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Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

von

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Prolog

Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

von holla-die-waldfee

mit freundlicher Unterstützung von peeviech
 


 

Prolog
 

„Ich dachte, du liebst mich!“, schluchzte Severus Snape am Abend des 20. Dezembers.
 

„Tu ich ja auch!“
 

„Aber wieso dann das?“, Severus trug nun einen selbst aufgesetzten Schmollmund.
 

„Weil ich meinen Sohn auch liebe!“
 

„Du liebst Draco viel mehr als mich…“, Severus schniefte.
 

„MEIN GOTT!!! Severus, wie alt bist du?! DREI?!“, Lucius Malfoy bekam mittlerweile ein rotes Gesicht.
 

„Nein…“, noch immer der Schmollmund, „aber ich will Weihnachten nicht mit den Weasleys feiern!“
 

„Und warum nicht?“, Lucius war nun sichtlich genervt, was ihm auch deutlich anzuhören war. „Ich weiß, ja, dass du sie nicht ausstehen kannst, ich auch nicht, falls es dir hilft, aber du wirst es doch einen Tag mit ihnen aushalten können, oder?!“
 

„Nein…“
 

„SEVERUS!“
 

„Ok, ok…“, Severus klang nun zunehmend, wie ein Achtjähriger, der nicht in die Schule wollte, weil ihn ein anderer Junge geärgert hatte.
 

„Na, bitte! Und jetzt wisch dir die Flunsch aus dem Gesicht, damit wir essen können!“
 

„Grmpf!“, widerwillig wandte sich Snape nun wieder seinem Essen zu, rein aus Prinzip ignorierend, dass sich Draco und sein Langzeit-Freund Harry Potter auf ihren Stühlen kugelten.

Kapitel 1: Schock am Morgen

Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

von holla-die-waldfee

mit freundlicher Unterstützung von peeviech
 


 

Kapitel 1: Schock am Morgen
 

Westflügel von Malfoy Manor. Fünf Uhr morgens. Weihnachtsferien. 2,5 mal 3 Meter großes Bett mit ergonomisch geformter Matratze. Im Schlafzimmer völlige Finsternis. 8°C Innen-, -12°C Außentemperatur. Das einzige Geräusch, das Atmen seines Liebsten, der eine angenehme Wärme ausstrahlte.
 

Und Draco Malfoy war hellwach!
 

Er saß aufrecht im Bett, mit vor Panik weit aufgerissenen Augen.
 

---
 

Ähnlich sah es auch im Ostflügel aus:
 

Lucius Malfoy aufrecht im Bett sitzend, mit noch etwas weiter aufgerissenen Augen, als sein Sohn. Snape noch in seiner Tiefschlafphase… noch…
 

Kurz darauf konnte man in beiden Zimmern Malfoy Jr. bzw. Sr. stöhnen hören: „Wir haben nicht geschmückt!“
 

Danach etwas panischer: „WIR HABEN NOCH NICHT GESCHMÜCKT!!!“
 

Beide Malfoys hyperventilierten bereits, als Harry und Severus aufschreckten, ihren Zauberstab bereits in der Hand, vom Bett aufspringend und prompt flach auf dem Boden landend.
 

---
 

„Was zur Hölle-“
 

„WIR HABEN NOCH NICHT GESCHMÜCKT!!!“
 

„… WAS?!“
 

„Wir-“
 

„Ja, das hab ich mitgekriegt!“, Harry war nicht sonderlich angetan von Dracos Panikattacke. „Draco atme mal tiiiief durch… SO und jetzt sag mir erstmal: Wie spät ist es?“
 

„Fünf Uhr Sieben - Wah! Acht!!! Ich hab keine Zeit, so viel zu tun und so wenig Zeit!“
 

„Draco!“, Draco war aufgesprungen und rannte quer durchs Zimmer. „Draco! DRACO!“, Harry sprang ihn nun einfach an und hielt ihn am Boden. „Du bist kein weißes Kaninchen!“
 

„Ich hab keine- ‚Weißes Kaninchen’?!“, Draco schaltete scheinbar problemlos von „panisch“ auf „verwirrt“ um.
 

„Vergiss es! Warum zur Hölle willst du schmücken? Und viel wichtiger: WARUM UM FÜNF UHR MORGENS?!“
 

---
 

Im Ostflügel sah es ähnlich aus, jedoch hatte Severus es geschafft, Lucius erfolgreich auf das Bett pressen, bevor dieser den Fußboden erreichte.
 

Nun hatte er ein anderes Problem: Seine Hände hielten Lucius’ Arme fest, seine Beine befanden sich zwischen denen von Lucius und dieser fing nun ernsthaft an zu hyperventilieren.
 

„Lucius! LUCIUS!!! …verdammt! … Lucius, beruhige dich!“
 

Irgendwann hatte Snape es dann geschafft und sie saßen zusammen auf dem Bett. D.h. Snape saß hinter Lucius, Arme und Beine um ihn geschlungen, um ihn auf dem Bett festzuhalten und zu versuchen, nicht selbst wieder einzuschlafen.
 

---
 

Fünf Uhr Dreißig. Harry und Draco gehen die Treppen zur Küche hinunter, umzufrühstücken, nachdem Draco sich nicht wieder hatte hinlegen wollen.
 

Harry öffnet die Tür, in der Hoffnung, von den Hauselfen einen extrastarken Kaffee zu bekommen, als er Severus und Lucius sah.
 

Snape auf dem Tisch sitzend und aussehend, als würde er jeden Moment herunterfallen, um auf dem Boden weiterzuschlafen und Lucius mit Pergament und Feder in der Küche auf- und abmarschierend, murmelnd und Severus erfolgreich in den Wahnsinn treibend.
 

„Lucius, es sind Ferien, können wir BITTE wieder ins Bett gehen und nicht aufstehen, bis die Uhr wenigstens die Zweistelligen erreicht hat? ES IST WEIHNACHTEN!!!“
 

„Genau! Das ist genau der Punkt! Es ist in nur drei Tagen und wir haben noch nicht geschmückt!!!“
 

Harry starrte mit aufgerissenen Augen auf die Szene vor ihnen, während Draco in die Küche ging, hinter seinem Vater herlief und fragte: „Vater, hast du schon den Feen-Versandt kontaktiert?“
 

„Natürlich, Draco, sei nicht albern, gleich als Erstes heute Morgen! -“
 

„Stimmt nicht!“, muffelte Severus, „Als Erstes hast du mich geweckt und als Zweites hast du mich in Panik versetzt, durch deine kleine Attacke heute Morgen. Und den Feen-Versandt hast du erst kontaktiert, nachdem du mich mit deinen Pantoffeln beworfen hast, weil ich mich wieder hinlegen wollte“, mittlerweile warf er Lucius Blicke zu, die zum Töten konzipiert worden waren.
 

„ALSO, wie ich bereits sagte, GLEICH ALS ERSTES HEUTE MORGEN, hab ich den Feen-Versandt kontaktiert, leider hat sich aber keiner gemeldet!“
 

„Weil sie alle noch schliefen…“, grummelt Snape.
 

„DANACH“, setzte Lucius unbeirrt fort, „wollte ich ihnen eulen-“
 

„ABER“, wieder Snape, „AUCH DIE EULEN SCHLIEFEN NOCH!!!“
 

„Wie jeder andere normale Mensch auch, wenn ich hinzufügen darf, Professor!“, Harry hatte sich jetzt neben Severus auf den Tisch gesetzt. Er sah ungefähr genauso müde aus, aber nur halb so wütend.
 

„Sehr richtig, Mr. Potter. Endlich mal eine geistreiche Anmerkung von Ihnen. Hätte ich gewusst, dass ich für sinnvolle Antworten den Unterricht nur drei Stunden früher hätte beginnen müssen, … hätte ich es wahrscheinlich trotzdem nicht gemacht…“, er grinste jetzt Harry an.
 

