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Thread: Abtreiben?

Eröffnet am: 30.08.2006 17:31
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Von:    Laxiel_Oni 28.08.2007 01:13
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Früher wollte ich auf jeden Fall abtreiben bei einer Schwangerschaft, aus diversen Gründen würde ich´s heute auf keinen Fall mehr tun.

Aber ich akzeptiere es wenn Frauen abtreiben wollen.
Letztendlich ist das eine Entscheidung die mal selbst fällen muss, der Kindsvater, Eltern oder/und oder Freunde können einem nur beraten. Am Ende jedoch muss es die werdende Mutter allein entscheiden ob sie dieses Leben jetzt beendet oder weiterwachsen lässt.

Keiner hat das Recht einen andren wegen seiner Entscheidungen zu beleidigen, so ist es auch hierbei.

Shin
Immer soll ich reden wenn ich traurig bin;
selten nenne ich den Grund meines Trübsinns.
Warum auch? Meist ist es nicht von Interesse...



Von:   abgemeldet 18.12.2007 10:20
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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im falle einer vergewaltigung und auch wenns ein krankes baby ist.... versteh ich es vollkommen wenn jmd abtreibt.
unter anderen umständen eigentlich nicht... warum tötet man freiwillig -s-ein kind? ^^' da das herz schlägt und die organe anglegt sind -nach 2wochen- kann man hier durchaus von mord sprechen!
sex wurde dazu gemacht um sich fortzupflanzen und um das zu umgehen gibts verhütungsmittel. und wer aufkeinfall ein kind haben will, soll halt kein sex haben. denn kein verhütungsmittel wirkt zu 100%
und wer poppen kann, muss halt auch die konsequenzen tragen wenns zu einer schwangerschaft kommt.

<- meine meinung!
wenn das jetzt eine total verstörte liest die in tränen ausbricht und mich verflucht weil sie abgetrieben hat... mir auch egal -.-



Von:    Cillybelle 18.12.2007 10:43
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Ich kann es auch nicht verstehen, warum die Menschen so verantwortungslos sind. Es gibt doch sooo viele Arten zu verhüten - es sogar die Pille danach!

Und das Beste: Der Staat schreit nach mehr Kinder wegen der Rente, nur wenn ich sehe, wie wenig Großfamilien am Ende über haben oder wie überfordert manche mit den Kindern sind, dann warte ich lieber bis ich mich reif als Mutter fühle und es meiner Familie auch finanziell gut geht (man lebt ja schließlich nicht nur von Luft & Liebe).


Zu den Kindermord muss man allerdings noch dazu sagen, dass die Frauen meistens komplett allein gelassen und überfordert sind. Sicher, wer den Mund aufmacht, dem kann auch geholfen werden, nur finde ich, dass das Jugendamt verstärkt auf solche Familien achtet und Anwohner mehr Zivilcorage zeigen (ich bin fest davon überzeugt, dass viele Nachbarn in den Fällen die Einstellung "Das geht mich nichts an!" hatten).
Komm zu Mami - Mami hat Gift!



Von:   abgemeldet 18.12.2007 12:30
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
ich kann dazu nur mal wieder sagen, was ich schon einmal gesagt habe:

ihr sprecht immer davon, dass doch die eltern mal darauf achten sollen, dass sie verhüten,
oder gar nicht miteinander schlafen
oder die verantwortung für ihren "fehler" dann halt tragen müssen.

wieso denkt keiner an das kind??
wieso denkt keiner mal dran, dass der leidtragende das kind sein wird! das vlt ungeliebt, unterversorgt ist etc. und den einfach keine zukunft erwartet, die ein kind haben sollte.
deswegen denke ich, dass man lieber (s)ein kind "umbringen" sollte, wenn man weiß, dass man ihm keine gesicherte und gute zukunft bieten könnte.
denn wieso muss immer das kind die suppe auslöffeln, die eine frau oder ein mann sich eingebrockt haben, weil sie nicht verhütet haben?

ich weiß nicht ob man es als mord sehen kannn und ab wann es mord wäre und ab wann nicht.
aber diese entscheidung haben die eltern zu treffen. ja sie spielen dann auch so etwas wie gott, aber manchmal muss man solche entscheidungen treffen.
das ist genau ob man jemandem die atemgeräte ausstellen soll, oder ob man jemanden euthanasiert, der auf jeden fall unter schmerzen sterben würde.
auch dazu würde ich ja sagen.



Von:    ChuckNorris 18.12.2007 15:35
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> ich weiß nicht ob man es als mord sehen kannn und ab wann es mord wäre und ab wann nicht.

Ich kann ein paar zusammengesetzte Zellen ganz pragmatisch einfach noch nicht als Leben sehen und es moralisch nicht als Mord betrachten. Nur weil du ein Peeling machst oder dir eine Blase läufst hast auch noch keinen Mord begangen... Okay, als Mann sehe ich das natürlich aus einem anderen Blickwinkel und ich kann verstehen, wieso einige Menschen das dann doch als "Mord" bezeichnen, denn es ist zwar kein Leben, aber es kann halt zu Leben werden. Moralisch und gesetzlich betrachtet ist für mich die Sache eindeutig, aber psychisch ist es für viele Frauen immer eine Belastung ein Kind abzutreiben und solche Depressionen können einen ein ganzes Leben lang verfolgen. Beziehungen sind auch oft nur daran zerbrochen. Das sollte man bedenken und nicht zu leichtfertig damit umgehen.

> deswegen denke ich, dass man lieber (s)ein kind "umbringen" sollte, wenn man weiß, dass man ihm keine gesicherte und gute zukunft bieten könnte.

Das ist eine ziemlich zweischneidige Sache, die du ansprichst, denn viele Familien in Deutschland würden gerne ein Kind adoptieren, weil sie sonst zeugungsunfähig sind. Wenn das Kind früh abgegeben wurde und man zu gegebener Zeit es dem Kind sagt und nicht das totschweigt, so dass es nachher das selbst rausfindet, dann wird das Kind in keinster Weise geschädigt dadurch. Jede andere Story halte ich für Humbug. Es wird sicher unter Umständen mal nach den richtigen Eltern suchen und mit denen reden, aber immer wissen, wer ihre wirklichen Bezugspersonen sind. Andererseits ist natürlich eine Abtreibung immernoch besser als das Kind nachher totzuprügeln oder in eine Mülltonne zu werfen oder sonstigen Mist zu machen. Dennoch sind die psychischen Folgen nicht ganz ungefährlich vor allem wenn die Frau die Entscheidung alleine treffen muss...
Chuck Norris weiß, wieso Stroh rum liegt...
http://www.chilloutzone.de/files/05012104.html

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass diese ein allgemeines Gesetz werde.
-Immanuel Kant



Von:    Manon_Armourer 18.12.2007 17:10
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Ich bin total DAGEGEN!!!
habt ihr euch mal angesehen wie die Abgetrieben werden??
das ist mord!!!
Nichts anderes ist das!!!
Jeder 3. der sich beschwehrt wird erschossen, 2 waren schon da....


Und sollte ich vergessen haben jemandem zu beschimpfen dann bitte ich um verzeihung!



Von:    Nienchen 18.12.2007 17:49
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Ich habe einige Postings hier überflogen und muss mich über div. Unwissenheiten doch schon wundern.

Keine Schwangere kann aufgrund ihrer Schwangerschaft gekündigt werden, sie genießt durch das Mutterschutzgesetz Kündigungsschutz und erhält, darauf basierend, auch weitere Rechte, die der Arbeitgeber einhalten muss, ansonsten kriegt er vom Gewerbeaufsichtsamt eins auf die Mütze.
Einige Berufe dürfen Schwangere überhaupt nicht ausüben, so dass sie ein sofortiges Berufsverbot erteilt kriegen, bei Lohnfortzahlung.

