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SimulReview Summer '15: Die Monster Mädchen Die Monster Mädchen, Anime on Demand, Anime-Review, Kazé, Simulcast, SimulReview

Autor:  Jitsch

SimulReview #9

Die Monster Mädchen
モンスター娘のいる日常 [Monster Musume no iru Nichijou]

Veröffentlichung: 10.7.15, gegen Mittag (Ausstrahlung in Japan am 7.7.15)

Portal: Anime on Demand (Infos zu den Kosten siehe Masterpost) -> Link zum Simulcast-Stream (1. Episode kostenlos)

Story: Kimihito Kurusus Leben ist ziemlich chaotisch geworden, seit er eine Austauschschülerin in seinem Haus beherbergt. Denn sie ist kein normales Mädchen sondern eine Lamia - halb Mädchen, halb Schlange. Das bringt allerhand praktische Probleme mit sich, denn nicht nur musste sein Haus umgebaut werden um sie überhaupt zu beherbergen, sie braucht als Amphibie auch Wärme von außen, um ihre Körpertemperatur zu bewahren. All zu intensiv darf die Kuschelei allerdings nicht werden - Verträgen über das Zusammenleben von Menschen und Chimären zufolge darf er als Gastgeber niemals Hand an sie legen. Und das ist nur ein Teil des Ärgers... 

Bewertung: 7  Punkte

Meine Meinung: "Die Monster Mädchen" ist eigentlich ein klassischer Harem-Anime: Wir haben einen netten jungen japanischen Mann, in den sich nach und nach (das wird im Opening schon deutlich) ein halbes dutzend Mädchen mit den unterschiedlichsten Vorzügen verliebt. Der das aber nie ausnutzt, so dass es ständig bei schlüpfrigen Alltagsszenen bleibt, aber nie zu einer Beziehung kommt. Kennt man ja schon zu Dutzenden.

Aber: Die Serie schafft es mit ihrem schon im Titel enthaltenen Konzept, das ganze erfrischend neu darzustellen, allein schon weil die Mädchen alles andere als die typischen Damen sind, die man in Harem-Animes so zu Gesicht bekommt. Also, charakterlich sind sie natürlich schon im Rahmen des Üblichen, aber der Fakt dass sie halbe Monster sind und entsprechende Eigenarten haben, gibt dem ganzen eine sehr individuelle Note. Was noch dazukommt, und in der ersten Episode schon deutlich wird: Die Monster Mädchen sind zwar eigentlich ganz lieb, aber potenziell gefährlich. So wird Kimihito gleich zweimal von Lamia-Mädchen Mia fast die Luft abgeschnürt und sie merkt es nicht einmal.

Zweitens ist Kimihito ein bisher ausgesprochen akzeptabler Hautpcharkter. Ja, er ist ein netter KerlTM, aber er zeigt in dieser Folge auch, dass er Situationen schnell einschätzen und wenn es sein muss auch richtig zuschlagen kann. Insgesamt kann einem der Junge vor allem Leid tun, denn das Zusammenleben mit Mia bereitet ihm einige Unannehmlichkeiten und zu allem Übel darf er als Ausgleich nicht mal "ran". Anders als in typischen Harem-Serien, wo der Hauptcharakter entweder ewig auf dem Schlauch steht oder schlicht zu nett ist, um eins der Mädchen den anderen vorzuziehen wird hier klipp und klar gesagt: Sex mit einem Monstermädchen ist zwar möglich, aber Kimihito sollte sich das ganz schnell aus dem Kopf schlagen, wenn er nicht im Gefängnis landen und von dem Mädchen gerennt werden will. Dementsprechend fußt der Witz auf dem Prinzip: Sie will es, er würde eigentlich auch gerne, aber weil ihm die Konsequenzen nicht egal sind, kommt es nie dazu.

Der Anime spart auch nicht gerade mit anzüglichen Szenen im Bad, in der Damenumkleide und sogar im Love Hotel. Die Anime-Version ist dabei entschärft: Während man im Manga (der steht in meinem Regal) allenthalben Nippel zu sehen bekommt, sind diese im Anime ständig durch Haare, Schwänze (also den Schlangenschwanz von Mia :D) oder davor stehende Charaktere verdeckt. Das ist in meinen Augen eine deutlich bessere Lösung als man sie in diversen anderen Anime bekommt, wo entweder extrem unnatürlich wirkende Lichtstreifen quer durchs Bild gehen oder kleine "Aufkleber" die interessanten Parts verderben, wirft aber die Frage auf, ob dann für eine DVD-Version alles noch mal (mit Nippeln) neu gezeichnet wird oder ob man für diese Inhalte dann doch weiterhin in den Manga blättern muss, wenn man Wert darauf legt.

So gesehen gibt es bei den Monster Mädchen an und für sich nichts zu meckern. Wert auf all zu viel Hintergrundinfo sollte man dabei allerdings nicht legen (Wo haben die Monster gelebt, bevor sie 3 Jahre vor Beginn der Story Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben? Wie leben sie in ihrer natürlichen Umgebung? etc.) und auf eine fortschreitende Story (abgesehen von: Kimihito hat "Spaß" mit einer zunehmend großen Gruppe an Monster Mädchen) erst recht nicht. Aber wer an anzüglichen Szenen seinen Spaß hat und gerne mal Harem-Animes schaut, sollte auf jeden Fall reinschauen. Die Umsetzung bei Kazé ist ordentlich und obwohl es auch hier eine Zeitdifferenz zur japanischen Ausstrahlung gibt, sieht es so aus, als wird man auch in Zukunft die neuen Folgen jeweils pünktlich zum Wochenende haben.

 

Zur Reihe: SimulReview Sommer 2015 Masterpost



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