Bring me to life! von Black_Feathers (Lee x Gaara) ================================================================================ Kapitel 1: Kapitel 1 -------------------- Titel: Bring me to life! Teil: 1/2 Autor/in: Black_Feathers aka Firedemon(www.yaoi.de) Fandom: Naruto Rating: Pairing: Gaara x Lee Kommentar: Ich habe diese Story angefangen, weil ich dieses Pairing liebe und es einfach viel zu wenig Storys davon gibt. Währenddessen habe ich dann BloddyWings "Gaara (songfic)"-Challenge auf yaoi.de entdeckt und mir gedacht, dass die FF doch ganz gut dazu passen würde, wenn ich noch ein Song einbaue und das habe ich dann gemacht. Und voila. Hier ist "Bring me to life!" Disclaimer: Gaara und Rock Lee sind geistiges Eigentum von Masashi Kishimoto und gehören demnach nicht mir. Der verwendete Song ist "Bring me to life" von Evenescence und gehört ebenso wenig mir. Das einzige was mir gehört, ist der Plot ^.^ und davon habe ich leider nicht soo viel, da ich kein Geld mit dieser FF mache. Bring me to life! – Kapitel 1 Gaara saß auf dem Fenstersims seines Hotelzimmers und blickte durch die gläserne Barriere hinauf in den sternenklaren Himmel über Konoha. Die Sichel des Mondes zog seinen Blick wie magisch an und seine Gedanken schwebten hoch hinaus in den glitzernde Schwärze der Nacht, während sein Körper in dem kleinen nur schwach beleuchteten Zimmer zurückblieb. Nur nachts, wenn jeder außer ihm selber schliefen, erlaubte er sich seine Schutzwälle fallen zu lassen, seine Maske abzunehmen, die sein Gesicht am Tage versteinerte. Nur nachts träumte er ab und an von Dingen, die er sich selber vor langer Zeit versagt hatte. Er dachte daran, wie es wäre, wenn es Shukaku nicht gäbe, wenn er wäre wie jeder andere. Seit er damals Naruto kennen gelernt hatte fragte er sich dies immer öfter und obwohl er es sich am Anfang verboten hatte überhaupt darüber nachzudenken, kehrte diese Gedankenfolge immer wieder und lies ihn nicht mehr los. Immer wieder ertappte er sich dabei, wie er sich wünschte, dass es jemanden gab, dem er wichtig war. Jemand, der wirklich ihn, Gaara, sah und nicht nur den Sanddämonen Shukaku in ihm und der sich um ihn sorgte. So jemanden wie Gai-sensei oder Narutos Iruka-sensei. Aber er hatte nur seine Geschwister, die noch immer vor Angst zitterten, wenn sie ihn sahen und sich nur um ihn kümmerten, weil sie es als eine Art Pflicht ansahen und seinen Sand, der still in seinem Behälter ruhte und nur dann zum Leben erwachte, wenn der rothaarige Junge in Gefahr war verletzt zu werden. Doch nicht aus Sorge um Gaara, sondern darum, dass sein Körper sterben und damit die Seele Shukakus mit in den Tod ziehen könnte. Am Ende blieb Gaara nur er selber. Bestätigend streiften seine Finger über das Kanji auf seiner Stirn, die rötliche Narbe, die er mit Sand in seine Haut gekerbt hatte, als er sich geschworen hatte nur noch sich selber zu lieben. ~ ~ How can you see into my eyes like open doors Leading you down into my core Where I’ve become so numb without a soul my spirit sleeping somewhere cold Until you find it there and lead it back home ~ ~ Doch diese Rechnung hatte er ohne Naruto gemacht. Und ohne Lee... Lee...er und sein Gai-sensei waren die ersten gewesen, die an seinem Weltbild gerüttelt hatten. Und Lee war der erste, der gegen Gaara gekämpft und überlebt hatte. Der erste, der keine Angst vor ihm gehabt hatte, trotz der Warnungen die er erhalten haben musste. Dieser Junge mit seinem Hund; Gaara hatte die ganze Zeit gewusst, dass sein Team zugesehen hatte, wie er diese Regenninjas getötet hatte. Angst davor, was der Sand mit ihm anstellen würde, hatte Lee wohl gehabt, aber keine Angst vor Gaara und das sicher nicht, weil er ihn nicht ernst genommen hatte. Am Anfang hatte Gaara es gedacht, aber noch während ihres Kampfes war ihm klar geworden das Lee ihn ernster nahm, als jeder andere. Und selbst dass Gaara ihn im Krankenhaus umbringen wollte, hatte daran