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Narrenkind

Im Land der Draconigena
von

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Auf dem Weg nach Amphitrite

Vrinda badete sich in einem kleinen Fluss, während Klaif ihr unverhohlen zusah. Barry hingegen lehnte an einem Baumstamm und putzte eines seiner kleinen Wurfmesser.

„Weißt du, es ist ziemlich unhöflich, einer Frau beim Baden zuzusehen“, meinte der Narr schließlich zu dem Mutanten.

„Mh. Es gefällt ihr doch eh“, antwortete Klaif, wandte aber dann den Kopf ab. „Ich verstehe sowieso nicht, warum sie sich unbedingt jetzt waschen muss. Kann das nicht noch warte, bis wir in Amphitrite sind?“

Vom Fluss her kam Vrindas Stimme: „Und dann kann ich mich mit den ganzen Elfen anlegen, weil ich ihr heiliges Wasser verunstalte? Nie im Leben!“

„Wo Klaif allerdings Recht hat, hat er Recht“, rief der Blutwolf zurück, „Rrustems Truppe ist im Endeffekt sauber.“

„Sie fressen kleine, lebendige Tiere und der ganze Boden ist mit Blut und Knochen bedeckt!“, keifte Vrinda. „Das ist ein Schmutzloch!“

„Na, wenn du meinst…“, brummte Barry und wandte sich wieder seinem Messer zu. „Frauen“, schnaubte er dann aus, „man kann nicht mit ihnen, aber auch nicht ohne sie.“ Klaif kicherte ein wenig, denn fummelte er an einem Faden herum, der aus seinem Handgelenk rausguckte. „Pass auf“, warnte Barry ihn, „sonst verlierst du noch deine Hand.“ Und er hatte keine Lust, in einem Wald nach einem Körperteil zu suchen, das auch leicht mal von einem Tier verschleppt werden konnte.

„…Barry?“

„Ja?“

„Wann kommen wir aus Kurenai raus?“

Weder Vrinda noch Klaif hielten sich gerne in dem verpesteten, roten Wald auf und auch Barry selbst musste zugeben, dass ihm der Wald ein wenig unheimlich war. Die einzigen, die sich in Kurenai wohl fühlten, waren Kephas und Kovialjka – immerhin waren sie dort geboren und auch, wenn sie den Wald lange Zeit nicht gesehen hatten, kannten sie sich erstaunlich gut aus. Der Blutwolf selbst seufzte und meinte dann: „Vielleicht noch drei Tage.“ „Mh…“, machte Klaif und wirkte noch unglücklicher, als zuvor. Barry beugte sich ein wenig vor und berührte den Mutanten leicht an der Schulter. „Mach dir keine Sorgen“, sagte er und klang selbstbewusster, als er es eigentlich war, „du vergisst, dass wir Kephas und Kovialjka haben. Sie beschützen uns.“

Klaif blickte zu den beiden Blutwölfen, die sich gerade eben um ein wolfsgroßes Frettchen stritten, das tot zwischen ihnen lag, und antwortete: „…natürlich. Sobald sie sich geeinigt haben, wer den Kopf und wer den Schwanz kriegt!“

Barry kicherte ein wenig und hörte, wie Vrinda aus dem Wasser stieg. Klaif warf ihr einen Blick zu und rief: „An deiner Stelle würde ich mich nicht so zur Schau stellen!“

„Warum? Hier ist doch niemand!“, erwiderte die rothaarige Mutantin und Barry hörte das tote Gras rascheln, als sie zu ihrer Kleidung ging. Klaif hörte auf, sie zu begaffen und wandte sich dem Narren wieder zu.

„Also, was hast du mit Rrustem genau besprochen?“

Vrinda und Klaif galten in den Augen des Ersten als „armselige Begleitung, die nichts selbst auf die Reihe kriegen!“, und hatte ihnen deswegen verboten, an der Besprechung teilzunehmen. Und da man Rrustem nicht verärgerte, hatte Barry zugesagt. Der Narr sah Klaif an und seufzte innerlich ein wenig.

Es gab unglaublich gefährliche Mutanten im Reich der Draconigena und die meisten arbeiteten für ein Königshaus. Doch gerade Klaif glich eher einem kleinen Welpen, der die Welt noch kennen lernen musste und auch Vrinda hatte ihre Eigenarten: Sie tat zwar immer so, als wüsste sie viel und als wäre sie unheimlich weise, doch in Wahrheit war sie genauso unerfahren, wie Klaif selbst. Nur Vrinda hatte sich viel besser im Griff als der Mutant, der regelmäßig seine Körperteile verlor.