Ob eine Frau abtreibt oder nicht, ist ihr überlassen und das sollte m.E. auch so bleiben, denn die Frau ist es, deren Leben vollkommen umgekrempelt wird und von der die Mutterrolle erwartet wird.
Männer machen sich gern vom Acker, natürlich nicht alle. Eine Mutter, die nach einer Trennung die Kinder beim Vater lässt wird angefeindet, während es bei den Männern als normal hingenommen wird.
Eine Schwangerschaft mit Bundeswehrzeit zu vergleichen ist extrem kurzsichtig gesehen, denn mit dem Austragen des Kindes ist ja der leichteste Teil abgeschlossen.
Ein Bundi kann danach ganz normal in den Beruf oder in die Ausbildung gehen, während eine Mutter entweder zu Hause bleiben muss und auf Sozialleistungen angewiesen ist oder sie muss sich auf die schwierige Suche nach einem Krippenplatz machen, der auch noch Geld kostet.
Nach dem Arbeitstag wartet keine Entspannung, sondern Bespaßung und Versorgung eines Kindes, eines Menschen.
Essen kochen, Pflege usw.
Ein Kind ist keine Puppe, die man in die Ecke stellt, wenn man sich erholen will.

Daher ist der Vergleich so lächerlich, dass es dafür kaum andere Worte gibt.
Sowas kann wirklich nur jemand sagen, der null Peilung von sowas hat.


Brutkästen dienen der Wärmehaltung, daher werden sie ja auch Wärmebettchen genannt, nicht der Lebenserhaltung. Denselben Effekt kann man durch andere Möglichkeiten erreichen, jedoch ist diese Art die praktischere Lösung, weil man leichter an das Kind kommt, ohne es dauernd an- und ausziehen zu müssen.
Außerdem garantiert es ein steriles Umfeld und hat eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, jedoch wäre ein Frühgeborenes grundsätzlich auch ohne lebensfähig, zeigt ja die Känguruh-Methode. Sonst müsste das Kind beim Hautkontakt mit den Eltern sofort sterben. ;)

Ich weiß auch nicht woher der Unsinn mit Kanada und Rechte des Vaters kommt, Kanada hat kein Abtreibungsgesetz und auch potentielle Väter haben dort nicht das Recht die Schwangere zum Austragen des Kindes zu zwingen. Eine entsprechende Klage wurde kurz nach der Ungültigkeitserklärung des alten Abtreibungsparagraphen abgewiesen.





"Laut einer Untersuchung des Institutes für zeitgemäße Insubordination überzeichnet die Verwendung der Überreaktion eine explizit positive Qualität des transaktionssicheren Synergieeffektes und synthetisiert meistens eine Fiktion als Metapher zur Hypothese des Gültigkeitsbereiches."



Von:    ChuckNorris 18.12.2007 17:51
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> das ist mord!!!
> Nichts anderes ist das!!!

Um es mit den Worten eines meiner Dozenten zu sagen: "Das ist mal eine Aussage!"

Welchen Wert diese Aussage hat mache ich mit einem anderen Zitat dieses meinen Dozenten klar. "Ja ich weiß, ich hätte das anders machen müssen, aber ich war da einfach nciht konsistent genug." (welches Wort falsch ist im Bezug zum Kontext und welches Wort da stattdessen hin müsste, könnt ihr ja mir ENSen. Die erste richtige Antwort kriegt nen Karotaler...)

> habt ihr euch mal angesehen wie die Abgetrieben werden??

Hast du das mal gesehen? Letztlich ist die Abtreibung selber vom "Ekelfaktor" her wie eine recht starke Regelblutung. Also was soll das unqualifizierte Gelaber? (Nur damit es ganz deutlich ist... Pfff)
Chuck Norris weiß, wieso Stroh rum liegt...
http://www.chilloutzone.de/files/05012104.html

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass diese ein allgemeines Gesetz werde.
-Immanuel Kant



Von:   abgemeldet 18.12.2007 17:56
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
> > ich weiß nicht ob man es als mord sehen kannn und ab wann es mord wäre und ab wann nicht.
>
> Ich kann ein paar zusammengesetzte Zellen ganz pragmatisch einfach noch nicht als Leben sehen und es moralisch nicht als Mord betrachten. Nur weil du ein Peeling machst oder dir eine Blase läufst hast auch noch keinen Mord begangen... Okay, als Mann sehe ich das natürlich aus einem anderen Blickwinkel und ich kann verstehen, wieso einige Menschen das dann doch als "Mord" bezeichnen, denn es ist zwar kein Leben, aber es kann halt zu Leben werden. Moralisch und gesetzlich betrachtet ist für mich die Sache eindeutig, aber psychisch ist es für viele Frauen immer eine Belastung ein Kind abzutreiben und solche Depressionen können einen ein ganzes Leben lang verfolgen. Beziehungen sind auch oft nur daran zerbrochen. Das sollte man bedenken und nicht zu leichtfertig damit umgehen.

ich glaube nicht, dass überhauopt jemand damit leichtfertig umgeht.
ich gehe auch einfach mal davon aus, dass jemand, der schon abgetrieben hat, hier nicht oder ganz anders reinschreiben würde als ich
ich weiß auch nicht, wie ich reagiere, sollte es mal bei mir passieren, aber so, wenn ich drüber nachdenke, sehe ich es eben auch nicht als mord an, sondern als verantwortungsbewusster.

>
> > deswegen denke ich, dass man lieber (s)ein kind "umbringen" sollte, wenn man weiß, dass man ihm keine gesicherte und gute zukunft bieten könnte.
>
> Das ist eine ziemlich zweischneidige Sache, die du ansprichst, denn viele Familien in Deutschland würden gerne ein Kind adoptieren, weil sie sonst zeugungsunfähig sind. Wenn das Kind früh abgegeben wurde und man zu gegebener Zeit es dem Kind sagt und nicht das totschweigt, so dass es nachher das selbst rausfindet, dann wird das Kind in keinster Weise geschädigt dadurch. Jede andere Story halte ich für Humbug. Es wird sicher unter Umständen mal nach den richtigen Eltern suchen und mit denen reden, aber immer wissen, wer ihre wirklichen Bezugspersonen sind. Andererseits ist natürlich eine Abtreibung immernoch besser als das Kind nachher totzuprügeln oder in eine Mülltonne zu werfen oder sonstigen Mist zu machen. Dennoch sind die psychischen Folgen nicht ganz ungefährlich vor allem wenn die Frau die Entscheidung alleine treffen muss...

ja das meine ich auhc gar nicht.
wenn man denn das kind dann abgeben kann.
ich kann mir vorstellen, dass es für die frau einfach nach einer geburt und schwangerschaft nochmal schwer ist, das kind zur adoption frei zu geben.
ich habe aber nicht von kindern gesprochen, die adoptiert werden.
sondern ich habe von kindern gesprochen, die bei ihren leiblichen eltern wohnen und von denen aber nichts erwarten können oder von der oma großgezogen werden weil die mutter und der vater keine zeit haben (wegen beruf oder zu jung spielt da ja keine rolle)
und wenn ich einfach noch mitten in der karriere bin und wüsste, dass ich das kind zu meiner großmutter abschieben würde,
dann finde ich es für das kind besser, dies nicht mitmachen zu müssen.




Von:    Nienchen 18.12.2007 18:02
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> Ich bin total DAGEGEN!!!
> habt ihr euch mal angesehen wie die Abgetrieben werden??
> das ist mord!!!
> Nichts anderes ist das!!!

Rein rechtlich kann es kein Mord sein, weil es dazu geboren sein muss. So hart das klingt und das sag ich als aktuell Schwangere...
"Laut einer Untersuchung des Institutes für zeitgemäße Insubordination überzeichnet die Verwendung der Überreaktion eine explizit positive Qualität des transaktionssicheren Synergieeffektes und synthetisiert meistens eine Fiktion als Metapher zur Hypothese des Gültigkeitsbereiches."