nichts geändert... Temari und Kankuro konnten sagen was sie wollten. Nicht Naruto hatte bewirkt, dass Gaara sich veränderte, sondern Lee. Naruto hatte ihn bloß weiter in die richtige Richtung geschoben und verhindert, dass er wieder kehrt machte. ~ ~ (Wake me up) Wake me up inside (I can’t wake up) Wake me up inside (Save me) Call my name and save me from the dark (Wake me up) Bid my blood to run (I can’t wake up) Before I come undone (Save me) Save me from the nothing I’ve become ~ ~ Gaara war so sehr in seine Gedankengänge vertieft, dass er das Klopfen an der Tür überhörte. Erst als es in ein lautes Hämmern überging, schreckte er auf. „Die Tür ist auf.“, rief Gaara gerade so laut, wie es nötig war, damit er vor der Tür gehört wurde. Er erwartete, dass es Temari oder Kankuro oder vielleicht auch beide waren. Zwar konnte er sich sich nicht vorstellen, warum sie ihn so spät aufsuchen sollten und das nach so einem anstrengenden Tag, an dem sie den Konohaninja zur Hilfe gegen einige Schergen Orochimarus geeilt waren, die Uchiha Sasuke entführt hatten. Aber wer sonst sollte schon etwas von ihm wollen? So machte er sich auch nicht die Mühe aufzustehen, oder gar seinen Blick vom Himmel abzuwenden, als sich die Tür leise öffnete und mit einem Klicken wieder zurück ins Schloss fiel. Leise Schritte, die Schritte eines Ninja, die ein für ungeschultes Gehör kaum wahrzunehmen waren erfüllten für einige Momente den Raum und stoppten nicht weit vom Fenster entfernt. Dann war es wieder still. Gaara konnte einen forschenden Blick auf sich spüren, während er darauf wartete, dass, welches seiner Geschwister auch immer da stand endlich sagte, was los war und so herrschte Schweigen. Eine Minute...zwei Minuten...bis es Gaara zu blöd wurde noch länger zu warten. „Was willst du?“, fragte er und war überrascht Rock Lee zu sehen, als er den Kopf drehte. Dort stand das Objekt Gaaras ewiger Grübeleien in seinem typischen grünen Aufzug, den orangen Stulpen und dem schwarzen Haar. Aber etwas war anders als sonst. Lees Augen waren irgendwie seltsam glasig und sein Gesicht glühte ungewöhnlich rot. „Lee?“ Einerseits wollte Gaara wissen, was Lee hier wollte. Andererseits wollte er wissen, warum er so komisch war. Geschmeidig schwang Gaara seine Beine vom Fenstersims um sich dann herunter gleiten zu lassen. Bis dahin kam er aber gar nicht, denn Lee stand plötzlich dicht vor ihm, schneller, als dass Gaara es überhaupt mitbekam. So dicht, dass er fast Gaaras herab hängende Beine berührte. „Lee? Was machst du hier?“, versuchte Gaara erneut den anderen Jungen zum Reden zu bringen, aber der blickte ihn nur weiter aus halb geschlossenen glasigen schwarzen Augen an. Langsam wurde Gaara unruhig. Lees seltsames Verhalten verunsicherte ihn, auch wenn er das nie offen zugeben würde. Normalerweise war es fast unmöglich Lee zum schweigen zu bringen. Doch jetzt? Gaara schaute skeptisch zu Lee herunter. „Was willst...“ Lees Hand, die plötzlich vorschnellte und den Kragen von Gaaras Kleidung packte, unterbrach ihn. Einen Bruchteil einer Sekunde später fand Gaara sich stehend und dicht an Lee gepresst wieder; seine Hände, die er vorgestreckte hatte um seine plötzliche Vorwärtsbewegung abzufangen ruhten nun auf Lees Schultern und sein Sand hatte sich nicht einmal gerührt. Erschrocken blinzelte Gaara hoch zu Lee, der fast einen Kopf größer war als er und sein Gesicht zeigte tatsächlich Überraschung...und Unsicherheit. Gaara spürte Lees Körperwärme durch ihrer beiden Kleidung, so dicht waren sie aneinander gepresst und er konnte jede Bewegung von Lees Muskeln unter seinen Händen fühlen. Ein seltsames Gefühl. Zwar war er Lee nicht zum ersten Mal so nahe; während des Chuninexams hatte Lee ihn von hinten umarmt um seinen Angriff auszuführen, aber damals hatte er seine Sandrüstung getragen und es war auch nur für wenige Sekunden gewesen, bevor Gaara sich mit einem Jutsu befreit hatte. Jetzt gab es keine Schicht aus Sand zwischen ihnen. Lees Atem traf Gaaras Gesicht und plötzlich wusste er, was nicht stimmte. Lee war betrunken; sein Atem roch nach Alkohol. Trotzdem, oder gerade deswegen, begann Gaaras Herz plötzlich schneller zu schlagen. Was war hier los? „Lee, was so...