„Und hätte ich damals schon gewusst, dass Sie in hellblauen Boxershorts schlafen, hätte ich nie daran gezweifelt, dass Sie den ganzen Krieg über auf unserer Seite waren!“, grinste Harry zurück.
 

Jegliche Bemerkung, die darauf hätte zurückkommen können, verstummte, als Snape herzhaft gähnte und Harry es ihm kurz darauf nachmachte.
 

Diese Szene dauerte noch eine ganze Weile an, bis Lucius und Draco mit ihrem Einkaufszettel zufrieden waren.
 

Harry war inzwischen gegen Snape gesackt und Severus hatte seinen Kopf auf Harrys abgelegt. Beide schliefen wieder tief und fest, eingelullt von dem Gemurmel der Malfoys, bis:

RUMMS!
 

Der Tisch war ungekippt und damit Professor und der Held der zaubernden Welt recht unsanft aufgewacht.
 

„Perfekt, DA!“, Draco hielt dem schlaftrunkenen Helden, der noch unter seinem Professor begraben war, einen Zettel hin, den dieser, noch immer in Trance, nahm. „Also, Paps! Wohin zuerst?“
 

„Ich muss noch einiges im Ministerium regeln. Geh doch schon mal vor. Geh zuerst zu ‚Fee-Fix’, ist billiger, als im Versandt! Und nimm nicht die grünen, die sind noch nicht reif!“
 

„Ich weiß, Vater!“
 

Das war, was Severus und Harry verstanden, nachdem sie sich wieder nebeneinander gesetzt hatten.
 

„Ihr besorgt die anderen Sachen auf der Liste, ja?“, sagte Draco vielmehr, als dass er fragte.
 

Severus, natürlich schon vollkommen wach und ansprechbar, wie schon den ganzen Morgen über, antwortete schlagkräftig, wie eh und je:
 

„Häh?“
 

---
 

Sechs Uhr Fünfzehn. Die vier haben sich angezogen, oder vielmehr die Malfoys haben ihre Freunde angezogen, während diese vergeblich versucht hatten, noch ein paar Minütchen Schlaf zu ergattern.
 

„Also“, sagte Lucius nun zu Severus, der mit dem Kopf an der Wand lehnte und schnarchende Laute von sich gab, „ihr beide“, er zeigte auf Harry und Snape (was Snape aber auf Grund geschlossener Augen nicht sah), „geht in die Winkelgasse und besorgt die Sachen, die auf dem Zettel stehen, den Draco dir gegeben hat, Harry.“ Harry, der sein Bestes tat aufzupassen, obwohl er auf dem Boden zu Snapes Füßen saß und sein Gesicht hinter seinen angezogenen Knien verbarg, wedelte mit dem Zettel, den er zwar die ganze Zeit schon in der Hand gehalten, jedoch noch nicht eines Blickes gewürdigt hatte.
 

„Perfekt! Also, dann kann es ja losgehen!“
 

Jetzt schreckte Snape auf. „Häh, ‚losgehen’? Wovon redet ihr?“
 

„Wir machen Weihnachtseinkäufe! Früher hat Mutter das immer gemacht, aber die ist ja letztes Jahr ausgezogen, deshalb hatten wir es dieses Jahr völlig vergessen!“
 

„Aha…“, Snape hatte sich wieder gegen seine Wand gelehnt.
 

„Und deshalb“, Draco grinste seinen Vater an, als sie die beiden schlafenden Gestallten ansahen, und nickte „werden wir euch dieses Jahr als Rentiere verkleiden und die Schlitten für die kleinen Kinder ziehen lassen!“
 

Beide Malfoys sahen erwartungsvoll ihre beiden Freunde an.
 

Niemand protestierte. ‚TEST ERFOLGREICH! Sie schlafen wirklich!’
 

Draco hob seinen Zauberstab und-
 

ein riesiger Eimer Wasser mit Eiswürfeln entleerte sich über ihren Begleitern.
 

Letztere sprangen auf, hoben die Zauberstäbe und machten sich kampfbereit. - Eine Angewohnheit aus dem Krieg.
 

Die Malfoys brachen in Gelächter aus.
 

Als Draco sich wieder gefasst hatte, wurde es von zwei sehr nassen Blicken begrüßt, die jeden anderen dazu gebracht hätten, sich Daumen nuckelnd in eine Ecke zu kauern, Draco hingegen fing noch einmal von Neuem an zu lachen.
 

Lucius sagte dann später, als Severus gerade dabei war sich und Harry zu trocknen, „Ihr wisst was ihr zu tun habt?“
 

Auf die ratlosen Blicke hin, sagte er nur noch: „Gut! Komm, Draco!“
 

Daraufhin apparierten zwei blonde Gestallten heraus, zwei etwas ratlose Gestallten hinter sich lassend.
 

Das Erste, was Harry sagte, war: „Ich habe nie verstanden, warum Zauberer Türen bauen, wenn sie doch apparieren…“
 

Und, entgegen allem, was Snape-Sein bedeutet, ging dieser darauf ein mit: „Ist nur für die Optik…“

Kapitel 2: Einkaufsgespräche

Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

von holla-die-waldfee

mit freundlicher Unterstützung von peeviech
 


 

Kapitel 2: Einkaufsgespräche
 

„Also, Potter“, fragte Professor Snape Harry, „was machen wir jetzt?“
 

Harry starrte ihn mit großen Augen an… so groß er seine Augen, bei seinem augenblicklichen Müdigkeitsstand denn machen konnte…
 

„Sie- … mich- … Sie-“, stammelte Harry. Nachdem er sich wieder gefasst hatte, sagte er: „Das ist das erste Mal, dass Sie mich fragen, was zu tun ist…“
 

„Ja, und?“, fragte Severus achselzuckend.
 

„Wieso machen Sie so was?“, Harrys Stimme war auf einmal sehr klein geworden, als er zu Snape aufschaute.
 

„Weil“, Snapes Stimme wurde langsam lauter und wütender, „SIE DEN EINKAUFSZETTEL HABEN, POTTER!!!“, donnerte er los.
 

„Oh! … Ja, … natürlich, also hier steht: … ich kann das nicht lesen …“, das Wasser hatte die Tinte verwischt und diese bildete nun nur noch mit viel Fantasie überhaupt Wörter.
 

„Meine Güte, Potter, wie blöd sind Sie eigentlich?“, Severus riss Harry den Zettel aus der Hand, „Da steht- … nun ja … also offensichtlich steht da- … was will Lucius mit Windeln?“
 

„Was?“, fragte Harry ungläubig.
 

„Sind Sie schwanger Mr. Potter?“
 

„WAS?!“, fragte Harry nun empört.
 

„Sie wissen schon, Potter, ‚schwanger’ das NACH den Bienen und den Blüten!“
 

„Professor“, sagte Harry nun betont ruhig, „ich weiß ja nicht, ob sich das bei Ihnen im Laufe der Zeit geändert hat, aber als ich das letzte Mal nachgesehen habe, war ich noch ein Kerl!“
 

„Dann muss ich wohl mal ein Wort mit Draco wechseln…“
 

„WIE BITTE?! Glauben Sie mir, Professor, es ist noch nicht allzu lange her, da hab ich selbiges auch bei ihm überprüfen können!“
 

„So, und was, wenn ich fragen darf, will Lucius dann mit Windeln?!“, Snape wurde langsam etwas genervt.
 

Harry grinste, als er antwortete: „Ich glaube, Professor, Sie haben sich die Frage gerade selbst beantwortet…“
 

„Wovon reden Sie, Potter?“
 

„Sie fragten:“, Harrys Grinsen wurde breiter, „ ‚was will LUCIUS mit Windeln!’ “
 

Severus’ Gesichtsfarbe verdunkelte sich noch um einige Nuancen, als er seinen Zauberstab zog und-
 

innehielt.
 

Er wusste schließlich, dass wenn er Harry töten oder ernsthaft wehtun würde, Draco wütend würde und wenn Draco auf ihn wütend würde, bedeutete das meistens, dass Lucius auch wütend auf ihn würde und das bedeutete für ihn meistens, dass er allein auf der Couch schlafen musste.
 

