One Piece von Wunderbeerchen (mal anders :-)) ================================================================================ Kapitel 2: Familienbande ------------------------ „Wie bitte? Gold Rodger, einer der gefährlichsten und meist gesuchten Männer der Welt, soll Ace Vater sein?“ Genzo der Dorfpolizist konnte die Neuigkeiten kaum fassen. Seine Kinnlade reichte fast bis zum Tisch. „Wenn du es genau wissen willst. Der Vater des Strohhutjungen ist niemand geringerer als Monkey D. Dragon!“ Berichtete Smoker weiter. Genzo fielen fast die Augen aus dem Kopf. „Zwei der größten Verbrecher der Welt haben Kinder und dass sollen Ace und Ruffy sein? Das glaub ich nicht!“ rief er zum Schluss empört aus. „Das muss aber unser Geheimnis bleiben. Wenn diese Informationen in falsche Hände geraten ist hier der Teufel los und Rouge und die Jungs wären die Leidtragenden.“ Erklärte Garp eindringlich. „Von mir erfährt keiner was!“ Versprach Bellemere sofort. „Wenn ich gewollt hätte, hätte ich euch schon längst auffliegen lassen können.“ Meinte Smoker ironisch grinsend. “Ich habe die Jungs und euch beide sehr gern also werde auch ich nichts verraten. Es sind nur zu viele Informationen auf einmal für mich.“ Genzo musste erstmal alles verarbeiten. „Was sagt ihr denn zu den Taten der Revolutionäre und wie gehen Ace und Ruffy damit um?“ Es folgte ein kurzer stummer Blickkontakt zwischen Garp und Rouge. „Als ehemaliger Marineadmiral kann ich ihre Taten natürlich nicht gutheißen. Ich verurteile sie aber auch nicht. Denn sie kämpfen für ihre Ideale und Überzeugungen und stehen mit ihrem Leben dafür ein. Das habe ich Dragon persönlich beigebracht. Die Weltregierung fördert schon lange nicht immer nur Gutes zu Tage, das wissen wir alle. Mein Sohn und die Revolutionäre kämpfen für eine neue, bessere Weltordnung.“ Ergriff Garp als erster das Wort. Ein nachdenkliches Schweigen legte sich über die Anwesenden. „Ruffy weiß noch nichts von seinem Glück. Ich fand es besser ihm nichts zu erzählen um ihm eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Glücklicherweise hat er noch nie nach seinen Eltern gefragt und ich hoffe dass das noch eine ganze Weile so bleiben wird. Ace dagegen…“ erzählte Garp weiter brach dann aber ab und Rouge übernahm das Wort. „Ace war schon immer ein sehr kluger und aufgeweckter Junge. Schon als Kind begriff er, das ein Kind zwei Elternteile haben sollte. Er fragte mich so lange aus und blieb hartnäckig bis ich ihm schließlich den Namen seines Vaters verriet. Als Bedingung durfte er niemandem davon erzählen, auch wenn er nicht ganz verstand warum. Ich verschwieg ihm natürlich die Taten seines Vaters aber die Leute im Dorf waren wohl redseliger. Es brach mir das Herz als Ace mich eines Tages völlig niedergeschlagen fragte ob er denn überhabt das Recht hätte am Leben zu sein, weil er doch der Sohn des Teufels ist. Ich war fassungslos. Das muss er von den Menschen im Dorf erfahren haben. Die Meinungen der Menschen gehen zwar auseinander aber für die meisten ist Rodger ein Monster, Dämon oder der Teufel höchst persönlich. Keiner machte einen Hehl daraus was er dachte, nicht einmal vor einem kleinen Kind.“ Bei der Erzählung brach Rouge in Tränen aus. „Anfangs schien Ace seinen Vater verteidigt zu haben aber das änderte sich als er älter wurde. Das alles prägte Ace natürlich und er zog sich immer mehr zurück, randalierte und drohte vollkommen außer Kontrolle zu geraten. Doch dann kam Ruffy in sein Leben und alles änderte sich.