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Min Vilya ye Arda AR mennai an Tyel in Tingilya

Zwischen Himmel und Erde UND bis zum Ende der Sterne
von

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Gewissheit - sinwa

Als er Thranduil dies geantwortet hatte schwieg Thorin, wobei er den Elben jedoch nicht eine Sekunde lang aus den Augen ließ. Doch der hatte offenbar beschlossen, sich diese Blöße nicht weiter zu geben sondern schnaubte nur noch einmal, indem er ihm mit einem merklich kurz angebundenen…“das wird sich noch zeigen, wer dies zu entscheiden hat.
 

Noch bin ich ihr nächster Verwandter und ihr König!"
 

Aber in dem Augenblick als er sich mit einem unwilligen Grollen von Thorin abwenden wollte, hielt Lyriels Stimme ihren Onkel ungewöhnlich unterkühlt zurück.
 

„DAS ist nicht die ganze Wahrheit Onkel und das weißt du...mein nächster Verwandter ist zweifellos mein Halbbruder Thoral, den ich dir mitgebracht habe...erst dann bist du mir der nächste Blutsverwandte abgesehen von meiner Mutter. Aber, dass du auch mein König bist ist richtig, dem Gesetz muss ich mich wenn auch nur ungern beugen...dennoch wollen wir es hier nicht mehr weiter erörtern, ich denke mit so erhitzten Gemütern wie den unseren lassen sich ohnehin keine sonderlich guten Ratsbeschlüsse treffen.
 

Es ist wie Thorin es gesagt hat...wenn der Tag kommt, wird es eine Entscheidung geben. Aber dieser ist zumindest heute noch nicht gekommen. Wir sind alle müde, es war ein langer Ritt, willst du uns nicht wenigstens insofern willkommen heißen und dem Gesetz des Gastrechts den Vorzug geben?
 

Wenigstens das wäre auch dem Sohn deiner Schwester gegenüber angebracht….meinst du nicht?“
 

Thranduils Gesicht zuckte einen Moment lang, so als wollte er auf ihre treffende wie bestechend ehrliche Feststellung abermals unbehherscht und unmäßig reagieren. Doch offensichtlich hatte er sich dieses mal weitaus besser im Griff, denn er nickte nur kurz, ehe er folgenden Satz heraus würgte.
 

„Sei uns Willkommen Schwestersohn, um den alten Gebräuchen unseres Volkes genüge zu tun, bitte ich dich mein Gast zu sein. Die Anderen die dich begleiten mögen dir folgen wie sie wollen, sie sind bereits in meinem Haus als meine Gäste aufgenommen worden. Aber was euch betrifft Thorin Eichenschild so denkt nicht, dass sich die Angelegenheit damit schon geklärt hat. Was meine Nichte und die Wahl ihres Gefährten anbelangt, so werde ich das entscheiden, wenn es soweit ist.“
 

Mit diesen Worten ließ Thranduil sein Reittier augenblicklich elegant wenden und sich in Richtung Palast in Bewegung setzen, ohne sich noch einmal herabzulassen ihnen etwas zu entgegnen...woraufhin Thorin prompt kaum zu überhören und entsprechend grimmig in seinen Bart hinein brummte.
 

„Stures Elbenpack…deshalb mag ich diese Einfaltspinsel nicht besonders, da macht ER beileibe keine Ausnahme.“
 

„Hör auf so schlimm ist er nun auch wieder nicht...er mag es eben nicht wenn man ihm seine Entscheidungen abnimmt Thorin. Du wirst es sehen, er kann sich eigentlich gar nicht gegen meine Wahl sperren wie immer sie am Ende auch ausfallen mag. Ich bin schon lange genug mündig und ich lebe schon seit Ewigkeiten nicht mehr in seinem Reich. Ich habe all dies vor Jahren hinter mir zurück gelassen, das will er nur wieder nicht wahr haben.“ Vernahm er die Frau hinter sich ganz plötzlich überraschend nachdrücklich, wobei sie sich im Anschluss daran jedoch enger an ihn schmiegte und ihren Kopf auf seinen Rücken legte.
 