“ Wieder unterbrach ihn Lee. Aber noch immer nicht mit Worten, auf eine Art, die Gaara völlig unvorbereitet traf. Ohne jegliche Vorwarnung war Lees Gesicht dichter gekommen. Dann spürte Gaara etwas weiches auf seinem noch vom Sprechen geöffneten Mund. Lees Lippen! Gaara riss seine Augen weit auf, als ihn diese Erkenntnis gleichzeitig mit einer kribbelnden Empfindung durch schoss. Unbekannte Impulse fuhren von seinen Lippen ausgehend durch seinen ganzen Körper, bei jeder Bewegung von Lees Lippen gegen Gaaras; ihm blieb die Luft weg. Sein Gehirn arbeitete auf Hochtouren um die Signale und Reize zu verarbeiten, die es erhielt und machte es Gaara unmöglich sich zu bewegen. Seine Knie wurden weich, als Lees Zähne sacht über Gaaras Unterlippe kratzten und er leicht an dieser saugte und eine Zunge fand ihren Weg in Gaaras geöffneten Mund, wo sie herausfordernd ihr Gegenstück anstupste und erneut stromschlagähnliche Empfindungen durch Gaaras überforderten Körper sandten und eine Reihe von angenehmen Schauern auslösten, die seinen Rücken hinab rannen. Gaaras Finger hatten sich längst in den grünen Stoff unter seinen Händen verkrallt. Erst als Gaara die Luft langsam knapp wurde, hatte er sich wieder soweit zusammen genommen, dass er Lee mit einem Ruck von sich fortstoßen konnte. Erschüttert folgt sein Blick dem grün gekleideten Jungen, wie er Rückwärts stolperte und lehnte sich schweratmend auf das Fenstersims hinter ihm. „Was soll das?“, verlangte Gaara atemlos zu wissen. In Gedanken wies er seinen Sand an Lee zu halten wo er war und seine Augen funkelten gefährlich, aber nichts passierte. Weder Lee antwortete noch reagierte der Sand. Nur Shukaku lachte etwas in seinem Kopf, dass beinahe wie 'Dummer kleiner Junge. Weist nicht was hier passiert und ich werd's dir nicht sagen.' klang, während sein Körper nach mehr verlangte. Mehr von Lees Wärme, die ihn, jetzt wo sie wieder verschwunden war frieren ließ. Mehr von diesen Empfindungen. Ohne ein Worte drehte sich Lee um und ging auf die Tür zu. Aber nein, so einfach würde er nicht davon kommen. ~ ~ Now that I know what I’m without You can't just leave me Breathe into me and make me real Bring me to life ~ ~ 'Lass ihn nicht gehen, Shukaku!', befahl Gaara seinem Dämonen oder mehr dem Sand und tatsächlich hörte Gaara plötzlich das vertraute Reiben von Sandkörnern aneinander und der Sand erwachte zum Leben und verdeckte die Tür, nach deren Klinke Lee gerade greifen wollte. Beinahe glaubte Gaara Shukakus Stimme im Rauschen des Sandes flüstern zu hören. 'Diesen Spaß lass ich mir doch nicht entgehen.' „Du wirst nicht gehen.“ Gaaras Stimme hatte einen gefährlichen drohenden Klang. „Eher stirbst du, als dass du ohne Erklärung gehst.“ Er lößte sich vom Fenstersims und ging Raubtierhaft auf Lee zu. Lee drehte sich wieder zu Gaara um und...er grinste! Er grinste, als wäre alles nur ein Spaß. „Du wills' kämpfen?“, lallte er und nahm eine wackelige Kampfstellung ein. „Dann komm doch.“ „Ich will nicht kämpfen. Du schuldest mir nur eine Erklärung, Lee.“ „Komm schon'er...hicks...!“, beharrte Lee. „Nein.“ Gaara rang geradezu darum Lee nicht einfach mit Sand zu überschütten und zu zerquetschen, wenn dies irgendetwas helfen würde. Tief atmete er durch. „Was sollte das eben?“ Er konnte ebenso beharrlich sein und mit jedem Wort wurde seine Stimme kälter und gefährlicher. Doch Lee der sich schon im nüchternen Zustand nicht davon aus der Ruhe bringen lies, ignorierte den Tonfall einfach. Für jeden anderen wäre das ein Fehler gewesen. „Was?“, fragte er unschuldig. Dann war er plötzlich hinter Gaara und drehte ihn schwungvoll zu sich herum. Wieder reagierte der Sand nicht auf Gaaras rufen und er verfluchte Shukaku dafür, der in seinem Kopf kicherte. „Meinsu das, Gaara?