Von:   abgemeldet 18.12.2007 18:06
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
> > Ich bin total DAGEGEN!!!
> > habt ihr euch mal angesehen wie die Abgetrieben werden??
> > das ist mord!!!
> > Nichts andere s ist das!!!
>
> Rein rechtlich kann es kein Mord sein, weil es dazu geboren sein muss. So hart das klingt und das sag ich als aktuell Schwangere...

ist mord nicht auch rechtlich gesehen nur, wenn s aus "niederen beweggründen" geschieht?



Von:   abgemeldet 18.12.2007 18:18
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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abtreibung ist - soweit sie nicht illegal ist - eben kein mord, zumindest rechtlich gesehen.
ich persönlich bin recht konservativ, wenn es um abtreibung geht, allerdings nur bei mir selbst. ich denke _ich_ würde wirklich nur in den seltesten fällen abtreiben (z.b. vergewaltigung).
allerdings habe ich auch eine familie, die zu mir steht, habe mein abi und bin schon 20 jahre alt.
ich heiße es zwar oft nicht gut, wenn andere frauen kinder abtreiben, aber letztendlich muss das jede frau selbst wissen und ich würde niemals jemanden deshalb verurteilen.
allerdings sollte man niemals abtreiben, weil der freund androht einen zu verlassen, wenn mans nicht tut o.ä.
eine abtreibung ist schließlich kein spaß. ich hoffe mal, dass ich nie in die situation kommen werde, wo ich wirklich über das leben meines ungeborenen kindes entscheiden muss. denn selbst wenn es "nur ein zellklumpen" ist, so ist es trotzdem ungeborenes leben und zwar nicht irgendeins, sondern das eigene kind.
~sleep all day party all night
never grow old never die
it`s fun to be a vampire(69)~



Von:    Nienchen 18.12.2007 19:35
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> > > Ich bin total DAGEGEN!!!
> > > habt ihr euch mal angesehen wie die Abgetrieben werden??
> > > das ist mord!!!
> > > Nichts andere s ist das!!!
> >
> > Rein rechtlich kann es kein Mord sein, weil es dazu geboren sein muss. So hart das klingt und das sag ich als aktuell Schwangere...
>
> ist mord nicht auch rechtlich gesehen nur, wenn s aus "niederen beweggründen" geschieht?

Z.B.
Es muss nur eines der Mordmerkmale (Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebes, Habgier oder sonstige niedere Beweggründe) gegeben sein, damit man Mord von Totschlag unterscheiden kann.

Wobei man manche Abtreibungsgründe wirklich eher als "niedere Beweggründe" bezeichnen kann. Wenn wir mal ehrlich sind.
Aber man steckt nicht in diesen Frauen, die sich ein Kind zu einem ungünstigen Zeitpunkt nicht zutrauen.
Jede muss diese Entscheidung letztendlich allein treffen, jedoch würde ich mir stärkere Aufklärung an Hilfsangeboten wünschen. Man wirft vielen "Beratungsstellen" ja vor, dass sie die andere Möglichkeit nicht oder nur eingeschränkt aufzeigen.

Denn Hilfsangebote gibt es, sogar sehr viele, nur nicht ewig, denn irgendwann muss man auf eigenen Beinen stehen.
"Laut einer Untersuchung des Institutes für zeitgemäße Insubordination überzeichnet die Verwendung der Überreaktion eine explizit positive Qualität des transaktionssicheren Synergieeffektes und synthetisiert meistens eine Fiktion als Metapher zur Hypothese des Gültigkeitsbereiches."



Von:    ore 18.12.2007 20:15
Betreff: Abtreiben? [Antworten]

Ich bin total DAGEGEN!!!
habt ihr euch mal angesehen wie die Abgetrieben werden??
das ist mord!!!
Nichts anderes ist das!!!

Hast du mal gesehen, wie es aussieht wenn ein LKW an einem Stauende eine ganze Familie in ihrem Fahrzeug ausgelöscht hat?

Dagegen ist Abtreibung sehr human und immerhin ersparst du den Zellhaufen damit solch ein Szenario.

Aber deine Argumentationsweise erinnert mich sowieso sehr an:

“Multiple exclamation marks are a sure sign for a diseased mind!”
[Terry Pratchett]


--
Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.



Von:    Cillybelle 18.12.2007 20:35
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> Denn Hilfsangebote gibt es, sogar sehr viele, nur nicht ewig, denn irgendwann muss man auf eigenen Beinen stehen.

Wie gesagt, es gibt leider Gottes genug Frauen, die die Hilfe nicht in Erwägung ziehen bzw. sich nicht auch um ihre Bedürfnisse sorgen (sprich: sich nicht nur betreuen lassen, sondern mit jmd. über die eigenen Probleme zu reden.), sonst hätten wir diese Babymorde oder die ganzen weggelebten Babys nicht.
Ich denke auch nicht, dass es bei diesen Fällen um Frauen handelt, denen es um die Kariere geht...


Ich bin zwar noch nicht reif für ein Kind, ich würde es aber auf jeden Fall behalten - aber dank der Art wie mein Feund und ich verhüten, wird das nicht der Fall sein... soweit zu mir...

Generell bin ich der Meinung, dass es hier in Deutschland legal ist und somit die Frau entscheiden kann, ob sie das Kind behält oder nicht (vorrausgesetzt natürlich, eine Abtreibung erfolgt nach den hier im Land geltenden Gesetzen). Sollte sich ne Frau für ne Abtreibung entscheiden, ist es ihre Sache! (Und die des Partners, soweit vorhanden.)
Und sie braucht sich deswegen nicht zu rechtfertigen - selbst wenn es in Augen andere verantwortungslos war, a. kann man die Frau nicht daran hindern und b. weiß man nie, wie das Kind sich in der Familie leben würde...
Komm zu Mami - Mami hat Gift!



Von:    ChuckNorris 18.12.2007 20:40
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> ich glaube nicht, dass überhauopt jemand damit leichtfertig umgeht.

Wenn dann wirklich die Entscheidung vor der Tür steht bzw. spätestens wenn man Depressionen kriegt nach der Abtreibung, dann nimmt es keienr leichtfertig richtig. Aber unterscheiden uns wir nicht gerade vom Tier, weil wir schon vorher uns so eine abstrakte Situation vorstellen und bewusst vernunftgestuert darauf antworten können? Vielleicht ist das auch Wunschdenken und Glauben meinerseits. Naja...

> dass es für die frau einfach nach einer geburt und schwangerschaft nochmal schwer ist, das kind zur adoption frei zu geben.

Richtig, aber man kann sich mit dem Gedanken trösten, dass es wohl irgendwo anders es besser hat. Naja... Man weiß es nicht, dass es richtig. Aber im anderen Fall weiß man, dass es weg ist und so dämlich es klingt, es kommt auch net wieder. Muss man halt sich überlegen, was besser für einen ist. Aber jedem und vor allem JEDER sollte klar sein, dass es nicht nur Abtreibung eben gibt, wenn man ungewollt schwanger ist und wenn man es doch behalten will, ist man nicht ganz alleine so, es sei denn man stellt sich dämlich an, aber der Staat kann auch net immer zuschauen, ob jemand wirklich sein Geschäft in die Schüssel und nichtt ins Waschbecken gemacht hat. Das nennt man Freiheit...

> von denen aber nichts erwarten können oder von der oma großgezogen werden weil die mutter und der vater keine zeit haben

Naja... Das wäre jetzt die rein materielle Ebene. Es ist womöglich richtig, dass Menschen, die selber geistig relativ reif sind, es wohl besser mit der Kindererziehung hinkriegen, aber oft sind sie doch letzten Endes genauso Banane, wie die 17jährigen Mütter. Schau man sich nur an, was die so erzählen und glauben, was gut für ihre Kinder wären... Hm...

