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The kissing Whisky

von
Koautor:  Don_Ovis

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Abschied

„Ace hat was getan?!“ Kori schlug sich vor Entsetzen die Hand vor den Mund. Sie tauschte schockierte Blicke mit Aki aus, Loki war wieder unter Akis Marinemütze gehuscht, Kori erschreckte ihn leider oft.
 

„Du solltest echt mehr Zeitung lesen“, sagte Aki und hielt Kori ein Extra-Blatt vor die Nase. Die beiden hatten sich nach getrennten Stunden zu einer gemeinsamen im Gang vor dem nächsten Klassenzimmer getroffen und Aki hatte Kori sogleich die Neuigkeiten von denen sie gelesen hatte erzählt. Einer von Akis Kollegen hatte ihr eine Zeitung überlassen.
 

„Feuerfaust Ace! Nun direkt unter Whitebeard“ las sie vor. Kori fasste sich mit der Hand an die Stirn und kniff die Augen zusammen. Sie versuchte die Information so ruhig wie möglich aufzufassen.

Sie runzelte die Stirn, drückte die Augenbrauen mit den Fingern zusammen und atmete tief ein.

Nach kurzem einer kurzen Pause warf sie zornigst die Zeitung auf den Boden, trat darauf herum, riss ihre Kappe vom Kopf und schleuderte sie gegen die Wand.
 

Kori grummelte wütend, sie ballte Fäuste und schnaubte wild.
 

„Wie kann er nur? Aki, warum macht er alles immer schlimmer?“, fragte sie verzweifelt. Kori hob die Hände, führte sie über dem Kopf zusammen und ließ dann langsam wieder locker.

Die Tränen unterdrückte sie sich dieses Mal. Sie wollte nicht vollkommen außer sich geraten. Das konnte sie ihrem Ruf nicht antun. Die Weißhaarige hatte sich bereits einen sehr ansehnlichen Ruf erarbeitet, durch gute Noten und exzellente kämpferische Leistungen. Ihre angeblichen Gefühle für einen Piraten wollten diesen guten Ruf schon trüben, doch Kori konnte darüber stehen und sich beweisen.
 

„Er hat einen ganz anderen Traum wie du Kori“, sagte Aki schlussendlich. Sie hatte Kori ein paar Mal getröstet und auf sie eingeredet. Einige Nächte lagen sie wach und redeten über die Möglichkeiten, die Kori und Ace noch hatten, zusammenzuarbeiten, noch irgendwie ein Team bilden zu können.
 

Aki musste sich schon eingestehen, dass sie ein wenig eifersüchtig auf Ace war, immerhin hatte Kori ihr klar gemacht, dass es um keine romantische Beziehung ging und somit eindeutig um den Platz des besten Freundes und den wollte Aki für sich. Sie war Koris beste Freundin. Und trotzdem hoffte sie für ihre Freundin, dass Ace die Kurve kratzen würde, denn das regte Kori ausgesprochen oft auf und sie wollte sie glücklich sehen. Vielleicht hätte sie sie ja verkuppeln können, da wäre sie weiterhin die beste Freundin.
 

„Verdammt“, zischte Kori hervor. Sie hob ihre Kappe auf, welche sie kurz abklopfte und dann direkt wieder aufsetzte, ebenso hob sie die Zeitung wieder auf und gab sie Aki.
 

„Du hast Recht, unsere Wege haben sie bereits vor über einem Jahr komplett getrennt“, gestand sich Kori trocken ein. Sie war enttäuscht, hatte sie doch so viel Hoffnung aufgebaut, dass sie Ace zu einem Wechsel bringen konnte, oder zu einem Samurai der Meere machen konnte, aber er war nun zu weit weg.