“ Lees Hände umfassten Gaaras Handgelenke; die Haut darunter begann fast augenblicklich von der ungewohnten Berührung zu kribbeln, dann umfingen Lees Lippen Gaaras erneut für einen kurzen Moment. Als sie sich wieder lösten hauchte Lee direkt neben Gaaras Ohr: „Ich will dich.“ ~ ~ (Wake me up) Wake me up inside (I can’t wake up) Wake me up inside (Save me) Call my name and save me from the dark (Wake me up) Bid my blood to run (I can’t wake up) Before I come undone (Save me) Save me from the nothing I’ve become ~ ~ Gaaras Körper erzitterte ungewollt und wieder überkam ihn die seltsame Schwäche, die er schon beim ersten Mal verspürt hatte und er lies sich von Lee, ohne sich wirklich zu wehren rückwärts schieben. Als er dann wieder Herr über seinen Körper war, spürte er bereits die Kante des Hotelbettes an seinen Kniekehlen und stürzt mit Nachdruck von Lee auf die weiche Matratze. Nicht einmal eine Sekunde später folgte Lee und kniete über ihm. Grinsend schaute er auf Gaara herunter, der seine Hände gegen Lees Schultern stemmte und versuchte ihn von sich herunter zu schieben. Erfolglos. Lee war größer, schwerer und stärker als Gaara und das Bett war zu weich, als dass er genug Rückhalt gehabt hätte und auch Shukaku war keine besondere Hilfe, denn der Dämon hatte sich noch immer nicht von seinem Lachanfall erholt. Die Frage war, ob er das jemals tun würde. ~ ~ Bring me to life (I've been living a lie, there's nothing inside) Bring me to life ~ ~ Eine Hand in Gaaras Haaren bog seinen Kopf zurück und Lippen pressten sich auf seinen Hals, schwarzes Haar kitzelte sein Kinn. Lees Mund glitt seinen Hals hinab, saugte an einigen Stellen und Zähne zwickten gelegentlich in die empfindsame Haut. Unbewusst hob sich Gaaras Körper Lees liebkosendem Mund entgegen, während sein Kopf noch immer zu verarbeiten suchte, was eigentlich gerade passierte. Doch selbst wenn er es wüsste, wäre es ihm unmöglich gewesen, seinem Körpern diese lang entbehrte Nähe und sanften Berührungen zu versagen. „Hah...“, keuchte Gaara. Lees zweite Hand hatte einen Weg unter seine Kleider gefunden und streichelte nun die weiche Haut darunter. Seine Finger rieben über Gaaras Brustwarzen und wieder verlor er die Kontrolle über seinen Körper und bog sich Lee entgegen. Seine Augen schlossen sich wie von selbst ohne sein Zutun, seine Finger krallten sich in Lees Schultern. „Lee...was...?“, fragte Gaara. Nur Lee war in dieser Nacht nicht gewillt ihn aussprechen zu lassen und erstickte jeglichen Ton mit einem langen Leidenschaftlichen Kuss, dieses Mal erwiderte Gaara diesen indem er instinktiv Lee imitierte; seine Arme schlangen sich um Lees Hals und hielten ihn fest. Er konnte nicht mehr klar denken und jede Berührung schickte neue Empfindungen durch seinen Körper und seine Haut fühlte sich an, als würde sie in Flammen stehen. Das Atmen fiel ihm schwerer und in seinem Kopf folterte ihn Shukakus wissendes Gelächter. Als Lee den Kuss wieder löste, atmeten sie beide schwer. Gaara öffnete blinzelnd seine Augen wieder und schaut in Lees Gesicht, dass nur wenige Zentimeter über seinem eigenen schwebte. Der Konohaninja grinste noch immer, dann gähnte er plötzlich und er sank schwer auf Gaara herab. Sein Kopf landete neben Gaaras auf der weichen Matratze und er begann leise zu schnarchen, während Gaara unter ihm begraben lag und sich nicht rühren konnte, es auch nicht wagte. Lee war einfach eingeschlafen... ~ ~ Frozen inside without your touch without your love darling only you are the life among the dead ~ ~ Erst als er sich sicher war, dass Lee wirklich schlief und auch nicht so schnell wieder aufwachen würde, befreite Gaara sich von ihm. Seine Beine fühlten sich ungewohnt schwach an und drohten jeden Moment unter seinem Gewicht nachzugeben und sein Herz schlug schnell, als hätte er gerade einen besonders schweren Kampf hinter