> mitten in der karriere bin und wüsste, dass ich das kind zu meiner großmutter abschieben würde

Naja... Wenn du Karriere richtig machst (also nciht nur Beruf, sondern Arsch aufreißen um Chef vom Scheißladen zu werden), dann ist es sowieso sinnfrei Kinder in die Welt zu setzen. Es sei denn du hast einen Mann, der halbtags nur arbeitet oder ganz den Haushalt macht, soll es ja alles geben. Wenn du aber normal Beruf meinst, ist es nicht schlimm das Kind zeitweise in den Hort, bei Tagesmutter oder so zu geben. Man sollte trotzdem aber versuchen eine gewisse Zeit mit dem Kind zu verbringen und wenn es ein oder zwei Stunden sind am Tag, dann ist das doch schon recht viel.

> Ich denke auch nicht, dass es bei diesen Fällen um Frauen handelt, denen es um die Kariere geht...

Nee, die sind einfach nur blöd, haben sich nciht genug Gedanken gemacht und bereuen es nachher auf irgendeine Weise auch immer...
Chuck Norris weiß, wieso Stroh rum liegt...
http://www.chilloutzone.de/files/05012104.html

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass diese ein allgemeines Gesetz werde.
-Immanuel Kant



Von:    sweet_miko 19.12.2007 00:19
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Hmm ... also ich bin so gesehen für eine Abtreibung, wenn die werdende Mutter sich dafür entschieden hat. (Abgesehen davon, kann ich schwer jemanden verurteilen für eine Entscheidung, für die nur er selbst das Recht dazu hat)

Wobei ich ja sagen muss, dass ich eine Frau kenne, die am laufenden Band abtreibt und ihre einzige Tochter selbst gesagt hat, dass sie Glück hatte durchzurutschen - das kann ich nun wirklich nicht verstehen, wenn es so viele Verhütungsmethoden gibt und falls sie gar keine Kinder mehr haben will, dann Sterilisation .. oder zumindest der Mann könnte sich eine Vasektomie machen lassen (ist weniger umständlich, soweit ich weiß)

Aber wenn es darum geht, dass ein Mädchen einen Fehler gemacht hat und schwanger geworden ist, sie aber noch zu Schule geht, nicht genug Geld hat um ein Kind zu finanzieren, keine Unterstützung, es einfach im Moment nicht passt, etc. bin ich nicht dagegen. Bevor man über solche Frauen urteilt, sollte man auch darüber nachdenken, wie es denn dem Kind ergangen wäre. Vielleicht hätte es ein sehr schlimmes soziales Umfeld gehabt oder eben eine schwere Kindheit mit konstanten finanziellen Schwierigkeiten usw.

Bei einer Vergewaltigung bin ich auch für eine Abtreibung (vorausgesetzt die Frau will es selbst), das wurde ja nun von fast jedem Befürworter sozusagen als Beispiel gebracht. Leider ist es aber so, das viele Vergewaltigungsopfer schwanger werden und da ist es meiner Meinung nach schon fast unmenschlich eine Abtreibung zu verbieten. Der Mutterwillen, wenn sie sich selbst wahrscheinlich vor ihrem Bauch ekelt und dem Wesen, dass darin aufwächst und des Babys Willen, das wahrscheinlich nie richtig geliebt werden wird, aber was kann es denn dafür? Das sind alles natürlich nur Mutmaßungen, da ich noch nie in einer solchen Situation war (und hoffe es nie zu sein) aber ich denke, dass ich mich so fühlen könnte, falls dies der Fall wäre.

Ein Grund den ich auch noch befürworte (auch wenn ich dafür als „Unmensch“ oder sonst was bezeichnet werde) ist, wenn man (da bin ich mir leider nicht so sicher wie weit man das feststellen kann in den ersten 3 Monaten) erkennen könnte, ob das Kind eine schwere psychische/physische Krankheit hätte. Ich gebe zu, dass ich da vollkommen egoistisch handeln würde und ganz allein an mein Leben denken würde, dass durch die Geburt eines solchen Kindes vollkommen umgekrempelt werden würde. Ich weiß, dass es viele Frauen bzw. Familien gibt, die solche Kinder haben und überglücklich damit sind und sagen, sie würden dies nie rückgängig machen wollen und ihre Kinder seien die fröhlichsten auf der Welt – ich bewundere solche Frauen auch! Aber ich weiß einfach nicht ob ich die Kraft hätte. Ich hätte nicht die Kraft, dass aufzugeben, dass ich kenne und täglich andere gesunde Kinder zu beobachten und mich ständig zu fragen, warum meines nicht auch einfach nur ‚normal‘ sein kann.

Abgesehen davon ist für mich ein Embryo, noch kein richtiger Mensch für mich, sondern eher ein (schon genannter) „Zellklumpen“

Das ist meine Meinung im Moment. Es kann sich zwar noch einiges daran ändern, aber nichts Gravierendes.

Zur Karriere … (die Daten beziehen sich nur auf Österreich, keine Ahnung wie es in Deutschland ist) Es gibt zwar schon den Mutterschutz, aber wenn ein Unternehmen dich wirklich aufgrund deiner Schwangerschaft auf einer Weise diskriminieren will, so findet es einen Weg (leider wie zB. Was Löhne und Gehälter zwischen Männern und Frauen betrifft, aber das ist ein anderer Punkt). Du musst nicht gleich gefeuert werden, aber das Unternehmen kann dafür sorgen, dass du keine Aufstiegschancen hast und schlimmstenfalls kann es dich ‚hinterrücks‘ auch feuern. Nicht jedes Unternehmen kann sich das leisten, aber es gibt welche, die sich ziemlich geschickt anstellen können.

Was die Kinderpolitik in Österreich angeht, so ist das ein weiterer Grund, warum so wenig Leute tatsächlich Kinder haben wollen. Kindergärten haben nur kurze Öffnungszeiten, für einige muss man recht viel bezahlen und etc. etc. Man sollte Familien zB. Weniger Steuern zahlen lassen und die Kinderbetreuung gratis machen und generell Familien einfach mehr fördern. Und ganz so unmöglich ist es nicht … siehe Frankreich.

Über die Gläubigen unter uns und über den kirchlichen Aspekt, warum eine Abtreibung so schlecht ist, möchte ich mich nicht einmal äußern. Genauso wenig wie über den Text dieser 16-Jährigen. Und Leute die meinen sie können eine Abtreibung keines Falls tolerieren, akzeptieren etc. haben ein Recht auf ihre Meinung, sollten aber vorsichtig sein, wenn sie dann die Frauen als ‚Mörder‘ bezeichnen bzw. sollten (einige) versuchen, sich etwas mehr über dieses Thema zu erkundigen als nur zu wissen: Abtreibung-Tod eines Babys- schlecht … und daraufhin gleich eine gefestigt Meinung zu haben.

(ich kann wohl auch keine kurzen Einträge schreiben)

LG

In Wirklichkeit sieht die Realität ganz anders aus



Von:    Cillybelle 19.12.2007 08:23
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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@sweet_miko: Kann ich so unterschreiben...
Komm zu Mami - Mami hat Gift!



Von:    Nile 13.03.2008 00:07
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Meiner Meinung nach (ja, als Mann) sollte man darüber reden und dann zu einer Entscheidung kommen. Ich war nie selbst in der Situation und kann daher keine richtige Stellungnahme abgeben, nur eine, die unvoreingenommen ist, also nach meinen jetzigen ethischen Maßstäben.

Ich finde, beide müssen sich irgendwie einigen. Das hat dann natürlich auch mit der Stärke der Liebe zu tun. Ich würde jedoch nie im Leben meine Freundin dazu zwingen, das Kind zu behalten, wenn sie es nicht behalten möchte. Denn Möglichkeiten, ein Kind zu bekommen, hat man noch oft genug. Ich sehe die Abtreibung, was ja eigentlich ein schwieriges Thema zu sein scheint, nicht als Mord oder sonstwas Verwerfliches an. Für mich ist das "Wesen" erst ein Wesen, wenn es geboren worden ist. Die Grenze mit den 3 Monaten (oder wo auch immer die war), war eigentlich schon in Ordnung. Und es ist nicht bewiesen, dass Embryonen ein Bewusstsein haben. Ich denke, sie haben keines, das entwickelt sich erst nach der Geburt durch die äußeren Einflüsse. Sonst würden wir uns sicher an unsere Geburt und das davor erinnern.

