

„Whow, Lisa, was ist los?“
 

Sie hob den Kopf und sah ihren Vater in der Tür stehen. Seine Augen waren etwas glasig und seine Wangen gerötet, seine Haltung leicht nach vorne gebeugt. Er war betrunken, doch es war noch vor Mitternacht, also würde sie diesen Grad der Trunkenheit eher als 'beschwippst sein' bezeichnen.
 

Trotz seiner etwas schlurften Aussprache klang er besorgt und wie er sie ansah, schien er sich selbst zu fragen, was er tun konnte um ihr zu helfen. Er würde keine Antwort finden, das wusste sie, er fand niemals eine Antwort auf diese Frage, aber das hielt ihn nicht davon ab es zu versuchen. Sie lächelte müde bei diesem Gedanken.
 

„Dad... ist schon einmal alles woran du geglaubt hast, mit einem Schlag auf den Kopf gestellt worden?“
 

Er verengte die Augen. „Ist das eine Fangfrage?“
 

„Nein, Dad, ist es nicht.“ Sie war ihm nicht böse, dass er so reagiert hatte, er versuchte lediglich einzuordnen was los war und hatte deswegen entschieden, dass es vielleicht ein Trick sein könnte. „Ist nicht wichtig.“
 

Sie ließ ihren Kopf wieder auf den Tisch sinken und seufzte innerlich, gleichzeitig versuchte sie einzuordnen ob Mister Burns ebenfalls ein Untoter war oder ein magisches Wesen, es würde einiges erklären, obwohl er auch schon im Sonnenlicht gestanden hatte. Also kein Vampir, aber vielleicht etwas anderes, immerhin könnte es ja sein, dass es noch mehr mythologische Wesen gab außer Vampiren.
 

Sie hörte schwere Schritte und wie ein Stuhl abgezogen wurde, dann das Quietschen als ein viel zu großes Gewicht sich auf diesem nieder ließ. Es dauerte noch einen Moment, ehe eine warme, schwere Hand sich liebevoll auf die ihre legte.
 

„Lisa...“, meinte ihr Vater leiser als sie es gewohnt war von ihm. „Was ist los?“
 

Sie zögerte. Konnte sie es ihm erzählen? Würde er ihr glauben oder sie für verrückt halten? Im nächsten Moment schallte sie sich selbst eine Närrin. Natürlich würde er ihr glauben, sie war seine Tochter und er liebte sie mehr als sein eigenes Leben, das wusste sie. In seiner Gedankenwelt gab es nicht die Möglichkeit, dass seine superkluge Tochter Lisa Unrecht haben könnte und auch keinen Grund, ihn anzulügen.
 

Aber... Zunächst musste sie erst einmal selber verstehen was geschehen war und was vor sich ging.
 

„Dad... ich möchte nicht drüber reden, ja?“, fragte sie und hob ihren Blick um den seinen zu treffen. Sie sah die Sorge in seinen Augen und es schmerzte ihr fast, ihn abzuweisen, aber sie konnte nicht anders, sie war noch nicht dazu in der Lage, es ihm zu erklären. „Wir reden morgen, okay?“
 

Für einen Moment hielt er ihrem Blick stand, dann nickte er. „Okay.“
 

Langsam wuchtete er seinen mächtigen Körper wieder hoch und zog seine Hand von der ihren zurück, sie widerstand der Versuchung diese fest zu halten, sie noch einige Sekunden anblickend. „Bleib nicht zu lange auf. Und nur ein Bier, ja?“
 

„Natürlich Dad.“, antwortete sie milde lächelnd. Ihr Vater verließ mit schleppenden Schritten die Küche und sie konnte hören, wie er die Treppe hinauf stieg in Richtung Schlafzimmer. Sie wartete, ehe sie hörte wie dessen Tür sich öffnete und wieder schloss, bevor sie noch einen Schluck Bier nahm und selber ebenfalls aufstand.
 

Faith benötigte frische Kleidung, sie konnte ja nicht die ganze Zeit in mit Schimmel und Ekelhaftem Müll beschmutzten Klamotten herum laufen.
 