VERDAMMT
 

Er steckte seinen Zauberstab wieder weg und sah stattdessen noch einmal auf den Zettel. Harry lehnte sich über seinen Arm und warf auch noch einen Blick auf den Zettel.
 

„Da steht ‚Winkel’!“
 

„ ‚Winkel’, Potter?“
 

„Ja, Sie wissen schon, Winkel, um Häuser zu bauen, die gerade sind!“
 

„Und was, wenn ich fragen darf, will Lucius mit Winkeln? Das Haus wirkt auf mich sehr gerade!“
 

Harry überlegte einen Moment und versuchte nicht zu lachen, als er sagte: „Vielleicht für ein Puppenhaus, für die junge Miss Malfoy, Daddy!“
 

Snape wurde bleich… Nein, Snape wurde NOCH bleicher, als er ohnehin schon war.
 

Danach entschied er sich anders und wurde rot vor Wut.
 

„Wie können sie es WAGEN, Potter?!“, Snape griff wieder nach seinem Zauberstab, ‚Scheiß auf die Couch, das ist es mir wert!’.
 

Harry währenddessen griff nach dem Einkaufszettel, Severus völlig ignorierend.
 

„Vielleicht ‚Wimpel’…“, rätselte Harry.
 

„Was?“
 

„ ‚Wimpel’, Sie wissen schon, bei Fahnen…“
 

„Ich weiß, was Wimpel sind, Potter, aber was sollte Lucius mit einem Wimpel wollen?!“
 

„Keine Ahnung, ist er mein Freund oder Ihrer?! - Gut, lassen wir das erstmal sein… das nächste Wort. … Ich tippen auf fünf bis acht Buchstaben, der erste ein ‚G’ die letzten beiden ‚N’ und ‚K’…“
 

„Wird das jetzt ein Kreuzworträtsel, Potter?!“
 

Harry überhörte der Kommentar geschickt. „Gel- Hat Lucius Gelenkprobleme?“
 

„Nicht. Dass. Ich. Wüsste. Potter!“, er riss den Zettel wieder an sich. „ ‚Gestank’! Das heißt offensichtlich ‚Gestank’!“
 

„Was will Lucius mit Gestank?“, er verbiss sich den Nebensatz ‚er hat doch Sie’ noch in letzter Sekunde.
 

„Er will offensichtlich etwas gegen Gestank, Mr. Potter, seltsam, dass er es bevor Sie hier eingezogen sind, nie für nötig hielt.“
 

„Vergessen Sie nicht, Professor, wir sind gleichzeitig hier eingezogen!“
 

Sie kabbelten sich noch eine Weile so, bis Harry den Vorschlag machte, doch schon mal in die Winkelgasse zu gehen, man könne ja Glück haben und sie treffen.
 

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Sie hatten kein Glück, wie es sich herausstellte.
 

Es war Sieben Uhr und alle Geschäfte machten erst um Acht Uhr auf.

Ausgenommen natürlich, sie machten erst um Neun oder Zehn Uhr auf.
 

Und so geschah es nun, dass sich Severus Baltimore Snape und Harry James Potter um Sieben Uhr früh, am 21. Dezember, drei Tage vor Weihnachten, völlig übermüdet mit einem unlesbaren Einkaufszettel, ganz allein in der Winkelgasse wieder fanden, ohne die geringste Ahnung, was sie die nächste Stunde über tun sollten.

Kapitel 3: Shopping mit dem Biest

Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

von holla-die-waldfee

mit freundlicher Unterstützung von peeviech
 


 

Kapitel 3: Shopping mit dem Biest
 

Sie hatten sich etwas später einfach dazu entschieden, sich auf eine Bank zu setzen und zu waren, bis die Geschäfte öffneten.
 

Wie sich herausstellte, war das ein eher schlechter Einfall gewesen, da ihrer beider Müdigkeit sich zusehends bemerkbar machten und sie irgendwann auf der Bank zusammensackten und wieder eingeschlafen wären, hätte sie nicht ein alter Bekannter begrüßt.
 

„Severus, Harry! So schön, euch beide mal wieder zu sehen! Ihr kommt mich, ja, gar nicht mehr besuchen!“
 

Aus Richtung der beiden Zauberer war nun Stöhnen zu hören, gefolgt von Versuchen gegen ihren eigentlichen Willen die Augen zu öffnen und dem altbekannten Schulleiter in die Augen zu sehen.
 

„Morgen, Albus“, muffelte Severus.
 

„Guten Morgen, Professor“, murmelte Harry.
 

„Das ist aber schön, dass ihr euch so gut versteht! Ich hatte schon Angst, dass ihr nie über eure alte Feindschaft hinwegkommt!“, Dumbledore trug ein Lächeln, das scheinbar von Ohr zu Ohr reichte und das Glänzen in seinen Augen war auf einen unerträglichen Grad angestiegen.
 

Severus und Harry brauchten eine Weile, um zu verstehen, woran der Schuleiter das alles festmachte, bis ihnen auffiel, dass sie noch immer aneinander gelehnt dasaßen. Sie setzten sich so schnell sie konnten aufrecht hin und starrten sich wütend an.
 

„Na“, redete Albus unbeirrt weiter, „was macht ihr denn hier?“
 

„Einkaufen“, murmelte Harry.
 

„Ah, die berühmten ‚Malfoy-Partys’? Ich habe schon viel über sie gehört, wurde aber nie zu einer eingeladen, schade…“
 

Die Angesprochenen taten aus Prinzip so, als hätten sie die unterliegende Aufforderung ‚Ladet mich ein!’ überhört.
 

„Ja, Albus“, sagte Severus dann, ausnutzend, dass Ferien waren und er nicht gefeuert werden konnte, „das ist aber auch schade! Die Partys sind unglaublich, die muss man mal gesehen haben! Erst bei der Letzten hatten wir eine von Drachen inszenierte Pyrotechnikshow! Es war wirklich schade, dass Sie das nicht sehen konnten! Nicht wahr, Harry?“
 

Harry, der sich liebend gern auch an seinem früheren Schulleiter für die Manipulation, die er hatte erleiden müssen, rächen wollte, sprang natürlich direkt ein: „Oh ja, Severus, das war wirklich schade! Um nichts in der Welt hätte ich das verpassen wollen! Und erst die strippenden Zentauren, das Jahr davor!“
 

„Oh ja, das war heiß!“, Severus fing nun an zu lächeln, als würde er es ernst meinen, obwohl nichts davon je stattgefunden hatte.
 

„NUN“, unterbrach Albus die beiden, „du was tut ihr hier so? So früh am Morgen?“, es gab ‚früh’ eine Betonung, sodass beide Zauberer noch einmal an ihre Müdigkeit erinnert werden konnten.
 

Severus wollte gerade etwas sagen, als Harry einsprang: „Wir gehen shoppen!“
 

Dies traf auf Stille von Seiten des Schulleiters, der wüsste, wie sehr Snape ihn oftmals um ‚wichtige Aufgaben’ angebettelt hatte, als dieser von Lucius abgeholt werden sollte um neue Roben zu kaufen oder ‚endlich einen modischeren Haarschnitt zu bekommen’. Letzteres hatte bisher immer von Dumbledore abgewendet werden können.
 

Auf Grund des Schweigens, sah Snape eine weitere Möglichkeit, Albus kalt zu erwischen und so: „Ja, Schulleiter! Es ist schließlich Weihnachten und da müssen wir doch noch dekorieren! Wir wollten gerade ROTE Christbaumkugeln kaufen, um sie zusammen mit GLODENEM Lametta an den Baum zu hängen!“, des Schulleiters Augen wuchsen immer größer und Severus wollte ihm noch den Todesstoß versetzen, „Außerdem wollte Lucius doch schon seit langem, dass ich mir die Haare schneiden lasse und Harry war so freundlich, mir beim Aussuchen der Frisur zu helfen!“, der letzte Kommentar hatte es geschafft. Der Schulleiter kippte nach hinten und landete reglos auf dem Asphalt.
 