Heißt, wenn ich kein Kind haben will (und meine Freundin auch nicht), dann abtreiben, ganz einfach. Muss nicht sein, dass ich mir mein junges Leben versaue, denn ein Kind würde ich erst haben wollen, wenn ich mit beiden Beinen im Leben stehe, d.h. mit festem Job, sicherem Dach überm Kopf usw. Ich muss abgesichert sein. Und dann muss ich noch selbst dazu bereit sein und auch Lust auf ein Kind haben. Unfälle passieren, und oft auch Vergewaltigungen. Wer Abtreibungen nach Vergewaltigungen ablehnt, ist in meinen Augen ein verständnisloses, ignorantes Ekel. Wenn keine Vergewaltigung vorliegt, ist das etwas anderes, dann akzeptier ich es.
Die schwierigste Frage für mich wäre, was ich tun würde, wenn meine Freundin das Kind behalten wollen würde, ich jedoch nicht. Da ich aber weiß, dass sie nicht prinzipiell gegen die Abtreibung ist, muss ich mir da nicht soviele Gedanken machen. Und ich denke auch, dass sie erst eins haben will, wenn wir beide, wie gesagt, mit beiden Beinen im Leben stehen. Ansonsten bringt es einfach nichts.

Ein ungewolltes Kind hat auch nicht gerade ein besseres Leben als ein gewolltes, eher im Gegenteil. Das wäre ein weiterer Grund für die Abtreibung.

Wenn es krank wäre oder behindert, dann sowieso. Das würde ich keinem Kind antun wollen.

Und was die Verhütung angeht: Gerade weil es nicht 100%ige Garantie hat, finde ich, sollte man bei solch einem "Unfall" auch abtreiben können. Wie gesagt, ungewollte Kinder bringen weder den Eltern noch dem Kind etwas. Das Argument, man solle keinen Sex haben, wenn man auf keinen Fall ein Kind haben will, finde ich total schwachsinnig. Diese Gesellschaft geht über das Biologische und den ursprünglichen Zweck, sich fortzupflanzen, hinaus. Ist bei vielen Menschen zumindest so. Sex ist eine Befriedigung der Triebe, die für das Fortbestehen der Menschheit da sind (was auch irgendwie sinnlos ist, aber das ist ein anderes philosophisches Thema und will ich hier nicht mehr als anschneiden). Außerdem ist es ein Ausdruck von Liebe und Zuneigung (nicht wirklich immer heutzutage...).


Also Fazit: Pro Abtreibung.
When my whole world is turning
You are the one who keeps me still
You are someone I can lean on
When my own feet are too weak
Zuletzt geändert: 13.03.2008 00:22:00



Von:    Lotta 13.03.2008 00:21
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Ich find es immer so herrlich, wenn in den Talkshows das Thema abtreibung dran ist.

Da kommen auf der einen Seite die Frauen, die anfang 30 sind und es für Mord halten und einen auf "Ich bin besser als du" machen,

und auf der anderen Seite kommen unter 18 jährige da hin, die gevögelt wurden, und meistens kein Verhütungsmittel benutzt haben, und das Kind abtreiben lassen.

Nyoooo-

Also wenn ich älter, erwachsener und auch was festes habe z.B. eigene Wohnung, Freund, festen Beruf etc. könnte ich es mir EVENTUELL vorstellen, dass Kind auszutragen,
Aber ansonsten... ich könnte dem Kind nix bieten.
Ich möchte meinem Kind auch was bieten X_X
Abtreiben ist für mich aber kein Mord... ich sehe das als Zellenhäufung dingens eher an, als Leben, aber vielleicht denk ich ja anders, wenn ich erstmal schwanger werde *nich hoff*
Bender: I heard alcohol makes you stupid.
Fry: No . . . I'm . . . doesn't.
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Fry: Hey bender why are all those kids following you.Do you have Candy stuck to your ass?



Von:   abgemeldet 13.03.2008 01:27
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Heißt, wenn ich kein Kind haben will (und meine Freundin auch nicht), dann abtreiben, ganz einfach.

tjajaja, das klingt alles so einfach.
es gibt dabei allerdings ein kleines problemchen und zwar die psychischen folgen für die mutter.
es ist im grunde vollkommen egal ob das ungeborene keine schmerzen empfindet und nur ein zellhaufen ist.
es gibt eigentlich keine frau, die eine abtreibung einfach so wegsteckt. jede frau wird sich irgendwann fragen "was wäre wenn?"
und jede frau spürt ihr baby in sich heran wachsen.
auch wenn es "nur" 3 monate sind.
ich denke männer können das nicht so nachvollziehen (nein, das meine ich nicht böse!).
ich habe von vielen männern schon gehört, dass sie zu ihren kindern erst eine beziehung aufgebaut haben, als das baby auf der welt war, aber für frauen ist das ganz anders.
immerhin schleppen "wir" das baby 9 monate mit uns rum und spüren es. man wird ja nicht nur "fett", man hat ein lebendes wesen in sich, das eigene kind! und dessen sind sich viele einfach nicht bewusst.
klar ist es jetzt - auch für viele frauen - einfach zu sagen "abtreiben, ist doch klar!", aber die folgen einer abtreibung scheinen viele zu vergessen.
glaubt hier wirklich jemand, dass die frau beschließt "nö, ich will das kind zu 100 % nicht", zum onkel doktor marschiert und der sagt "abra kadabra" und das baby war niemals da?
ich kenne ein mädchen, das mit 14 abgetrieben hat und sie wollte das kind "auf keinen fall". trotzdem hat sie die ganze sache psychisch mitgenommen und sie fühlt sich oft furchtbar, auch wenn sie genau weiß, dass sie dem kind nichts hätte bieten können.


>Unfälle passieren, und oft auch Vergewaltigungen. Wer >Abtreibungen nach Vergewaltigungen ablehnt, ist in meinen Augen >ein verständnisloses, ignorantes Ekel.

es ist generell falsch abtreibung ganz abzulehnen, außer man lehnt sie nur für sich selbst ab.
denn letztendlich hat jede frau selbst das recht zu entscheiden.
wobei man bei vergewaltigungen relativ selten schwanger wird, das ist eine schutzfunktion des körpers.
ich würde niemals eine frau verurteilen, weil sie eine abtreibung hat machen lassen, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich über jugendliche den kopf schüttle, die meinen eine abtreibung wäre "total easy" (ich möchte an dieser stelle niemanden hier persönlich ansprechen).

>Die schwierigste Frage für mich wäre, was ich tun würde, wenn >meine Freundin das Kind behalten wollen würde, ich jedoch nicht. >Da ich aber weiß, dass sie nicht prinzipiell gegen die >Abtreibung ist, muss ich mir da nicht soviele Gedanken machen. >Und ich denke auch, dass sie erst eins haben will, wenn wir >beide, wie gesagt, mit beiden Beinen im Leben stehen. Ansonsten >bringt es einfach nichts.

klar, das ist die traumvorstellung, aber im rl läufts eben meistens doch ganz anders.
ich dachte mit 16 ich wäre schwanger und mir gings total dreckig, aber eine abtreibung wäre für mich niemals in frage gekommen.
sicher wäre ich mit kind nicht da, wo ich jetzt bin, aber einfach zu sagen "nö, ich muss mit beiden beinen im leben stehen" ist eben doch nicht so einfach, wenn man plötzlich schwanger ist.

>Ein ungewolltes Kind hat auch nicht gerade ein besseres Leben >als ein gewolltes, eher im Gegenteil. Das wäre ein weiterer >Grund für die Abtreibung.

hm, nicht unbedingt.
die meisten mütter (außer sie sind psychisch gestört) lieben ihr kind, sobald es auf der welt ist.