Ace hatte laut dem Artikel einige Tage gegen Jimbei, einem der sieben Samurai, gekämpft um gegen Whitebeard zu kämpfen. Kori war zwar beeindruckt wie lange Aces Kampf angedauert hat, doch es stand da nichts von einem tatsächlich Kampf gegen Whitebeard. Außerdem hatte er sich erfolgreich gegen einen Samurai gestellt, somit war auch diese Chance vertilgt.
 

Aki war etwas misstrauisch. Konnte ihre Freundin tatsächlich von jetzt auf gleich abschalten? Wenn es um Ace ging?
 

„Ist alles in Ordnung Kori?“, fragte sie zögerlich. Loki gewährte sich einen Blick unter Akis Kappe hervor.

Kori schüttelte den Kopf.
 

„Natürlich nicht, aber ich muss das akzeptieren. Ich muss akzeptieren, dass er mich unsere ganze gemeinsame Reise von vorne bis hinten belogen hat und, dass wir nun eindeutig Gegner sind“, sagte sie kühl. Es fiel ihr nicht leicht, das so hinzunehmen, es tat ihr weh, aber sie hatte einen Entschluss gefasst und Ace hatte den Fehler gemacht, den entgegengesetzten gefasst zu haben.
 

Aki wollte dies mal lieber dabei belassen. Kori wirkte ruhig und dies reichte ihr für den Anfang und auch dem kleinen Loki, der nun wieder erleichtert unter der Mütze hervorkroch und Platz auf Akis Schulter nahm.
 

Doch plötzlich begann Kori zu lachen. Aki musterte sie ganz genau. Sie lachte nicht normal, es war lauter, etwas schriller und durchaus verrückter als sonst. Dies hatte nichts von einem herzhaften Lachen. Auch wenn es durchaus so klang, als kam es aus Koris tiefstem Inneren. Und genau das war es. Ein verzweifeltes Lachen von Innen.
 

Loki, wieder unter der Mütze, zitterte ein wenig und brachte Akis Haar dabei durcheinander.
 

„Er weiß ja gar nicht, was das für ihn bedeutet“, sagte Kori und lachte wild los. Jetzt schon etwas normaler, aber immer noch verrückt.

„Er hat ja keine Ahnung“, sagte sie noch, zuckte mit den Schultern und ging dann wieder vollkommen ruhig ins Klassenzimmer. Ein gewisses Grinsen konnte sie sich allerdings nicht aus dem Gesicht wischen.
 

„Das war’s, jetzt hat sie nen Knacks“, murmelte Aki, fischte Loki wieder aus ihrem Haar, richtete sich die Frisur und ging dann ebenfalls ins Klassenzimmer.
 

In den kommenden Tagen hatte Aki immer mehr das Gefühl, dass Kori ihr über den Kopf wuchs. Sie legte noch einmal einen Zahn zu. Kori trainierte noch härter, beinahe schon besessen und wurde dadurch immer besser und stärker.

Keiner der anderen Matrosen traute sich mehr im Training gegen sie zu kämpfen, geschweige denn, dass ihr jemand widersprach. Gerüchte? Gab es lange keine mehr, zumindest hörte Kori nicht von diesen.
 

Aki wurde immer mehr zu Koris Anhängsel statt zu ihrer Partnerin, deswegen musste auch sie mehr trainieren und noch mehr lernen. Die ganze harte Arbeit lies den beiden wenig Zeit für irgendwelche anderen Aktivitäten, wie etwas mit den Matrosenkollegen zu unternehmen, mal in eine Bar gehen oder einfach nur am Hafen zu sitzen und die Schiffe beobachten. Nichts von dem gab es.

Kori wurde immer mehr zur Kampfmaschine, während Aki ein Schatten ihrer selbst wurde.
 

„Wir müssen die Welt von allen Piraten befreien Aki, dann können wir wieder in die Luft schauen“, sagte Kori einmal, als Aki protestierte. Sie wollte nicht länger so weitermachen, nicht so übertrieben. Ihr war klar, dass die Marine für Recht und Ordnung zu sorgen hatte, doch für Kori wurde dies bereits eine regelrechte Obsession, die Aki in diesem Ausmaß nicht teilte.
 