„Atmet er noch?“, fragte Snape, während er sich das Lächeln aus dem Gesicht wischte und Harry zusah, wie dieser sich über den Schulleiter beugte.
 

„Ja, nur ohnmächtig!“
 

Sie legten ihn auf die Bank, damit niemand über ihn stolperte, als Severus bemerkte: „Hey, Potter, da drüben macht gerade ein Café auf!“
 

„Das mit der grauenhaft weihnachtlichen Deko?“
 

„Potter, jeder Laden hier hat grauenhafte weihnachtliche Dekoration! Also: ja, das!“
 

„… OK! Besser als hier in der Kälte ist es allemal!“
 

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Nach den ersten drei Weihnachtsliedern hatten sie sich aber letztendlich doch entschieden, ihren heißen Kaffee mit nach draußen zu nehmen.
 

„Was glauben Sie, Professor, was wollte Professor Dumbledore hier?“, fragte Harry, als sie zusammen durch die Winkelgasse schlenderten und ungeduldig darauf warteten, dass die Uhr Acht schlug.
 

„Wahrscheinlich wollte er das Schloss grauenhaft weihnachtlich dekorieren. Wagen Sie nicht, warum!“
 

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Irgendwann später hatten sie wieder eine Bank gefunden, weit weg von der Letzten. Sie saßen und widmeten sich ein weiteres Mal ihrem Einkaufszettel.
 

„Also“, sagte Harry, „das Einzige, was man noch einbahnfrei lesen kann, ist hier unten: ‚Lichterketten’! … Ich dachte immer, nur Muggel hätten die!“, murmelte er noch.
 

„ ‚Lichterketten’, Potter?“
 

„Wissen Sie nicht, was das ist, Professor?“, fragte Harry ungläubig.
 

„Nein, Mr. Potter, ich weiß nicht, was das ist, aber bitte, fühlen Sie sich frei, Ihr Wissen mit mir zu teilen!“
 

„Raten Sie!“
 

*stöhn* „Es klingt für mich, wie eine Art Strick, an dem man Feen aufhängt und bei der kleinsten Bewegung, würden ihre kleinen Nacken mit einem leisen, fast unhörbaren ‚Knack’ zerbrechen, wie Glas…, aber dann würde die ‚Lichterkette’ den Transport nicht überstehen, also sollten wir die als Letztes kaufen!“
 

Er drehte sich um und sah Harry, mit großen Augen ihn anstarrend.
 

„Werden Sie immer blutrünstig, wenn sie zu wenig geschlafen haben?“
 

„Ja, also kommen Sie mir nicht zu nahe!“
 

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Acht Uhr. Die Winkelgasse öffnet ihre Pforten:
 

„Endlich!“
 

Da es nirgendwo Wimpel oder Winkel zu kaufen gab und Snape sich strickt weigerte Windeln zu kaufen, machten sie weiter mit einer Salbe gegen Gelenkschmerzen, die Snape zum halben Preis selbst hätte brauen können, aber was macht man nicht alles für seinen Liebsten.
 

Die meisten Worte auf der Liste waren nahezu gar nicht mehr lesbar, der Rest nur mit viel Fantasie und so versuchten sie ihr Glück mit den kaum lesbaren.
 

---
 

Als sie um Sechs nach Hause kamen, mit Einkaufstüten, voll mit Salben, Dingen, die sie selbst nicht verstanden, deren Beschreibung aber so ähnlich klang, wie das, was auf dem Zettel stehen hatte können, Gummi-Tieren, einem Quietschentchen und OHNE einen neuen Haarschnitt, saßen Draco und Lucius im Wohnzimmer auf den Sesseln vor dem Kamin und tranken Tee.
 

Als diese sie eintreten hörten, sprang Draco auf und hüpfte in Harrys Arme, wie er es öfters tat.
 

An allen anderen Tagen, als Draco das tat, war Harry gewappnet, griff den Blonden am Hintern und trug ihn, je nach Gemütszustand entweder ins Bett oder auf die nächste Couch.
 

Heute nicht!
 

Heute fiel Harry nach hinten um, einen etwas erschrockenen Draco mit sich reißend und landete mit einem dumpfen Laut auf dem Boden.
 

„Harry! Harry!“, schrie Draco, bis er merkte, dass Harry eingeschlafen war.
 

Als er sich umdrehte, um seinen Spaß mit Lucius zu teilen, starrte dieser mit großen Augen auf den Stuhl, auf dem bis eben noch Draco gesessen hatte, in dem nun Severus lag, der sich, ohne Lucius überhaupt anzusehen, gesetzt hatte und nun ebenfalls eingeschlafen war.
 

Nachdem Vater und Sohn sich wieder gesammelt hatten und Harry in Lucius’ Sessel gelegt hatten, hatten sie sich ihren Einkäufen gewidmet und Severus und Harry schreckten wach durch ein erschrockenes „WAS IST DAS DENN?!“.
 

---
 

Fast alles war falsch gewesen, bis auf die Lichterkette, die der einzige Teil war, den sie hatten lesen können.
 

‚Gelenk’ hatte ‚Geschenk’ geheißen und war als Erinnerung an Severus gedacht gewesen; ‚Windel’, ‚Winkel’ und ‚Wimpel’ waren ‚Wickel’, die die Hauselfen für den Tag ‚danach’ brauchten, um gegen die Kopfschmerzen anzukämpfen.
 

Aber entgegen allem, was sie fälschlicherweise gekauft hatten, stritten sich die Malfoys prompt um die Quietschente, die letztlich Lucius bekam mit den Worten ‚Solange du deine Füße unter meinen Tisch steckst…’.
 

Zehn Minuten danach standen Harry und Severus mit einer neuen Liste in der Mitte der Winkelgasse und durften sich noch einmal durch die fiel zu fröhliche Weihnachtsatmosphäre kämpfen.
 

---
 

Als sie um Zwölf Uhr wieder nach Hause gekommen waren, hatten die Malfoys sofort angefangen, Feen zu dirigieren, Kugeln (silbern und grün) aufzuhängen und den alten Lametta zu entsorgen, da er zu ‚schwul’ wirkte.
 

Severus und Harry hatten nach einer halben Stunde gütiger Weise ins Bett gehen dürfen; nicht, weil sie müde waren, sondern, weil sie bereits dreimal fast den Weihnachtsbaum umgeworfen hatten, weil sie ZU müde waren.

Kapitel 4: Es kommt noch schlimmer!

Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

von holla-die-waldfee

mit freundlicher Unterstützung von peeviech
 


 

Kapitel 4: Es kommt noch schlimmer!
 

22. Dezember. Sieben Uhr Dreißig. Ostflügel von Malfoy Manor. Im Bett 42°C. Innentemperatur: 10°C; Außentemperatur: -18°C.
 

Severus Snape hellwach und mit großen Augen den Herrn von Malfoy Manor anstarrend, der sich unzeremoniell auf seinem Bauch platziert hatte, indem er von Boden direkt auf ihn gesprungen war.
 

„GUTEN MORGEN, SONNENSCHEIN!“, schrie Lucius Malfoy.
 

Severus starrte ihn an. „Hast du getrunken?“, Lucius schüttelte den Kopf, seine langen blonden Haare um seinen Gesicht fliegend, „Drogen?“, gleiche Reaktion.

Severus bewegte seine Hüften, sodass Lucius das Gleichgewicht verlor und mit einem Schrei auf seinem Rücken unter Severus landete. Snape fühlte seine Stirn: „Hm, kein Fieber…“, dann traf es ihn, wie der Schlag:
 

„Du hast nicht geschlafen!“
 

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Im Westflügel sah es nicht viel anders aus, nur das Harry die Angewohnheit hatte, auf dem Bauch zu schlafen (ob auf seinem oder Dracos kam auf den Moment an), weswegen Draco sich direkt auf Harrys Rücken schmiss und Harry zwar sofort hellwach war, jedoch Angst hatte sich das Kreuz gebrochen zu haben.
 