sich. Nachdem er dann aber einige Momente stand, beruhigte sich sein Körper langsam wieder. Unsicher blickte er auf Lees schlafenden Gestallt herab, die halb über den Rand des Bettes hinaus hing. Ein seltsames Gefühl überkam ihm bei dem Anblick und schnell wandte er sich ab. Er hatte ja nicht schon genug Schwierigkeiten damit, den anderen Jungen aus seinen Gedanken zu verbannen, doch das hier würde es noch schwieriger machen. Und Gaara wusste noch nicht einmal, was überhaupt passiert war. Zögernd schaute er über seine Schulter zu Lee, lies die Schultern herab sinken und drehte sich wieder zu ihm um. Mit etwas Anstrengung hievte er Lee ganz auf das Bett und zog die Decke über seine Schultern. Dann schlich er hinüber zum Fenster und öffnete dieses; seinen Sandkrug schlang er mit einer gewohnten Bewegung um seine Schultern und stieg dann auf das Fenstersims. Von dort aus kletterte er aus dem Fenster und landete ohne ein Geräusch zu machen auf dem Boden zwei Stockwerke weiter unten. Gaara lief los und überließ es seinen Füßen wohin sie ihn trugen... ~ ~ All this time I can't believe I couldn't see Kept in the dark but you were there in front of me I’ve been sleeping a thousand years it seems Got to open my eyes to everything Without a thought without a voice without a soul Don't let me die here There must be something more Bring me to life (Wake me up) Wake me up inside (I can’t wake up) Wake me up inside (Save me) Call my name and save me from the dark (Wake me up) Bid my blood to run (I can’t wake up) Before I come undone (Save me) Save me from the nothing I’ve become (Bring me to life) I’ve been living a lie, there’s nothing inside (Bring me to life) ~ ~ Als Gaara mehrere Stunden später wieder zurückkehrte, ging die Sonne langsam auf und Lee lag noch immer schlafend im Bett, doch Gaara verweilte nicht lange in dem kleinen Zimmer. Stattdessen stellte er einfach nur seinen Krug auf dem Boden neben dem Fenster ab und ging mit leisen Schritten durch den Raum zu einer Tür hinter der sich ein Bad verbarg und betrat es. Kapitel 2: Kapitel 2 -------------------- Titel: Bring me to life! Teil: 2/2 Autor/in: Black_Feathers aka Firedemon (www.yaoi.de) Fandom: Naruto Rating: Pairing: Gaara x Lee Kommentar: Ich habe diese Story angefangen, weil ich dieses Pairing liebe und es einfach viel zu wenig Storys davon gibt. Währendessen habe ich dann BloddyWings "Gaara (songfic)"-Challenge entdeckt und mir gedacht, dass die FF doch ganz gut dazu passen würde, wenn ich noch ein Song einbaue und das habe ich dann gemacht. Und voila. Hier ist "Bring me to life!" Ich hoffe es ist ein wenig das, was du dir vorgestellt hast BloddyWings ;) Disclaimer: Gaara und Rock Lee sind geistiges Eigentum von Masashi Kishimoto und gehören demnach nicht mir. Der verwendete Song ist "Bring me to life" von Evenescence und gehört ebenso wenig mir. Das einzige was mir gehört, ist der Plot ^.^ und davon habe ich leider nicht soo viel, da ich kein Geld mit dieser FF mache. Bring me to life! – Kapitel 2 Lee erwachte am nächsten Morgen von dem Geräusch laufenden Wassers. Murrend drehte er sich im Bett umher und zog sich das Kissen über den Kopf. Wer bitte duschte so früh am Morgen? Dann fiel ihm wieder ein, dass er alleine lebte und niemand da war, der duschen könnte. Ruckartig setzte Lee sich auf und das Kissen segelte durch den Raum auf den Boden, da er es nicht erst wieder herunter gezogen hatte. Desorientiert schaute Lee um sich und rieb sich die großen schwarzen Augen. Angestrengt dachte er nach, doch er konnte dieses Zimmer nirgendwo einordnen. Er konnte sich nicht einmal erinnern, wie er hier her gekommen war. Alles was er wusste war, dass er Neji im Krankenhaus besucht hatte um zu sehen, wie es ihm ging und dann einen Stop bei Ichirakus eingelegt hatte und dort auf Naruto getroffen war. Sie hatten zusammen zu Abend gegessen und Lee hatte sich noch etwas zu trinken bestellt, während er darauf