Doch es sollte der Tag kommen, der für Kori alles ändern sollte und für Aki die Welt ein wenig mehr in Ordnung bringen sollte.
 

Es wurde bereits einige Tage gemunkelt, dass eine Marineeinheit von der Grandline kommen sollte und ihre Crew aufstocken wollte.
 

„Aki, das ist unsere Chance, lass uns unseren Lehrern beweisen, dass wir es wert sind, egal wie jung wir sind“, sagte Kori und spornte Aki damit an, bei den aktuellen Prüfungen hoch zu punkten.

Die beiden legten einige schlaflose Nächte ein, nur um perfekt vorbereitet zu sein.
 

„Kori? Warum ist dir das eigentlich so verdammt wichtig? Also die Welt von Piraten zu befreien?“, fragte Aki eines Nachts, als die beiden in ihren Betten in ihrem Gemeinschaftszimmer wach lagen und wieder einmal büffelten, diesmal das letzte Mal, denn morgen war Prüfungstag. Jede im eigenen Bett mit einer Taschenlampe über dem Buch, dass man nicht direkt erkennen konnte, dass hier nicht geschlafen wurde. Ganz richtig war das nicht, denn einer schlief ja und zwar Loki, er lag eingerollt neben Aki und genoss ihre Nähe während er schlief.
 

Kori blickte auf und leuchtete Aki mit der Taschenlampe ins Gesicht.

„Weil es wichtig ist“, sagte sie. Der Hauptgrund war natürlich ihre Mutter, sie wollte so ein Verhalten nicht dulden. Sie sprach aber ungern über ihre Mutter, gerade einmal mit Ace hatte sie dieses Geheimnis geteilt und mit Aki sprach sie nicht über Eltern, da Aki keine Eltern hatte. Sie fand das nicht angebracht.
 

„Aber es muss ja etwas anderes sein“, hakte Aki nach und Kori gab doch auf.
 

„Mein Vater war bei der Marine und durch ihn weiß ich, zu was Piraten im Stande sind. Ich werde das nicht dulden auch, wenn ich dadurch Ace… oder meine Mutter dingfest machen muss“, erklärte sie und konzentrierte sich dann wieder auf ihr Buch, auch die Taschenlampe richtete sie wieder auf die Zeilen.
 

„Deine Mutter?“, fragte Aki überrascht und Kori wurde klar, sie hatte zu viel gesagt. Sie wollte dies zwar nicht unbedingt als Geheimnis behandeln, aber sie wollte nicht, dass rauskam, dass die Tochter einer Piratin war. Schon garnicht jetzt, wo ein Aufstieg möglich sein könnte.
 

„Meine Mutter ist Piratin“, murmelte Kori.
 

„Schneeweißchen, sie ist eine von Whitbeards Kommandantinnen“, sprach sie weiter und Aki staunte nicht schlecht.
 

„Das heißt, sie uns Ace gehören nun zu gleichen Crew?“, war die nächste neugierige Frage und Kori seufzte. Abermals hob sie die Taschenlampe hoch um Aki anzusehen.
 

„Ja, zwei der Menschen, denen ich am meisten vertraut hatte, stecken nun unter einen Decke gegen mich“, machte Kori klar. Sie hatte ihrer Mutter immerzu vertraut, dass sie das Piratsein an den Nagel hängt und zu ihnen zurückkommt. Sie wollte als Kind nichts mehr, als ihre Mutter bei sich zu haben.
 

„Ich weiß zwar nichts über meine Eltern, aber ich könnte sie nie ans Messer liefern, sollte ich rausfinden, dass sie Piraten sind“, überlegte Aki. Kori kicherte.
 

„Das ist der Unterschied zwischen uns beiden“, sagte sie, knippste das Licht aus und legte sich schlafen.

