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~ anioł ~

von

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*too emotional*

*~I tried to play it cool

but I can't even talk to you.

I'm not usually like this.

I don't know where my left and my right is.

Tongue-tied, I can't move,

I can't breathe when I'm close to you.

I'm not usually like this.

I don't know where my left and my right is.~*
 

Der Song spielte im Radio als Crowley schon das gefühlte hunderste Mal über Azira hergefallen war. Er war geblieben und Crowley ließ ihn nicht mehr gehen. Es hatte nichts mit Liebe zu tun, er war ein Dämon und stillte einfach nur ein Verlangen, was unstillbar zu sein schien. Seit Azira sein Apartment aufgesucht hatte, waren Tage vergangen. In der Zeit hatte sich Crowley unzählige Male an Azira vergangen, der sich auf das Spiel einließ, es sogar genoss, doch Crowley...er hatte das Gefühl, dass mit jedem Moment, wo er Azira innig liebte immer mehr ein Teil seines Selbst abgetötet wurde. Wie ein wildes Tier hielt er seine Beute fest umschlungen, Azira hatte tiefe Bisse an den Oberschenkelinnenseiten sowie an den Brustwarzen und am Hals. Einige bluteten zum Teil stark. Seine Hüften wiesen dunkle blaue Flecke auf, während dieser tiefe sowie lange rote Kratzspuren auf Crowley's Rücken hinterlassen hatte. Azira wusste, dass Crowley ihn nicht so liebte wie er es sich wünschte und...innerlich verfluchte er diesen Engel dafür, den Crowley so liebte. Doch solange "Anthony" bei ihm war, war ihm alles egal, denn zum ersten Mal im Leben liebte er ehrlich und dafür nahm er jeden Schmerz in Kauf. Doch es war nicht nur seine Seele, die darunter litt sondern auch sein Wesen, denn Crowley's negative Aura wirkte sich so stark auf Azira aus, dass dieser anfing dämonische Züge anzunehmen. Crowley...war es egal. Er hatte alles verloren, seinen Engel würde er so, wie er ihn geliebt hatte nie wiederbekommen. Warum also Azira an seiner Seite nicht unsterblich und als Dämon lieben können? Was wäre schon dabei...

Er saß an jenem Abend am Bettrand und schaute mit aufgerissenen Augen aus dem Fenster. Azira, vollkommen erschöpft und schwer atmend sowie übersehen von schweren Bisswunden lag neben Crowley auf dem Bett. Crowley schaute ihn nicht an. Er konnte es nicht, denn er wusste, was er getan hatte. Ja, es war so leicht einen Dämon zu erschaffen, man musste nur tief genug graben und sie brechen. Azira war gebrochen und dabei war es nicht nur sein Herz, das gebrochen war. Als er die Augen öffnete, war das Weiß in ihnen vollkommen verschwunden, dafür hatte ein tiefes Schwarz diese Stellen ausgefüllt. Seine blauen Augen waren nach wie vor vorhanden, nur spiegelten sie kein bisschen an Wärme wieder sondern eisige Kälte. Als er zu Crowley hochschaute, saß dieser immer noch mit dem Rücken zu dem Dämon, der soeben in Azira erwacht war.

"War es das...was du wolltest, Anthony?"

"Ich weiß...überhaupt nicht mehr, was ich will. Mir ist alles egal."

"Das glaube ich dir nicht..."

"Du wirst die Welt zerstören und von mir aus soll es so geschehen."

"Hast du deswegen deine ganze Wut auf mich übertragen? Ich fühle, wie du leidest, Anthony. Und auch...wenn mein Körper sich über die letzten Tage verändert hat, so bin ich doch immer noch...Azira, oder?"

Crowley traute sich nicht sich umzudrehen doch das brauchte er auch nicht mehr, denn in jenem Moment nahm Azira ihn von hinten in den Arm.

"Ich...ich wäre dir besser...nie begegnet, Azira. Nicht, weil ich es nicht wollte. Sondern weil du dein unbekümmertes Leben hättest weiterführen können."

"Ja, vielleicht wäre das eine Möglichkeit gewesen, Anthony aber...mein Leben wäre nicht vollkommen gewesen ohne dich."

Langsam drehte sich Crowley zu Azira um und sah seine Augen. Trotz der Schwärze, die sie durchzog lächelte er.

"Ich war mit dem, was ich hatte immer zufrieden gewesen. Es war nicht immer leicht aber ich habe mein Leben geliebt. Auch wenn es meist...einsam und trist gewirkt hatte. Aber ich war glücklich. Doch...als du kamst und dich mir angenähert hattest, da wollte ich nicht mehr zurück. Du hast mir gezeigt, dass ich zu mir selbst stehen sollte und...du hast mir gezeigt, was Liebe heißt."

"Azira, ich..."

"Bitte lass mich ausreden, Anthony. Vielleicht...beruhen diese Gefühle nicht auf Gegenseitigkeit aber...ich bin glücklich. Weil du mein Leben vollkommen gemacht hast und...ich bereue keinen einzigen Moment."

