Von blauen Vögeln ... von aosakana ([Das gleichnamige RPG in Wort und Schrift]) ================================================================================ Kapitel 1: Seid Willkommen -------------------------- Kapitel 1 Seid Willkommen Der Tag hatte so gut angefangen. Robin hatte auf der letzten Insel einem alten Mann eine Schatzkarte abgeluchst und Nami konnte tatsächlich die beschriebene Insel auf ihren Karten finden. Selbige war auch einer Woche bereits in Sichtweite, als plötzlich ein Sturm aufkam und die Sunny so hin und her warf, dass eine große Welle genügte, um Nami und Sanji über Bord zu ziehen und an einen Strand zu spülen. Als Sanji wieder zu sich kam, hustete er und rieb sich über die juckende Wange um das Salz los zu werden. Verdammt, wo war er nur? Neben ihm, nicht weit entfernt, lag die Navigatorin. Doch diese schien sich noch nicht so gut erholt zu haben, wie er. Reglos lag sie im Sand und tat nicht einen Mucks. "Verdammt, Nami!", rief er erschrocken und stolperte durch den Sand auf sie zu. Noch immer verharrte sie regungslos, doch als die Stimme des Smutjes allmählich an ihre Ohren drang, begann auch sie sich aus dem Delirium herauszuwinden. Mit dröhnendem Schädel und schmerzenden Gliedern schaffte es Nami endlich, sich, wenn auch unbeholfen, zu der Stimme umzudrehen, und erkannte den Smutje, der holpernd und strauchelnd auf sie zueilte. eine Sandwolke stob auf, als Sanji endlich die junge Frau erreichte, während seine Knie über den puderigen Sand schlitterten. "Au, mir tut alles weh", jammerte sie, bemühte sich jedoch, nicht hysterisch zu werden. "Sanji? - Wo sind wir? Was ist passiert? Wo sind die anderen?" Nur langsam gelang es ihr, sich aufzusetzen. Glücklich lächelte der Smutje. "Bei allen Weltmeeren, du lebst!", erfreut fiel er neben ihr auf die Seite und sah sie an. "Ich weiß leider nicht wo die anderen sind. Wir sind scheinbar die Einzigen am Strand." Aufmerksam hatte sie ihm zugehört und dennoch ein "Na toll" gemurmelt. Ihr blick schweifte über den schmalen Küstenstreifen, ehe Nami versuchte, auf die Beine zu kommen. Etwas wackelig gelang es ihr, doch Kopf und Körper wollten sich noch nicht recht in Einklang halten, sodass Nami vorn über in den Sand fiel. "Hoppla - Na klasse! Ich kann mich ja nicht mal richtig bewegen – au", ein Zischlaut entfuhr ihr, denn etwas fraß sich brennend in ihr rechtes Bein. "Was? Eine Muschel? Jetzt wird man hier schon von Muscheln angefallen!" Sanjis Herz setzte für einen kurzen Moment aus, als sie nach vorn fiel und ihr üppiger Busen dabei vorn her schwang. Doch als sie die Muschel erwähnte, wurde er sofort aufmerksam und stemmte sich selbst hoch. "Die Muschel hab ich noch nie gesehen", sagte er besorgt. "Hä?", Nami wandte sich zu ihm um und verrenkte sich halb in ihrem Versuch, ihren Hintern in den Sand zu bugsieren und gleichfalls die Muschel von ihrer Haut zu entfernen. "Oh ... nein!", kreischte sie plötzlich. "Glaubst du, dass sie giftig ist?" Eiligst rappelte sich Sanji auf und legte seine Hand auf Namis Arm. "Bleib ruhig! Ich versuch sie ab zu machen." "Sei bloß vorsichtig!", mahnte sie ängstlich. Sanji lächelte. "Machst du dir etwa Sorgen um mich, Namimaus?" "Was? Nein! Ich mache mir sorgen um mich! Wenn sich da was verhakt und dieses ... Ding wirklich giftig oder gefährlich ist ... und wer weiß, wann uns die anderen finden? Wenn wir hier elendig ...", haspelte sie aufgeregt, nicht ohne dem Koch einen ebenso giftigen Blick entgegenzubringen. Sanji blinzelte und hielt inne. "Soll ich versuchen sie abzuziehen?", fragte er vorsichtig. "ja, nein ... hach ... ja! Weg mit diesem Ding!", fauchte sie und schien trotzdem recht unentschlossen. "Los, runter damit!" Sanji schluckte und nickte ihr dann zu. Vorsichtig legte er ihr eine seiner warmen Hände aufs Bein, dicht bei der Muschel. Mit der anderen griff er das Gelenk der Muschel und versuchte es zu knacken. "Auf drei?" Fest kniff Nami die Augen zusammen. Geschickt, und nach Art eines Spitzenkochs, knackte er das Gelenk und die Muschel musste sich lösen. "Drei", sagte er grinsend. Natürlich hätte sie sich denken können, dass es für jemanden seines Schlages ein Leichtes war, sie von dieser garstigen, schnappenden Muschel zu befreien. Ein ergebenes Seufzen verließ ihren Mund, ehe sich ihre Lippen, erst bebend vor Panik, zu einem kleinen lächeln verbogen. "Danke", murmelte Nami leise. "Und was machen wir jetzt?", verlangte sie zu wissen und versuchte den Smutje eher unauffällig zu mustern. "Ist mir dir alles ok?" Sanjis Wangen färbten sich leicht und er befand sich in einem träumerischen Stadium. "Mh?", kam es wenig hilfreich. "Sanji? Sanji!", entfuhr es Nami leicht gereizt. "Was? -" Dieser blinzelte und erwartete gerade eine ihrer berühmten Kopfnüsse. Als diese ausblieb, blinzelte er sie an. "Was denn?" Nami verschränkte die Arme vor der Brust, ungeachtet dessen, was sie mit dieser Reaktion womöglich noch alles beim Smutje auslöste. Dann überfiel es sie wie einen Donnerhagel. "Vergiss es! Ich wurde gerade von einer Muschel attackiert!", fauchte sie. "Los, wir laufen den Strand ab, vielleicht suchen uns die anderen schon?!" 'Hoffentlich ist mit ihnen alles in ordnung, nicht, dass wir zwei hier ewig festsitzen', fügte sie gedanklich hinzu und bemühte sich, auf die Beine zu kommen. Sanji zuckte zurück und nickte dann eingeschüchtert. "In Ordnung." In seinen Gedanken hätte er nichts dagegen gehabt, ein wenig zeit mit ihr allein verbringen zu können. Doch er seufzte innerlich und rappelte sich auf, bevor er Nami seine Hand zur Hilfe hinhielt. Nami jedoch ignorierte seine Geste. Mit sich selbst beschäftigt, klopfte sie sich die letzten, nervenden Sandkörner von der Haut, strich selbstvergessen über Arme und Schenkel, Kehrseite und Busen. Dass Letzterer dabei aufreizend hüpfte, schien ihr lästig und als sie den Blick hob, verdrehte sie die Augen. "Lass den Unsinn!", knurrte sie. "Wir haben anderes zu tun!" Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)