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Eine halbe Stunde, zwei Sprünge und drei von Snape eingerenkte Wirbel später:
 

Vier Personen saßen wieder, wie am Morgen zuvor, in der Küche zum Frühstück.
 

Zwei hellwach, Zwei müde und schlecht gelaunt und von Letzteren einer mit Rückenschmerzen.
 

Um die Situation genauer zu beschreiben:
 

Lucius und Draco Malfoy, hellwach, sprachen angeregt darüber, was sie heute machen wollten, da sie am Tag (und Nacht) zuvor das ganze Haus geschmückt hatten.
 

Severus Snape lag mit dem Gesicht in seinem Müsli und schnarchte in sein Essen, was in ein Gurgeln ausartete.
 

Harry Potter hätte wohl das gleiche getan wie sein Professor, hätte sein Rücken mitgespielt, stattdessen lehnte er mit dem Rücken an seiner Stuhllehne, den Kopf im Nacken, Mund offen und das Ende des Regenwaldes herbeischnarchend.
 

Snape schreckte hustend auf, als er seine Milch zu tief einatmete und sich ein Klops Hafenflocken vor sein Nasenloch geschoben hatte, was wiederum Harry aufweckte, der aufsprang, seinen Zauberstab in der Hand, stolperte und mit dem Gesicht in seinem Marmeladenbrot landete.
 

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Nachdem Harry und Severus unter Aufsicht gebadet hatten, damit sie nicht wieder einschliefen, gingen die Vier ins Wohnzimmer, um sich über den weiteren Verlauf des Tages zu beraten.
 

Kaum hatten Harry und Severus die Schlafzimmer verlassen, blieben sie stehen, da sie die ersten wachen Blicke auf das warfen, was Draco und Lucius am Tag zuvor vollbracht hatten.
 

Sie starrten mit aufgerissenen Augen auf lange Reihen aus Tannenzweigen, die über den Türen verliefen und überall Tannengeruch verbreiteten. Sie waren verzaubert, damit sie nicht nadelten und waren mit silbernen Kugeln gespickt.
 

Auf der ganzen Länge der Tannenzweige hatten sich kleine Feen eingenistet, die die Kugeln zum Glänzen brachten und Glöckchen um den Hals trugen.
 

Über den Schlafzimmertüren von Draco und Harry und Lucius und Severus hingen Mistelzweige, die natürlich keiner der noch immer etwas müden Männer bemerkt hatten, bis die Malfoys sie niedergerissen hatten.
 

Danach hatte sich Lucius von Severus eine Predigt über die vom aussterben bedrohten Misteln anhören müssen, während Harry von Draco auf andere Weise geweckt wurde…
 

---
 

Als beide Parteien mit den jeweiligen Beschäftigungen fertig waren, trafen sie sich vor dem Kamin wieder, vor dem sie auch am Vortag schon schlafen hatten.

Draco und Harry beanspruchten das Sofa, während Lucius und Severus es sich auf den Sesseln bequem machten.
 

Harry war in seinem post-coitalen Rausch verschont geblieben, von dem Anblick, der Severus fast um den Verstand gebracht hätte.
 

Überall Tannenzweige, Feen, Misteln (die waren das frustrierendste gewesen) und als er in die Badewanne gestiegen war: Das Quietschentchen!
 

Lucius hatte ihn stützen müssen, als er das Wohnzimmer betreten hatte.
 

Den Ort, schlimmer als alle anderen vor ihm!
 

Im zwei der drei Ecken ein mindestens vier Meter hoher Tannenbaum, dekoriert mit Kugeln, Glocken, Feen und einer kleinwüchsigen Elfe an der Spitze (wie sie die dorthin bekommen hatten, war Severus ein Rätsel, viel schlimmer war allerdings, dass besagte Elfe als Armor verkleidet war; d.h. in einem weißen Nachthemd auf einem Bein stehend, mit einem Bogen in der Hand und einem nervtötend glücklichen Gesichtsausdruck!).
 

Alles in allem: Es war schlicht und ergreifend GRAUENHAFT!!!
 

„Und sich dachte, der Honigtopf wäre nicht zu toppen gewesen…“, staunte Harry.
 

„Es ist toll, oder?“, Draco war begeistert, wie ein Sechsjähriger an seinem ersten Schultag.
 

„…es ist gruselig…“, sagte Harry.
 

„WAS?!“, beide Malfoys im Chor.
 

„Severus, was sagst du?“, fragte Lucius nun bestürzt.
 

„…“
 

„Severus?“
 

„…“
 

„Liebling, bist du okay?“
 

Snape fiel vom Stuhl und prallte unsanft auf dem Boden auf.
 

Sein geliebtes Malfoy-Manor hatte sich über Nacht von dem so angenehm kalt wirkenden Gebäude in seinen schlimmsten Albtraum verwandelt.
 

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Snape erwachte eine Stunde später von dem Geruch frisch gebackener Kekse.
 

Er war von den Anderen auf das Sofa gelegt worden, nachdem jeder Aufweck-Spruch fehlgeschlagen war.
 

Severus machte seinen Weg zu der Quelle des Geruchs, der gar nicht so unangenehm gewesen wäre, wäre da nicht die Vermischung mit den Tannen gewesen und die ganze Deko, die ihr Bestes tat ihn wieder in Ohnmacht fallen zu lassen.
 

Als er die Küchentür öffnete, vor der eine ganze Legion Hauselfen weinend saß, jammernd, dass sie jetzt weggeworfen würden, weil die Meister Malfoy ihre Kekse nicht mehr mochten, traf ihn der Schlag.
 

Lucius und Draco in einer rosa und einer hellblauen Schürze, eingehüllt von einer Wolke aus Mehl. Harry Potter unweit davon an einem Tisch sitzend und in eine braune Platte Löcher stanzend.
 

Als Lucius ihn bemerkte, als er gerade Harry anstarrte, sagte er: „Oh, seht mal, wer sich entschlossen hat den Lebenden wieder Gesellschaft zu leisten! Du kannst Harry bei den Zimtsternen helfen.“
 

Als Lucius den letzten Satz aussprach, schrie Harry gleichzeitig: „LAUF! LAUFEN SIE ODER SIE WERDEN SIE AUCH NOCH KRIEGEN! FÜR MICH IST ES SCHON ZU SPÄT! RETTEN SIE SICH SELBST!!!“
 

Severus, zwar völlig verwirrt, jedoch die Panik in Harrys Stimme erkennend, dreht er sich um, um die Flucht zu ergreifen, als ein Stupify ihn in den Rücken traf und er sich neben Harry am Tisch wieder fand, mit einer identischen Ausstechform und sich von Harry anhören musste, dass ‚er ihn ja gewarnt habe’.
 

---
 

17 Uhr.

Als Zimtsterne, Vanillekipferl, Lebkuchen und Schokoladenkekse im Ofen waren, berieten sich die beiden Blonden, was sie mit der übrigen Zeit des Tages machen könnten, während Harry und Severus sich in die von den Malfoys am weitesten entfernten Ecke drückten, in der Hoffnung, die Wand könnte sie verschlucken und sie erst wieder freigeben, wenn Weihnachten vorbei war.
 

Die Hauselfen hatte sie angefleht, doch die Kekse aus dem Ofen nehmen zu dürfen, wenn sie fertig seien, um zu beweisen, dass sie doch zu etwas gut seien.
 

Zum Schluss gingen sie alle zurück ins Wohnzimmer, Harry und Snape beruhig, dass sie nur eine Tasse Tee trinken wollten.
 

Als nach einer halben Stunde Teepause Severus auf die Idee kam, doch noch den Schnee von der Auffahrt wegzuschaffen (er dachte sich: ‚Es könnte schlimmer kommen! Geh ich Schneeschippen, bevor Lucius ein Krippenspiel inszenieren will!’), war Harry mehr als glücklich zu helfen.
 