Crowley konnte kaum glauben, dass Azira unter diesen Tränen, unter diesen Wunden immer noch lächeln konnte. Genau das war es wohl, was Satan vorgesehen hatte. Crowley war der Auslöser weil er seine Gefühle nicht in Zaum halten konnte und hatte sein Gift in Azira entfesselt als er anfing ihm zu nahe zu kommen und nun...war Azira ein vollkommener Dämon. Er spürte, die negative Energie, die von Azira ausging, sah wie seine Tränen zu Blut wurden. Draußen wurde die Welt von einem Gewitter erschüttert und Crowley wusste, dass das Ende nahte. Es würde nicht lange dauern, dann würden Himmel und Hölle aufeinanderprallen und...der Krieg würde anbrechen. Die Welt würde vernichtet werden und Crowley wäre schuld. Doch dann sah er Azira's Blick während seine Haut langsam anfing Risse zu bilden.

"Ich..war wirklich froh an deiner Seite sein zu durfen. Ich...hatte keine Angst davor, deine Wut zu spüren, die du durch Lust an mir ausgelassen hast und dass du mir dabei nicht ins Gesicht sehen konntest. Ich verstehe deinen Schmerz...es ist okay, Anthony. Ich weiß, eigentlich...sollte ich nicht so denken und für das, was du mir die letzten Tage und Wochen angetan hast sollte ich dich hassen. Aber das kann ich nicht, denn...ich liebe dich. Ich habe dich die ganze Zeit geliebt. Und...das Letzte, was ich möchte, ist...der Untergang dieser Welt zu sein. Ein Werkzeug, was die Menschen auslöscht. Das hätte...dein Engel sicher auch nicht gewollt, nicht wahr?"

"Azira..."

"Ich kann es spüren, Anthony. Die Wut, die Macht in mir, sie will raus. Aber wir wissen, es gibt nur einen Weg das alles aufzuhalten. Deshalb bitte ich dich...töte mich, Anthony!"

"NEIN!"

"Es geht nicht anders! Durch meinen Tod...wird alles zu Ende sein. Als ob...all das nie passiert wäre."

"Nein, Azira...ich kann dich nicht sterben sehen! Nicht nochmal! Ich habe doch bereits...jemanden verloren, der mir wichtig ist."

"Und diesen Jemand liebst du. Er sollte...an meiner Stelle bei dir sein und deine Tränen trocknen. Nicht ich. Ich habe keine Angst, Anthony! Ich bitte dich...ich möchte weder Himmel und Hölle in die Hände fallen. Deswegen...mach meinem Leben...ein Ende."

Er hatte kein Herz mehr, trotzdem fühlte Crowley eine furchtbare Leere in sich als er Azira in den Arm nahm. Auch er weinte als seine Finger zitternd in Azira's Nacken lagen.

"Es tut mir so leid! Es tut mir so...unendlich leid!"

"Es gibt nichts zu verzeihen! Bitte tu es! Wenn du es jetzt nicht tust..."

Crowley blickte Azira einen Moment lang an als er diesen auf sein Bett legte. Ein Teil von Azira war noch menschlich und Crowley...musste nur seine Finger auflegen...und ein Wunder wirken.

"Ich wünschte, wir hätten uns zu einer anderen Zeit kennengelernt, Azira. Nicht unter diesen Umständen. Ich hoffe, dass du mir verzeihen kannst."

Doch Azira lächelte nur. Er griff Crowley's Hand und schloß die Augen. Dann legte Crowley ihm die Finger auf die Stirn...und nach kurzer Zeit spürte er, wie die negative Energie sowie sein Körper langsam anfing sich aufzulösen. Crowley blieb die ganze Zeit bei ihm, hüllte Azira mit seinen schwarzen Schwingen ein und stoppte die Zeit. Er stellte sich eine wunderschöne Kirche vor, beide trugen sie traumhaft schöne Anzüge, denn es sollte nicht das Ende der Welt sein, was Azira sehen sollte. Er hatte vielmehr verdient als das und Crowley wollte ihm dieses bisschen Glück nicht verwehren.

"Das ist...wunderschön...Anthony. Wenigstens...kann ich ein letztes Mal dein Gesicht sehen."

"Es wird...ganz schnell gehen. Hab keine Angst."

"Ich habe keine Angst wenn du bei mir bist, Anthony. Ich hoffe, du findest, wonach du suchst. Wenn du deinen Engel eines Tages wiedersehen solltest, sag ihm bitte, dass ich ihm sehr dankbar bin."

"Dankbar? Dankbar wofür?"

"Dass ich...dich lieben durfte. Leb wohl...An...tho...ny..."

Crowley's Hände zitterten als Azira's Körper zusammensackte und die Hand, die gerade noch auf Crowley's Wange geruht hatte schlaff herunterfiel, doch er starb mit einem Lächeln auf den Lippen und jegliche böse Energie löste sich in millionen von wunderschönen Sternen auf, die sich am dunklen Firmament verteilten. Der Dämon jedoch...blieb zurück und als die Zeit wieder normal lief, war es still um ihn herum. Die Welt hatte aufgehört zu toben. Azira war nicht mehr da. Crowley war allein...und schrie laut bevor er seinen Kopf ins Kissen drückte und solange weinte, bis alle seine Tränen versiegt waren.



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Kommentare zu diesem Kapitel (1)

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Von:  KiraNear
2019-08-18T18:45:18+00:00 18.08.2019 20:45
Wow, das ist echt harter Stoff und nicht einfach uu verkraften, auch wenn ich verstehen kann, warum er es getan hat. Vermutlich hätte ich das gleiche getan... Ich hoffe trotzdem, dass wenigstens einer von beiden am Ende doch noch glücklich werden kann. Also so richtig, irgendwie. Auch wenn es sehr schwer sein wird, besonders in Crowleys Fall.


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