“ Ein sehnsüchtiger Ausdruck legte sich über Rouges Gesicht. „Ruffy war ein aufgeweckter kleiner Man der sich nicht abschütteln ließ, so sehr Ace auch versuchte ihn los zu werden. Ruffy bewunderte Ace und lief ihm immer und überallhin nach. Er sah wohl nicht nur einen Freund sondern den großen Bruder in ihm, den er nie hatte. Erst als Ruffy sich allein mit ein paar größeren Jungs anlegte die Ace verspotteten, erkannte Ace ihn als seinen kleinen Bruder an. Jemand müsse Ruffy ja schließlich beschützen und auf ihn aufpassen, meinte Ace. So stellten sie sich gemeinsam den Jungs, besiegten sie und wurden Brüder. Danach waren die beiden unzertrennlich und Ace wurde wieder fröhlicher und zugänglicher. Es war eine wunderbare Zeit. Ich bin so dankbar, dass Garp uns damals aufgenommen hat.“ Mit strahlenden Augen und immer noch weinend sah Rouge zu Garp rüber. „Das war doch selbstverständlich, immerhin gehört ihr zur Familie Rouge.“ Garp reichte Rouge ein Taschentuch und legte ihr tröstend eine Hand auf die Schulter. „Entschuldigt bitte diesen Gefühlsausbruch aber es fällt mir immer noch sehr schwer darüber zu reden.“ Rouge nahm das Taschentuch dankbar an und trocknete ihre Tränen. „Aber die Geschichte ist damit noch nicht zu Ende. Es geht noch weiter.“ Begann Ace Mutter erneut. „Ein weiterer Bruder kam hinzu als Ace und Ruffy eines Tages, bei ihren Streifzügen, einen Jungen namens Sabo kennenlernten. Er war der Sohn einer Adelsfamilie die einst auf dieser Insel lebte. Die drei verbrachten eine Menge Zeit miteinander und ernannten sich nach einiger Zeit erneut zu Brüdern. Dazu beschafften sie extra eine Flasche Sake. Doch eines Tages starb Sabo, bedauerlicher Weise bei einem tragischen Unfall. Er versuchte auf einem Floß von der Insel in die Freiheit zu segeln, weil er das Leben bei seiner Familie nicht mehr ertrug. Aus unerfindlichen Gründen verschwand das Floß urplötzlich und er wurde nie wieder gesehen. Später erfuhr man, dass das Floß versenkt wurde. Die Adelsfamilie selbst hatte etwas mit der Tragödie zu tun, weil sie mit der Flucht ihres Sohnes nicht einverstanden war. Wie furchtbar so etwas einem kleinen Jungen anzutun geschweige denn seinem eigenen Kind!“ Empörte sich Rouge am Ende ihrer Erzählung. „Ja, ich erinnere mich daran.“ Bestätigte Smoker. „Die Zeitungen waren damals voll davon. Es war ein riesiger Skandal und der Familie des Jungen wurde deswegen sogar der Adelstitel aberkannt. Und als Strafe wurden sie, nachdem die Ermittlungen abgeschossen waren, von der Insel verbannt. Man konnte beweisen, dass sie die Versenkung in Auftrag gaben. Ich war damals der Leiter dieses Falls. Schrecklich… So ein Abschaum nennt sich Adel. Gehen in der eigenen Familie über Leichen nur um das Gesicht vor der Königsfamilie zu wahren!“ Ergänzte Smoker, schloss die Augen und schüttelte angewidert den Kopf. Es geschah zu Anfang seiner Karriere und war der erste große Fall den er zugewiesen bekommen hatte. „Ace und Ruffy waren am Boden zerstört über den Verlust ihres Bruders. Ich habe die beiden noch nie so sehr weinen sehen. Das schweißte die beiden nur noch mehr zusammen und sie waren froh einander zu haben. Um Sabo zu gedenken ließ sich Ace, entgegen meiner Erlaubnis, eine Tätowierung auf seinen Oberarm stechen.“ Berichtete Rouge weiter. Dieses Tattoo, bestehend aus den drei Buchstaben seines Namens mit einem durchstrichenen S unter dem A. ASCE. Klar oder :-) „Als ich davon erfuhr stellte ich ihn sofort zur Rede aber Ace meinte nur dass er es seinem verstorbenen Bruder einfach schuldig sei. Ich fand das zwar eine sehr dumm Aktion, war aber auch tief beeindruckt von so viel Ehrgefühl.“ Erläuterte nun auch Garp seine Sicht. „Ace kann sehr stur sein und lässt sich von nichts und niemandem abbringen, wenn er sich erstmal was in den Kopf gesetzt hat. Manchmal ist er sogar noch sturer als ich.