Into The Darkness part one von SpeikobraRote (AAxA) ================================================================================ Kapitel 1: Watch it ------------------- Es wird wohl oder übel bei einem Oneshot bleiben bzw. höchstens 2 kurze Kapitel beinhalten. ( ist nicht viel aber Hauptsache etwas! ) Warnung! Das Pairing ist nicht wirklich beliebt und daher sag ich es gleich vorweg bevor ich Drohbriefe erhalte! Diese FF dreht sich ganz und gar um Alucard und Anderson... Nichts mit Seras nichts mit Integra... Und ganz bestimmt auch nicht mit Walter XD Nur um Missverständnisse gleich aus dem Weg zu räumen ^^ Ansonsten viel spaß! Into The Darkness Kapitel 1 Er stand dem Monster gegenüber. Die Distanz, wenn man überhaupt von einer sprechen konnte, war so gering, dass er den stockenden Atem der Kreatur vor ihm auf seinem Gesicht spürte. Heißes Blut rann seinen Arm hinab, welchen er mitsamt der Klinge in den Körper des anderen gerammt hatte. Grinsend bohrte er die schimmernde Waffe tiefer in den nun zuckenden Körper. Der Vampir keuchte laut auf und Blut tropfte von seinen Lippen. Siegessicher rammte der Priester eine weitere Klinge in den Körper vor ihm und stieß ein verächtliches Lachen aus.Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als er auf einmal von der Kreatur umgerissen wurde und beide auf dem Boden aufschlugen. Die scharfen Zähne und der gierige Mund waren das letzte, was er sah als diese auch schon in die empfindliche Haut seines Halses eindrangen. Es geschah so schnell, dass ihm nicht einmal Zeit für einen Schrei blieb. Sein heißes Blut lief seinen Hals hinab und zu Boden. Eine kleine Pfütze bildete sich auf dem Asphalt, während Alexander Anderson sich von dem kurzen Schock erholt hatte und nun wieder Alucard mit den Klingen, welche sich immer noch in dessen Körper befanden, traktierte. Diesmal entfuhr dem Vampir ein lauter Schrei und er ließ vom Hals des Priesters ab. Dunkles, fast schwarzes Blut glitt die Klinge hinab, die Anderson seinem Widersacher erneut in den Körper gestoßen hatte und sammelte sich an dessen Griff an. Langsam gelangte die Macht der Erdanziehungskraft Oberhand und das Blut musste sich dieser beugen in dem ein Tropfen des wertvollen Blutes zu Boden fiel und sich dort mit dem Blut des Feindes vermischte. Der sachte Aufprall des Tropfens auf die Oberfläche des fremden Blutes löste gleichzeitig ein Verschmelzen der Geister beider Kontrahenten aus. Alexanders Herz schlug plötzlich schneller. Seine Welt und alles um ihn herum schien sich zu drehen. Übelkeit breitete sich in ihm aus und das Letzte was er sah, bevor ihn die Bewusstlosigkeit in die Tiefen der Dunkelheit hinab zog, waren zwei blutrote Augen, die ihn niemals zuvor mit einem solchen Maß an Angst angesehen hatten. Der Gedanke daran verlor sich und Alexander versank in der Finsternis, die sich wie ein Schleier um ihn legte. Ein leiser Schrei durchstach die Finsternis. Alexander blinzelte und starrte in die Dunkelheit bis sich seine Augen daran gewöhnt hatten. Wieder hallte ein Schrei durch die Nacht. Sein Kopf schnellte herum. In der Dunkelheit war etwas.Jemand. Er ging einige Schritte in die Richtung aus der die Schreie gekommen waren und hielt inne. Der Bereich vor ihm erhellte sich und zeigte ein einfaches Bett mit weißem Laken.Anderson runzelte die Stirn und näherte sich weiter. Plötzlich wurde aus der Dunkelheit ein Kind auf das Bett geworfen, schrie auf und versuchte sofort davon zu kriechen. Der Priester wollte sich zu ihm begeben, doch eine unbekannte Kraft hielt ihn davon ab sich dem Kind, welches sich als Junge entpuppte, zu nähern. Aus dem Hintergrund trat ein Mann hervor und beugte sich langsam über den Jungen. Voller Abscheu musste Alexander dem nun Folgenden beiwohnen. Der Kehle des