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Düstere Stadtlegenden Japans: Toire no Hanako-san Creepypasta / Urban Legends (Sonstige), Düstere Stadtlegenden, Toire no Hanako-san, Urban Legends

Autor:  Daelis

Hanako von der Toilette, so in etwa ließe sich der Name übersetzen. Bei Hanako handelt es sich um einen Geist, der auf der Mädchentoilette heimisch ist - meistens in Grundschulen. Üblicherweise wird sie als etwa sieben Jahre altes Mädchen mit Pagenschnitt in einem roten Rock dargestellt.

Legende
Woher Hanako kommt und wie sie sich verhält, unterscheidet sich sehr von Präfektur zu Präfektur.

Einige Versionen der Geschichte behaupten, Hanako sei während des zweiten Weltkriegs gestorben, als sie sich während eines Bombenanschlags auf der Toilette versteckte. Andere Versionen sind überzeugt, ein Perverser habe das Mädchen auf der Toilette getötet.

Die bekannteste Version der Geschichte um Toire no Hanako-san stammt aus der Präfektur Tochigi. Ihr zufolge spukt Hanako in der Mädchentoilette im dritten Stock hinter der dritten Tür und wird gerufen, indem man dreimal an ihre Tür klopft und “Hanako-san asobimasho” (“Hanako-san, lass uns spielen”) sagt. Hanako wird dann mit einem “Hai” (“Ja”) antworten.
Hat man Hanakos Aufmerksamkeit auf sich gezogen, muss man binnen drei Sekunden flüchten oder sie tötet einen. Natürlich lässt sich Hanako leicht umgehen, indem man ihr Versteck meidet. Alternativ vertreibt sie angeblich auch ein Test mit voller Punktzahl.

In Yokohama (Präfektur Kanagawa) gibt es auch eine männliche Version von Hanako namens Yosuke auf der Jungentoilette. An anderen Orten kennt man ihn auch als Taro oder Shiro.

Fakten
Sowohl Hanako als auch ihr Pendant Yosuke verbreiten in japanischen Grundschulen tatsächlich große Ängste. So sehr, dass Grundschüler sich weigern, auf die Toilette zu gehen. Einige Eltern und Lehrer machen diese Geschichte sogar für Blasenentleerungsstörungen verantwortlich.

Bis heute ist die Geschichte um Hanako-san eine der berühmtesten Schulgeistgeschichten, die besonders in den 90ern boomten. Nachweise für einen Todesfall in einer Mädchentoilette, der dieser Legende zugrunde liegt, gibt es jedoch keine.

Datum: 19.10.2020 11:40
> Alternativ vertreibt sie angeblich auch ein Test mit voller Punktzahl.

Das ist der Beweis. Die Geschichte wurde von einem Lehrer in die Welt gesetzt.

Ein Geist auf dem Mädchenklo? Jetzt ist nur die Frage: Hat eine gewisse Schriftstellerin die eine sehr erfolgreiche, 7-Bändige, Buchreihe über eine spezielle Bildungseinricht geschrieben hat. Schon vorher davon gehört oder ist ihr Geist auf ihrem Mist gewachsen.

Warum ist das nur wieder in erster Linie ein Geist auf dem Damenklo? Sind die Männer in Japan so fantasielos oder interessieren sie sich nicht für solchen Kram?
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Datum: 19.10.2020 12:51
Ich sag ja, die Japaner haben eine eigensinnige Klo-Kultur x)
Und vermutlich auch Lern-Kultur. Immerhin müssen die so stark ranklotzen, dass einige sich in den Suizid treiben damit.

Aurora-Silver - Just another, humble Artist doing her thing~ Badumm-tss!

"Das Leben ist eine endlose Serie voller verpasster Chancen."
"Herr Doktor, Herr Doktor! Mein Po ist gespalten! Kommen Sie schnell!"
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Datum: 19.10.2020 13:37
XD Das Klo ist häufig thematisiert.... hm.

Aber generell kann ich sagen, dass viele Geister, aus den Geschichten die ich kenne oftmals weiblich sind, nicht nur im japanischen Raum. :)
"You're nothing special, you are only one out of eight billion people."
Datum: 19.10.2020 14:45
> Zu denken gibt mir auch, weshalb in Gruselgeschichten überwiegend weibliche Geister auftauchen, die
> noch dazu aufgrund eines gewaltsamen Todes auftreten.

Na das ist an sich normal. Angeblich wird man nur zum Geist wenn man gewaltsam gestorben ist oder verflucht wurde.
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Datum: 20.10.2020 11:42
>wird gerufen, indem man dreimal an ihre Tür klopft und “Hanako-san asobimasho” (“Hanako-san, lass >uns spielen”) sagt. Hanako wird dann mit einem “Hai” (“Ja”) antworten.

Wo ist das Problem? Dann tut man das eben einfach nicht??
Man kann sich über jeden lustig machen, der unglücklich ist, man muss nur grausam genug sein.
(Jess, A long way down)
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Datum: 21.10.2020 09:28
Seelen können ja auch zurück bleiben, wenn sie noch etwas zu erledigen haben, das könnten dann durchaus auch Geister mit positiven Verhaltensweisen werden (Wie Schutzgeister)...
Ich hatte schon FREUNDE, da gab es noch kein FACEBOOK!
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Datum: 21.10.2020 10:19
Bei dem Raum war die rote Farbe dominant, bei dem Mädchen auch.
 
Im Manga "re:member" gibt's eine Miki und eine Miko, die die Schule verfluchen, eine von den beiden, will ihr Kleid rot färben, indem sie ihre Opfer tötet. Vielleicht ist der Manga davon inspiriert? Das Rote Mädchen ist zwar nicht an die Toilette gebunden, aber an den Schulgrund. Hinzukommt, dass man Leichenteile finden und zusammensetzen muss, um von dem Fluch loszukommen.
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