-
 

Reise-Tagebuch, 13ter August 1998, 11:09
 

Es war heute meine Pflicht Frühstück zu machen, weswegen es vegetarisches Omelett, Pfannkuchen und fettarmen Joghurt gab. Während alle neben dem Auto gesessen hatten um zu essen, hatte ich wieder etwas Zeit gehabt die Dynamik in unserer kleinen Gruppe genauer zu analysieren. Ich habe schon vor einiger Zeit bemerkt und nun endgültig bestätigen können, das Faith das Herz unserer Gruppe ist.
 

Sie hat mit allen anderen eine besondere Art von Beziehung und Verbindung, was allen anderen untereinander fehlt, so dass sie der Mörtel in unserem Haus ist und das Fundament auf welchem unsere Mauern stehen. Manchmal könnte man sie und Stefan für Geschwister halten, diese beiden sind sehr oft am streiten und doch zeigen sie sich gegenüber Respekt und Anerkennung, beides auf eine Art, in welcher ich Bart und mich wiedererkenne.
 

Mathilda dagegen ist für sie die beste Freundin, das Mädchen mit welchen sie Schulter an Schulter steht um mit ihr gemeinsam gegen die Gefahren dieser Welt zu stehen. Es gibt denke ich wenig, was sie einander nicht anvertrauen würden, in erster Linie vor allem ihr Leben. Sie sind Waffenschwestern, aneinander gebunden durch Vertrauen und Respekt, verdient durch gemeinsame Kämpfe gegen Feinde und um ihr eigenes Leben.
 

Was Andrew und Faith angeht... ich weiß nicht genau wie man die beiden beschreiben soll, wenn auch definitiv herzlich. Von Andrews Seite ist es denke ich beinahe Heldenverehrung, er bewundert Faith wie andere Leute Superstars. Von ihrer Seite aus ist es wohl eine Art Sympathie und Freundschaft, welche man einem Haustier entgegen bringen würde, obwohl ich mich selbst weigere, Andrew als etwas weniger als einen außerordentlichen Menschen zu sehen. Sie mögen sich, sie akzeptieren sich und sie respektieren sich, aber anders als Faith und Mathilda oder Faith und Stefan.
 

Und was mich angeht... Nun, ich denke man könnte es als wohl so bezeichnen, dass sie mich sozusagen adoptiert hat als kleine Schwester. Sie wird mich niemals als so fähig ansehen wie die anderen und das ist okay, denn ich werde es niemals sein. Sie beschützt mich und zeigt mir Dinge welche ich früher niemals für möglich gehalten hätte oder auch einfach nur einfache Dinge, wie zum Beispiel wie das Leben funktioniert oder wie man zu der Musik von Metallica richtig tanzt.
 

Im Endeffekt läuft all unser Streben und Tun darauf hinaus, ihr zu helfen und sie zu unterstützen, obwohl wir alle noch eigene Individuen sind. Ich mache mir keine Illusionen und ich weiß, dass es nicht ewig so bleiben wird, dass irgendwann die Dynamik sich ändern wird und wir definitiv irgendwann nicht mehr so in dieser Gruppe leben werden, wie wir es nun tun. Ich befürchte, dass dies bereits eintreten wird, wenn wir Sunnydale erreichen, dem Höllenschlund.
 

Einem Höllenschlund eigentlich, dem aktivsten der Welt momentan. Ich habe ein wenig geforscht und heraus gefunden, dass es mehrere in Nordamerika gibt, mindestens drei, in Sunnydale, in Cleveland und wo der dritte sich befindet weiß ich leider noch nicht. Doch dies sind nur einige von vielen, überall auf der Welt gibt es diese mystischen, magischen Wege in eine andere Dimension, sozusagen ein wahres Netzwerk aus verschiedenen Sammelpunkten für dunkle Magie.
 

Momentan ist nur der in Sunnydale aktiv, doch es könnte sein, dass sich dieser schließt und ein anderer dafür öffnet, doch die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Dennoch, möglich wäre es.
 

Andrew nervt gerade, er will wissen was ich schreibe, doch ich werde dieses Buch erst heraus rücken, wenn es fertig geschrieben ist. Und vielleicht nicht einmal dann.
 

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27ter Juni 1998, 23:27, Springfield
 

Ein weiteres Bier wurde geöffnet und mit bestimmter Sicherheit wurden mehrere tiefe Züge genommen, ehe die Dose wieder abgesetzt wurde.
 