>Wenn es krank wäre oder behindert, dann sowieso. Das würde ich >keinem Kind antun wollen.

also haben behinderte kinder kein recht auf leben? bzw. sind so beeinträchtigt, dass sie kein schönes leben haben können?
ohne dich angreifen zu wollen, aber ich glaube da spricht die feigheit aus dir.
niemand "will" ein behindertes kind, jeder will ein gesundes, das ist klar, aber auch behinderte menschen können sehr glücklich sein, auch wenn es für die eltern natürlich viel schwerer ist ein behindertes kind großzuziehen, statt eines gesunden.

abgesehen davon müsste man eine fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen um feststellen zu können, ob das kind behindert ist und da diese untersuchung scheiß gefährlich ist, würde ich sie eh nicht machen lassen.

ich persönlich denke, dass ich niemals eine abtreibung vornehmen lassen würde, auch weil ich eine scheiß angst davor hätte.
abgesehen davon wäre da auch noch der moralische aspekt. ich liebe kinder und ich wüsste nicht, wie ich vor gott und mir selbst rechtfertigen könnte, dass ich mein kind nicht bekommen habe.
natürlich kann ich nicht 100%ig sagen, was ich tun würde, da ich nie wirklich schwanger war. aber mittlerweile bin ich 20, hab nen guten abschluß, meine familie steht absolut hinter mir und ich denke auch, dass mein freund hinter mir stehen würde.
aber selbst wenn er es nicht tun würde, würde ich das kind bekommen. ich würde mir das niemals von einem mann ausreden lassen.

ausnahmen sind vergewaltigung und der seltene fall, in dem lebensgefahr für die mutter besteht (welcher auch - neben behinderten babys - eine der ausnahmen ist, in der man noch viel später legal abtreiben lassen kann).
bei vergewaltigung weiß ich es nicht. ich finde sowohl abtreibung als auch den gedanken daran das baby meines vergewaltigers auszutragen, furchtbar.
letztendlich gibt es mmn keine "gute lösung" in so einem fall. wer abtreibung als solche ansieht, der hatte vermutlich noch keine oder ist nicht mehr ganz richtig im oberstübchen.

und nein, ich bin kein absoluter gegner von abtreibung. jede frau soll bitte machen, was sie "will" und ich werde da niemandem reinreden. ich finde es sogar gut, dass es diese möglichkeit gibt, aber noch besser finde ich, dass die frau einige gespräche hinter sich bringen muss, bis sie das kind abtreiben darf.
ich denke das ist sehr wichtig, damit sie überhaupt weiß, was sie erwartet und dass das ganze eben kein harmloser arztbesuch ist, den man danach einfach wieder vergisst.

ich denke auch nicht, dass ich "etwas besseres" bin, weil ich (für mich) gegen abtreibung bin, denn in meinen augen ist auch der entschluß zur abtreibung ein schritt, der das ganze leben verändert und der mir einfach furchtbare angst macht.
ich denke ich würde damit einfach nicht fertig werden.
~sleep all day party all night
never grow old never die
it`s fun to be a vampire(69)~
Zuletzt geändert: 13.03.2008 01:30:26



Von:    Cillybelle 13.03.2008 14:26
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Ein ungewolltes Kind hat auch nicht gerade ein besseres Leben >als ein gewolltes, eher im Gegenteil. Das wäre ein weiterer >Grund für die Abtreibung.
>hm, nicht unbedingt.
>die meisten mütter (außer sie sind psychisch gestört) lieben ihr kind, sobald es auf der welt ist.<

Ich bin mir da nicht so sicher. Es gibt aufgrund der finanziellen Verhältnissen schon Eltern, die ihre Kinder als Last ansehen und dementsprechend mit ihnen umgehen. Ich will jetzt nicht sagen, dass solche Eltern ihre Kinder nicht lieben, aber ich denke, dass es wirklich auch genug Eltern gibt, die ihre Liebe ihren Kindern gegenüber nicht richtig zeigen können.

Außerdem leidet eine Frau nicht nur, wenn sie sich zu ner Abtreibung beschließt, sondern mit Sicherheit auch, wenn sie ein Kind austragen "muss" was sie nicht will. Es gibt genug Leute, die Abtreibungen verurteilen bzw. diejenigen die abgetrieben haben.
Laut einem Beitrag aus "Der Stern" (glaube ich zumindest) soll sich das Thema "Abtreibung" inzwischen zu einen richtigen Tabuthema geworden sein, während damals in den 70igern sogar noch Promis wie Romy Schneider zu einer Abtreibung gestanden haben.


Insofern finde ich nicht, dass man pauschal sagen kann, ob abtreiben "darf" oder nicht! Ich möchte btw nicht nur finanziell abgesichert sein, sondern auch reif für ein Kind sein. Solange ich das nicht bin, sorge ich dafür, dass ich mich entsprechend schütze! Und ich denke nicht, dass man mit Pille & Kondom schwanger werden kann - da müssen wirklich dumme Zufälle mit im Spiel sein... oO
Männer an die Macht!

Macht: sauber!
Macht: essen!
Macht: mich glücklich!
Zuletzt geändert: 13.03.2008 14:26:47



Von:   abgemeldet 13.03.2008 19:15
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Wenn ich jetzt schwanger werden würde, wüsste ich wirklich nicht ob ich das Kind behalten würde oder nicht. Ich finde jeder sollte es für sich entscheiden, seine persönliche Entscheidung, manchmal ist es besser ab zutreiben, manchmal nicht.
Im Moment bin ich in der 11., also habe noch ein Jahr bis zu meinem Abschluss und wenn ich jetzt schwanger werden würde, hätte ich grosse Probleme all meine Prüfungen und Arbeiten zu schreiben in den nächsten 3 Semestern, aber Schule abbrechen möchte ich ja auch nicht, aber das Kind alleine lassen über den Tag möchte ich auch nicht.
Für mich also ein grosses Dilema.
Wenn ich aber gerade nach meinem Abschluss schwanger werden sollte, dann würde ich es behalten, weil es dann einfach wäre zu studieren oder zu arbeiten und dem Kind eine bessere Zukunft zu bieten. Jetzt? Keine Ahnung.
Bereue nichts was du getan hast, wenn du im Augenblick des Geschehens glücklich warst.



Von:   abgemeldet 13.03.2008 21:02
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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@cillybelle

nunja, ich ging erstmal von der ganz normalen mutterliebe aus.
wie man sein kind später behandelt / erzieht, wie man mit ihm klar kommt und ob man es als last ansieht ist etwas anderes, was sich noch zeigen wird.
auch wunschkinder können im laufe ihrer entwicklung zu "problemkindern" werden. oder die ehe geht einfach zu bruch und dann ist das kind plötzlich genauso eine last, weil das geld nicht mehr stimmt u.s.w.
dennoch hast du natürlich recht, dass es auch eltern gibt, die ihr kind nicht wollten und es auch nicht wollen, wenn es da ist.
nur würde ich nicht davon ausgehen, dass das der normalfall ist, wenn man ungewollt schwanger wird.
abgesehen davon gibts dafür dann ja babyklappen ;)

>Außerdem leidet eine Frau nicht nur, wenn sie sich zu ner >Abtreibung beschließt, sondern mit Sicherheit auch, wenn sie ein >Kind austragen "muss" was sie nicht will.

oh, das ist absolut richtig.
deshalb schrieb ich, dass es in dem fall mmn keine perfekte lösung gibt. sicher leidet die frau, wenn sie ein kind austrägt und nicht weiß ob sie es lieben kann bzw. wie sie ihm ein leben bieten soll, wenn sie doch keine unterstützung bekommt.

>genug Leute, die Abtreibungen verurteilen bzw. diejenigen die abgetrieben >haben.

das ist sicher wahr und zweifelsohne bescheuert.
gut, ich gebe zu, dass ich auch ab und an den kopf schüttle, wenn frauen meinen abtreibung wäre doch ein klacks und dass mir auch mulmig wird, wenn man von "zellhaufen" spricht, welcher "nichts fühlt und ohne probleme aus dem bauch gekratzt werden kann".
ich kann meine meinung dazu nicht abschalten und das ganze objektiv sehen, ich denke das kann niemand.
trotzdem würde ich - hoffe ich - niemanden deshalb verurteilen.
wie heißt es so schön? "verurteile niemanden, so lange du nicht eine meile in seinen schuhen gelaufen bist".
menschen zu verurteilen ist leicht, aber wenn man selbst in der situation ist würde man vielleicht ähnlich / genauso handeln, auch wenn man es vorher abstreitet.