Jungen entfuhr ein kurzer Schrei und seine Hände krallten sich in die Laken unter ihm. Stille Tränen begannen sich ihren Weg hinab zu bahnen, während der Mann, dessen Gesicht im Dunkeln verborgen lag, immer wieder in den kleinen, zarten Körper vor sich stieß.Verlangen dem Kleinen zu helfen und Zorn stiegen in ihm auf. Es zog sich hin, bis der Mann sich in den langen Haaren des Jungen festkrallte, ein kurzes Grunzen von sich gab und endlich von dem Kind abließ. Einen Schritt vorwärts gehend sah Alexander mit bestürzter Miene auf den Jungen herab. Sachte hob der Junge den Kopf. Er atmete relativ ruhig, obwohl ihm das ganze sehr zugesetzt zu haben schien. Dem Priester fielen nicht die passenden Worte ein um auf irgendeine Weise Zugang zu dem Jungen zu bekommen und als dieser zu ihm hinauf sah, fehlten ihm jegliche Worte, die er für gewöhnlich seinen Schülern predigte. Ihm stockte der Atem, als er das Gesicht erkannte, welches mit Tränen und Schmutz beschmiert war. „Du." keuchte Alexander und wich einen Schritt zurück. Verstört sah ihn der kleine Junge hinterher. Entsetzen breitete sich in dessen Gesicht aus und er starrte in die Augen seines Gegenübers. „Was für ein Trick ist das!" schrie ihn Anderson an und zog eine seiner Klingen. Ein leichtes Grinsen umspielte die Mundwinkel des Kleinen und seine Augen sahen freudig auf dieses lange, scharfe Objekt, das sein Verlangen nach Erlösung stillen könnte. Ein Geräusch ließ ihn zusammenzucken. Der Mann ohne Gesicht trat wieder ins Licht und schien seine Gier nach dem Jungen noch nicht gestillt zu haben. Er zog ihn wieder zu sich heran und begann ihn erneut den schrecklichen Qualen auszusetzen.Kurz senkte das Opfer den Blick und biss sich auf die Lippen, bis diese zu bluten begannen. Mit verklärtem Blick starrte er wieder zu dem Fremden herüber, als sich dieser vom weiteren Geschehen abwandte. „Wieso zeigst du mir das, du Monster!" knurrte er und sah ein letztes Mal zurück. Die Augen des Jungen leuchteten für einen Bruchteil einer Sekunde kurz rot auf und dann verschwand die gesamte Szene im Dunkeln. Allein stand er wieder in Mitten der erdrückenden Finsternis und sah vor sich immer noch die leuchtenden, roten Augen. „Keh! Was bezweckst du damit?" Er ließ den Blick im Dunkeln umherschweifen und erwartete, dass sich Alucard zeigen würde. Stattdessen erhellte sich vor ihm erneut ein Bereich, der anders als vorher, nicht ein Bett mit feinem, sauberen Laken zeigte, sondern eine verdreckte Matratze, auf der getrocknete, rotbraune Flecken zu sehen waren, die stark an Blut erinnerten. >Was wird das jetzt wieder?< Er bereitete sich innerlich darauf vor, was auch immer ihm der Vampir vorführen würde, sich nicht von diesem manipulieren zu lassen. Abermals näherte er sich dem Ort als sich eine Tür öffnete. Ein schlaffer Körper wurde von einigen Männern hereingetragen. Sie betteten den Oberkörper auf die Matratze, während der Unterleib auf dem kalt wirkenden Steinboden gelegt wurde. Anderson brauchte nicht lange, bis er erkannte, dass es sich abermals um den Jungen handelte, der ihn zu stark an die Kreatur erinnerte, in dessen Bewusstsein, so schien es ihm, er sich gerade befand. Die Männer verließen das Zimmer wieder und es betraten drei vornehm gekleidete Herren dieses und schlossen die Tür mit einem leisen Klicken. „...er hat sich in letzter Zeit sehr aggressiv mir gegenüber verhalten, daher musste ich ihm die guten Manieren erst wieder beibringen." Der Mann der gesprochen hatte, betrachtete den nackten Rücken des Jungen, welcher für Alexander nicht sichtbar war und grinste hämisch. „Dann wollen wir ihm nur noch die restlichen Benimmregeln eintrichtern." erwiderte darauf einer der anderen, schritt zur Tür und verschloss diese. In diesem Moment erwachte das wehrlose