„So, ich wette du hast ne Menge fragen, nich?“, brummte Faith und lehnte sich mit ihrem Bier in der Hand an die Küchentheke. Sie trug inzwischen eine etwas zu weite Jeans, welche Lisas Bruder gehörte, und ein weißes T-Shirt ohne Ärmel, etwas zu klein und so spannte es vor allem um die Brust herum, was sie jedoch nicht störte.
 

„Oh ja.“, sagte die Blondine am Tisch eifrig. „Was meinte Jimbo damit, als er dich als 'Die Jägerin' bezeichnet hat?“
 

Faith widerstand dem Drang, das Gesicht zu verziehen. Dieses Mädchen war clever, direkt so eine Frage zu stellen, es sprach auch davon, dass sie bemerkt hatte was vor sich gegangen war. Sie schien nicht jemand zu sein, die sich mit faulen Ausreden abspeisen lassen konnte. Aber das heißt nicht, dass sie jedem auf die Nase binden wollte, was ihr Schicksal ist.
 

„Ähm... weil ich Vampire jage. Deswegen hat er gesagt, dass ich eine Jägerin bin.“, antwortete Faith nach einem weiteren Schluck Bier. „Einfach oder?“
 

„Er hat dich nicht als EINE Jägerin bezeichnet, er hat dich gefragt ob du DIE Jägerin bist, eine Aussage, welche impliziert, dass es ein Titel oder die Bezeichnung einer spezifischen einzigartigen Person ist, nicht eine allgemeine Bezeichnung für Vampir-Jäger.“
 

Verdammt, dieses Mädchen ist verdammt clever. Also gut, ein anderer Ansatz vielleicht. „Kanntest du ihn?“
 

„Wen? Den Vampir?“ Lisa zog die Augenbrauen zusammen, sie bemerkte natürlich was Faith vor hatte, doch sie gab zumindest ein wenig nach und spielte vorerst mit. „Ja, er war zusammen mit mir auf der Grundschule gewesen und dann auf der High-School. Sein Name ist Jimbo Jones, ein ehemaliger Schläger und Kleinganove, hat mit Gras gedealt. Und was ist Die Jägerin?“
 

Faith ignorierte die letzte Frage. „Wie lange ist dieser Jimbo bereits tot, weißt du das?“
 

„Circa ein Jahr, etwas mehr. Gehe ich Recht in der Annahme, dass du ihn verfolgen wirst?“
 

„Ja, werde ich.“, gab Faith zu, ehe sie das verschlagene Lächeln von Lisa bemerkte. „Wieso fragst du?“
 

„Ich will mitkommen.“
 

Faith blinkte. Ja, dieses Mädchen war definitiv außergewöhnlich, jedes andere Teenagermädchen hätte sich nach so einer Erfahrung in ihrem Zimmer verkrochen und wäre Tagelang nicht heraus gekommen. Und sie wollte... mitkommen. „Warum?“
 

„Weil es...“ Lisa zögerte, schien zu überlegen wie sie ihr Anliegen richtig erklären konnte, ehe sie verschlagen grinste. „Ich will wissen wie diese Wesen leben und wie sie existieren. Und ich will wissen, wie eine junge Frau wie du in der Lage dazu ist, diese Kreaturen, stärker und schneller als Menschen, zu bekämpfen und auch zu vernichten.“
 

Die Braunhaarige verengte die Augen, sie eindringlich ansehend. Dieser Blick war eigentlich dafür reserviert, Dämonen und andere bösartige Kreaturen in Angst zu versetzen, doch diesmal setzte sie ihn ein, um einem übermütigen und viel zu neugierigen Mädchen ihre Grenzen zu zeigen. Es wirkte... nicht.
 

Lisa erwiderte den Blick gelassen, schien kein bisschen eingeschüchtert zu sein. Mehrere Sekunden hielt dieses Duell der Blicke, dieser Machtkampf zwischen den Willen an, bevor Faith schließlich auf seufzte. „Mach was du willst, aber komm nachher nicht zu mir wenn du dir nen Nagel abgebrochen hast.“
 

Anstatt zu antworten, grinste ihre Gesprächspartnerin nur.
 

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27ter Juni 1998, 23:51, Springfield
 

„Jo Man, die Dudette hat es voll drauf Alter, ich schwör.“, sagte Jimbo und gestikulierte wild mit den Händen. Er stand im Hinterraum einer schmierigen Bar, nur schwach beleuchtet von einer flackernden Funzel welche die richtige gruselige Athmosphäre erzeugte.
 