Sie zogen sich an und gingen raus. Sie machten es natürlich magisch, haben aber zur Sicherheit länger gebraucht als eigentlich nötig. Es war Harrys Idee gewesen, nachdem Severus ihm von seiner Angst vor einem Krippenspiel berichtet hatte.
 

---
 

Nach zwei Stunden gingen sie wieder hinein, um nach den Malfoys zusehen.
 

Besagte saßen im Wohnzimmer, oder vielmehr LAGEN im Wohnzimmer in ihren Stühlen und schliefen seelenruhig.
 

Harry war etwas überrascht, bis Snape die Achseln zuckte und ihm sagte, dass ihre Freunde seit 33 Stunden nicht geschlafen hatten.
 

Sie trugen sie ins Bett, sagte ‚Gute Nacht’ und folgten den Malfoys schon bald ins Land der Träume.

Kapitel 5: Narzissa kommt!

Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

von holla-die-waldfee

mit freundlicher Unterstützung von peeviech
 


 

Kapitel 5: Narzissa kommt!
 

23. Dezember. Zwölf Uhr. Draco und Lucius Malfoy noch in ihrer wohlverdienten Tiefschlafphase. Harry und Severus Letzteres schamlos ausnutzend, an sie gekuschelt seit gut zwei Stunden dösend.
 

Ein Uhr. Man versammelt sich ausnahmsweise im Esszimmer zum ‚Frühstück’, da die Hauselfen überaufmerksam geworden waren und sogar schon angeboten hatten Meister Draco zu füttern, weil dieser so müde wirke, damit man sie nicht wegwerfe.
 

„Mutter kommt heute“, kündigte Draco an, als er sich auf das Sofa gelegt hatte, seinen Kopf in Harrys Schoß und es genoss, wie Harry ihm die Haare streichelte. Er sah aus, als wolle er zu schnurren anfangen und hätte es mit Sicherheit auch getan, wenn Lucius nicht weiter ausgeführt hätte.
 

„Narzissa hat gesagt, sie habe zwei neue Liebhaber und meinte, wir würden sie kennen, weigerte sich aber zu sagen, wie sie heißen.“
 

„Wenn ich sie kenne, ist das schlecht!“, murmelte Severus, „Dann sind es entweder Ex-Todesser, Kollegen oder Schüler. Eins schlimmer als das Nächste…“
 

Harry fing an zu lachen und Draco beschwerte sich prompt, dass sein Kissen wackele, was auch Lucius und Severus zum Mitlachen animierte.
 

„Viel schlimmer als die Aussicht, Weihnachten mit dem Weasleys verbringen zu müssen, kann es für Sie doch kaum werden, Professor!“, grinste Harry Snape an.
 

„Ausnahmsweise könnten Sie sogar recht haben, Mr. Potter! Sie haben sie doch eh nur eingeladen, um mich zu ärgern!“
 

„Ich habe sie nicht eingeladen, Professor! Jetzt, wo sie es sagen…“
 

Lucius wollte ihnen gerade ins Gewissen reden, sich doch endlich zu duzen, als der Kamin aufloderte und zwischen Lucius’ und Severus’ Stuhl erst ein Rotschopf und kurz darauf ein zweiter hereinstolperte.
 

„Ich dachte, ich müsse Sie erst ab morgen ertragen“, stöhnte Snape, als er Fred und George Weasley erblickte.
 

„Wirklich?“, fragte Fred … George … Weasley-Zwilling 1!
 

„Narzissa hat gesagt-“, setzte Weasley-Zwilling 2 fort.
 

„-wir wären heute-“
 

„-angekündigt gewesen!“
 

„Oder, Liebling?“, fragten nun beide gleichzeitig, die Blondine, die gerade aus dem Kamin getreten war.
 

„Stimmt, Lucius! Du hattest doch gesagt, wir sollten heute kommen!“
 

Narzissa sah Lucius erwartungsvoll an, während sich die Zwillinge neben Harry gesetzt hatten und ihm von ihren neuesten Erfindungen erzählten, während Draco noch immer auf Harry lag. Er würde es zwar nie zugeben, aber das Ganze interessierte ihn brennend!
 

Gestört wurde die Idylle nur von Lucius’ aufgerissenen Augen und dem Klirren von Severus’ Tasse, als diese mit dem Boden kollidierte und dem Geräusch von Severus, der kurz darauf seiner Tasse folgte.
 

---
 

Als Snape sich wieder beruhig hatte, saßen er und die drei Malfoys zusammen und versuchten ihm die Angelegenheit so angenehm wie möglich zu gestallten.
 

Harry hatte sich bereiterklärt Babysitter für die Zwillinge zu spielen, was möglicherweise die dümmste Idee gewesen war, die Lucius je gehabt hatte, da jetzt aus dem Nordflügel, den Narzissa und die Zwillinge bezogen hatten, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Explosionen zu hören waren und Draco innerlich kochte vor Wut, weil sein Vater ihn zwang, mit ihnen Severus zu beruhigen, anstatt ihn mit Harry das Haus sprengen zu lassen.
 

---
 

Neunzehn Uhr. Drei Malfoys, ein Snape, zwei Weasleys und ein Potter saßen zusammen am Tisch um Abend zu essen.
 

Die letzten Drei angesengt.
 

Sie saßen alle in angespannter Stille da, während die Zwillinge und Narzissa sich mit Erbsen bewarfen. Lucius versuchte, Severus anzulenken von der Tatsache, das seine Exfrau und die Zwillinge sich mit Erbsen bewarfen und gleichzeitig Draco davon abzuhalten versuchte auch mitzumachen.
 

Gegen Neunzehn Uhr Dreißig, waren alle damit beschäftigt einander mit Essen zu bewerfen (sogar Severus hatte mitgemacht, als Lucius ihm ‚aus Versehen’ einen Löffel Kartoffelbrei ins Gesicht geklatscht hatte), wobei aber die Weasleys den größten Vorteil hatten, da sie schon Übung darin hatten.
 

Snape und Lucius stiegen abends zusammen in die Badewanne, wobei Severus verzweifelt versuchte die letzten Reste Soße und Kartoffelbrei aus Lucius’ Haaren zu befreien, ohne dass sein Haar von der vielen Seife strohig wurde.
 

Narzissa ließ sich liebend gern von zwei Weasleys in ihrer Badewanne einseifen.
 

Draco hingegen ließ Harry nicht mal in die Nähe seiner Haare, aus Angst, er könne mit seinen Haaren das Gleiche machen, was er mit seinen eigenen immer mache, sodass sie ebenfalls unmöglich zu bändigen würden.
 

---
 

Gegen Neun wollten sie noch einmal versuchen Severus an die Weasleys zu gewöhnen, natürlich ohne Severus’ Wissen!
 

Lucius und Severus gingen ins Wohnzimmer um ‚noch einen zu trinken’, wie Lucius es so passend formuliert hatte und trafen dort auf Harry, Draco, Narzissa und die Weasley-Zwillinge, ohne die das Ganze ja keinen Sinn machen würde.
 

Sie spielten Scharade und Narzissa war gerade dabei eine sehr interessant wirkende Darstellung von Dumbledore zu bieten, die Draco für Professor Snape hielt, der ihm dafür prompt das Cognacglas aus der Hand nahm und ihm einen Schlag auf den Hinterkopf verpasste.
 

Sie spielten weiter, wobei Snape sich gepflegt zurückhielt, bis Lucius um Elf Uhr ankündigte, dass es für Harry und Draco Zeit sei ins Bett zu gehen, was diese auch, sehr zu Severus’ Verwunderung, ohne zu zögern machten; sie wussten schließlich, warum sie gehen sollten.
 

„Narzissa, wir wollten uns doch noch um diese Sache wegen der Scheidung kümmern, weißt du noch?“, fragte Lucius kurz darauf, was Severus noch mehr verwunderte, da die Beiden seit kurz nach Dracos Geburt nicht mehr verheiratet waren.
 