Barry hatte sie vor knapp eineinhalb Jahren getroffen – sie beide waren gerade eben der Hinrichtung entgangen, denn in Collis hatte es einen Schneesturm gegeben, durch dessen Chaos Vrinda und Klaif gemeinsam mit einem weiteren Schwerverbrecher das Weite hatten suchen können. Seitdem waren sie in der Wildnis umhergewandelt, bis sie Barry getroffen hatten, der ihnen einen Platz am Feuer angeboten hatte, sowie Wasser und Nahrung.

Und, nun ja, seitdem begleiteten die beiden ihn.

Laut eigenen Aussagen hatten Vrinda und Klaif einem Adelshaus gedient, doch da Klaif als ‚nutzlos‘ gebrandmarkt worden war und Vrinda sich mit ein paar Soldaten angelegt hatte, hatte man sie in den Kerker gesperrt, wo sie auf ihre Abholung zur Hinrichtung gewartet hatten – mehrere Jahre lang. Barry besaß einen unglaublichen Hass auf diese Adelsfamilien, denn im Endeffekt waren die beiden Mutanten etwas ganz Besonderes… aber niemand wollte das sehen.

Barry hatte nichts gegen die beiden Mutanten und freute sich sogar über deren Gesellschaft – so war er zumindest nicht vollkommen alleine, denn, obwohl er von ihnen dreien am „erwachsensten“ war, hatte er nicht einmal dreißig Winter erlebt und befand sich in einem Alter, in dem Goldvogel einen enormen Aufschwung in seiner Narrenkarriere erhalten hatte.

„Er stellt mich frei, bis meine Frau fertig mit ihrem Auftrag ist“, erklärte Barry schließlich – inzwischen hatte sich auf Vrinda wieder zu ihnen gesetzt und sie kämmte sich ihre langen, roten Haare mit den Fingern durch.

Sie runzelte die Stirn.

„Das kann lange dauern“, bemerkte sie.

„Rrustem hat über einhundertfünfzig Jahre gewartet. Da machen ihm ein paar Jahre mehr oder weniger jetzt auch nichts mehr aus“, grinste Barry und musterte die beiden Mutanten vor sich. Er war sich nicht sicher, wie alt sie genau waren, aber da sie beide geborene Mutanten waren und äußerlich nicht älter als zwanzig Aussahen, schätzte er sie auf grob fünfzig Jahre.

Mutanten alterten weitaus weniger schnell als Menschen, wenngleich sie nicht so alt werden konnten wir Elfen oder gar Drachen. Dennoch war es ein seltsames Gefühl, der Jüngste unter ihnen zu sein, auch wenn Vrinda und Klaif sich stets auf ihn verließen.

Der Blutwolf verstaute die Messer in den Schlingen an seiner Narrenkleidung, dann stand er auf. „Seid ihr bereit?“, wollte er wissen.

„Natürlich“, antworteten Vrinda und Klaif wie aus einem Munde.

„Gut. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns!“, sagte der Blutwolf und pfiff nach Kephas und Kovialjka, die sofort mit ihrem Streit aufhörten und zu ihm getrabt kamen.

„Ich bin froh, wenn ich diesen Wald verlasse“, hörte Barry Vrinda schnauben, als sie ihr Gepäck zusammenpackte.

„Du weißt aber schon, dass die Gegend um Amphitrite herum nicht gerade angenehmer ist“, erwiderte Klaif und erntete dafür von Vrinda eine Kopfnuss: „Klar weiß ich das!“, brummte die Rothaarige, während sich der geschlagene Mutant den Kopf rieb, „aber es ist immer noch besser als hier zu sein und Angst zu haben, dass man von einem Riesenfrettchen oder einem Greifen angesprungen wird!“

„Die Elfen vom Riss der Tausend Träume finde ich aber auch nicht angenehm…“, murmelte Klaif. „Und wir müssen ja draußen bleiben.“

„Wenn du statt schwarzem Garn hautfarbendes nehmen würdest, würde dein Status als Mutant vielleicht gar nicht so auffallen!“, erwiderte Vrinda und musterte Klaifs gruselige Erscheinung stirnrunzelnd.

„Aber Barry hat nur schwarzes Garn…!“, verteidigte sich Klaif.