So als wollte sie ihm damit beruhigen und ihm sagen…
 

….mach dir keine Sorgen, es wird alles gut werden. Ich habe meine Entscheidung doch schon lange getroffen.
 

Dennoch wollte er sich darauf nur zögernd einlassen und so kam die entsprechende Reaktion von ihm nur einen Augenblick später.
 

„Gebe es Mahal, dass dein Wort sich bewahrheiten mag Lyriel, ich bin sehr gespannt darauf, denn ich bin längst nicht so überzeugt wie du, dass er deiner Entscheidung zustimmen wird. Aber selbst wenn er es nicht tut…!?“ Kommentierte er es abermals unüberhörbar aufgebracht in ihre Richtung, woraufhin er jedoch noch einmal von ihr unterbrochen wurde.
 

„Thorin bitte, lass uns nicht mehr davon sprechen ja? Im Augenblick will ich einfach nur an etwas anderes denken...an etwas schönes, die ganze Angelegenheit ist auch so schon ärgerlich genug.“
 

Indem hörte sie ihn erneut leise und zwergentypisch störrisch murren. „Ist ja gut...ist ja gut...ich denke wir sollten ihm anstatt dessen wohl lieber folgen, bevor er uns noch einmal dieses dreiste Bärenbalg auf den Pelz hetzt. Ich habe es verstanden aber ich sage dir, dass ich es nict so einafch auf sich beruhen lassen werde...immerin habe auch ich eine Wahl getroffen ob sie deinem Onkel nun gefällt oder nicht, so hoffe ich doch das ssie dir gefallen wird.
 

Indem vernahm er sie abermals mit einem leisen Seufzen….“das wird er schon nicht keine Sorge! Und ich nehme dich beim Wort Taerin, denn ich kenne deine Entscheidung Thorin, sie ist die gleiche wie meine...und bist du nun zufrieden?“
 

Sie sah ihn daraufhin kurz nicken..."sicher mehr wollte ich nicht hören, der Elb wird mich ohnehin niemals von dem trennen können, was mein Herz mehr als alles andere begehrt!"
 

einige Stunden später...
 

Thranduil hatte sich nichts mehr weiter anmerken lassen und ihnen die Möglichkeit gegeben sich angemessen zurück zu ziehen um sich nach dem langen Ritt auszuruhen und gegebenenfalls auch entsprechend zu säubern oder gar neu einzukleiden...sofern nötig.
 

Da Thoral nun als sein „neu“ hinzu erlangter Neffe gezwungenermaßen auch sein Ehrengast war, kam der edle Elbenfürst des alten Grünwaldes nicht umhin, auch ihm die Ehre eines Festbanketts zu gewähren, wie er das bei Thorin getan hatte, mit dem dieser vermalledeite Halbzwerg über seinen Vater ebenfalls Blutsverwandt war. Das war der Punkt der dem Elben zweifellos am Meisten zu schaffen machte und er obendrein nichts tun konnte, als es zu akzeptieren, da es eine Tatsache und dazu schon seit Ewigkeiten her gewesen war.
 

So blieb ihm nichts übrig, als gute Mine zum bösen Spiel zu machen und den großzügigen Gastgeber zu mimen, obwohl ihm dies insgeheim überhaupt nicht schmeckte. Dennoch Thoral war unbestritten Laurelins Sohn, das konnte auch Thranduil nicht leugnen, denn man sah es ihm wie auch bei Lyriel an. Beide hatten sie äußerliche Züge, die eindeutig auf ihre gemeinsame Mutter schließen ließen..selbst die unterschiedlichen Väter, die einst Brüder gewesen waren, konnten deren gemeinsame Familienähnlichkeit nicht in ihren beiden Kindern leugnen.
 

Auch wenn sie schon lange in den Hallen ihrer Ahnenväter weilten.
 

Damit hatte Thranduil die Zwerge schon aus Gründen der Höflichkeit allesamt zu sich an die Tafel geholt. Wobei Thoral ebenso wie Legolas als seine beiden nächsten männlichen Verwandten direkt neben ihm saßen.
 