“ Seufzte Rouge kopfschüttelnd. „Mach dir nichts draus Rouge. Ich weiß wie schwierig es ist eine alleinerziehende Mutter zu sein.“ Bellemere lächelte ihrer Freundin aufmunternd zu. „Zumal es ja nicht mal meine leiblichen Kinder sind.“ Fügte sie hinzu. „Oh man der nächste Hammer! Nami und Nojiko sind gar nicht deine Töchter?“ Genzo kam es so vor als sehe er die Leute in diesem Raum heute zum ersten Mal. „Beruhige dich Genzo. Doch sie sind es. Ich habe sie zwar nicht auf die Welt gebracht aber ich habe sie gerettet.“ Bellemere nahm ein Zug an ihrer Zigarette. „Du warst früher auch bei der Marine. Was ist passiert?“ Nach langer Zeit meldete sich Smoker wieder zu Wort. „Ja, ich habe viele Jahre bei der Marine gedient und bei Einsätzen auf der ganzen Grand Line an vorderster Front gekämpft." Bellemere holte aus. "Bei meinem letzten Einsatz mussten wir eine Stadt verteidigen die von Arlong und seiner Fischmenschbande angegriffen wurde. Wir hatten keine Chance und die Stadt wurde in Schutt und Asche gelegt. Fast alle meine Kameraden fielen auf dem Schlachtfeld und auch ich war dem Tod näher als dem Leben. Da hörte ich plötzlich das Wimmern eines kleinen Kindes. Mit letzter Kraft rappelte ich mich auf und da sah ich sie. Ein kleines Mädchen, das ein Bündel im Arm hielt und weinend durch die Trümmer irrte. Als ich näher kam sah ich dass das Bündel ein Baby war und lebte. Es war fröhlich, lachte und strahlte uns an! Mein Lebenswille kam zurück als ich dieses Lachen sah und ich bekam wieder neue Kraft. Ich wollte die beiden unbedingt retten, koste es was es wolle. Ich suchte uns ein Boot und nach mehreren Tagen auf stürmischer See kamen wir schließlich auf diese Insel. Wie durch ein Wunder konnten wir gerettet werden obwohl die beiden bei der Ankunft hohes Fieber hatten und ich am Ende meiner Kräfte war. Und so zog ich Nami und Nojiko fortan wie meine eigenen Töchter auf.“ Ein wehmütiger Seufzer folgte der Erzählung. „Es war nicht immer einfach, zumal wir alle wussten dass wir eigentlich nicht verwandt sind. Nojiko war älter und vernünftiger und hat mir nie große Probleme bereitet. Anders als Nami… Wir waren nie besonders wohlhabend aber die ersten Jahre reichte es gerade Mal um einigermaßen über die Runden zu kommen. So fing Nami an Sachen die sie haben wollte, wir uns aber nicht leisten konnten, einfach zu klauen. Ich versuchte alles aber Nami hatte wohl ein eigenartiges Talent fürs Stehlen entwickelt. Die Krönung kam als sie mir aus Wut in einem Streit an den Kopf warf, dass sie sich lieber von einer reichen Familie hätte adoptieren lassen. Das war das erste und einzige Mal dass ich sie geschlagen habe.“ Bellemere schloss die Augen und atmete einmal tief durch. „Danach schrie ich sie an dass wir eine Familie sind und es egal ist wie viel Geld wir haben, solange wir zusammen sind. Daraufhin lief sie weg und ich schickte Nojiko los um sie zu suchen. Ich hatte solche Schuldgefühle und kochte als Wiedergutmachung Namis Lieblingsessen. Es hat zwar etwas gedauert aber schließlich kehrte Nojiko mit Nami wieder heim. Ich war so froh dass ihr nichts passiert war. Wir versöhnten uns und versuchten dann so gut es geht zusammen zu halten und für einander da zu sein. Viele Jahre sind seit dem vergangen und ich bin mittlerweile stolz darauf ihr Mutter zu sein.“ Bellemere Augen glänzten. „Du hast auch allen Grund stolz zu sein, Bellemere. Aus ihnen sind zwei wunderbare und selbstbewusste junge Frauen geworden.“ Pflichtete Genzo ihr bei. „Aber nicht nur du, ihr alle könnt stolz auf eure Kinder sein!