wartete, dass Naruto seine Massen an Ramen verdrückte. Dass der Junge nicht langsam genug von Nudelsuppen hatte, war Lee unverständlich. Aber was war da noch gewesen? Ichiraku hatte sich über irgendeinen Gast aufgeregt, der schon den ganzen Nachmittag in seinem Restaurant saß und eine Flasche Sake nach der anderen Trank; er hatte neben Lee gesessen. Ein schrecklicher Gedanke überkam Lee. Hatte er etwa zwischendurch anstatt von seiner Limonade einen Schluck Sake erwischt? Die Flaschen waren aber auch zum verwechseln ähnlich gewesen. Lee hoffte, dass eben das nicht passiert war. Wenn doch, dann wollte er nicht wissen, was er danach noch alles gemacht hatte. Das öffnen und schließen einer Tür lenkte Lees Aufmerksamkeit auf sich und erst jetzt bemerkte er, dass das Wasserrauschen verstummt war. Wer immer da geduscht hatte war nun fertig und hatte den Raum betreten. Lee wagte es kaum zur Tür zu blicken. „Du bist wach.“, sagte eine bekannte Stimme in monotonem Klang. „Gaara-san?“ Lee drehte sich zu der Stimme um und erblickte Gaara. Eine weinrote Hose, so wie die, die er während des Kampfes mit Kimimaro getragen hatte, bedeckte seinen Beine und ein Netzschirt schmiegte sich an seinen Oberkörper. Kleine Wassertropfen entkamen dem feuchten roten Haar und flohen seinen Nacken hinunter, auf dem bläulich-lila verfärbte Male zu sehen waren. Eine Erinnerung überkam Lee... Gaara unter ihm auf einem Bett. Keuchender Atem. Weiche Haut unter seinen Fingern. Ein alarmierter Blick aus blassgrünen Augen. Lee erschrak. Er hatte doch nicht...oder doch? Zumindest hatte Lee noch alle seine Kleider an, wie er nach einem kurzen prüfenden Blick feststellte. Also nicht... „Wen sonst hast du erwartet.“, gab Gaara zurück und ging langsam durch den Raum auf das Bett zu. Davor blieb er stehen und verschränkte seine Arme. Lee zuckte mit den Schultern. Er wollte nicht zugeben, dass er sich nicht erinnerte. Aber dann musste er doch wissen, was er alles getan hatte. „Was...was habe ich gemacht? Wann hab ich aufgehört?“ „Du erinnerst dich nicht.“ Das war keine Frage des rothaarigen Jungens. „Nein.“, antwortete Lee trotzdem. Gaara schüttelte langsam, kaum merklich den Kopf und ging dann um das Bett herum zum Fenster und öffnete es ein Stück um Luft ins Zimmer zu lassen. „Du bist eingeschlafen. Nachdem du mich auf das Bett gedrückt hast.“, frischte Gaara Lees Erinnerungen wahrheitsgemäß und ohne jegliche emotionale Regung in der Stimme auf. Lees Gesicht begann plötzlich zu glühen, als er sich erinnerte. Nicht nur an das, sondern auch an das, was er kurz davor zu Gaara gesagt hatte. Ich will dich. Er war froh, dass Gaara mit dem Rücken zu ihm stand und so sein gerötetes Gesicht nicht sehen konnte. „Das ist alles?“ Dieses Mal nickte Gaara nur. Noch immer stand er mit dem Rücken zu Lee und schaut aus dem Fenster. Lee seufzte. Dann schälte er sich langsam aus der Decke und kletterte aus dem Bett. Erfolglos versuchte er einige Falten in seinem grünen Anzug zu glätten. Vorsichtig machte er erst einen Schritt Richtung Gaara, dann einen zweiten und so weiter, bis er schließlich hinter ihm stand und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Gaara zuckte zusammen und verspannte sich. „Es tut mir Leid, Gaara-san.“, entschuldigte er sich und lies den Kopf hängen. Es tat ihm wirklich Leid Gaara einfach so überfallen zu haben, obwohl er sich wünschte, dass er ihn wieder küssen könnte. Was er am gestrigen Abend gemacht hatte, war nicht allein vom Alkohol ausgelöst worden. Den Wunsch Gaara zu berühren, ihn zu küssen hatte er schon länger und nach dem Kampf mit Kimimaro hatte er diesen besonders deutlich verspürt. Als Gaara am Ende doch noch beinah von Kimimaros letzter Attacke getötet wurde, wäre Lees Herz beinah stehen geblieben, so sehr erschreckt hatte er sich. Und seit dem war ihm klar, dass Gaara mehr für ihn war als ein bekannter Ninja. Mehr noch als ein Freund. Der rothaarige Junge reagierte nicht auf die Entschuldigung. Stattdessen schob er Lees Hand von seiner Schulter und drehte sich zu ihm um. „Wofür entschuldigst du dich?