Aki seufzte. So hätte sie das nicht sagen müssen. Loki wachte auf und sah zu seiner Freundin hoch.
 

„Lass uns auch schlafen gehen ja?“, sagte sie zu ihm und kuschelte sich mit dem kleinen Tier in ihre Decke und versuchte einzuschlafen.

Ihre Gedanken spielten in dieser Nacht komplett verrückt. Was wäre wirklich, wenn ihre Eltern Piraten waren? Und wäre Kori wirklich so kaltherzig und würde ihre Mutter nach Impel Down, das berüchtigte Meeresgefängnis, bringen?
 

All die Fragen brachten ihr leider keine Antworten, nur Ratlosigkeit und sie beschloss diese Fragen ein andermal wieder aufzusammeln und vielleicht konnte sie sie ja sogar mit Kori gemeinsam beantworten. Vielleicht würden sie aber auch nie beantwortet werden.
 

Am nächsten Morgen bestanden die beiden ihre letzten Prüfungen mit Bravur. Kori schaffte es sogar Käpt’n Smoker zu überraschen, positiv. Allerdings konnte sie nicht aus ihm herauskitzeln, ob er als ihr Vorgesetzter stolz auf sie war, das würde sie bei ihm wohl nie wissen. Anders als Aki, die an diesem Morgen das erste Mal die Worte „Gut gemacht“ zugeflüstert bekam und diese freute sich abartigst über dieses Lob.
 

Nachdem alle ihre Prüfungen abgegeben hatten, ein großer Teil bestand, ein weiterer – zum Glück kleiner – Teil nicht bestand hatten sie an diesem Tag unterrichtsfrei. Doch es sollte sich herausstellen, dass sie nicht komplett frei von Verpflichtungen waren.
 

„Matrosen“, Smokers Stimme hallte durch die Kantine, wo sich Kori und Aki gerade ihr Mittagessen holen holten.
 

„Heute 1700 wird jeder Matrose am Hafen erwartet, Käpt’n Reeyna ist heute Vormittag auf Logue Town eingetroffen und wird eine Hand voll von euch Nichtsnutzen mitnehmen, also macht mir keine Schande“, lauteten die Worte der Vorbereitung auf den wohl wichtigsten Tag im Leben vieler Matrosen. Für einige gab es eine solche Chance zum allerersten Mal, wieder anderen wurden schon zum dritten Mal Zeuge einer solchen Auswahl.
 

Dies war Anlass genug für Kori und Aki ihr Essen runter zu schlingen und sich schnell zum Hafen zu stehlen um bereits den ersten Blick auf die Kapitänin zu werfen.
 

„Wie sie wohl ist?“, fragte Aki und Kori hatte ein ganz genaues Bild im Kopf.
 

„Sie ist bestimmt sehr stark, immerhin kommt sie von der Grandline und sie ist bestimmt riesengroß und muskulös und sie ist sicher eine harte Vorgesetzte, immerhin kennt sie Käpt’n Smoker und außerdem muss sie das als Kapitän doch oder?“, vermutete Kori mal ganz allgemein. Sie war sich ganz sicher, dass man mit ihr nicht scherzen durfte und dass wohl allein ihr Anblick bereits furchteinflößend war.
 

„Vielleicht ist sie ja ganz nett“, schlug Aki vor und Koris Blick verspottete sich schon beinahe.
 

„Das kann sie sich doch garnicht erlaufen“, erklärte Kori als wäre es ganz klar.
 

Unten am Hafen angekommen konnten die beiden Mädchen nur ein neues riesigen Schliff entdecken.

Sie strahlten sich gegenseitig an. Dies konnte nur das Schiff der neuen Kapitänin sein. Doch wo waren die Leute? Es war weit und breit niemand zu sehen.

Nur ein Matrose taucht plötzlich an Board auf. Er musste wohl aufpassen, denn die anderen schienen ausgeflogen zu sein.
 