Neben Thoral hatte der Blutsverwandtschaft wegen Lyriel mit ihrem Sohn und Thorin platz genommen. Kili und Fili hatte der Elbenfürst als Thorins nächste Verwandte kurzerhand neben seinem Sohn platz nehmen lassen..fehlte nur noch Lyrêa, die sich einfach ganz unbedarft zu Fili gesetzt hatte und das im Übrigen ohne irgendwen deswegen extra zu konsultieren. Was Thranduil mit ärgerlich hochgezogenen Brauen registrierte, es dann aber doch vorzog diesbezüglich zu schweigen, auch da sie sein Mündel war und damit beinahe den Status eines Leiblichen Kindes für sich beanspruchen durfte und der junge Zwerg neben dem sie saß eben auch einer seiner "Ehrengäste" war.
 

Feylon und Tauriel flankierten als die beiden Ranghöchsten Abgesandten seiner Palastwache ganz selbstverständlich beide Seiten der Tafel an der alle Familienangehörigen saßen. So hatte Kili das unverschämte Glück ohne irgend etwas hinzutun zu müssen Tauriel direkt neben sich sitzen zu haben, während Feylon auf der anderen Seite gezwungenermaßen direkt an Thorins Seite platz nehmen musste, was sich schon sehr deutlich an Missfallen in seinem Gesicht abzeichnete, noch ehe er sich überhaupt gesetzt hatte.
 

Dennoch verlief das offizielle Bankett überraschend unspektakulär...alle benahmen sich dem Anlass entsprechend über höflich und zuvorkommend einander gegenüber, auch wenn es an manchen Stellen mehr als nur einmal gestelzt und aufgesetzt wirkte. Vor allem was Thorin und Feylon anbelangte, die sich beide kaum ins Gesicht sehen konnten ohne dem Anderen vermutlich am Liebsten an die Kehle springen zu wollen.
 

Aber auch ihnen gelang es jeglichen Zusammenstoß zu vermeiden….einzig und allein Kili genoss das Privileg, die schöne elbische Frau mit dem langen kupferroten Haar kaum mit jemanden anderen als Gesprächspartner teilen zu müssen, was beide zu Anfang ein wenig betreten registrierten dann jedoch rege nutzten um sich kurzerhand noch etwas näher kennen zu lernen.
 

Auf Tauriels Gesicht lag dabei ein unübersehbarer Hauch eines rötlichen Schimmers, mit dem sie ihn immer wieder verstohlen von der Seite her musterte, wenn er sich schon aus Gründen der Höflichkeit kurz seinem älteren Bruder und dessen hübscher dunkelhaariger Nebensitzerin zuwandte.
 

Es war offensichtlich, dass Kili ihre Aufmerksamkeit für sich gewonnen hatte, auch wenn sie es sich selbst nicht wirklich eingestehen wollte. Aber spätestens seit ihrem gemeinsamen Gespräch und dem zögernden Kuss im Wald wusste Tauriel, dass sie ihn mochte...vielleicht sogar mehr als das. Der junge Zwerg mit dem dunklen Haar faszinierte sie in einer nie gekannten Intensität, die ihr unwillkürlich Angst einjagte. Dennoch spürte sie die innere Zerrissenheit der uneingeschränkten Loyialität ihres Herren und Prinzen gegenüber, dem ihr Herz auf eine gewisse Weise ebenso gehörte.
 

Aber welchem von beiden sie den Vorzug geben würde wenn sie es könnte...das wusste sie nicht zu sagen…..zumindest nicht mit letzter Sicherheit!
 

Und genau die wünschte sie sich mit einer Sehnsucht zu erfahren, die weit über alles hinaus ging das sie bisher im Zusammenhang mit einem Mann jemals verspürt hatte, aber dass sie diesen Wunsch zu erfahren wem sie ihre Liebe uneingeschränkt schenken durfte ausgerechnet an diesem Abend in Erfahrung bringen sollte, das hätte sie in ihren kühnsten Träumen nicht angenommen.
 

Und so war der Abend noch lang für alle, die an diesem Ehrenbankett teil genommen hatten….doch irgendwann ging auch dies seinem Ende zu...und ein jeder von ihnen seiner Wege, wohin sie ihn in dieser bedeutungsvollen Nacht auch immer führen mochten...



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