“ Der Dorfpolizist zeigte auf alle anwesenden außer Smoker, der hatte ja noch keine Kinder. „Trotz ihrer schwierigen Vergangenheit haben sie sich aufgerappelt und versuchen ihr eigenes Leben aufzubauen. Jeder von ihnen wird seinen Weg gehen da bin ich sicher!“ Von Genzo gab es ein grinsendes, Daumen hoch. Bevor es noch sentimentaler werden konnte klopfte es an der Tür. Garp der eh schon auf den Beinen war öffnete die Tür. „Oh, hallo Tashigi.“ Lächelte der Opa erfreut und Tashigi salutierte. „Guten Tag Sir. Ist Kapitän Smoker da? Ich wollte ihm über einen Vorfall am Strand berichten.“ Weiter kam sie nicht denn Smoker kam schon auf sie zu. „Lass mich raten. Drei Gauner haben junge Frauen belästigt und beklaut.“ Sagte er mit einem Grinsen. „Ja das stimmt aber woher wissen Sie das? Zwei der Gauner wurden verprügelt. Dem dritten wurde die Kleidung zerfetzt und er wurde in ein Holzfass gesteckt.“ Tashigi war verwirrt. War ihr Kapitän ein Hellseher? „Das mit dem Fass und der zerfetzten Kleidung ist mir neu. Komm wir sammeln sie ein. Unterwegs erkläre ich dir alles.“ Die zerfetzte Kleidung würde zu Lorenor Zorro oder Trafalgar Law passen, dachte sich Smoker grinsend. Als sie schon fast zur Tür raus waren sprang auch Genzo auf. „Wartet, ich komme mit. Das will ich auch sehen.“ Mit diesen Worten verabschiedeten sie sich und gingen aus dem Haus. Genzo musste an die frische Luft und alles was er heute erfahren hatte erst einmal verarbeiten. Als es schon langsam Dunkel wurde kam auch Ruffy von seinen Streifzügen mit Lysop nach Hause. Inzwischen hatten sich auch Nami und Nojiko kurz im Hause "Monkey/Puma" eingefunden weil ihre Mutter sonst nirgendwo zu finden war. „Hey, was macht ihr denn alle hier? Feiern wir ne Party?“ Fragte Ruffy verwundert. Es war ungewöhnlich dass so viele Leute im Haus versammelt waren. „Nein wir haben nur nach Bellmere gesucht.“ Grinste Nami. „Ich werde mich langsam auf den Weg machen. Ich muss morgen früh raus für den Kindergarten.“ Die lilahaarige erhob sich. „Du gehst noch in den Kindergarten?“ Fragte der Strohhut ungläubig. „Nein Ruffy. Ich gehe nicht in den Kindergarten, ich arbeite dort.“ Lächelte Nojiko „Das klingt lustig.“ Ruffys Interesse war geweckt. „Es ist zwar viel Arbeit aber es macht auch Spaß.“ Erklärte Nojiko. „Du darfst den ganzen Tag mit Kindern spielen? Wie cool ist das denn?!“ Die Augen des Strohhutjungen funkelten. Nojiko versuchte zwar ihm klar zu machen dass es nicht so einfach ist wie er sich das vorstellt aber vergeblich. „Darf ich mitkommen?“ Fragte Ruffy hoffnungsvoll. Noch bevor Nojiko etwas erwidern konnte schaltete sich Bellemere ein. „Das ist gar keine schlechte Idee. Ihr könnt doch Hilfe gebrauchen und wenn sich schon jemand freiwillig anbietet warum denn nicht. Was sagst du?“ Bellemere wandte sich zu ihrer Tochter. „Na gut, warum nicht. Wir können wirklich jede Hilfe gebrauchen. Eine meiner Kolleginnen ist ausgefallen.“ Seufzte Nojiko und zuckte mit den Schultern. „Das könnte wirklich ganz lustig werden. Na gut, ich komme auch mit.“ Schaltete sich nun auch Nami ein. „Juhu! Das wird super. Lysop und die anderen kommen bestimmt auch mit. Hey, ich frag mal Ace ob er auch mitkommen will. Ace!“ Mit diesen gebrüllten Worten stürmte Ruffy die Treppe nach oben und verschwand im Zimmer seines Bruders. „Wow, da haben wir morgen aber viele fleißige Helfer und die Kinder werden sich freuen neue Spielkameraden zu haben.“ Inzwischen fand auch Nojiko die Idee ganz gut. Nach und nach verabschiedeten sich alle und zogen sich für die Nacht zurück um sich auf den morgigen Tag vorzubereiten. Was immer er auch bringen möge… Fortsetzung folgt… Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)