„Glaubst du, sie sehen sich die Stadt an?“, fragte Aki und schien etwas enttäuscht. Sie hätte gerne schon gesehen, wer die neuen Gäste waren.
 

„Ach, die werden bestimmt bei uns in der Basis sitzen und essen… auf das hätten wir doch auch schon eher kommen können“, sagte Kori und machte Aki klar, dass sie vollkommen umsonst hier waren.
 

„Dann müssen wir wohl abwarten“, gestand sich Aki ein und die beiden machten sich wieder auf den Weg zurück. Sie wollten sich außerdem noch frische Sachen anziehen um besonders gepflegt und geordnet auszusehen. So ein erster Eindruck war auch wichtig.
 

Als sie all ihre Erledigungen, die heute noch möglich waren, erledigt hatten, gingen sie pünktlich mit ihren Kollegen hinunter zum Hafen.

Es war soweit.
 

„Mein Name ist Käpt’n Reeyna“, erklang eine für die Marine und für den Rang, den die Person hatte, viel zu ruhige angenehme Stimme.
 

Alle Matrosen, egal wie lange sie bereits dabei waren, fanden sich am Hafen ein. Hier hatte ein großes Marineschiff Anker gelegt.
 

Vor der Masse an Matrosen stand eine kleine Crew, die hinter Käpt’n Reeyna salutierte.

Die Kapitänin zur See war eine schlanke große Frau. Sie hatte langes braunes Haar und wirkte sehr entspannt. Anders als Käpt’n Smoker, der immerzu Druck zu haben schien. Sie hatte eine angenehme und ruhige Ausstrahlung, ganz wie ihre Stimme klang.
 

„Und ich darf mir von euch ein paar Neulinge mitnehmen“, sprach die Dame weiter. Ein Getuschel ging los, obwohl die Matrosen bereits davon erfahren hatten, konnten sie es jetzt erst glauben.
 

„SCHNAUZE“, hallte es von der eben noch so ruhigen Frau und sie bekam, was sie wollte. Vollkommene Stille. Totalen Restpekt. So wie sie das hatte wurde sie selbst auch wieder ruhig.
 

„Was ist mit der denn los?“, fragte Aki und wandte sich zu Kori, diese deutete aber mit dem Finger auf den Mund. Ja, genau, Schnauze hieß es ja und Kori hatte sich noch nie widersetzt. Aki seufzte.

Früher hätte sie gehofft, dass sie und Kori so eine Chance erfahren könnten, doch nach den letzten Monaten hoffte sie, dass Kori alleine mit ihr ging. Sie war immer noch ihre beste Freundin, doch sie brauchte ein wenig Abstand von der in letzter Zeit viel zu zielstrebigen Matrosin.
 

„Ich werde euch beim Namen aufrufen, ihr tretet vor und findet Platz in meinen Reihen“ erklärte Reeyna und deutete dabei hinter sich zu ihrer Crew, die weiterhin salutierten. Man sah ihnen an, dass sie bereits einiges miterlebt hatten. Ihre Gesichter waren nicht mehr so naiv und abenteuerlustig, dennoch sah man, dass sie motiviert waren und dies gefiel auch Kori. Sie wünschte sich ebenso, dass sie aufgerufen wurde, doch sie wünschte sich, dass Aki und Loki auch mitkämen.
 

„Alestorm Jhu!“
 

Ein Mädchen mit hellblauen langen Haaren trat hervor, salutierte vor ihrer neuen Kapitänin und reihte sich dann in bei der Crew ein. Man sah ihr direkt an, wie stolz sie war, dieser Ehre teilhaben zu dürfen.
 

„Misawa Akio!“
 

Kurz rührte sich nichts, doch dann wurde ein blonder Junge direkt für Käpt’n Reeyna gestoßen. Er stolperte kurz, blieb aber direkt vor ihr stehen, salutierte etwas schlampig und stellte sich vollkommen überrascht neben Jhu.