>Laut einem Beitrag aus "Der Stern" (glaube ich zumindest) soll sich das Thema "Abtreibung" inzwischen zu einen richtigen
>Tabuthema geworden sein, während damals in den 70igern sogar noch Promis wie Romy Schneider zu einer Abtreibung gestanden haben.

ich finde es kommt immer darauf an wie man dazu steht.
mmn ist es kein toller verdienst abtreiben zu lassen oder etwas, was einen als fortschrittlich auszeichnet, aber definitiv etwas, worüber man sich informieren sollte.

ób ich schon reif für ein kind wäre kann ich so gar nicht wirklich sagen, aber ich will einfach noch keins.
würde ich schwanger werden, wäre das kind kein wunschkind, aber vermutlich würde ich es dann schon wollen und mich darauf freuen.
ich bin aber eh ein bodenständiger familienmensch, von daher kann ich hier eh nur für mich sprechen.
ein kind abzutreiben "nur" weil es schwierig werden würde, käme für mich einfach nicht in frage.
~sleep all day party all night
never grow old never die
it`s fun to be a vampire(69)~



Von:    Frika 13.03.2008 21:37
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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<würde ich schwanger werden, wäre das kind kein wunschkind, aber <vermutlich würde ich es dann schon wollen und mich darauf freuen.

Genau in dieser Situation habe ich auch gesteckt. Treibst du ab?Bekommst du es? Ich habe sie bekommen und bin wirklich glücklich!

Ich habe zu vier Frauen Kontakt die schon abgetrieben haben. Und keine hat es wirklich "weggesteckt". 2 haben inzwischen ein Baby bekommen und sind nun am Ende ihrer Nerven, weil sie nun wissen WAS sie da überhaupt getan haben.Sie lieben ihr jetziges Knd, jedoch ist es mit Sicherheit sehr schwer zu begreifen, was man überhaupt verpasst hat bzw. was man diesem kleinen Wesen angetan hat. Auch wenn man nun sagt: "Das ist doch nur ein Zellhaufen!". Nach einer Schwangerschaft bzw. Geburt wird nie wieder jemand sagen, dass es nur ein Zellhaufen war. Jedenfall ich werde es nicht sagen... Die anderen 2 haben es nicht bereut (auf die Zukunft gesehen),jedoch sind beide in Behandlung gewesen und haben zwischendurch immernoch ihre depressiven Phasen...

Und ich?
Ich liebe meine Tochter. Ich habe nicht viel Geld, jedoch gebe ich fast alles nur für sie aus, weil sie das wichtigste geworden ist in meinem Leben. Und ich könnte mich heute Ohrfeigen mich alleine über das Thema abtreibung informiert zu haben!

Ich bin eigentlich gegen Abtreibung und denke auch nicht, dass ich das mit meinem Gewissen vereinbaren könnte, aber dass ist denke ich jedem selbst überlassen ob er meint er schafft es oder auch nicht... Ich würde es nicht schaffen und kenne persönlich niemanden, der abgeterieben hat der es nicht mindestens "etwas" bereut. Eine glückliche Person habe ich nach einer Abtreibung jedenfalls noch nicht angetroffen...
Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben.





Von:    cicatrice_du_Coeur 14.03.2008 09:48
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> Im Moment bin ich in der 11., also habe noch ein Jahr bis zu meinem Abschluss und wenn ich jetzt schwanger werden würde, hätte ich grosse Probleme all meine Prüfungen und Arbeiten zu schreiben in den nächsten 3 Semestern, aber Schule abbrechen möchte ich ja auch nicht, aber das Kind alleine lassen über den Tag möchte ich auch nicht.

Meine Erfahrung, wenn so ein Fall eintritt:
Das klappt schon irgendwie. Lehrer und Mitschüler helfen einen dann gerne. Betreuung haut auch recht schnell hin.
Aus diesem Grunde war ich über die 2.Schwangere in meiner Klasse enttäuscht, da sie ihr Abi dann leichtfertig abbrach. (Kind wäre erst nach Abischreiben gekommen, Unterstützung von allen Seiten ist klar gewesen, wenn sie Abi wieder aufnimmt, muss sie Schulwechsel machen (Schule wurde geschlossen)) Sie hat ja schließlich gesehen, wie wir mit der ersten Mutter umgegangen sind und sie bestmöglichst unterstützt haben. Diese hatte dann ihr Abi auch bestanden und hat eine Ausbildungsstelle gefunden.
Manchmal macht man sich durch zu viele Sorgen nur krank.


Zwei Gegenstände: Huhn, Ei. Reihenfolge: Ei vor Huhn, Huhn vor Ei. Ergebnis: nicht möglich. (aus den 25.BWINF zur 2.Aufgabe)

für alle TechnikliebhaberINNEN unter euch:
http://animexx.onlinewelten.com/community.php/juwel/beschreibung/




Von:   abgemeldet 14.03.2008 20:07
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Nun...Ich selbst habe nichts gegen Abtreibung, meiner Meinung nach sollte das in jeder Situation erlaubt sein und ich verurteile auch nicht diejenigen Frauen/Mädchen, die einfach mal ungewollt schwanger werden. Natürlich, mit den heutigen Verhütungsmitteln sollte sowas nicht möglich sein, aber...machmal läufts halt einfach dumm (wenn man es so ausdrücken kann ^^'). Ich würde keine Frau verurteilen, die abtreibt, ich würde es auch NIE als Mord bezeichen, denn rein vom biologischen Askept her (und ich bin nun mal Biologin *hüstel*) ist es ganz sicher keine "Mord", dann ist es mehr Mord, eine Fliege totzuschlagen. (Ich könnte auch hier wieder mit der Stammzellenforschung kommen, aber anderes Thema..).

Da ich aber nicht nur die nüchterne naturwissenschaftliche Seite betrachten kann und will, muss ich das Ganze natürlich auch von einer anderen Seite betrachten.
Ich selbst würde - zum jetzigen Zeitpunkt - mein Kind abtreiben. Ich habe in 2 Monaten meine Matura in der Tasche und möchte im Herbst mit studieren beginnen. Vielleicht klinge ich kalt, feige und schwach, aber ein Kind passt mir nun ganz einfach nicht in die momentane Lebensituation. Verurteilt mich, aber ich muss in erster Linie an mich denken...Ausserdem könnte ich dem Kind auch nichts Schönes bieten. Als Alternative würde ich das Kind höchstens "austragen" und dann zur Adoption freigeben (u.U. würde ich es sogar ziemlich genau so machen...)

Kinder abzutreiben, die mit schwersten Behinderungen zur Welt kommen würde (Wie mit extrem seltenen Autoimmunerkrankungen,...), Kinder, die in ihrem vielleicht 3-jährigen Leben an eine Maschine gefesselt wären, so ein Kind würde ich abtreiben. Es gibt mehrere Gründe, an erster Stelle steht die Qualität des Lebens meines Kindes und bitte kommt mir nicht mit "Das Kind hat auch ein Recht auf Leben". Ja, hat es, aber das ist für mich keine Leben (unter Umständen etwa ein so tolles Leben wie Komapatienten...).
I'm watching you breathing for the last time
A song for your heart
But when it is quiet
I know what it means
And i'll carry you home



Von:    Ryourin 14.03.2008 20:18
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> Eine glückliche Person habe ich nach einer Abtreibung jedenfalls noch nicht angetroffen...

Ich schon.
Obwohl ich es ehrlich wirklich gar nicht nachvollziehen kann, wie man eine Abtreibung so einfach wegstecken kann, ich schätze aber, für die Mehrheit der Abtreibenden sieht das anders aus.