Es blieben also noch er und die Weasleys.
 

Und er fühlte sich etwas fehl am Platze. Zugegebener Weise auch, weil er schon einiges intus hatte und zwar noch nicht lallte, aber doch wusste, dass er in so einem Zustand lieber allein wäre.
 

Die Weasleys grinsten ihn nur an. Auch sie waren darüber informiert worden, warum die Anderen sich alle abgeseilt hatten.
 

„Ich denke, ich werde mich langsam zur Ruhe begeben!“, sagte Snape irgendwann, und begann aufzustehen, als er von zwei überraschend großen Händen wieder in den Sessel zurück gedrückt wurde.
 

„Nicht so schnell!“, sagte Fred (auf seiner Baderobe stand ein ‚G’, ein eindeutiges Zeichen!).
 

„Sie werden uns doch nicht schon verlassen wollen!“, grinste George.
 

„Eigentlich hatte ich das vorgehabt!“, sagte Snape, etwas überrascht, als Fred ihm Cognac nachschenkte und sich beide auf die Lehnen seines Sessels bequemten.
 

„Aber jetzt haben Sie es doch sicher nicht mehr vor…“
 

„…oder Professor?!“
 

„Äh-“
 

„DACHTE ICH’S MIR DOCH!“, riefen nun beide im Chor, Severus’ Antwort effektiv abwürgend, als sie ihre Arme auf der Rückenlehne ablegten um etwas bequemer zu sitzen und gleichzeitig ihre Finger mit Snapes Haaren spielen zu lassen.
 

Snape kam sich vor, als sei er im falschen Film.
 

„Wissen Sie, Professor, ich fand immer, dass sie der heißeste Professor der Schule waren!“, sagte Fred beiläufig. „Du nicht auch, George?“
 

„Ja, was ich nicht alles gegeben hätte, um in Slytherin zu sein…“
 

Snapes Augen wurden von Satz zu Satz größer, obwohl er nichts sagte.
 

„Und diese Roben, was ich nicht alles gegeben hätte, einmal das darunter zusehen…“
 

„Weißt du noch, das Duell mit Lockhard, Fred?“
 

„Das fragst du noch?! Ich wär mir fast in die Hose gekommen…“
 

„…wie ein Model!“
 

Snapes Gesichtsfarbe nahm langsam eine immer ungesünder weiße Farbe an, als die Zwillinge nun mehr nicht mehr nur noch mit seinen Haaren spielten sondern auch noch den Saum seiner schwarzen Baderobe befingerten und seinen Nacken begrabbelten.
 

Als sie anfingen seine Schultern zu massieren, war Severus nur noch Sekunden von einer Panikattacke entfernt.
 

Zum Glück kamen in dem Moment Lucius und Narzissa herein und fragten, als sie die Szene vor sich sahen nur: „Stören wir?“
 

Das war das Zeichen für Snape: Er sprang auf, rannte auf Lucius zu, schmiss ihn sich über die Schulter, rief ein ‚Ich bin müde. Gute Nacht!’ hinter sich her und stürmte die Treppen bis in ihr Schlafzimmer hinauf, wo ihn dann endlich die lang erwartete Panikattacke einholte.
 

Narzissa setzte sich in Severus’ Sessel und sagte nur: „Wo hattet ihr gerade aufgehört?“

Kapitel 6: Heilig Abend

Ein Weihnachtsfest bei den Malfoys

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mit freundlicher Unterstützung von peeviech
 


 

Kapitel 6: Heilig Abend
 

24. Dezember. Neun Uhr. Severus Snape schlief eingerollt auf Lucius Malfoys Brust. Draco Malfoy schlief geplättet von dem Helden der Zaubernden Welt. Und Narzissa Black schlief umschlungen von zwei Paar Armen.
 

Alles in allem ein angenehmer Weihnachtsmorgen.
 

Um Zehn trafen sich die Sieben um zu frühstücken. Narzissa war beeindruckt von den Leistungen, die die Hauselfen mittlerweile vollbrachten, während die Zwillinge Severus anstarrten, als seien sie verliebte Teenager; Snape stand die Angst ins Gesicht geschrieben.
 

Harry und Draco absolut keine Ahnung was mit Snape passiert war, fanden die Veränderung aber überaus lustig.
 

„Sagen Sie, Professor“, fragte George, „warum sind Sie denn gestern so schnell verschwunden?“
 

„Wir haben Sie vermisst!“, setzte Fred fort, während beide Zwillinge Schmollmünder zogen und Snape zu zittern begann.
 

„Sie waren so schnell weg, da konnten wir Ihnen noch nicht mal eine gute Nacht wünschen!“
 

„Oder süße Träume!“
 

„Oder eine angenehme Nachtruhe!“
 

„Oder-“
 

„JUNGS!“, unterbrach sie jetzt Narzissa, die Severus’ sich anbahnende Panikattacke bemerkte, „Er reicht! Lasst Severus frühstücken!“
 

Severus hat keinen Bissen gegessen.
 

Irgendwann, im weiteren Verlaufe des Frühstücks, während dessen Fred und George Snape immer wieder Kussmünder zuwarfen, dieser immer näher an Lucius heranrückte und die Zwillinge abwechselnd von Narzissa einen Ellbogen in die Rippen bekamen, lehnte sich Draco zu Harry hinüber: „Ich würde alles geben, um gestern Abend dabei gewesen zu sein.“
 

---
 

Um Fünf Uhr wollte die restliche Familie Weasley vorbeikommen.
 

Snape hatte extra für diesen Anlass seine schwärzeste Robe angezogen, bei der man denken könnte, er trüge ein schwarzes Loch. Lucius trug ein dunkles Grün, während Harry sich von Draco irgendwann auch zu einem dunklen Grün hatte überreden lassen, weil es ja ‚seine Augen so schön zum Leuchten brächte’. Genau genommen war es Harry völlig egal gewesen, was er trug, es war aber die effektivste Methode gewesen, Draco zum Schweigen zu bringen.
 

Sie warteten nicht lange, da kam Arthur Weasley aus dem Kamin. Er begrüßte alle, bedankte sich für die Einladung und nickte Lucius und Snape zu. Kurz darauf beäugte er Fred und George, die mit ihren engelsgleichen Mienen sicher wieder etwas geplant hatten.
 

Sie hatten sich direkt zwischen Narzissa und Severus gestellt, woraufhin Letzterer sofort mit Lucius den Platz getauscht hatte, als er die erst Hand auf seinem Hintern gespürt hatte.
 

Langsam aber sicher trudelten alle Weasleys ein. Ron warf Harry zwar einen angewiderten Blick zu, als er neben Draco stand, machte aber keine weiteren Kommentare, als Hermine ihm einen Ellbogen in die Rippen gerammt hatte.
 

Mrs. Weasley dankte Lord Malfoy über und über für die Einladung, bis dieser sie alle aufforderte sich zu setzen und die Hauselfen Tee und die vom Lord persönlich gebackenen Kekse brachten und sie sich alle in das Esszimmer gesellten.
 

Harry hatte, kaum dass er die Elfen eintreten hörte, seinen Arm ausgestreckt und Hermine seine Hand über den Mund gelegt, wodurch er verwirrte Blicke von Lucius, Severus, Narzissa und Draco erntete und verhaltenes Kichern von den Zwillingen, was Severus fast einen Meter hoch springen ließ.
 

Nachdem sie gegessen hatten, zogen sie sich wieder ins Wohnzimmer zurück.
 

Als Snape sich gerade auf das Sofa setzen wollte, rechnete er nicht damit, dass er sich keine zwei Sekunden später von zwei Weasleys umringt sehen sollte. Sie grinsten ihn an und legten beide eine Hand auf seine Knie, was Snapes Augen auf die Größe von Pizzas anschwellen ließ, wodurch Narzissa, Lucius, Draco und Harry ihr Gelächter nicht mehr länger zurückhalten konnten.
 