Kori und Aki waren auch sehr überrascht, dass sie Akio ausgewählt hatten. Natürlich, er hat hier ein paar Trainingsstunden mit ihnen übernommen, aber er war nicht gerade das Musterbeispiel eine Marinesoldaten. Er war eher tollpatschig und faul und er plauderte unheimlich viel. Er war der einzige, der noch einen Überblick über all die Gerüchte über Kori hatte.
 

„Und“
 

Und? Hieß das etwa es gäbe nur mehr einen Matrosen? Kori und Aki hatten sich ihre Chancen bereits abgeschminkt. Akio war länger dabei als sie beide und auch Jhu war bereits am Ende ihrer Ausbildung.
 

„Chuck Kori“
 

Kori riss die Augen auf. Hatte sie tatsächlich gerade ihren Namen gehört?

Ihr Blick wanderte sofort zu Aki, diese gratulierte ihr, deutete ihr aber, sich zu beeilen.

Als sie aus der Menge hervortrat füllte sich ihr Herz mit Stolz. Sie war die jüngste der drei neuen und somit auch auf Reeynas Schiff. Sie hatte garkeine Zweifel, dies sollte ein toller Start werden. Ab diesem Tag konnte Kori erfolgreich an ihrer Karriere arbeiten.

Nachdem sie vor ihrer neuen Vorgesetzten salutierte reihte sie sich neben Akio und Jhu.
 

„Was für eine Überraschung eiskalte Kori“, kicherte Akio und verriet er so einen weiteren Spitznamen, den die Matrosen ihr gaben. Eiskalt. Dies lag wohl an ihrem Gesichtsausdruck ,den sie während den Trainingskämpfen stets drauf hatte.

Kori lächtelte nur kurz. Sie waren nun Kollegen, keiner war mehr über ihr, alle waren mit ihr.

Dachte sie zumindest. Dass es doch nicht ganz anders ablaufen würde, wusste sie noch nicht.
 

„Käpt’n Smoker, ich bin die außerordentlich dankbar für dieses großzügige Angebot, sowohl für mich, als auch für meine drei neuen Schützlinge“, sagte Reeyna und sah von Smoker zu Jho, Akio und Kori. Auf den dreien lag nun das Vertrauen der gesamten Basis, diese nicht in Verruf zu bringen.
 

„Es ist mir eine Ehre, viel Spaß mit ihnen“, drang es mehr als nur sarkastisch von Smoker, der sich dann wieder abwandte und den Rest der Matrosen zurück in die Basis schickte. Aki hatte sich gerade aus seinem Blickfeld machen können und eilte Käpt’n Reeynas Crew, sie suchte nach Kori, .
 

„Aki“, Kori freute sich ungemein über die ihr auferlegte Ehre.
 

„Kori“, sie schloss ihre beste Freundin fest in die Arme und in diesem Moment wurde auch Kori klar, was dies hieß. Dies hieß Abschied nehmen. Nicht nur von Aki sondern auch von Logue Town und der Basis. Abschied vom Lernen und vom täglichen Training am Sportplatz und natürlich Abschied von Aki, ihrer besten Freundin.
 

„Du wirst mir so fehlen“, flennte Aki drauf los, auch Loki heulte Rotz und Wasser. All die Situationen in denen sie Kori für ein paar Monate wegschicken wollte waren passé, jetzt wurde ihr klar, was das wirklich bedeutete. Denn Kori ging nicht einfach für ein paar Monate. Kori war nun Crewmitglied einer Marineeinheit, einer anderen Einheit als Aki einmal zugeordnet werden würde.
 

„Ach Aki… du mir auch“, sagte dann auch Kori unter Tränen. Sie hätte nicht gedacht, dass sie noch einmal einen solchen Verlust erleben musste. Ihre Freundschaft mit Aki war ihr so viel wert, aber sie hatte ein Ziel und leider sah es nun so aus, als wäre Aki nicht Teil dessen. Zumindest nicht in ihrer direkten Umgebung.
 