„Wieso Dudette? Was ist aus Dudilla geworden?“, fragte einer der anderen Anwesenden Vampire, jemand dessen Namen sich niemand gemerkt hatte.
 

„Na ja, Dudette klingt irgendwie cooler, weißte?“
 

„Ja, stimmt.“, gab der Untote welcher gefragt hatte zu, nickend. „Okay, ab sofort heißt es Dudette?“
 

Diese Frage war gerichtet auf den Anführer der Gruppe, welcher in der dunkelsten Ecke des Raumes auf einem großen Plüschsessel saß wie auf einem Thron. Die beiden Vampire schluckten schwer, als sie sahen wie ein schwerer Hammer aus einer Werkzeugtasche gezogen wurde.
 

„Es geht um die Jägerin, nicht die Art wie ihr zurück geblieben Affen Frauen nennt. Also, entweder wir kommen zurück zum Thema, oder ich werde gezwungen sein eure Kniescheiben in Muß zu verwandeln.“, sagte die Stimme welche viel zu hell war für einen Meister-Vampir. Dennoch zitterten die Anwesenden als sie diese Stimme hörten, ehe eine zweite Stimme, diese wesentlich erwachsener und menschlicher, hinzufügte: „Also, die Jägerin?“
 

„Ja Man, sie ist in der Stadt ey.“, bestätigte Jimbo aufgeregt. „Und sie hat es voll drauf man, hat mich fast erwischt.“
 

Keiner der Anwesenden Vampire wusste wieso, doch sie hatten das Gefühl, als würde ihr Anführer verschlagen Grinsen. „Also gut... Es wird endlich interessant in dieser Stadt. Holt Snake und dann schnappt sie euch morgen Nacht. Sucht die Jägerin und tötet sie, schnell und effektiv, spielt nicht rum.“
 

„Und wenn doch, dann genießt es.“, fügte die hellere, künstliche Stimme hinzu, bösartig lachend.
 

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28ter Juni 1998, 06:11, Springfield
 

„Was ist los?“
 

Das war das erste was Faith hörte, als die Tür zu ihrem Motelzimmer geöffnet wurde und das fragil wirkende Mädchen vor ihr sie ansah. Sie rollte mit den Augen. Mathilda konnte sie lesen wie ein Buch, wieso auch immer sie dazu in der Lage war, es war manchmal sehr nervig.
 

„Ich habe einen Fan.“, antwortete die größere der beiden und trat dann bereits ein, vorbei an dem Mädchen welche fragend eine Augenbraue hob.
 

„Einen Fan?“, fragte Mathilda sie und schloss die Tür wieder. Sie hätte glatt amüsiert wirken können, aber Faith konnte das schwer sagen, die ehemalige Profikillerin wirkte immer so verdammt kühl.
 

„Ja. Ich hab gestern ein Mädchen vor einem Vampir gerettet. Die Stadt ist übernatürlich praktisch tot, gerade einmal einen Vampir habe ich gefunden und der ist auch noch geflüchtet. Ach ja, und in einem Casino lebt das Monster von Loch Ness.“, brummte die Jägerin, sich aufs Bett fallen lassend.
 

„In einem Casino?“
 

„Frag nicht. Frag einfach nicht.“ Für einen Augenblick schwiegen die beiden, bevor Faith weiter sprach. „Sie will mich begleiten, wenn ich den Vampir jage.“
 

„Das Monster von Loch Ness?“
 

„Nein, Lisa.“
 

„Wer?“
 

„Das Mädchen welches ich gerettet habe.“
 

„Ah.“
 

„Wo ist Stefan? Ich hab Hunger, er soll Frühstück holen.“
 

„Macht er schon.“
 

„Gut.“ Mit diesem Wort auf den Lippen setzte sie sich wieder auf. „M, tu dir selbst einen Gefallen. Wenn du ein neunmalkluges Mädchen vor einem Monster rettest und sie NICHT schreiend weg rennt, dann erschieß sie.“
 

„Ich denk drüber nach.“ Natürlich würde sie es nicht tun, aber Faith hatte diesen Vorschlag auch nicht ernst gemeint. „Du hast sie doch abgewiesen, oder?“
 

