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My little Pony: One last Letter

von

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Kapitel 3

Tag vierzehn seit meiner Ankunft. Endlich weiß ich was hier los ist. Warum die anderen mich mit dieser Furcht anstarren, auch wenn sie glauben, dass ich es nicht merke. Die Geschichte von Applejack hat da einen ersten Anhaltspunkt geliefert, aber das, was Trixie mir erzählte übertraf alles was ich mir Vorzustellen gewagt hatte. Mein anderes Ich ist tatsächlich die Schülerin von Nightmare Moon geworden. Und da Nightmare Moon mit Discord verbündet ist, wurde ich, das heißt mein anderes ich, dazu ausgebildet, in Equestria Schrecken zu verbreiten. Ich kann nur hoffen, dass diese Geschichte für mein anderes ich gut ausgeht, da wir sonst wohl kaum eine Chance haben werden, Discord zu besiegen. Aber es gibt auch etwas erfreuliches. Die Schriftrolle konnte ich öffnen. Das Gesicht von Trixie war dabei derart entgleist, dass werde ich wohl mein Lebtag nicht vergessen. Auf der Schriftrolle war eingetragen, wo wir die Elemente der Harmonie finden würden. Applejack war mehr als erstaunt darüber, das ich wohl die Wahrheit gesagt habe und begann mir etwas mehr zu Vertrauen. Sie meinte, wenn ich schon das mit den Elementen gewusst habe, dann würden unsere Chancen, dass wir Discord besiegen können wohl höher stehen, als sie es jemals geglaubt hätte. Aber die Schriftrolle scheint ein weiteres magisches Siegel zu tragen, da sie nur angibt, wo wir das erste Element finden. Ich hoffe inständig, das noch weitere Hinweise zu den anderen Elementen auftauchen. Auf jeden Fall befinden wir uns jetzt auf den Weg nach Manehatten. Ponyville war schon etwas verstörend, aber nach Rainbows Aussage, soll es in den größeren Städten noch schlimmer sein. Ich hoffe, das sie bei ihrer Aussage nur übertrieben hat. In der letzten Stunde hat es begonnen Cupcakes zu regnen. Also werden wir schon mal nicht verhungern. Aber davon abgesehen sind wir gut vorangekommen und werden in weniger wie einer Stunde die Stadt erreichen.
 

„Nur noch dort vorne um die Biegung, dann können wir Manehatten sehen.“, sagte Applejack, die auf die Kurve vor ihnen deutete, „Aber ich warne dich. Das wird kein schöner Anblick.“ Twilight schaute in ihr besorgtes Gesicht. „Keine Sorge, ich habe schon Dinge gesehen, die Schlimm waren. Das wird mich schon nicht sofort umbringen.“ Twilight lächelte sie bei den Worten aufmunternd an. „Wenn du das sagst.“, brummte Applejack leise. Twilight ging um die Kurve und blieb wie angewurzelt stehen. Rainbow Dash hatte nicht übertrieben. Und die Warnung von Applejack hätte sie nicht so leichtfertig abtun sollen. Der Anblick war wahrhaftig erschreckend. Hochhäuser, die in der Mitte abgeknickt waren wie Grashalme. Brände, die vor sich hin schwelten. Vereinzelt einige offene Feuer. Aber was ihr am meisten zu schaffen machte, waren die Einwohner von Manehatten, soweit Twilight es von ihrer Position sehen konnte. Sie konnte zwar nicht viel sehen, aber hören dafür um so besser. Ein beständiges Schreien und Kreischen lag über der Stadt. Damit hatte Twilight wahrhaftig nicht gerechnet. „Und das ist nur der Randbezirk, den du siehst.“ Applejack war neben Twilight getreten. „Im Stadtkern sind noch schlimmere Auswirkungen von Discord zu sehen. Ich hoffe, das wir dort nicht hin müssen.“ Widerstandslos ließ sich Twilight wieder hinter die Biegung ziehen. „Ich habe dich gewarnt.“, meinte Applejack nur nüchtern. „Das ... ist … ja furchtbar.“, stammelte Twilight, die die Bilder noch nicht ganz verarbeitet hatte. „Sagt die Rolle, wo das Element zu finden ist?“, fragte Fluttershy vorsichtig. Twilight entfaltete die Schriftrolle und las sich die Zeilen, die dort standen durch. „Hmm.“, brummte Twilight, „Hier steht nur, dass wir das Element in Manehatten finden würden. Leider steht hier nichts genaueres.“ „Also müssen wir wohl in diese Hölle und das Element suchen.“, stellte Rainbow Dash fest. Twilight nickte nur. „Na dann los.“, sagte Applejack, „je schneller wir das Element finden, desto schneller sind wir hier weg.“ Alle stimmten ihr zu.
 

Nach kurzer Zeit kamen die sechs an die ersten Gebäude von Manehatten heran. Die Häuser waren hier am Rande von Manehatten noch nicht vollkommen zerstört. Die Fassaden waren zwar mit bröckelnder Farbe bedeckt, und es fehlten auch einige Fensterscheiben, aber die Gebäude waren davon abgesehen in gutem Zustand. Der Zustand der Ponys, die hier wohl wohnten war derweil alles andere als gut. Einige schauten die kleine Gruppe lethargisch an, bevor sie ihren Beschäftigungen wieder nachgingen. Die meisten Ponys kratzen den Boden auf, in der Hoffnung, dort einige essbare Wurzeln zu finden. Vereinzelt stolperten einige Ponys mit Eimern zu einem kleinen Brunnen, um dort Wasser zu schöpfen. Allen gemein war, dass das Fell aller Ponys eine Einheitliche Graue Farbe besaß. Twilight hatte große Mühe, nicht laut zu schreien bei dem Anblick. „Es ist hart, aber hier haben die Ponys noch ein einigermaßen normales Leben.“, raunte Applejack der langsam verzweifelnden Twilight zu. Diese schaute sie nur an. „Es wird noch härter?“, fragte Twilight skeptisch. „Dieses“, Applejack machte eine ausladende Geste, „ist noch nicht mal die Spitze des Schreckens.“ Twilight schluckte hart.
 