„Außerdem“, mischte sich der besagte Narr ein, „ziehe ich so schon viel Aufmerksamkeit auf mich. Aber in Amphitrite kann man schnell untertauchen. Wir besorgen uns Mäntel, die viel verdecken und mieten uns anschließend in einem Gasthaus im Armenviertel ein – da wird uns niemand finden.“

Vrinda murmelte irgendetwas von „unter ihrer Würde“, doch sie gab keine Widerworte, während Klaif von dem Vorschlag ziemlich begeistert war: „Das heißt, ich kann in einem richtigen Bett schlafen!“

„Wohl eher von Mäusen zerfressenden Strohsack!“, maulte Vrinda rum und Barry, der so langsam genervt von ihrem Gemecker war, funkelte die Mutantin böse an: „Du kannst ja draußen bleiben, wenn du willst!“

Vrinda zuckte ob seines harschen Tonfalls zusammen und misstrauisch verengte sie die Augen. Doch nur Sekunden später lichtete sich ihr Blick etwas und sie fragte: „…ob da wohl Barden spielen werden?“

„Vielleicht“, antwortete Barry und wandte sich um, um sein eigenes Gepäck zu packen. „Aber wahrscheinlich werde ich noch auftreten dürfen“, murrte er vor sich hin: Das Leben als ausgestoßener Narr war alles andere als einfach! Auch, wenn er das Schwarz trug, so waren einige Menschen doch neugierig darauf, was er zu bieten hatte – vor allem diejenigen, die nicht einmal wussten, was das schwarz genau bedeutete.

Barry zog sich seine Tasche an und band die Riemen fest, dann wartete er noch, bis Vrinda und Klaif so weit waren. Die beiden Mutanten brauchten ein paar Minuten länger als er und Vrinda band sich ihre langen Haare noch schnell zu einem unordentlichen Zopf zusammen, aber dann waren auch sie aufbruchbereit.
 

Kurenai war ein sehr gefährlicher Ort; für Barry war er zwar nicht mehr unbekannt – schon lange nicht mehr – dennoch war er wachsam und sah sich genau um. Ein Ast auf dem Boden konnte sich genauso gut als riesige Schlange entpuppen, ein Baum konnte eine gefährliche Blutnymphe beherbergen oder man trat aus Versehen in das Gebiet einer Greifenfamilie, sodass man dem Tode geweiht war.

Kein normaler Mensch betrat Kurenai, doch Rrustem hatte seinen Unterschlupf mit voller Absicht in der Nähe des Roten Waldes bezogen, damit man ihn nicht allzu leicht fand. Und auch Barry war es nicht leicht gefallen, wen Weg zu ihm zu finden und während Kephas und Kovialjka nicht gewesen, wäre er wohl schon längst in den Tiefen des Waldes verstorben. Vrinda und Klaif blieben dicht bei ihm, während die beiden Blutwölfe umher trabten; Barry hörte das Gras unter ihren Pfoten rascheln und sie blieben immer wieder stehen, schnupperten, liefen dann weiter: Die beiden Wölfe wussten instinktiv um die sicheren Wege in Kurenai und machten gerade um die Greifennester einen großen Bogen.

„…wir können ja ein Spiel spielen“, meinte Klaif nach einiger Zeit; er sprach laut, wahrscheinlich, um die Angst zu vertreiben. „Ich sehe etwas, was du nicht siehst…“

„Klaif“, brummte Vrinda und rollte mit den Augen. „Nein.“

Der Mutant seufzte enttäuscht und schlich mit hängenden Schultern weiter. Barry schwieg zuerst, dann meinte er: „Amphitrite ist eine schöne Stadt. Sie wird euch beiden gefallen.“ Er wusste, dass Klaif enttäuscht war und der kindliche Mutant erinnerte ihn immer wieder an die Narrenrekruten, die er oft selbst unterrichtet oder ihnen Geschichten vorgelesen hatte…

„Wirklich?“

Die beiden waren noch nie in Amphitrite gewesen – sie liebten es, durch die Welt zu reisen und neue Orte kennen zu lernen und gerade mit dem Narren war das mehr als nur möglich. Immerhin hatten sie nach Collis schon das Königreich von Volcanius gesehen, waren über weite Grasebenen gelaufen, hatten in Seen geschwommen (wobei der Blutwolf ihnen das Schwimmen erst hatte beibringen müssen) und verschiedene Gerichte probiert, die sie noch nicht gekannt hatten: Während ihrer Gefangenschaft hatte sie nichts als Brot und Wasser bekommen und wenn Barry ihnen zusah, wie sie neue Orte kennenlernen, dann erinnerte er sich an sich selbst und wie begierig er damals gewesen war, zu reisen.

Selbstverständlich war er als narr gereist, hatte Adelshäuser kennen gelernt, war aufgetreten und sich einen Namen gemacht – einen Namen, der heute schon fast in Vergessenheit geraten war und der stattdessen einem anderen Platz gemacht hatte:

Blutwolf.