“, fragte er und Lee sah ihn zunächst verwundert an. Was meinte Gaara mit „Wofür“ ? Brauchte er sich nicht entschuldigen? Vorsichtshalber vergewisserte Lee sich. „Für das was ich getan habe. Dafür, dass ich dich so überfallen habe.“ Lee wich dem durchdringenden Blick Gaaras Augen aus. Gaaras nächste Frage zeigte, dass Lee seine vorige falsch verstanden hatte. Gut das er sich vergewissert hatte. „Was ist das, was du getan hast?“ Forschend schauten blassgrüne Augen in schwarze und verlangte nach einer Antwort. So war das also. Gaara wusste garnicht, was überhaupt vorgefallen war. Er konnte es beschreiben, aber hatte keinen Namen dafür. Nur wie sollte Lee das erklären? Normalerweise wussten die meisten Menschen in ihrem Alter Bescheid. Gaara war aber nicht normal, fiel es Lee wieder ein. Bis vor kurzen hatte er nicht einmal gewusst, was Freunde waren und dass man sich lebendig fühlen konnte ohne zu töten. „Lee. Wofür willst du mich?“ Erneut schoss Lee das Blut in die Wangen. Gaara wusste gar nicht was er da sagte, rief er sich in Erinnerung. Sein Blick striff das Kanji auf Gaaras Stirn, das halb unter dem roten Haar verborgen war, doch Lee wusste auch, ohne es ganz zu sehen, wie es aussah. Und wichtiger: Was es bedeutete. Ai. Liebe. Lee holte tief Luft. „Ich...“, begann er, „...ich habe dich geküsst und...und...wollte mit dir schlafen.“ Mit jedem Wort schoss mehr Blut in Lees Gesicht, bis seine Wangen ebenso rot glühten wie Gaaras Haar im Licht der aufgehenden Sonne. Offensichtlich war seine Erklärung aber nicht die Beste, denn Gaaras schaute ihn nur verständnislos an, soweit das bei seinem kaum erkennbaren Mienenspiel überhaupt zu sagen war. Seine Worte waren verständlicher und zeigten Lee wie schlecht seine Erklärung war. „Ich schlafe nicht. Und was ist ein Kuss?“ Lee gratulierte sich selbst dafür, wie dämlich er wieder gewesen war. Natürlich schlief Gaara nicht und woher sollte Gaara wissen, dass Lee nicht schlafen meinte, wenn er schlafen sagte. „Mit jemandem schlafen heißt auch...“, Lee räusperte sich, „...Sex mit jemandem zu haben.“ Wenn Gaara wüsste, wie schwer es war das zu erklären. „Sex?“ Langsam sank Lees Mut. Nicht einmal damit konnte Gaara etwas anfangen. Wie hatte Gai-sensei es noch mal den Schülern in der Ninjaschule erklärt? „Sex ist das, was ein Mann mit einer Frau macht um Kinder zu zeugen...“ Schlechter Ansatz, Lee, ganz schlechter Ansatz. Und die Quittung bekam er sofort. „Ich bin aber keine Frau.“ Wie gesagt: Ein ganz Schlechter Ansatz, also von vorn. „Ich weiß.“ Lee seufzte. „Bitte lass mich einfach ausreden. Meistens hat man Sex nur mit jemandem, den man gern hat. Manche machen es aber auch aus Spaß, zum Beispiel, wenn sie betrunken sind. Manchmal sogar mit Fremden oder für Geld.“ Langsam schien Gaara zumindest den Sinn hinter Sex zu verstehen. „Also geht es nicht nur mit einem Mann und einer Frau.“, stellte er fest. Dann sah er wieder in Lees Augen und hielt seinen Blick fest. „Du sagst, dass man es, wenn man betrunken ist aus Spaß macht. Du warst betrunken...“ Für Gaara war das eine logische Schlussfolgerung und sein Gesicht verriet nicht, was er davon hielt. Ob er erleichtert war oder ob es ihn traurig machte. Sein Gesicht verriet so oder so, so gut wie nie etwas. „Nein, es war nicht nur zum Spaß.“, versicherte Lee. „Aber du hast...“ „Nein, sagte ich!“ Das kam härter heraus, als es sollte. Zwischen Gaaras Augen erschien eine steile Falte, als er die Stirn runzelte. „Tut mir leid...“, murmelte Lee. Die Falte blieb. Möglicherweise dachte Gaara nach? „Dann...“ Gaara zögerte doch tatsächlich und Lee war mit einem Mal überaus gespannt, zu welchen Schluss Gaara jetzt gekommen war. Er hielt sogar die Luft an. „Heißt das, du...hast...mich gern?