Die Beiden Mädchen sahen sich wehmütig an.
 

„Meine liebe Kori, bitte starte schon einmal, was wir uns beide vorgenommen haben. Ich werde dir baldmöglichst folgen. Mach mir ja keine Schande“, sagte Aki und lockerte die Umarmung. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und setzte ein glückliches Lächeln auf.
 

„Du hast es geschafft, du hast mehr als ein Jahr übersprungen“, gratulierte sie Kori noch und salutierte vor ihr.
 

„Ich habe höchsten Respekt vor dir“, waren ihre letzten Worte, ehe sie sich umdrehte. Kori blieb zurück. Irgendwie hatte sie sich das alles ganz anders vorgestellt, aber sie war glücklich, dass es so gekommen war. Sie konnte endlich loslegen auf hoher See für Recht und Ordnung zu sorgen.
 

„Ich warte auf der Grandline auf dich Aki“, rief sie ihrer Freundin nach, drehte sich auf ihren Absätzen um und lief zu ihrer neuen Crew. Natürlich kannte sie niemanden aus Reeynas Stammgruppe, somit schlich sie sich direkt zu Akio, den sie gut kannte und auch recht angenehm fand. Direkt bei Akio stand auch Jhu. Von dieser wurde sie gleich von oben bis unten begutachtet.

Jhu kannte Kori nur vom Gang, oder wenn sie sie beim Training von ihrem Lieblingsort, dem Glockenturm, aus beobachtete.

Jhu war damals auch in dem Turm als Kori die Glocke angeschossen hatte. Eigentlich hätte ihr dies eine Lehre sein sollen, doch Jhu ließ sich durch so etwas nicht abschrecken.
 

„Du bist also die Matrosin, die die Basis im Sturm eroberte hm“, murmelte Jhu und musterte Kori.
 

„Ach, sagt man das über mich“, fragte Kori und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Sie kicherte kurz und bekam dann von Akio einen sanften Stoß.
 

„Natürlich, niemand war je so zielstrebig und motiviert wie du“, sagte er und gähnte kurz.
 

"An Board meine Lieben, wir werden noch vor Einbruch der Dunkelheit auf die Granline zurrückkehren", unterbrach Reeyna die kleine Unterhaltung.
 

So schnell konnte Kori garnicht schauen, war die gesamte Einheit am Schiff, die Segel wurden gelichtet, der Anker eingeholt und die Reise auf der Granline ging los.
 

"Wow", hauchte Kori und blickte motiviert auf ihr neues Abenteuer.



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Kommentare zu diesem Kapitel (2)

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Von:  SocialDistortion
2018-03-13T17:46:01+00:00 13.03.2018 18:46
Verdaaaaamt. Ich finde es echt klasse, dass Kori so hart trainiert und dadurch stärker und auch abgebrühter wird. Schade, dass Aki nicht mit von der Partie ist. Ich mochte sie gerne, aber vielleicht kommt sie nochmal vor :D

Antwort von:  Chiisuina
14.03.2018 09:43
jetzt beginnt langsam die transformation^^
Um Aki tuts mir auch etwas leid, ich find die super, aber sie kommt nochmal =) In Alabasta dann ;)
Von: Mick_St-John
2018-03-01T14:04:31+00:00 01.03.2018 15:04
Und jetzt geht's ab auf die Grandline mal schauen wie sich die kleine so schlägt!
Antwort von:  Chiisuina
01.03.2018 15:07
Freut mich total, dass du so fleißig liest =D Ich hoffe, ich komme heute noch zu deinem aktuellsten Kapitel =)
Antwort von: Mick_St-John
01.03.2018 15:08
Du hast leicht reden ich kann seit Kapitel 2 nicht aufhören
Antwort von:  Chiisuina
01.03.2018 15:09
Das gefällt mir =)


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