„Wie abgewiesen?“
 

„Dass sie mitkommen will.“
 

„Ich hab ihr gesagt, sie soll machen was sie will.“
 

„Also ja gesagt.“
 

„Sozusagen.“, gab die Jägerin zu. „Sie wird danach so eingeschüchtert sein, dass sie heulend nach Hause rennt.“
 

Mathilda erwiderte ihren Blick nur, sagte jedoch nichts, ehe sie sich umdrehte und Richtung Badezimmer bewegte. „Hoffen wir es.“
 

Faith antwortete nicht sondern ließ sich nur wieder nach hinten sinken. Sie war müde, schließlich hatte sie den Abend damit verbracht die Stadt zu erkunden und die Nacht, einem Mädchen welches zu klug und neugierig für ihr eigenes Wohlbefinden war zu erzählen was Vampire und Dämonen sind.
 

//Ich ruhe nur kurz meine Augen aus, nicht mehr.// Im nächsten Moment war sie bereits eingeschlafen.
 

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28ter Juni 1998, 17:14, Springfield
 

Marge Simpson sah von ihrem Hackbraten, welchen sie gerade in den Ofen schieben wollte, auf als sie hörte, dass es an der Tür klingelte. „Nanu, wer kann das sein?“
 

Sie erwartete niemanden und soweit sie wusste auch Homer nicht, man durfte ihn nicht stören wenn er College-Football schaute. Bart war nicht da, sie hatte keine Ahnung wo ihr ältester sich herum trieb, und Maggie war beim Klavierunterricht. Da ließ nur Lisa übrig, aber es geschah sehr, sehr selten, dass jemand Lisa besuchen wollte.
 

Und außerdem war Sonntag Nachmittag, was das ganze etwas seltsam machte. Erneut klingelte es, während Marge den Backofen wieder schloss und dann schritt sie zur Tür.
 

Als sie öffnete, war sie erstaunt drei Jugendliche in Barts Alter zu sehen, zwei attraktive Mädchen, eine davon zeigte für ihren Geschmack eindeutig zu viel Haut und die andere zu viel Bein, und ein normal aussehender Junge. „Ja, wie kann ich euch helfen Kinder?“
 

Alle drei schienen nicht erfreut zu sein darüber, als Kinder bezeichnet zu werden, aber sie versuchten es sich nicht anmerken zu lassen. „Wir sind Freunde von Lisa, ist sie da?“
 

Das war mehr als unerwartet für Marge, ganz abgesehen davon, dass die drei nicht so aussahen, als würde ihre Tochter sich in solchen Kreisen bewegen. Der Hut mit den Zähnen auf dem Kopf des größten Mädchens, die runde Sonnenbrille der zweiten und die Kippe im Mundwinkel des Jungen wirkten nicht gerade vertrauens erweckend. Aber dann wiederum, hatte sie Fat Tony auch immer als sehr freundlichen Menschen empfunden und er war ein Mafiaboss.
 

Noch unerwarteter jedoch war, als ihre Tochter an ihr vorbei schoss, eine Jeansjacke überstreifend. „ByeMum,ichbinweghabzutun,habdichlieb,ichbinumMitternachtwiederda.“
 

Und damit war die Tür schon wieder geschlossen, eine verwirrte Marge Simpson zurück lassend. „Oha. Ich hoffe nur, sie fängt nicht wieder an zu rauchen.“
 

Außerhalb des Hauses sah Lisa mit einem breiten Grinsen die drei jungen Monsterjäger, Vampirjäger oder wie auch immer man sie bezeichnen wollte, an. „Hi, ich bin Lisa Simpson, erfreut euch kennen zu lernen, Faith hat mir viel über euch erzählt. Ich bin total aufgeregt, das ist meine erste Vampyre-Jagd auf die ich gehe.“
 

Ihre ausgestreckte Hand wurde für einen Moment ignoriert, ehe das Mädchen mit der Sonnenbrille diese ergriff, dabei jedoch die hinter den undurchsichtigen Gläsern verborgenen Augen nicht von Lisas Gesicht nehmend. Sie hatte einen starken Händedruck der ihre zierliche Gestalt Lügen strafte.
 

„Mathilda.“ Ihre Stimme war wohlklingend, ruhig und bestimmt, passend zu ihrer Figur und Haltung. In ihren Bewegungen und ihrer Haltung lag eine verborgene Stärke, ebenso in ihrer Stimme.
 