“ Ungläubig sprach Gaara die Worte und es war das erste Mal, dass seine Stimme nicht monoton in Lees Ohren klang. Unglaube schwang in ihr mit und...Hoffnung? Angst? „Das heißt das wohl.“ Lee nickte und konnte nicht glauben, dass er das tatsächlich gerade gesagt hatte. „Niemand hat mich gern!“ Warf Gaara plötzlich zurück und drängt sich an Lee vorbei. Hastig brachte er Abstand zwischen sich und Lee. Seine Stimme klang plötzlich aufgebracht. „Niemand liebt ein Monster wie mich!“ Gaaras Gesicht nahm einen irren Ausdruck an. Einen Ausdruck den es seit dem Chuninexam nicht mehr angenommen hatte. Sand wirbelte um ihn herum und bildete eine schützende Barriere zwischen ihm und Lee und warnte Lee gleichzeitig davor dichter zu kommen. „Du sagst du hast mich gern? Du weißt nicht einmal wer ich bin. Ich habe Menschen getötet. Viele Menschen. Mehr als ein ANBU in seinem ganzen Leben und ich habe sie getötet, weil es mir Spaß gemacht hat.“, zischte Gaara gefährlich. „Du selber warst kurz davor zu ihnen zu gehen. Wie kannst du mich auch nur ein klein wenig mögen?!“ „Weil es mir egal ist, was du getan hast. Das ist Vergangenheit, Gaara. Du bist nicht mehr so wie damals.“ Lee ging vorsichtig auf Gaara zu, musste aber wieder zurückweichen, als Sand gegen seine Brust prallte. „Woher willst du das wissen?“ „Ich lebe noch.“ „Nur, weil sich erst dieser Gai eingemischt hat und dann Naruto.“ Diesmal machte Lee nur eine Schritt vor und wartet einen Moment bis zum nächsten. „Ich weiß, dass du lange genug Zeit gehabt hättest mich zu töten, bevor Naruto gekommen ist.“ Lee stand nun mitten in dem Sandsturm, der Gaara umgab. „Wo vor hast du Angst, Gaara?“ Plötzlich kam der Sandsturm zum erliegen und Gaara starrte ihn einfach nur an, als hätte er so eine Frage nicht erwartet. „Warum hast du keine Angst vor mir?“, fragte er dann selber ohne Lees Frage zu beantworten. Aber das tat er selten. „Sollte ich?“ „Ja.“ „Warum?“ Wieder blickte Gaara ihn nur an. Scheinbar wusste er keine Antwort darauf, die er nicht schon vorher gegeben hätte. „Willst du das ich Angst vor dir habe?“, fragte Lee. Gaara schaute an ihm vorbei und Lee dachte schon, dass er wieder keine Antwort bekommen würde, doch dann bewegten sich Gaaras Lippen und begannen Worte zu Formen. „Nein. Das will ich nicht. Ich bin es Leid, dass jeder Angst vor mir hat.“ Lee lächelte, als er das hörte und überbrückten den letzten Abstand, der zwischen ihm und Gaara bestand und legte seine Hände auf die Schultern des kleineren. Gaara hob den Blick und schaut mit dem für ihn typischen, wieder unbewegten Gesichtsausdruck zu Lee hoch. Er schien auf etwas zu warten und gleichzeitig etwas in Lees Blick zu suchen. „Ich mag dich wirklich. Und heute bin ich nicht mehr betrunken.“, sagte Lee, dann beugte er sich herunter und küsste sanft Gaaras Lippen ohne dabei seinen Blick von den blassgrünen Augen abzuwenden. Erst als Gaara seine Augen schloss, seine Arme sich um Lees Hals schlangen und den Kuss erwiderte, lies auch Lee seine Augen zufallen und zog Gaara zu sich heran. Sekunden...Minuten standen sie so da und küssten sich, bevor sie den Kuss wieder lösten. Allerdings lies Lee Gaara nicht wieder los und auch Gaara schien zu meinen, dass seine Arme, da wo sie waren, gut aufgehoben waren. „Zeig mir, wie es ist geliebt zu werden.“ Es war mehr ein Befehl als eine Bitte, aber Lee nickte bereitwillig, dann hob er eine Hand und zeichnete das Kanji auf Gaaras Stirn nach. „Und zeig mir, was Sex ist.“ Lee musste leicht lachen, als er das hörte. „Irgendwann bestimmt...“, antwortete er nur. Bring me to life – Ende Ich hoffe es hat gefallen^^ und über Kommis würde ich mich freuen. Wer jetzt fragt, warum weder Temari noch Kankuro bei dem „Lärm“ am Ende nicht nachsehen kommen, was los ist: Das ganze spielt in einem Hotel. Normalerweise sind die Wände dort so dick, dass man nicht hört, was im Nebenzimmer vor sich geht. Zumindest in diesem ist das hier der Fall ^^ lg Firedemon Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)