Bald erlösten Fred und George ihn aber von seinem Elend, als sie ein neues Charade-Spiel anzettelten.

Kaum waren die beiden aufgestanden, setzte sich Lucius neben seinen Freund und beruhigte ihn, was nur dazu führte, dass Ron zu kichern anfing und sich einen Schlag auf den Hinterkopf von seiner Freundin einfing, woraufhin Severus zu lachen anfing, als für alle klar wurde, wer die Hose in ihrem Haushalt an hatte.
 

Sie spielten drei Stunden lang, bis ein eingeschüchterter Hauself eintrat und ankündigte, dass die Enten fertig seien. Hermine sah aus, als sei sie kurz davor, die schüchterne Gestalt zu adoptieren, als er schon wieder verschwand.
 

Das Essen kam diesmal ohne Essensschlacht aus, auch, wenn die Zwillinge (und überraschenderweise auch Severus) etwas enttäuscht wirkten. Mrs. Weasley lobte das Essen, als wäre es eine lange verschollene Reliquie von unschätzbarem Wert und Hermine weigerte sich zu essen, was Hauselfen gekocht hatten, bis Draco ihr genervt ein Stück von dem unfassbar zarten Fleisch in den Mund schob und sie nicht mehr widerstehen konnte.
 

Nach dem Essen ging es an die Geschenke. Lucius freute sich wie ein kleines Kind über den gestrickten grünen Pullover mit dem silbernen ‚L’ vorne drauf, den er sich strickt weigerte, wieder auszuziehen, was Molly fast in Tränen ausbrechen ließ.
 

Was Molly dann wirklich in Tränen ausbrechen ließ war, dass Lucius ihr ein fünf Monate altes Hauselfen Baby schenkte, dessen Mutter gestorben war und das, eingerollt in eine flauschige grüne Decke, an seinem Daumen nuckelnd, die Hand nach ihr ausstreckte und sagte: „Mamster!“
 

Severus vermutete, es sei eine Mischung aus ‚Meister’ und ‚Mama’, da Hauselfen wohl schon von Geburt an den inneren Drang hatten jemandem zu dienen, es war aber allen egal, als sie sich um das Baby versammelten.
 

Als die Zwillinge sich später angrinsten, auf eine Art, die die Hintergedanken förmlich riechen ließ, griffen sie nach einem der letzten Geschenke und hielten es Severus hin.
 

Der war kurz davor zu flüchten, wurde aber von einem Malfoy auf jeder Seite von seinem Vorhaben abgehalten, so nahm er das flache Paket an sich, zerriss das Papier, nachdem er das Paket vorsichtig auf Flüche, Ticken oder andere verdächtige Dinge untersucht hatte. Er öffnete den Karton und fand:
 

ein Paar rosa Hasenohren, auf einem Haarreif.
 

Er nahm sie aus der Schachtel und beäugte sie Verständnislos, nicht wissend, wozu Muggel solche Ohren verwandten.
 

„Wir dachte immer, Sie sollten Ihre Haare mal zurückstecken-“
 

„-dann würden Sie NOCH besser aussehen!“
 

Der Kommentar erntete einige amüsierte Gesichter.
 

„Und wir dachten uns: ‚Wenn er sie schon zurücksteckt-“
 

„-dann auch mit etwas modischen!“
 

„Setzen Sie’s auf!“, sagten nun beide im Chor.
 

Lucius lehnte sich zu ihm herüber und flüsterte in sein Ohr: „Du willst sie doch nicht beleidigen, oder? Nicht an Weihnachten?“
 

Lucius nahm ihm die Ohren ab und setzte sie dem widerwilligen Severus auf.
 

Kaum hatte er sie auf, bereute er es auch schon! Erst fingen die Ohren an zu leuchten und dann er. Seine Roben schrumpften und er kniff die Augen zu, nicht sehen wollend, was aus ihm geworden war.
 

Das erste, was er hörte war Lucius’ deutlich hörbares Luftholen.
 

Danach die Zwillinge: „Ich wusste, ja, dass sie unter den Robe unglaublich aussehen mussten -“
 

„Aber SO unglaublich!“
 

Jetzt machte er doch die Augen auf und sah, wie die ganze Familie Weasley ihn mit offenen Augen anstarrte. Kaum sah er an sich herunter, bereute er es auch schon! Er trug ein rosa Bunnykostüm mit Puschel und Netzstrumpfhose. Außerdem hatte der Zauber seine Beine rasiert, was er jetzt schon hasste, und das Top zeichnete jeden Muskel auf seinem Oberkörper ab.
 

Snape fiel in Ohnmacht.
 

---
 

Als er wieder aufwachte, war es Morgen. Die Weasleys waren nirgends zu sehen und er hatte wieder seine schwarze Robe an. Man hätte ihn überreden können, es sei alles nur ein Traum gewesen, wäre nicht in dem Moment Lucius im Bunny-Outfit hereingekommen, mit den Worten:
 

„Guck mal, Schatz! Ich hab auch welche gekriegt!“



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Kommentare zu dieser Fanfic (8)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  YozoraCole
2008-01-02T15:57:18+00:00 02.01.2008 16:57
omg
ich musste beim lesen so feiern
xDDDD
deine ff is einfach nur genial ^-^
Von: abgemeldet
2007-05-18T20:37:33+00:00 18.05.2007 22:37
Wooow! Ich bin entzwischen ein roichtiger Fan deiner FF's, bei noch spo schölechter Laune, bringen sie jedes mal ein lächeln aufs gesicht, zumindest ist des bei mir so. bitte, BITTE schreib noch gaaanz viele solcher FF's, denn die sind wirklich klasse!
lg
schuschu
Von:  Dark_Knight_Sparda
2007-03-25T19:39:33+00:00 25.03.2007 21:39
Die ist echt genial
Mir gefällt sie

Gruß:Vergil
Von:  Dark_Knight_Sparda
2007-03-25T19:39:15+00:00 25.03.2007 21:39
Die ist echt genial
Mir gefällt sie

Gruß:Vergil
Von: abgemeldet
2007-03-23T18:31:36+00:00 23.03.2007 19:31
Echt genial *auf dem Boden herumroll*
Ich konnt mich nicht mehr zusammen reißen
einfach viel zu lustig
Bravo, bravo!!!!!!!!!
Von: abgemeldet
2007-01-28T23:56:29+00:00 29.01.2007 00:56
Ich habe mich kringelig gelacht.
Das ist eine richtig tolle "Gute-Laune-Story", die man an so einem verregneten Tag braucht.
Mir geht es jetzt richtig gut.
Danke.
Von: abgemeldet
2007-01-09T19:27:04+00:00 09.01.2007 20:27
Oha, was soll ich dazu sagen...ich habe mehrere verwunderte Blicke vorbeikommender Familienmitglieder geerntet, auf grund heftiger Lachanfälle wärend des lesens...
Mein lieblingsstelle ist übrigens:
Draco hingegen ließ Harry nicht mal in die Nähe seiner Haare, aus Angst, er könne mit seinen Haaren das Gleiche machen, was er mit seinen eigenen immer mache,[...]
Göttlich^^

Nun ja, ich denke zwar, das hier ist der mieseste Kommi den ich je geschrieben habe,(was wohl auf meine merkwürdige Stimmung heute zurückzuführen ist) aber diese Fic hat definitiv meine wirklich schlechte Laune so wunderbar aufgebessert, dass ichs einfach nicht lassen kann...^^
Verzeih meine Unfähigkeit und schreib weiter!
Mary
Von:  Lu_MrsMalfoy
2006-12-08T22:02:50+00:00 08.12.2006 23:02
*voll am abfeiern is*
DAS IST EINFACH NUR DER HAMMER!!!
*umfall*
des sooooooooooooooooooo krass geil, das kann man nich beschreiben!
einfach nur geil!
*in favos stopf*

gehts noch weiter?
*fragend guck*
wäre geil^^

hoffe es kommen noch mehr solche FF's mit den beiden parings^^

baba
lu
*knuff*


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