Innerhalb von fünf Jahren fürchteten sich die Menschen vor ihm – niemand dachte, dass ein Narr jemanden etwas Böses tun konnte, doch nachdem Barry einen Adeligen getötet und entkommen war, hatte sich diese Meinung geändert. Der Blutwolf wusste, in was für eine Lage er die gesamte Gilde gebracht hatte, dass das Vertrauen ein wenig verschwunden war; Goldvogel hatte an den Königshöfen vorsprechen müssen, ihnen versichern müssen, dass sie alles unter Kontrolle hätten und er, Barry, war untergetaucht, hatte Schutz bei Rrustem ersucht und ihn erhalten.

Zumindest bis zu dem Tag, an dem er beschlossen hatte, dass er etwas ändern musste.

Und nur wenige Wochen später hatte er Vrinda und Klaif kennen gelernt und innerhalb der Zeit, wo er die beiden Mutanten durch das Land geführt hatte, war in ich der Plan, der vorher nur eine Idee gewesen war, herangereift, das Recht auf seine Frau einzufordern: In dem ganz genauen Wissen, dass Goldvogel sich aus dem alten Vertrag nicht mehr zurückziehen konnte.

Der Blutwolf erinnerte sich an Jyne, als jene vor ihm gestanden hatte, als wäre es erst gestern gewesen. Sie war groß geworden, seit er sie das letzte Mal vor fünf Jahren gesehen hatte, groß und hübscher, als erwartet. Sie hatte eine schüchterne, aber dennoch kecke Art an sich gehabt, die ihn neugierig gemacht hatte: Neugierig darauf, wie es wohl werden würde, wenn sie zusammenleben würden…

„…Barry?“

Vrinda berührte ihn leicht an der Schulter und der Narr wachte aus seinen Tagträumen auf; das Bild von Jyne, die sich an die Wand gedrückt und ihre Narrenkappe an ihre Brust gepresst hatte, verschwand und er meinte: „Ja?“

„Erzählst du uns von Amphitrite?“

Der Blutwolf blinzelte ein wenig, dann meinte er: „Natürlich. Ich war einmal dort, für einen Auftrag. Am Anfang waren die ganzen Eindrücke der Stadt… ungewohnt. Ich war vorher nur im Königreich von Silva gewesen und hatte das Meer noch nie vorher mit eigenen Augen gesehen. Und als ich es dann erblickt hatte, dachte ich, es würde aus tausender, kleiner Diamanten bestehen, so sehr glitzerten und funkelten die einzelnen Wellen um die Wette.“

„Man nennt es das Diamantmeer, richtig?“ Klaif lächelte ein wenig.

„Richtig. Amphitrite ist die größte Stadt von allen, aber auch die Stadt, die am meisten Verbrecher anzieht“, erzählte der Blutwolf weiter und trat über einen umgefallenen, kohlschwarzen Baumstamm hinweg. „Und überall kann man die prächtigsten Kleider sehen, die es wohl gibt. Amphitrite hat einen außergewöhnlichen Sinn für Mode und ist bekannt dafür, dass die Adelsfamilien ihren Kindern gerne äußerst lächerliche Namen geben.“

„Wie Vanilla“, meinte Vrinda. „Würde ich so heißen würde ich mich wohl eher aufknüpfen.“

„Es gibt schlimmere Namen“, kicherte Barry und blieb einen Moment stehen, um seine Tasche richtig zu rücken. „In der Familie, wo ich gearbeitet habe, hieß eines der Mädchen Funkelchen.“

„Schrecklich“, stöhnte Vrinda. „Gut, dass ich keine Kinder habe!“

Barry sah sie einen Moment lang an, dann senkte er den Blick. Früher wurden die Mutanten regelrecht dazu gezwungen, sich fortzupflanzen, in der Hoffnung, bessere Mutanten hervorzubringen. Das wurde schon lange nicht mehr so gemacht, denn inzwischen besaßen die Menschen viel zu sehr Angst vor dieser ‘Rasse‘, die die Alchemisten vor über einem Jahrhundert erschaffen hatten.

Und dennoch wurden heutzutage manchmal noch Mutanten geboren. Der Blick des Blutwolfes verdunkelte sich und er musste unweigerlich an Grinder denken, dessen Sohn Keith genau das gleiche Schicksal ereilen würde, wie seinem Vater. Es war ein Schicksal, das Barry niemanden wünschte.