Ich persönlich würde nicht abtreiben.
Ich werde in drei Monaten gerade mal 18, habe noch über ein Jahr bis zum Abitur und hätte wohl auch finanziell enorme Schwierigkeiten, allerdings könnte ich es definitiv nicht mit mir vereinbaren, ein Kind abzutreiben.
Die Möglichkeit selbst würde ich aber keinem absprechen wollen. So sehr ich manche Dinge selbst nicht nachvollziehen kann, ist und bleibt es eine sehr persönliche Entscheidung.
Entweder man lebt oder man ist konsequent. – Erich Kästner



Von:    Frika 14.03.2008 22:31
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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<Obwohl ich es ehrlich wirklich gar nicht nachvollziehen kann, wie <man eine Abtreibung so einfach wegstecken kann, ich schätze aber, <für die Mehrheit der Abtreibenden sieht das anders aus.

Ich kann es auch nicht nachvollziehen... Aber ich habe auch noch keinen glücklichen gesehen. Höchstens in irgendwelchen Abtreibungsforen wo dann Frauen Dinge schreiben wie: "Ich habe mein Baby gehen lassen. Endlich kann ich wieder an mich und meine Zukunft denken."

Irgendwie finde ich es schon egoistisch so zu denken bzw. zu handeln (ausnahmesituationen ausgeschlossen!), aber wirklich abhalten kann ich sie nicht und ich möchte es auch nicht. Ich denke schon, dass die Abtreibung die man vorgenommen hat irgendwann im Leben mal wieder auf einen zurückkommt...
Auch wenn es das kleine Leben nicht mehr zurückbringt....
Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben.





Von:   abgemeldet 15.03.2008 03:33
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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@isy

>ich würde es auch NIE als Mord bezeichen, denn rein vom >biologischen Askept her (und ich bin nun mal Biologin *hüstel*) >ist es ganz sicher keine "Mord", dann ist es mehr Mord, eine >Fliege totzuschlagen. (Ich könnte auch hier wieder mit der >Stammzellenforschung kommen, aber anderes Thema..).

vom biologischen standpunkt aus hast du vermutlich recht, allerdings ist das alles immer viel einfacher gesagt als getan.
selbst wenn wir davon ausgehen, dass der embryo nichts spürt und in dem sinn kein "lebewesen" ist, sondern nur ein "zellklumpen", so wird eine mutter dennoch (in den meisten fällen) anders denken.
wenn man diesen "zellklumpen" im bauch hat, dann fragt man sich doch automatisch "wird es ein junge oder ein mädchen? wie wird er / sie wohl aussehen? wie vom charakter her sein? wie würde es sein ein baby zu haben? es zu halten? es wachsen zu sehen?" u.s.w.
diese fragen wird man sich stellen, wenn man schwanger ist.
mir kann niemand erzählen, dass er einfach abtreiben würde ohne einen gedanken daran zu verschwenden, wie es wäre, wenn man das baby doch bekommen würde. (und selbst wenn man nicht von selbst auf diesen gedanken kommt, so wird doch dafür gesorgt werden, dass man sich das vor augen führt)
natürlich ist es in dem sinne kein mord bzw. erfüllt nicht den tatbestand eines mordes, wenn wir von unseren gesetzen ausgehen.
sonst wäre abtreibung ja auch nicht legal.
dennoch finde ich es komisch ein ungeborenes baby als zellhaufen anzusehen.
ich bin z.b. zu früh auf die welt gekommen und war trotzdem "fertig". ungeborene babys sind ja keine toten klumpen. sie wachsen, sie ernähren sich, sie machen sich bemerkbar, sie haben einen herzschlag u.s.w.
und darüber MUSS man sich einfach klar werden, wenn man schwanger ist.
natürlich ist es viel einfacher das alles abzuschalten und sich einzureden, dass man "dieses" baby einfach später bekommt, aber so ist es eben nicht.
es geht leider (oder zum glück?) doch um ein leben und in dem moment, wo man abtreibt, erstickt man dieses leben. zwar im keim, aber dennoch...
(und nein, ich möchte hier niemandem ein schlechtes gewissen einreden ^^°)
abgesehen davon ist eine abtreibung ja alles andere als ein zuckerschlecken.


>Als Alternative würde ich das Kind höchstens "austragen" und >dann zur Adoption freigeben (u.U. würde ich es sogar ziemlich >genau so machen...)

glaubst du wirklich, dass du das könntest?
ich will dir das nicht ausreden oder so, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man sowas übers herz bringt (außer man ist wirklich so arm, dass man das kind tatsächlich nicht ernähren kann).
stell dir vor du hast dein kind in dir, 9 ganze monate lang.
du spürst es und du entwickelst ja auch eine beziehung zu dem kleinen wesen in dir.
und dann bringst du es in einer mehrstündigen geburt auf die welt, hälst es im arm, siehst es an und dann willst du es weggeben?
ich weiß das viele mütter vor der geburt so denken wie du und ihr kind dann behalten, weil sie es niemals über herz gebracht hätten das baby weggeben zu können.
ich möchte jetzt mütter, die ihr baby weggeben, nicht mies machen. es gibt viele eltern, die keine babys zeugen können und die dem kind ein gutes zu hause bieten können.
allerdings ist es für mich einfach schwer vorstellbar.

>Kinder abzutreiben, die mit schwersten Behinderungen zur Welt >kommen würde (Wie mit extrem seltenen >Autoimmunerkrankungen,...), Kinder, die in ihrem vielleicht 3->jährigen Leben an eine Maschine gefesselt wären, so ein Kind >würde ich abtreiben. Es gibt mehrere Gründe, an erster Stelle >steht die Qualität des Lebens meines Kindes und bitte kommt mir >nicht mit "Das Kind hat auch ein Recht auf Leben". Ja, hat es, >aber das ist für mich keine Leben (unter Umständen etwa ein so >tolles Leben wie Komapatienten...).

ich stimme dir hier im grunde zu, aber - und da wirst du als biologin sicher besser bescheid wissen als ich - kann man denn tatsächlich schon genau sagen wie stark behindert das kind sein wird?
wie gesagt würde ich z.b. eine fruchtwasseruntersuchung niemals durchführen lassen, da es mir einfach viel zu gefährlich wäre. gibt es denn eine andere möglichkeit?

allerdings ist es ja auch was anderes, wenn das kind vielleicht nur ein paar jahre alt werden kann und lebenslang an maschinen hängen muss, als wenn das kind geistig oder körperlich behindert ist, aber sehr wohl ein gutes leben führen kann.
jeder von uns kann morgen schon behindert oder schwer krank sein (gott bewahre...).
gesundheit ist ein geschenk, aber sie ist vergänglich.
jeder von uns kann morgen im rollstuhl sitzen und ich denke die wenigsten möchten dann abgeknallt werden, weil sie ja auf einmal keine lebensqualität mehr haben.

zum thema ob man nach einer abtreibung glücklich sein kann:
sicher kann man das.
meine bekannte z.b. würde - wenn sie die zeit zurückdrehen könnte - immer noch abtreiben.
für sie war die abtreibung vermutlich die "richtige" entscheidung und sie ist im großen und ganzen auch ein glücklicher mensch.
trotzdem ist sie oft auch depressiv und traurig wegen dieser sache.
mit 14 abzutreiben ist ja kein einfacher schritt und ihr ist die endgültige entscheidung sehr schwer gefallen, auch wenn sie "auf keinen fall" ein kind wollte.
man kann nach einer abtreibung mit sicherheit ein normales leben führen und für einige ist es sicher die "bessere" lösung, aber mir kann wirklich niemand erzählen, dass er nicht ab und an daran denkt und sich fragt "was wäre wenn?" und auch ab und an bereut, das kind niemals kennen gelernt zu haben.
~sleep all day party all night
never grow old never die
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Zuletzt geändert: 15.03.2008 03:36:36


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