„Stefan.“, brummte dann der einzige Junge der Gruppe, seine Hände in die Taschen seiner schwarzen Jacke schiebend. „Sehr erfreut.“
 

Entweder wollte er cool klingen oder er hatte wirklich so eine brummige Stimme, vielleicht eine Mischung aus beidem. Auf jeden Fall waren die drei zusammen genau das, was sich Lisa unter einer Gruppe von Vampirjägern vorgestellt hatte, vor allem als sie das Auto sah, welches die drei fuhren, ein komplett schwarzer 1974 Dodge Manoco Sedan. Er wirkte... robust und zäh, nicht wie ein Auto für Vergnügungsfahrten, sondern um benutzt zu werden.
 

„Du sitzt hinten.“, meinte Faith zu ihr, sich selber hinter das Steuerrad setzend. Brav folgte Lisa den Anweisungen und ließ sich hinter Stefan auf der Bank nieder, sich sofort anschnallend, ehe sie sich umsah.
 

Über dem Fahrersitz war eine Schrotflinte angebracht und an der Rückseite der Rückenlehne von Fahrersitz und Beifahrersitz befanden sich mehrere Pflöcke. An dem Rückspiegel hingen ein Rosenkranz, ein Davidsstern und ein schlichtes kleines Holzkreuz, sie konnte in der Tür den Griff eines Schwertes erkennen und die Munition für eine Amrbrust war im Handschuhfach verborgen, direkt neben einem Colt.
 

Und wenn Lisa sich nicht irrte, war das was sich an der Hüfte von Mathilda befand ein ziemlich großes Kampfmesser. Wenn sie sich genauer umsah, waren überall Waffen oder andere Utensilien zur Jagd auf böse Monster angebracht, archaische und auch einige moderne. Natürlich hatte sie das erwartet, nur nicht so viel.
 

„Okay Lisa, du kennst dich in dieser Stadt aus.“, brummte Faith dann und riss das blonde Mädchen damit aus ihren Gedanken. „Also, wo finden wir den dicken Boss, welcher uns sagen kann, wo hier was abgeht?“
 

„Ähm... ich nehme nicht an, ihr meint Bürgermeister Quinbee, oder?“
 

„Nur wenn er ist der große Böse von dies Stadt.“, murmelte Stefan ohne sie anzusehen, während Faith den Motor startete und aus der Einfahrt rollte.
 

„Nein, das ist wohl eher Fat Tony.“, gab Lisa ein wenig leiser zurück. „Er müsste in der Bar seiner Truppe sein, 539 Green Street.“
 

„Okay, wo das ist weiß ich.“, sagte die Jägerin grinsend und fuhr los, ehe sie etwas leiser hinzufügte: „Glaube ich jedenfalls.“
 

Sie bemerkten nicht, wie Marge Simpson ihnen besorgt hinterher sah, aus ihrem Wohnzimmerfenster schauend.
 

„Homie, ich habe Angst um Lisa.“, meinte sie. „Ich glaube, sie gehört zu einer Gang.“
 

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Reise-Tagebuch, 2ter August 1998, 07:00
 

Ich kann nicht schlafen, weswegen ich schreibe. Ich werde dies vorerst weiterhin nur im Geheimen tun, ich verspüre keinen Bedarf danach, dass Andrew versucht mir dieses Dokument zu entwenden weil er neugierig ist.
 

Ich habe heute Nacht an mein erstes Abenteuer gemeinsam mit Faith, Mathilda und Stefan denken müssen, das war bevor wir Andrew getroffen haben. Es war damals in Springfield gewesen, nachdem Faith mich vor dem wieder auf erstandenen Jimbo Jones gerettet hatte. Alles war aufregend, spannend und neu für mich gewesen, einer Geschichte würdig wie aus der Feder von Mark Twain, jedenfalls hatte ich das zunächst gedacht.
 

Das war jedenfalls so für mich gewesen, bevor ein Untoter Snake und seine Bande uns angegriffen und mich als Geißel nahmen.
 

--
 

Wow, ich bin richtig zufrieden mit diesem Kapitel. Es geht sowohl auf Lisa ein als auch auf Faith, sich also auf zwei Charaktere konzentriert, eine Sache die ich sehr selten schaffe.
 

Ich hab diese Kapitel so lang gemacht, weil ich mich in Details verrannt habe, sorry. Und außerdem will ich diesen Arc in zwei Kapiteln abschließen.



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