und geschwächt wirkende Wesen als es auch schon von seiner restlichen Kleidung befreit und mit einem Stoß gänzlich auf die Matratze befördert wurde. Die Drei umringten ihn und besahen sich den nackten Körper. Dieser schien sich in sein Schicksal gefügt zu haben und machte keinerlei Anstalten sich gegen die Misshandlung zu wehren.Anderson wurde schlecht, als er sah, wie sie ihn mit ihren Sünden besudelten. Er konnte den Anblick und das Leid nicht mehr ertragen und entschied sich zu handeln. Mit ein paar Schritten näherte er sich diesen, doch alle Drei blieben unbeeindruckt. Sie trieben ihr grausames Spiel weiter und quälten den Jungen. Anderson stieß ohne weiter zu zögern einem der Peiniger eine Klinge durch den Kopf, drehte sich, durchstach den Körper des zweiten und brachte schließlich, mit einem gezielten Schlag ins Genick, auch den dritten zu Fall. Die schattenhaften Gestalten lösten sich ohne ein Geräusch auf und verschmolzen mit der Dunkelheit um sie herum. Kurz stutzte er und sah sich um. „Verzeih, dass ich nicht eher eingriff, mein Sohn." flüsterte Alexander, schien vergessen zu haben, um wen es sich hier handelte und beugte sich zu dem Jungen hinab. Er hielt inne als er sah, dass der Junge verschwunden war und stattdessen der Körper Alucards vor ihm lag. Abermals zögerte er und versuchte seine Wertvorstellungen und Predigten abzulegen. „Unrecht hat seine Grenzen." murmelte er.Der Körper zuckte zusammen als Anderson seine flache Hand auf dessen Rücken legte. Rasch legte er seinen Mantel ab und warf ihn über den Vampir. Wieder hielt er inne und sah sich um. Erst jetzt bemerkte er, dass sie sich wieder auf der Asphaltstraße befanden. Langsam ging er in die Knie und hob den Zusammengekauerten auf seine Arme. >Leichter als er aussieht.< dachte der Priester und trug den Bewusstlosen zu seinem Apartment, welches er sich erst gestern gemietet hatte. Es befand sich weit abgelegen von der fast unbefahrenen Straße und war ideal, um gewisse Dinge heimlich und im Verborgenen zu tun. In seinem Schlafzimmer, welches er so gut wie nie benutzte, legte er den immer noch ohnmächtigen Alucard auf das Bett, sah ihn an, wandte sich um und begab sich ins Badezimmer. Dieses ähnelte eher einem begehbarem Altar als einem gewöhnlichen Waschraum. Dämmeriges Licht schimmerte von den Wänden, an denen überall Kerzen hingen, wieder und hüllte das Bad in einen orangegelben Schleier ein. Er ging zum Waschbecken, worüber ein verziertes Kreuz und weitere Kerzen hingen. Langsam ließ er Wasser ein und füllte das Becken bis zum Rand mit der klaren Flüssigkeit. Leise murmelte er ein Gebet und bekreuzigte sich. „Möge mir meine Sünde, wie schwerwiegend sie auch sein wird, vergeben werden." Er segnete das Wasser und legte lange, weiße, geschmeidig wirkende Tücher hinein. Aus dem Schrank über dem Waschbecken holte er ein kleines Fläschchen hervor und entkorkte es. Ein weißer Rauch strömte aus der Öffnung und verteilte sich über der Wasseroberfläche, als er es hinein tropfen ließ. Abermals sprach er sein Gebet und badete die Tücher in der Mischung aus reinem Wasser und undefinierbarer Substanz. Nach einigen Minuten nahm er sie aus dem Becken, wrang sie aus und betrachtete sich selbst im Spiegel. „Vergib dem Sünder seine Schuld, denn dein Diener konnte ihn nicht vor dieser bewahren. Wende deinen Blick ab von deinem unwürdigen Diener, der sich selbst als Sünder preisgibt. Verlass ihn nicht für immer, nur um des einen Fehltrittes wegen, den ich beschlossen habe zu gehen. Hilf dem Sünder zurück zu finden und nicht auf Ewigkeit auf dem Pfade der Dunkelheit zu wandeln." Er bekreuzigte sich, nahm eine der Kerzen in seine Hand und blies sie mit einem leichten Luftzug aus. „Amen." Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)