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SimulReview Summer '15: Charlotte Charlotte (Jun Maeda), Anime-Review, PeppermintAnime, Simulcast, SimulReview

Autor:  Jitsch

SimulReview #3
EDIT: Episode 1 ist jetzt kostenlos auf dem Free-2-Watch Kanal von Peppermint verfügbar.

Charlotte

Veröffentlichung: 4.7.15, ca. 17:30

Portal: Peppermint TV (Infos zu den Kosten siehe Masterpost)
            -> Link zum Simulcast-Stream (kostenpflichtig)
            -> Link zum Free To Watch Kanal mit Special-Preview und 1. Episode (kostenlos)

Story: Yuu Otosaka hat die Fähigkeit, für 3 Sekunden den Körper anderer Menschen zu kontrollieren. Nach einigen Spielereien kommt ihm schließlich der Geistesblitz, wie er hiervon am meisten profitieren kann: Indem er mit den Augen der besten Schüler seiner Klasse deren Antworten spickt. Dank seiner Fähgkeit gelingt es ihm nicht nur, an seiner Wunsch-Oberschule aufgenommen zu werden sondern auch, sich dem schönsten Mädchen der Schule zu nähern. Alles könnte so schön sein - doch dann tauchen Nao Tomori und Joujirou Takajou in seinem Leben auf. Sie sind vom Schülerrat der Sternenmeer-Akademie, die ein Sammelbecken für Jugendliche mit übersinnlichen Fähigkeiten ist. Und sie lassen Yuu keine andere Wahl als dorthin zu wechseln.

Bewertung: 5.5 Punkte

Meine Meinung: Die erste Episode dient erkennbar nur als Auftakt für die Story, die sich wahrscheinlich um das drehen wird, was Nao in der Folge als Job des Schülerrats ankündigt: Das Enttarnen und Unter-Kontrolle-Halten von Menschen, die ihre übersinnlichen Fähigkeiten missbrauchen. Yuu soll - zunächst gegen seinen Willen - dabei mitmachen, und es nicht schwer zu erraten, dass ersich im Zuge dessen verändern wird.

Denn wenn die Folge, vor allem deren erste Hälfte, eines deutlich macht, dann das: Yuu ist ein ausgenommenes *sorry* Arschloch. Er benutzt seine Fähigkeiten nur, um zu persönlichem Ruhm zu kommen und legt dabei eine erstaunliche kriminelle Energie an den Tag (ich meine: er stalkt Schüler anderer Schulen um rauszufinden, welche auch an seine Wunschschule wollen und zu wissen, bei welchen von ihnen er in der Aufnahmeprüfung spicken muss!). Das liegt natürlich alles an seinen kaputten FamilienverhältnissenTM: Eltern geschieden, Mutter hat das Sorgerecht an einen Onkel abgeschoben, seine einzige Familie ist seine kleine Schwester. Die ist übrigens eine Ausgeburt an moé, die natürlich auch einen total "niedlichen" Sprach-Tick hat.

Nao und Joujirou bleiben in der Folge noch etwas im Hintergrund, obwohl dank ihnen durchaus lustige Szenen zustandekommen. Nao legt ihre Videokamera quasi gar nicht aus der Hand und Joujirou hat die tolle Fähigkeit zum Teleport - nur dass er kaum kontrollieren kann, wo er anhält.

Vielleicht klingt es schon durch, aber wirklich zünden tun die Charaktere und ihre Designs mit den übertrieben großen Augen bei mir nicht. Yuu ist schon ein interessanter Charakter, mit seiner berechnenden, ziemlich hochmütigen Art erinnert er nicht nur optisch an einen Lelouch Lamperouge. Nur dass er in der falschen Story gelandet ist, wo seine Fähigkeiten erkennbar unerwünscht sind. Am Ende der Serie wird er dann natürlich seine Fähigkeiten nur noch für Gutes einsetzen und ganz viele echte Freunde haben. Oder so ähnlich.

Die Serie wurde im Vorfeld ziemlich stark damit beworben, dass hinter ihr die Macher von Angel Beats! stehen. Das ist ein Anime, der so ziemlich an mir vorbei ging - ich habe mal die erste Folge gesehen, aber mitgerissen hat sie mich nicht. Auch andere Serien, für deren Vorlage der Szenariowriter Jun Maeda verantwortlich war, habe ich entweder nicht gesehen oder schnell wieder aufgegeben. Für mich sind derartige Slice-of-Life-Serien mit hohem Drama-Anteil einfach nicht wirklich was. Wenn euch aber Clannad, Little Busters! oder Kanon gefallen hat, dann wird wahrscheinlich auch Charlotte etwas für euch sein. Ansonsten kann man mal einen Blick riskieren, aber in der ersten Folge haben mich weder Story noch Charaktere großartig überzeugt.

 

Zur Reihe: SimulReview Sommer 2015 Masterpost

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Datum: 13.07.2015 18:43
Es könnte auch auf einen klassischen Shounen-Anime hinauslaufen mit immer mehr Charakteren und obskuren Fähigkeiten. Und er muss sich dann batteln.
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Datum: 14.07.2015 19:28
> Es könnte auch auf einen klassischen Shounen-Anime hinauslaufen mit immer mehr Charakteren und obskuren Fähigkeiten. Und er muss sich dann batteln.

Könnte man drauf kommen wenn man nur die Beschreibung liest. Aber nachdem ich eine ganze Folge davon geschaut habe und mit de Vorwissen darüber, in welche Richtung bisherige Werke des Autors so schlagen: nein. Es geht um emotionales Drama und Charakterentwicklung.
„Um nach vorne zu kommen und dort zu bleiben, kommt es nicht darauf an,
wie gut du bist, wenn du gut bist,
sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist.“

Martina Navratilova


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