Und er selbst war ein Magier – ein freilebender Magier und normalerweise bekamen sie aus reinem Trotz Kinder, um den Adeligen (und sich selbst) zu beweisen, dass sie präsent waren, dass man sie nicht einfach aus der Welt schaffen konnte. Das war einer der Gründe, warum in der Narrengilde solche Verträge wie die zwischen ihm und Jyne geschlossen wurden: Um den Fortbestand der Magier zu sichern.

Goldvogel setzte sich einer enormen Gefahr aus, dass er die Magier beschützte und es sogar erlaubte, dass sie sich liebten und Kinder bekamen… genauso, wie jeder Anführer vor ihm auch schon. Barry wusste, dass es ziemlich an dem Narrenkönig nagte, dass er selbst kein Magier war, obwohl seine beiden Eltern welche gewesen waren und es schien, als versuchte er nun seine Unfähigkeit wieder gutzumachen, indem er alles daran setzte, die Magier zu beschützen und geheim zu halten, die die Narrengilde vorzubringen hatte.

Es war lobenswert von Goldvogel, das musste Barry zugeben.

Und dennoch verspürte er auf den Narrenkönig einen Hass, wann immer er an ihn dachte.

„Barry scheint mit seinen Gedanken woanders zu sein“, bemerkte Vrinda schließlich mit einem bedeutungsvollen Blick auf ihn.

„Woran denkst du?“, wollte Klaif sofort wissen.

„Vielleicht an seine Zukünftige“, neckte Vrinda.

„Meinst du?“

„Klappe“, grollte Barry und ballte die Hände zu Fäusten. „Alle beide.“ Sein Blick verfinsterte sich und Klaif sowie Vrinda wichen ein wenig vor ihm zurück: Sie wussten, zu was er fähig war, auch, wenn er Narrenkleidung trug. Aber alleine schon seine leise im Wind klingelnden Glöckchen erinnerten die beiden Mutanten immer wieder daran, was sie vor sich stehen hatten. Der Blutwolf schnaubte aus, dann ging er weiter, nachdem er Kephas zwischen den Bäumen erblickt hatte. Vrinda und Klaif schlichen ihm hinterher und trauten sich nicht, ihn erneut anzusprechen.

…die Gilde hatte Recht gehabt, ihn seinem neuen Namen zu geben. Er war gefährlich und unberechenbar. Er war jemand, mit dem sich kaum jemand gerne aufhalten wollte und ihn zum Feind zu haben konnte tödlich enden.

Er war der Blutwolf.

Und er wurde seinem Namen auch gerecht.



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Kommentare zu diesem Kapitel (1)

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Von:  Lazoo
2016-04-20T17:44:00+00:00 20.04.2016 19:44
Verdammt, habe ich dieses Kapitel echt übersehen? Kam mir schon komisch vor, dass kein Update mehr kam, stellt sich raus: ich bin zu dumm in meine Favoliste zu gucken xD

Ich muss sagen, dass es mir mehr und mehr gefällt, was für eine Welt du aufbaust und wie gut sie funktioniert. UNd Barry wird immer interessanter, immerhin scheint es ja einen guten Grund gegeben zu haben, ihn aus der Gilde zu kicken, aber auf der anderen Seite wurde er auch unfair behandelt... Zumindest würde ich seine Wut auf Goldvogel nicht als unbegründet betrachten, denn wie Choleriker wirkt er nicht.

Eine Frage: Wie spricht man Kovialjka aus? Ich bin davon ausgegangen, dass das j stumm ist, oder wie ein i ausgesprochen wird.

In jedem Falle wieder ein gutes Kapitel, ich freu mich schon aufs nächste^^
Antwort von:  Phinxie
20.04.2016 19:54
Ach, das Problem kenne ich, ich schaue auch nie in meine Favo-Liste xD'' Meistens gehe ich auf 'Persönliche Startseite' und dann steht das da auch immer ^^

Ich persönlich muss sagen, dass Barry einer meiner Lieblingscharaktere ist :D Und keine Sorge, es wird noch alles aufgeklärt, auch, warum Goldvogel ihn rausgeschmissen hat und alles ^_^

Und nun zu deiner Frage: Kovialjka spricht man so aus: Ko-vi-al-sch-ka.
Also das J wie ein sch^^ Ich weiß, der Name ist anfangs sehr kompliziert, aber er und auch Kephas haben eine Bedeutung :)
Kovialjka habe ich ein wenig von dem Namen 'Koviljka' angeändert, weil ich meine Version schöner fand und bedeutet 'Die Metallene'.
Und Kephas bedeutet 'Fels.'

Da Blutwölfe sehr stark sind und ihre Klauen sogar Metall und Stein zerschlagen können, hat Barry sie so getauft, weil er fand, dass es gut gepasst hat :D


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