Der Weg durch Manehatten war ein Spießrutenlauf. Die Gerippe zerstörter Gebäude ragten zu beiden Seiten der Straßen in die Höhe. Trümmer bedeckten den Boden, in denen abgemagerte Ponys nach irgendetwas suchten. Als einmal eines der Ponys etwas gefunden hatte, was wie ein Kohlkopf aussah, stürzten sich die anderen auf den Finder und es begann ein wüstes Gerangel. Schreie erfüllten die Luft. Als sich die einzelnen Ponys wieder ihrer Suche zuwandten, blieb an der Stelle, wo das Pony den Kohl gefunden hatte, einige Kohlblattreste und eine rote Pfütze. Twilight konnte bei diesem Anblick nicht mehr an sich halten und übergab sich an Ort und Stelle. „Anderer Ponyleben ist hier nichts mehr wert. Es zählt nur das eigene Überleben.“, flüsterte Applejack, „wir sollten aufpassen. Das was hier passiert war noch harmlos.“ Twilight schwindelte. „Harmlos nennst du das.“, flüsterte sie aufgebracht zurück, „Sie haben das arme Pony umgebracht. Wegen einem Kohlkopf. Das ist barbarisch.“ „Glaub mir, es war noch harmlos.“, beharrte Applejack, „Mehr will ich dazu nicht sagen.“ Sie wandte sich ab und ging weiter. 'Wenn das noch harmlos war, was wird uns erst noch erwarten?', fragte sich Twilight und schritt mechanisch hinter Applejack her, während sich in ihr eine Lethargie breit machte, die sie niemals vorher gefühlt hatte.
 

Sie gingen weiter durch die Stadt und die Bilder, die Twilight sah, wurden immer schlimmer. In dieser Stadt war die Hoffnungslosigkeit überall zu spüren. Sie triefte aus den Schatten, durchdrang die Luft und ließ sich in den Herzen der Einwohner nieder. Einige Ponys waren so in ihr gefangen, dass sie sich von Gebäuden stürzten, in der Hoffnung, diesem Leben zu entfliehen. Die Bilder der Überreste der so zu Tode gekommenen nagten an Twilights Verstand. Um weiteren Begegnungen dieser Art aus dem Wege zu gehen, schlug die kleine Gruppe einen Weg durch die Nebengassen ein. Sie kamen gerade aus einer der schmalen Häuserschluchten heraus und fanden sich auf einem kleinen Marktplatz wieder. In einiger Entfernung sahen sie eine Gruppe von Ponys, die sich um etwas, oder jemanden, Versammelt hatten. Diese Ponys waren, im Gegensatz zu den anderen, denen sie bisher begegnet waren, nicht am Suchen nach Lebensmitteln, sonder recht Ruhig. Als die sechs näher kamen, hörten sie, wie eine charismatische Stimme Worte an die Anwesenden richtete. „Wir werden nicht aufgeben.“, sagte die Stimme, „wir werden Manehatten wieder aufbauen und die anderen aus ihrer Antriebslosigkeit befreien. Discord wird seine Macht nicht ewig behalten können...“ „Das haben andere auch schon gesagt.“, rief ein Pony aus der Menge, „sie alle wurden verschleppt und nie wieder gesehen. Warum sollten wir dir glauben?“ Twilight war stehen geblieben, da ihr die Stimme bekannt vorkam. „Weil ich etwas habe, was die anderen nicht hatten. Ich habe eines der Elemente der Harmonie.“, kaum hatte die Stimme dieses ausgesprochen, begannen die anderen laut zu lachen. Aber es war kein fröhliches Lachen, was die Luft erfüllte. „Ha, die Elemente der Harmonie. Ebenso könntest du Prinzessin Celestia bei dir im Keller haben. Discord wird sich von dir und deinem 'Element' nicht beeindrucken lassen.“, die zweite Stimme wandte sich an die anderen, „kommt, lassen wir diesen Spinner hier doch mit deinem 'Element'. Wir haben besseres zu tun.“ Die Versammlung löste sich auf. Die anderen aus Twilights Gruppe waren in der Zwischenzeit auch stehen geblieben. „Hey, Twi. Kommst du?“, fragte Applejack, „oder willst du den armen Irren da drüben noch etwas zuhören?“ „Ich kenne ihn.“, erwiderte Twilight, „ich habe seine Stimme schon einmal gehört. Vor langer Zeit.“ Kurz darauf konnte Twilight einen Blick auf den Redner werfen. Ich blieb für einen Augenblick der Atem weg. Sie sah einen weißen Einhornhengst. An seiner Flanke war ein dunkelblauer Schild mit einem Violetten Stern über dem drei hellblaue Sterne hingen. „Shining Armour.“, japste Twilight, „Das ist mein Bruder.“ Verwirrt drehte sie sich zu ihren fünf Begleiterinnen um. „Was macht er denn in Manehatten?“



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